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Nachwuchs-Feministinnen: Nehmt euch ein Beispiel an Alice Schwarzer
DPA

Dass Alice Schwarzer endlich weg muss, darauf kann sich die feministische Nachhut sofort einigen. Aber was kommt dann? Das Programm der neuen Netzfeministinnen hat etwas Sektenhaftes.

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ratstack 11.11.2014, 17:54
30. Jawollll

Zitat von karatekid
Zum ersten Mal eine Kolumne von Jan Fleischhauer, über die ich mich nicht nur nicht aufrege, sondern der ich auch noch voll und ganz zustimmen kann!!
d'accord. Eine Protagonistin muss gelitten und riskiert haben, nicht nur Mainstream, sondern vorher als Aussenseiter. Was da stattfindet, ist nicht einmal Diadochengewölle, das ist Versuch der Leichenfledderei, wo der alte Bär noch lange nicht tot ist.
Der Bundesverband der Frauenbeauftragten mag da toben...

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campdavid 11.11.2014, 17:54
31.

Eine sehr interessante Kolumne, spricht mir in vielen Punkten aus der Seele. Der Kern dieser ganzen “Awareness Scheisse” ( könnte man kaum besser ausdrücken ) liegt meiner Meinung nach darin dass man in den letzten Jahren realisiert hat dass es in unserer Gesellschaft mittlerweile wunderbar funktioniert Leute aufgrund ihrer Wortwahl oder anderer Nebensächlichkeiten zu diskreditieren um sich gar nicht erst inhaltlich mit Ihnen auseinander setzen zu müssen. Warum sollte man sich also eine lange, nervenaufreibende Debatte überhaupt antun wenn man sein Gegenüber ohne viel Aufwand einfach als Rassist, Sexist, Chauvinist oder IrgendwasIst vom Spielfeld kegeln kann? Lustigerweise tappt man dann ab und zu in die Tretminen die man selbst gelegt hat, wie beispielsweise die “Woman walking in NYC” Kampagne von hollaback, welche sich jetzt Rassismus-Vorwürfen ausgesetzt sieht. Diese ganze political overcorrectness die hier eingezogen wurde ( übrigens sind Teile Ihrer Redaktion hier keine Ausnahme Herr Fleischhauer ) führt letztendlich nur zu einer Vertiefung der bestehenden Gräben und ganz sicher nicht zu Annäherung, weswegen es nur eine Frage der Zeit ist bis irgendwann jeder von diesem Thema so genervt oder verängstigt sein wird dass er sich schlussendlich der Kommunikation verweigert. Es gibt nicht gerade wenig Gesetze in diesem Land, und trotzdem schwingen sich immer wieder Leute zu selbsternannten moralischen Instanzen empor nur um allen anderen zu erzählen was sie sagen oder nicht sagen dürfen, abseits gesetzlicher Grundlagen. Und genau dagegen sollte man anschreiben solange man es noch darf, Danke.

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Parry_Pierpont 11.11.2014, 17:59
32. Uh-oh...

Wenn ein Jan Fleischhauer schützend seine Hand über eine Alice Schwarzer hält, ist Matthäi am Letzten.

Una salus victis nullam sperare salutem.

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abeier6099 11.11.2014, 18:00
33. Beispiel, wo für?

Alice Schwartzer ist ein Vorbild für Geltungssucht, Geldgier unter Missachtung der Gesetze. In einer Umschulung Mitte der 90 er Jahre hörte ich erstmal, während eines Praktikums in Hessen, von ihr. Sie mehrfach Thema während der Pausen in einer von Frauen dominierenden Runde. Zu einem Punkt waren sich die Frauen einig, in keinem Punkt fühlten sie sich von Frau Schwartzer vertreten, ihre Interessen und Ansichten, hatten nichts mit Problemen und Sorgen der Frauen im Verwaltungsbereich einer Klinik gemeinsam. In Späteren bewusst war genommenen Auftritten der Frau Schwartzer, konnte ich die Frauen aus der Klink verstehen.

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acitapple 11.11.2014, 18:01
34.

Zitat von kobmicha
..ein Beispiel an Schwarzer nehmen... Und das ist ein Aufruf zum Steuerbetrug! Schwarzer ist eine Steuerhinterzieherin nach eigenem Geständniss! Sollte hier der Staatsanwalt nicht auf dem Plan stehen?
soweit ich weiß ist sie bekennende teetrinkerin. ich denke daher der artikel war ein aufruf zum aufgießen. oder etwa nicht ?

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FocusTurnier 11.11.2014, 18:40
35. Das Dilemma des Feminismus

Hut ab, Herr Fleischauer. Eine in weiten Teilen gute Analyse. Aber meinen Sie, Feministinnen wie Wizorek sind "würdige" Repräsentantinnen eines Feminismus, welcher es tatsächlich zum Anliegen macht, Menschen (also auch Männer....) zu emanzipieren? (oder es zulassen?) Ein "Equality"-Feminismus ist mit den in Deutschland bekannten Feministinnen nicht zu machen. Jedenfalls äußern sich zu wenige dazu. Das feminismuskritische Buch " Tussikratie", welches von zwei Feministinnen geschrieben wurde, kam in feministischen Kreisen ja überhaupt nicht gut an. Warum?
Der SPIEGEL bezeichnete die "neuen" Feministinnen um Wizorek oder auch Femen in einer Print-Ausgabe mal als "Alice Schwarzer's Enkelinnen". Ein Omen?
Der Gender-Feminismus schlägt sich mit seinen eigenen Waffen. Überall ist Diskriminierung. Und somit werden auch farbige, im Rollstuhl sitzende, blinde Feministinnen diskriminiert, wenn eine weiße Wohlstandsfrau in der Talkshow sitzt. Das ist aber kein personenbezogenes Thema mehr, sondern bereits ein systematisches. (Antidiskriminierungsstelle des Bundes, Frauenförderprogramme, einseitige Fixierung der Sexismusdebatte auf Frauen als Opfer usw). Man konnte das ganz gut beim Hype um das 10hr-walking-as-a-woman-in-ny-Video nachvollziehen. Das hat in den USA nämlich nicht zu einer Sexismusdebatte geführt, sondern zu einer Rassismusdebatte, da in dem Video fast ausschließlich "men of color" gezeigt wurden.
Der Feminismus hat ein viel größeres Problem.

Oder um es mal mit einem Zitat aus Martina Schäfer's Buch "Die Wolfsfrau im Schafspelz" zu sagen:

"Beinahe jede der gegenwärtigen politischen Parteien oder Bewegungen hat sich im Laufe ihres Bestehens einmal mit der eigenen Stellung zu und möglicherweise sogar der Herkunft ihrer Ideen aus autoritärem und rassistischem Gedankengut früherer Zeiten auseinander setzen müssen. Einzig die Frauenbewegung scheint bis heute von diesen Vorwürfen verschont geblieben zu sein."

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Savoyen 11.11.2014, 18:50
36. Gut gebrüllt, Jan F.

Wird zwar wieder eine Menge höchst erregter Kommentare geben, war aber richtig lustig zu lesen und - jedenfalls aus meiner Sicht - auch richtig zutreffend.

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katzenheld1 11.11.2014, 19:11
37. Ja, ja und nochmals ja, Herr Fleischhauer

Vorausschicken möchte ich, dass ich eine alte Frau bin, also sozusagen reaktionär. Weshalb ich z.B. auch Frau Schwarzers Meinung zur Prostitution unterstütze.

Frau Schwarzer hat die Ablehnung ganzer Heerscharen auf sich gezogen: den einen ist sie zu feministisch, den anderen nicht feministisch genug. Dabei hat sie seit den 1970er Jahren mehr für die Frauenbewegung getan, als ihre heutigen Kritikerinnen es sich überhaupt vorstellen können. Eine Wizorek z.B., die mich mit ihrem fanatischen Feminismus und Obstinatismus nur noch abstößt, soll sich doch das Format einer Schwarzer und dann hartnäckig und fleißig ihre Position erarbeiten. Ohne Jammern und Herumgenöle, denn Schwarzer wurde auch nichts geschenkt.

Natürlich lag sie oft daneben, ihre Berichterstattung im Kachelmann-Prozess war zum Kotzen, ihre überhebliche Art oftmals schwer auszuhalten, Steuerhinterziehung geht gar nicht – aber trotzdem ist sie mir lieber als eine der betonköpfigen FeminismusGenderismusStalinistinnen von #aufschrei.

Nachdem Schwarzer die Pionierarbeit bereits geleistet hat - eine Kampagne wie „Ich habe abgetrieben“ ist ja nicht mehr nötig – werden nun die immer kleiner werdenden Probleme der Frauen immer mehr aufgeblasen. Dabei gäbe es nicht erst seit gestern viel zu tun: http://www.aliceschwarzer.de/artikel/schirrmachers-interview-zu-islamismus-feminismus-317259 Also weit mehr als „Kämpfe“ dafür, dass aus Herrn Professor nun endlich Herr Professorin wurde.

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Iggy Rock 11.11.2014, 19:13
38. Geschäftsmodell gegen Weltverbesserung

Frau Schwarzer ist eine clevere Geschäftsfrau, eine Steuerhinterzieherin und hat ihren propagierten Feminismus doch noch nicht einmal selber gelebt. Wozu die Aufregung Herr Fleischhauer? Weil sich ein paar Damen im Netz Gedanken darüber machen, wie es besser oder anders funktionieren könnte?

Ich sehe den harten Feminismus kaum noch, inzwischen wimmelt es von Frauen, die gerne Tussi sind und nebenbei machen was ihnen Spaß macht. Die haben damit sogar viel Erfolg. Ich sehe aber ebenso Frauen mit hohen Bildungsabschlüssen die, kaum im Beruf und mit Ehering, doch wieder zur beinahe Hausfrau werden.
Die Feministinen alter Garde, die es schon sehr lange gab, bevor uns Frau Schwarzer mit ihren Parolen beglückte, gibt es noch immer: Frauen "die ihren Mann stehen", solche, "die Hosen an haben". Diese fallen eher nebenbei auf, besetzen Chefposten im Beruf, ohne auf ihr Frausein zu verzichten, dirigieren Familien, entscheiden über Finanzen und wohin es in den Urlaub geht. Die suchen sich, clever wie sie sind, aber auch keinen Mann, der ihnen dabei widersprechen würde.

Beschmunzeln muss ich leider auch einen Typ der modernen Frau, der krampfhaft versucht männlich zu sein, um nach außen möglichst emanzipiert zu wirken. Da werden Männerhobbies nur aus diesem Grund ausgeführt, es wird geheimwerkt und man steht auf Motorsport. Uns Männern werden diese Damen, meist knapp bekleidet, zu werbezwecken untergejubelt. Schöne Neue Welt, in der sich gar nichts geändert hat. Aber das kennen wir bereits, es ist das Prinzip der Alice Schwarzer, aber auch von unser aller Mutti, die bekanntlich im Kanzleramt sitzt.

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Mayowe 11.11.2014, 19:14
39. Beim Anklicken des Artikels...

... habe ich mich noch gefragt, ob ich eigentlich Masochist bin, weil ich diese Sch... äh... diese Kolumne immer noch hin und wieder anklicke.

Hab festgestellt, dass ich einfach nur blöd sein und immer blöder werden muss, da ich tatsächlich bis zum Ende gelesen habe.

Fleischhauer, man muss wissen, wenn die Zeit gekommen ist es gut sein zu lassen.

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