Forum: Politik
Nahles' Sturz: Normal brutal
Tobias SCHWARZ /AFP

Die SPD ist mit Andrea Nahles gnadenlos umgegangen. Wer jetzt jedoch Frauenfeindlichkeit beklagt, macht Nahles kleiner, als sie ist. Tatsächlich wurde sie genau so bekämpft wie viele männliche Vorsitzende vor ihr.

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alleswirdbesser 05.06.2019, 19:30
1. Spätestens nach

"kriegen sie in die Fresse" (oder so ähnlich) war für mich das Maß voll.
Und wenn ich in meinem Bekanntenkreis rumfrage, hat diese Frau die SPD viele Prozentpunkte gekostet.
Ich will nicht, dass es im Bundestag und vor Journalisten zugeht ohne jegliche Kinderstube - einfach nur unterirdisch.
Übrigens: Sich zur GroKo breitschlagen zu lassen vom Pärsidenten, hatte auch nicht unbedingt was mit Rückrat zu tun

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secret77 05.06.2019, 19:34
2.

Endlich auch eine andere Meinung, allein wenn man an Trump denkt sollte klar sein, dass mit Männern nicht anderes umgegangen wird (was jetzt nicht heißt, dass ich Andrea Nahles auf eine Stufe mit Trump stellen will).
Nur zwei Dinge: Kühnert hat soweit ich mich erinnern kann schon seinerzeit Inhalte und Stil auseinandergehalten.
Und: ich bin immer noch "fassungslos" (naja...), wie emotional Politiker sein können (bzw glauben sein zu müssen), wenn es um ihre eigene Kaste geht. Der brutale Umgang mit Mietern, Opern von Investoren, Altenheimbewohnern, zukünftigen Klimaopfern etc scheint sie nicht annähernd so zum Weinen zu bringen.

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interessierter10 05.06.2019, 19:35
3. Vielleicht ist die SPD nur ein wenig ehrlicher.

Denn: Ja, Frau Nahles war vielfach zum Fremdschämen, so wie in der CDU mit so vielen wir Kohl, Oettinger oder Dobrindt und vielen anderen. Nur in der SPD ist eventuell die Angst nicht so weit verbreitet, wenn man die Altvorderen kritisiert bzw. deutlich zum Ausdruck bringt, wie die Persönlichkeit in der Öffentlichkeit wahrgenommen wird, anstatt nur jasagend die gesamte Partei in die falsche Richtung laufen zu lassen.

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lucky.sailor 05.06.2019, 19:36
4. Unlösbare Aufgabe!

Im Beitrag wirds ja schon richtig benannt. Die SPD in der GroKo erneuern zu wollen klappt niemals. Das haben ein Großteil der Mitglieder und vmtl. auch etliche im Parteivorstand längst gewusst, aber man wollte ja mitregieren, angeblich um dem Land zu dienen.
Wird Zeit, dass jetzt ein/e neue/r Parteivorsitzende/r gewählt wird, der zuallererst die Koalition aufkündigt und dann eine zukunftsgerichtete Agenda 2030 erarbeitet. Damit würde die SPD ihrem Land langfristig besser dienen, als mit diesem unvernünftigen "weiter so"!

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briefzentrum 05.06.2019, 19:38
5. Klassisches Eigentor von Nahles

Nahles hatte die Debatte und Abstimmung um den Fraktionsvorsitz selbst provoziert. Der Rücktritt war logische Konsequenz der Eigendynamik, die sie damit ausgelöst hat. Kein Grund zu Mitleid. Nahles war ein Profi in Machtpolitik. Jetzt ist sie auch als Profi abgetreten.

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josho 05.06.2019, 19:40
6. Das ist ein sehr, sehr guter Kommentar....

.....im Gegensatz zu allen anderen, die an dieser Stelle bisher veröffentlicht wurden. Nahles wollte die Quadratur des Kreises, indem sie versprach, die Partei innerhalb der Regierung zu erneuern. Man kann aber nicht am Vormittag in den Parteigremien alles mögliche neu erfinden und in die Welt setzen, um es am Nachmittag in den Regierungsgremien komplett wieder einzusammeln. Die Wähler erwarten, dass etwas geliefert wird von dem, was man sich vorstellt. Das war ein aussichtloses Unterfangen und Nahles hätte es als "Profi" wissen müssen. Hinzu kommen die unsäglichen Auftritte der Dame. Ich glaube, dass sie selbst kein Mitleid erwartet hat. Deshalb war alles pure Heuchelei. Alles richtig, Frau Hoffmann!

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pkfischer 05.06.2019, 19:45
7. Berechtigte Frage

Schön, dass diese Frage jetzt sogar in Spon gestellt wird. Ich habe mich das auch gefragt, als Olaf Scholz diesen Vorwurf bei Anne Will geäußert hat. Gründe hat er nicht angegeben, warum er den Umgang mit Nahles als frauenfeindlich ansieht oder woran er das festmacht. Anne Will hat auch nicht nachgefragt (Wäre das nicht die Aufgabe einer Moderatorin gewesen?). Es genügt schon, das einfach mal so zu postulieren. Habe meine Frage auch schon in einem Spon-Artikel am Montag gestellt, leider wurde er nicht veröffentlicht.

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uh2012 05.06.2019, 19:47
8. Wer jetzt wieder meint die SPD

(Oder auch andere Parteien) könnten sich nur in der Opposition erneuern sollte nach Bayern blicken wo die SPD dies seit mehr als einem halben Jahrhundert versucht.

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10tel 05.06.2019, 19:49
9.

Zitat von alleswirdbesser
"kriegen sie in die Fresse" (oder so ähnlich) war für mich das Maß voll. Und wenn ich in meinem Bekanntenkreis rumfrage, hat diese Frau die SPD viele Prozentpunkte gekostet. Ich will nicht, dass es im Bundestag und vor Journalisten zugeht ohne jegliche Kinderstube - einfach nur unterirdisch. Übrigens: Sich zur GroKo breitschlagen zu lassen vom Pärsidenten, hatte auch nicht unbedingt was mit Rückrat zu tun
Man eyh, jeder weiß doch wie Andrea Nahles dieses „in die Fresse kriegen“ gemeint hat und in welcher Situation es entstand.
Sowas kann nicht jeder sagen, aus dem Mund der meißten Politiker hätte das vollkommen aufgesetzt geklungen. Bei Andrea Nahles war das anders, ich fand das lustig. Ich glaub die aufgesetzte Empörung damals wie heute ist nur der Neid der blassen und farblosen Sprechblasenautomaten.

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