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Nächste Phase: EU und Großbritannien schließen ersten Brexit-Deal
REUTERS

Großbritannien und die EU haben eine Einigung beim Brexit erzielt. Der Weg für Handelsgespräche ist offenbar frei. Laut EU-Kommission kann nun die zweite Phase der Gespräche beginnen.

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Snoopy60 08.12.2017, 10:49
70. Das stimmt doch etwas nicht...

Nur Sprechblasen, keine Fakten. Aber ich kenne ein paar Fakten: Die Republik Irland ist nach wie vor Mitglied der EU. Nordirland tritt mit GB aus dieser aus, und damit haben wir zwischen diesen Teilen Irlands eine EU-Außengrenze, Herr Juncker!!! Und die gilt es knallhart genauso zu behandeln, soll heißen kein einziger Liter Milch verläßt die Republik Irland Richtung GB und kein Tropfen Scotch kommt in die EU ohne Zölle. Einen Sonderstatus für Nordirland wird es nicht geben, weil dann auch die Schotten diesen wollen, das aber wäre gleichbedeutend mit einem Zerfall von GB. Es bleiben also nur zwei Dinge: Entweder die EU fällt um, dann sollten wir den Laden schleunigst dichtmachen, oder die Grenze zwischen den beiden irischen Teilen wird durchgesetzt, dann muß GB mit dem Wiederaufflammen des Nordirlandkonflikts leben und zusehen, wie sie dort klar kommen, zusätzlich zu der anderen Unbill, die absehbar ist. Der gesamtebn europäischen Bevölkerung wird also mal wieder ein Schmierentheater sondergleichen geliefert. Schämen sollte Herr Juncker sich.

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constractor 08.12.2017, 10:54
71.

Mein Gott lässt sich die EU hier über den Tisch ziehen.
Es wird so kommen das die UK keinen Cent zahlenen müssen, für die Bürger der UK Freizügigkeit gilt aber nicht für EU Bürger und sie weiterhin Teil des Binnenmarktes bleiben nur ohne irgendwelche Regeluarien, welche für andere EU Länder gelten.
Die Leute in Brüssel werden sich daraufhin gegenseitig auf die Schulter klopfen und betonen wie toll sie doch verhandelt haben.

Die Sache mit der Grenze zwischen Irland und Nordirland zeigt och schon wo es lang geht. Man kann alle Waren von der UK in die EU einfach über die Grenze schicken und so jeden Zoll umgehen. Bei Waren von den EU auf die Insel kann sich die UK im Grunde entscheiden was für sie am besten ist.

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pietschko 08.12.2017, 10:58
72.

ich will mehr details. wie soll dass denn bitte in nordirland funktionieren? wie sieht es mit den ausgleichszahlungen der briten aus?
hoffentlich kommt ein veto.
harter brexit, so leid es mir für irland tut!

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kain1 08.12.2017, 11:02
73. Wie sieht denn die Lösung für Nordirland aus ?

Gibt es Details außer den blumigen Worten : "May sagte außerdem, die Integrität Großbritanniens bleibe bestehen. Zugleich werde es keine "harte Grenze" zwischen Nordirland und Irland geben. " ?
Wie wird der Warenverkehr und der Personenverkehr regulkiert, wie wird sichegestellt das hier keine unverzollte und unversteuerete Ware in die EU kommt - oder soll Nordirland das nächste Sonder(Nicht-)Steuergebiet für EU-Konzerne werden ?

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SWK 08.12.2017, 11:04
74. Tricky...

Zitat von SWK
Da hat UK, wenn man einmal von der Zielvorstellung der Brexiteers ausgeht, einen ganzen Teich voll Kröten schucken müssen.
Interessant ist - fällt mir erst jetzt beim zweiten Lesen so richtig auf - dass die Übereinkunft zu den Bürgerrechten auch unabhängig von einem "Withdrawal Agreement" als Auffangregelung wirken könnte. Selbst wenn es also nicht zu einem "Withdrawal Agreement" sondern zu einem "cliff edge" kommen sollte, würde das "common understandig" in diesem report als Bestimmung des Mindeststandards und als verbindliche Auslegungshilfe für den Umfang der Nachwirkungen der im einzelnen zitierten EU-Vorschriften dienen. Übergangsweise hätten die sowieso unmittelbare Nachwirkungen - sogar innnerhalb UK´s als britische Vorschriften, weil die auch jetzt schon Teil des britischen Rechts sind. Wirklich nicht schlecht gemacht... zumal man mit dem cliff edge ernsthaft rechnen muss.

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mghi 08.12.2017, 11:04
75. Garantien?

Soweit bislang berichtet wurde, ging es um offene Grenzen in Irland, um die Anerkennung der Zahlungsverpflichtungen und um den Status der EU-Bürger in GB. Wie lauten für diese drei Punkte, ohne die es nach EU Sicht keine weiterführenden Verhandlungen geben solle, die von GB gegebenen Garantien? Es wäre schon mal interessant zu wissen, wie man dies verankert, da Frau May ja offensichtlich nur ein schwaches Mandat hat. Wird ein Vertragswerk, welches jetzt erstellt wird, komplett gestrichen, d.h. harter Brexit ohne Vertrag, wenn das Parlament oder eine wie auch immer geartete Regierung in London dies dann doch nicht will, so in einem Jahr, wenn man sich auf den Rest verständigt hat?

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Marzus1 08.12.2017, 11:06
76. Niederlage der EU

Es sieht leider sehr danach aus, als ob die EU vollumfänglich die englischen Wünsche akzeptiert hat. Angaben über die Höhe der englischen Austrittsrechnung gibt es keine. Die Irlandfrage wird mit wolkigen Worten einer "regulatorischen Angleichung" beschrieben, von der keiner sagt, was das konkret bedeuten soll, und welche Rechte der EU Bürger nun geschützt werden, wurde auch noch nirgends erklärt.
Ich hoffe, der Spiegel kann hier Aufklärungsarbeit leisten...

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Karl10 08.12.2017, 11:08
77. Es wurde auch Zeit

Es wurde auch Zeit, dass diese hochdotierten Politiker irgend etwas Konstruktives hinbekommen - dafür werden sie schließlich bezahlt.

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schwester arno 08.12.2017, 11:11
78.

Zitat von constractor
Mein Gott lässt sich die EU hier über den Tisch ziehen. Es wird so kommen das die UK keinen Cent zahlenen müssen, für die Bürger der UK Freizügigkeit gilt aber nicht für EU Bürger und sie weiterhin Teil des .....
Haben Sie irgendein Beleg für Ihre These? Oder ist das nur ein dumpfes Bauchgeführ. Wenn Sie schon schreiben "es wird"?
WIssen Sie mehr? Damit meine ich "wissen" nicht "vermuten"

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der-junge-scharwenka 08.12.2017, 11:13
79. Zukunftsmodell

Zitat von mistermister
Das Schlitzohr Juncker hat wieder mal zugeschlagen. Die Öffentlichkeit wird nie erfahren, was da wirklich vereinbart wurde. Ich bin mir sicher, dass die EU zerfallen wird. Und die von SPD-Schulz hervorgebrachte Idee der Vereinigten Staaten von Europa ist der Gipfel der Realitätsverweigerung, dass die Leute keine Lust auf noch mehr Geldtransfer von Deutschland in den Rest Europas haben. Good bye EU. Ich beneide die Briten.
Die Idee der Vereinigten Staaten von Europa ist keine Erfindung von Martin Schulz. Sie ist schon über 200 Jahre alt. Sie ist ein Zukunftsmodell für diesen Kontinent, der in der Vergangenheit bereits mehrfach unter Beweis gestellt hat, dass seine Nationalstaaten nicht in der Lage sind, friedlich miteinander umzugehen. Wenn Schulz jetzt diese Vision zum Programm seiner Partei macht, setzt er lediglich eine Linie fort, die bis 1998 selbstverständlich in der CDU zu finden war und dort durch die vollständige Visions- und Ideenlosigkeit der noch immer amtierenden Vorsitzenden unter die Räder gekommen ist. Sicher: Nicht alle können mit den Vereinigten Staaten von Europa etwas anfangen. Aber dass "die Leute" (im Sinne von: "alle Leute") darauf keine Lust hätten, ist sicher falsch. Meine Stimme wird jede Partei bekommen, die - und sei es nur als Fernziel - eine klaren Weg zu den Vereinigten Staaten von Europa zeigt und baut. Es ist wohl primär eine Frage der Generationen. Es ist schön zu sehen, dass unsere Kinder nicht mehr in Begriffen von "Nation" und "Volk" denken und auch keine Tränen mehr in den Augen haben, wenn die deutsche Hymne gespielt wird. Die Entwicklung geht jedenfalls in die richtige Richtung.

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