Forum: Politik
Nächste Schlacht im Syrienkrieg: Assad zielt ins Herz der Revolution
AFP

Ost-Ghuta ist gefallen, nun dürfte Syriens Machthaber Baschar al-Assad die letzten Rebellenhochburgen angreifen: Idlib - und Daraa, wo der Aufstand 2011 begann. Jordanien und Israel sind alarmiert.

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Fabiuk 17.04.2018, 16:34
50. Die Vermutmassung der Medien

Zitat von louis-winthorpe
(....) Der mutmaßliche Chemiewaffeneinsatz kann nur dann zum Resultat beigetragen haben, wenn er eben eins n i c h t gewesen wäre: mutmaßlich. (...)
Wer zahlt die Mut- und Anmassungen hier? Vermutungsgemäss (cui bono) die USA.

Ihr seid doch bezahlte Lüderchen - wie es mein Grossvater, der aus Ostpreussen stammende Verleger, es vermutungsgemäss ausgedrückt hätte.

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Emderfriese 17.04.2018, 16:38
51. Richtig

Zitat von fd2fd
Nach jeder vernichtenden Niederlage wird eine neue von Rebellen besetzte Region als Herz der Revolution bezeichnet. Nach Homs, Aleppo, West-Qualamoun und Damaskus ist jetzt also Daraa (im Süden) und Idlib (im Nordwesten). Fakt ist: Die Rebellion ist gescheitert! Es ist 5 nach 12 für die sogenannten Rebellen bedingungslos zu kapitulieren und ihrer gerechten Strafe zugeführt zu werden. Nur so kann weiteres Leiden von der Zvilibevölkerung abgewendet werden und der Wiederaufbau mit voller Kraft angegangen werden.
Ich kann mich noch gut erinnern an die Zeit vor vier Jahren, als die Islamisten-Fanboys hier im Forum jubelten, dass Assad nur noch für Wochen existtent sein würde und die "Revolution" der damals wie heute noch "Rebellen" genannten ein neues Land für den "Westen" gewonnen hätten.
Das Frohlocken sollte inzwischen neuen Einsichten gewichen sein, weil nunmehr erkennbar ist, wie wenig sogar die Unterstützung der Saudis und der übrigen Golfstaaten einschl. der "Westkräfte" bewirkt hat. Sollte.
Doch die alten Fanboys wollen unbedingt den alten Krieg mit veränderten Namen fortführen, weil ein Untergang nicht denkbar ist für diese Leute. Aber keinen Gedanken verschwenden die Unterstützer der Islamisten daran, dass dieser verlorene Krieg immer nur neue, völlig überflüssige Opfer fordert. Gebt auf!

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Johannes60 17.04.2018, 16:39
52. Syrien ist ein Trauerspiel.

Syrien ist ein Trauerspiel. Bush hat seinerzeit den Irak schlicht eingenommen um Hussein zu stürzen. Obama wollte schlauer sein. Er hat "lediglich" die Gruppierungen unterstützt, die Assad stürzen wollten. Beides hat schreckliche Folgen gehabt und hat sie noch.

Die USA sollte sich endlich aus dem Ganzen heraushalten und insbesondere nicht glauben, sie hätten eine Art Missionsauftrag, den Völkern der Erde Demokratie und Kapitalismus zu bringen.

Bei dem Versuch, Syrien wieder in einen friedlichen und stabilen Zustand zu bringen, traue ich eigentlich nur Russland und der EU (in Teilen). Auch Israel ist meines Erachtens ein "Mitspieler", der berechenbar ist. Leider versuchen dort auch viele andere ihr "Süppchen zu kochen" Dabei denke ich insbesondere an den Iran, aber auch an die Türkei und Saudi Arabien. Bei Friedensbemühungen wird es u.a. darauf ankommen, deren Einfluss.auf nahe Null zu begrenzen

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hoernomat 17.04.2018, 16:40
53. #recepcik

Da liegen Sie leider falsch. Auch wenn es auf der Karte so aussah, als wären große Flächen von der Opposition oder des IS gehalten - welche sie undifferenziert als Terroristen diffamieren - so waren die größeren Bevölkerungszentren im Westen des Landes, also vor allem Lattakia und Tartous, aber auch der Großteil von Damaskus und Hama und weite Stadtviertel von Homs und selbst des hart umkämpften Aleppo fest und unangefochten in Regierungshand.
Wer so sehr für den Despoten ist, hatte und hat keinen Grund, nach Europa zu fliehen - wenngleich Sie völlig Recht haben, dass dennoch Angehörige aller Gruppen geflohen sind.

Ich stimme Ihnen ausdrücklich zu, dass es auf Seiten der Opposition diverse kriminelle Banden gab und wohl auch noch gibt, welche die Zivilbevölkerung drangsalieren und alleine schon durch ihre Stellungen in Wohngebieten in Gefahr bringen - was ich ausdrücklich verurteile.
Ich stimme Ihnen ebenfalls zu, dass der religiöse Wahn einiger dieser Gruppen indiskutabel ist. Warum Sie allerdings denken, die Schabiha und der Muhabarat des Despoten sei hier irgendwie besser, erschließt sich mir nicht.
Insofern bleibe ich dabei: Wer für Assad ist, hatte und hat keinen Grund, Syrien zu verlassen, sondern wird im Gegenteil dort gebraucht, um das Land wieder aufzubauen.
Wer gegen ihn ist und am Leben bleiben möchte, der kehrt besser nicht zurück...

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margei 17.04.2018, 16:42
54. Kind beim Namen nennen

Man sollte das Kind beim Namen nennen, die Nursa Front ist die syrische Ausgabe von Al Qaida, die werden in anderen Ländern nicht als Rebellen sondern als Terroristen klassifiziert. Genau genommen ist jede namhafte syrische Rebellengruppierung in Deutschland als Terroristen eingestuft (IS, PKK, Al Qaida). D.h. wir haben die Auswahl zwischen menschenverachtenden Diktator und menschenverachtenden Terroristen. Egal für welchen Haufen wir uns entscheiden es bleibt eine beschi...... Wahl!
Beim Diktator gehe ich aber davon aus das ihm das syrische Staatsgebiet reicht, bei allen anderen ist ideologisch die Option einer weltweiten Ausbreitung vorhanden. Ich weiß für Transatlantiker ist meine Ansicht sehr schwer auszuhalten deshalb wird sie hier auch immer schön zensiert.

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miklo.velca 17.04.2018, 16:43
55. "Rebellenführer"-Erdogan wollte es so

Nachdem er die Revolution für seinen Anti-Kurden-Feldzug gehijacked hat und Aleppo, Homs und andere Orte, wie auch jetzt Ost-Ghouta an den Iran und Russland verkauft hat, darf er im Gegenzug einige syrisch- kurdische Gebiete türkisieren und bald zum türkischen Staatsgebiet annexieren, wie auch damals in Hatay. Erdogan und sein Regime begründen dieses Verbrechen mit "Schutz der territorialen Integrität und Souveränität Syriens". Und die ganze Welt versteht das auch so. Sogar Russland und der Iran. Für die Rebellen ist das ihr Held der Revolution.

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Blankoscheck 17.04.2018, 16:44
56. Assad

ist nicht der Machthaber, sondern der gewählte Präsident Syriens. Ich erwarte, dass Journalisten sachlich berichten und nicht ihre Meinung kundtun und damit manipulieren. Wie wir auch mittlerweile alle wissen, gibt es in Syrien keinen Bürgerkrieg, sondern ein von den USA geführten Krieg gegen Syrien. Die USA werden massivst dabei von Deutschland, Frankreich, England und einigen arabischen Staaten unterstützt - und ja, es ist ein völkerrechtswidriger Krieg. Kein Wort davon in der deutschen Presse. Auch wissen wir, dass Giftgasanschläge durch die so genannten Rebellen - es sind tatsächlich fast nur Nicht-Syrer, die durch den Westen ins Land geschleust wurde und mit vielen Millionen Dollar unterstützt werden - mit Hilfe des von CIA über die Türkei geschmuggelten Giftgas stattgefunden haben - Seymour Hersh hat hier wie immer Qualitätsjournalismus abgeliefert. Ebenfalls wissen wir alle, dass die USA den Krieg begonnen hat, da die syrische Regierung beschlossen hat, nicht dem Pipelinekonzept der USA und Konsorten zu folgen, sondern den Pipeline-Deal mit Russland abgeschlossen hat. Warum also fasst der Spiegel nicht all die bereits bewiesenen Informationen zusammen, fährt auch mal nach Syrien und macht es wie Robert Fisk vom Independent, der gerade aus Duma berichtet hat.

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Emderfriese 17.04.2018, 16:44
57. Fluchtwege

Zitat von hoernomat
Sehr geehrter Kommentator, wer in Syrien die Opposition für Terroristen hält und auf Seiten des Massenmörders Assad steht, der muss sich die Frage gefallen lassen, warum er hier ist und sich als Flüchtling ausgibt? Die Gebiete in Syrien, die unter dem Joch des Despoten stehen, also neben weiten Teilen von Damskus vor allem die Küstenregion von Tartous bis Lattakia lebt in tiefsten Frieden. Selbst die alawitischen Stadtviertel des zerbombten Homs sehen aus, als gäbe es den Konflikt in Syrien gar nicht. Was also machen diese Leute hier? Wovor fliehen sie nach Europa, wo ihr Halbgott und seine Schutzmächte Iran und Russland sie innerhalb Syriens bestens schützen? Diese Frage müssen sie sich dann schon gefallen lassen....
Es wird doch mehrfach gesagt: Diese Menschen flohen vor den Radikalislamisten. Der größte Teil der Flüchtlinge ging übrigens zu Assad. Aber alle, die nördlich und südlich des damaligen Rest-Syrien lebten, mussten schon entweder eben nach Norden oder Süden fliehen. Und Europa liegt im Nordwesten.

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playintime 17.04.2018, 16:48
58.

Zitat von indianrose
Na prima, jetzt ist es schon Revolution, was bei anderen Ländern richtigerweise als Terror eingeschätzt und bezeichnet wird. Ich habe lange genug im Nahen Osten gelebt und würde Herrn Peters gern vorschlagen, sich anderen Themen zu widmen, von denen er vielleicht eine Ahnung hat.
In einem Land, wo solche Revolutionäre die Macht übernehmen und ich als Ungläubiger einen Kopf kürzer gemacht werde, könnte ich bestimmt gut und gerne leben.

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Emderfriese 17.04.2018, 16:52
59. Bitte um Erklärung

Zitat von hoernomat
Ich wundere mich, dass man bei den Oppositionellen von Islamisten spricht, aber die nicht minder eifrigen Milizen des Assad-Regimes und ihre verbündete Schiiten-Miliz der Hisbollah für irgendwie besser hält? Man mag ja der Meinung sein, dass ein vermeintlicher "Sieg" des Assad-Regimes das Land befrieden könne, wenn denn nur noch einer mit brachialer Gewalt herrscht, aber weniger religiös verbrämt sind Assad & Co sicher nicht. Ob er in seiner Unfähigkeit zu notwendigen Reformen "gewinnt" oder nur einen Waffenstillstand erzwingt, ist das Eine, aber ebenso wie für die Islamisten benutzt Assad die Religion zur Erreichung seiner Ziele. Es geht nur um die Macht und den Opfern ist es egal, ob sie von Islamisten, oder einem ruchlosen Diktator dahingerafft werden. Hier, im sicheren Europa, aber so zu tun, als wäre die Opposition eine vielzahl religöser Banden und alleine deswegen schon schlimmer als ein massenmordender Despot, ist bestenfalls scheinheilig. Man täusche sich nicht - dieses Regime kann nur Gewalt und hat keine Lösungskompetenz für die dahinter liegenden Probleme und alleine deswegen ist es auch nicht besser, als die Opposition. Auch nicht, wenn einige dies unbedingt herbeischreiben wollen...
Dann erklären Sie doch bitte einmal, wie es möglich war, dass im alten Syrien unter Assad alle Religionen und auch andere Weltanschauungen nebeneinander leben konnten, ohne sich gegenseitig an die Gurgel zu gehen.

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