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Nahostkonflikt: Israel empört über Kerry-Rede
REUTERS

"Große Enttäuschung": Israels Ministerpräsident Benjamin Netanyahu zeigt sich verärgert über die letzte Rede des scheidenden US-Außenministers John Kerry. Der hatte an die Zweistaatenlösung appelliert.

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ironpolem 29.12.2016, 09:40
10. Und nun?

Antisemitismus oder Antiamerikanismus waren bisher die Freibriefe, Kommentare zu löschen. Und antisemitisch war man, wenn man die Siedlungspolitik veruteilte oder die seit Jahrzehnten in Lagern lebenden Palästinenser bedauerte. Zu sagen, dass Israel keine Zweistaatenlösung will sondern die Palästinenser von ihrem eigenen land vertreben will, reichte oft auch schon, um gelöscht zu werden. Und nun? Wenn Obama oder der Außenminister der USA das nun auch zum Ausdruck bringen - was tun? Wie die Amerikaner zu ihrem ladn kamen ist bekannt .... Meine Meinung ist, dass die fundamentalen Israelis dies ähnlich machen wollen und machen.

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staplerfahrer_klaus 29.12.2016, 09:42
11. 2-Staatenlösung

Seit Jahrzehnten schafft Isreal ungehindert Fakten durch die Siedlugen.
Ich stelle mir die Frage: Waren die ganzen Verhandlungen eigentlich nur Alibiverantaltungen für das Politiker- und Weltgewissen? Eine Art Beschäftigungstherapie für anstrengende Kinder?

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maohan 29.12.2016, 09:45
12. Nahostkonflikt: Israel empört über Kerry-Rede

SPON hat nicht die Mut , zuerst die Rede von Kerry zu veröffentlichen. Die Rede ist habe ich in volle Länge in englisch verfolgt. Es ist eine der besten und hilfreisten über den Konflickt Israel/Palestina. Es zeigt,dass die extrem rechte likud Partei den Konflickt gewählt hat und wie der Vertreter Israel in UNO gesagt hat, das ganze Gebiet ist vom Got dem Volk Israel versprochen worden und das vor 2500 Jahren. Also gehören diesmal die Palestinenser ins Meer getrieben, was Likud ja verfolgt.wo und wie wollen 4,5 mil. Palästinenser Leben.Diese Frage muss sich Israel endlich stellen. Die können Palestinenser doch nicht versklaven, auch in diesem Fall brauchen Sie Räume.
SPON hat auf eine Reaktion gewartet, bis eine Stellungnahme von Israel vorlag, während die ganze Welt die Rede schon Gestenabend lesen konnten.

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mrerenoth 29.12.2016, 09:45
13.

Dieser Konflikt muss endlich friedlich beigelegt werden. Möglichst alle arabischen Staaten müssen das Existenzrecht des Staates Israel offiziell anerkennen. Auch der zukünftige unabhängige palästinensische Staat muss das tun. Das ist die erste Grundlage einer möglichen Lösung. Nach diesem Schritt müsste Netanjahu dann endlich auch Farbe bekennen. Seine aktuelle Politik erweckt nämlich den Eindruck Fakten schaffen zu wollen, bis kein palästinensischer Staat mehr möglich ist. Obamas politisches Signal ist nicht als Ende der Unterstützung für Israel gedacht, sondern sie ist als Signal zu verstehen, dass die teilweise sogar nach israelischem Recht illegalen Siedlungen keine Zukunft haben. Trump hat dieses Signal aber bereits unwirksam gemacht. Das kommt gut an bei seinen Wählern, alles andere ist ihm wohl egal. Solange die Extremisten auf beiden Seiten das Steuerruder in der Hand halten wird es keinen Frieden geben, zum Leidwesen der Menschen auf beiden Seiten, die einfach nur in Frieden leben wollen.

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goodspirit 29.12.2016, 09:49
14. Der liebe Herr Netanjahu. ...

Gerade aktuell melden die Medien, gegen den feinen Herr wird (mal wieder) staatsanwaltschaftlich ermittelt.
Jeder der auch nur ein wenig Einblick in den Staat Israel und dessen Eliten hat weiß, daß Land ist eine große mafiöse Krake. Schlimmer als der größte Schurkenstaat in Afrika.
Abgesehen davon. Würde man nationales und internationales Recht konsequent anwenden, würden 2/3 der ehemaligen und aktiven Politiker für lange Zeit hinter Gittern verschwinden.
Darf man eigentlich nicht sagen, sonst wird man ja sogleich als Antisemit verurteilt.

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Atheist_Crusader 29.12.2016, 09:50
15.

Zitat von tadano
"Wir lassen und von niemandem belehren", kommentierte der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanyahu. Mit einem Unbelehrbaren wird es sehr schwer werden Frieden zu finden.
Schlimmer noch, wenn hinter diesem Unbelehrbaren eine Supermacht steht die immer schön dafür sorgt, dass er auch ja keine unbequemen Kompromisse eingehen muss.

Dann muss man sich auch nicht wundern, wenn es nicht vorangeht.

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südwest3 29.12.2016, 09:51
16. Abstimmungsverhalten der USA kommt zu spät

Ich hätte mir gewünscht, dass Obama Israel schon länger bei Resolutionen und beim Siedlungsbau unter Druck gesetzt hätte. Nur so kann man das Palästinenserproblem friedlich lösen. Die rechte Regierung unter Netanyahu jedenfalls ist an Zugeständnissen wie der 2-Staaten-Lösung nicht interessiert. Und der egoistische Trump wird sich wegen Palästina in Israel nicht in die Nesseln setzen, was er ja auch angedeutet hat. Somit ist der Friede in Nahost weiter entfernt als je zuvor.

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marialeidenberg 29.12.2016, 09:56
17. Mich wundert, dass

Steinmeier Kerry's Rede beipflichten darf, wo doch Frau Merkel Herrn Netanyahu quasi bedingungslose Gefolgschaft ('Staatsräson') zugesichert hat.

Es fällt mir schwer und wäre wohl auch ungerecht, alle Israelis als Rechtsbrecher und Unterdrücker zu sehen, aber die politische Führungsebene haben nichts als das biblische Groß-Israel im Sinn - eingestanden oder nicht. Und dahin führt dann nur der Weg des Unrechts, der Weg der Landnahme.

Ich glaube nicht, dass dieser Weg dauerhaft erfolgreich sein kann. Denn für alle Sieger gilt

Flet victus victor interiit - Wenn der Besiegte weint geht der Sieger unter.

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mmcontrol 29.12.2016, 09:56
18. 70 vertane Jahre....

Die UNO-Resolution vom 29.11.1947 sah eine Zweistaatenlösug vor: Ein Staat für die Juden, ein Staat für die Araber. Dafür haben u.a. die USA, Frankreich und die Sowietunion gestimmt. Nach bald 70 (!) Jahren gibt es nur einen Staat, von dem aus die Aggressionen durch illegalen Siedlungsbau ständig verschärft werden. Dem Nahen Osten - ob Juden oder Arabern - wäre viel Leid erspart geworden, wenn den Palästinensern das Recht auf einen eigenen Staat ermöglicht worden wäre. Nicht einmal eine Zusage nach 70 Jahren einzuhalten schaffen angeblich intelligente Politiker Israels oder der USA. Das Töten und Morden geht also weiter...

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dancar 29.12.2016, 09:57
19. die Palästinenser sind doch auch fremdgesteuert

wir können doch nicht allen Ernstes annehmen, dass die Palästinenser "alleine" und gemäß unseren demokratischen Logiken mit Israel Verträge aushandeln würden. Es würden dann im Hintergrund die Einfluss nehmenden Staaten - wie Iran - über die Hamas ihre politischen Spiele treiben. Die würde zu endlosen politischen Verhandlungen führen, mit dem Ziel, eine Einigung solange wie möglich zu verhindern. Die Opferrolle der Palästinenser in der sunnitisch islamischen Welt wird doch weiterhin gefördert um den Status Quo aufrechtzuerhalten.
Wir werden somit auch noch in 30 Jahren die gleichen Nachrichten über eine potentielle 2 Staaten-Lösung im Fernsehen sehen - so wie heute oder vor 20 Jahren; daran wird sich gar nichts ändern, aber nur Israel hierfür verantwortlich zu machen, ist zu kurz gesprungen.

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