Forum: Politik
Nato-Forderungen an Deutschland: Der Zwei-Prozent-Fetisch
Reinhard Krause / REUTERS

Die Verteidigungsausgaben, welche die Nato von ihren Mitgliedern fordert, sind willkürlich und irrational. Trotzdem bleibt die Forderung berechtigt: Deutschland muss mehr für die Sicherheit Europas tun.

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baghira1 04.04.2019, 19:27
20. Wie wärs mit Rechentricks?

In anderen Bereichen ist das doch möglich, warum nicht im Vertreidigungsetat? Den Entwicklungshilfe, zum Beispiel.
Ob ein höherer Verteidigungsetat wird nicht die Welt sicherer machen. Wenn man zu viel Miltäretat zur Verfügung hat, ist der Drang einen Einsatz zu fahren, größer. Um dem einen SInn zu geben.

Das Militäreinsätze Flüchtlinge nach sich zieht, kann man an der zu häufig durchgehechelten Flüchtlingskrise sehen. Viele kamen von Ländern, in denen Krieg herrscht,geherrscht hat. Die Sicherheitslage in den Kriegsgebieten haben sich nicht verbessert. Wenn die Lebensqualität in den Krisengebieten erhöht wird, durch bessere Zollquoten für Importgüter in die EU, die EU weniger subventioniertes in die Staaten importiert, wird die Sicherheit in der Welt größer.

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Glocknerkönig 04.04.2019, 19:28
21. Kritik von wem?

Man kann die Äußerungen der derzeit regierende politische Führung in Amerika ernst nehmen, sich über deren Forderungen und Anweisungen Gedanken machen und dann gehorsam das Ein oder Andere umsetzen. Muss man aber nicht. Dank einer freien Presse in Deutschland wissen wir, mitunter aus eigener leidvoller Erfahrung, mit was für Charakteren wir es aktuell zu tun haben auf der anderen Seite des Atlantiks.

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uhu_13 04.04.2019, 19:34
22. Es ist eine politische Zahl

Die Nato kann argumentieren, wenn jedes der Mitglieder 2% BIP vernünftig (effizient wie jetzt) aufwendet, dann stehen die benötigten Fähigkeiten (gemäß Bedrohungsszenario) zur Verfügung.
Eigentlich müsste sogar Griechenland weniger als 2% zahlen und D mehr, da proportional D wirtschaftlich besser dasteht (wie bei den Steuern). Natürlich sollte die Berechnungsbasis (was ist da drin in den 2%) gleich sein.
Unter die gemeinsam vereinbarten 2% kann ich nur fallen, wenn ich a) Effizienter Wirtschafte (ich bezweifle dass das für die Bundeswehr zutrifft) oder b) eine andere Berechnungsbasis habe oder c) weil es dem Staat besonders schlecht geht. Weder a) noch b) noch c) treffen zu.
Die Prügel kassiert D zu Recht!

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Militärneindanke 04.04.2019, 19:36
23. 2% ist zu überdenken

Ich habe mir mal über Statista einige Zahlen eingeholt (alle gerundet)
Staatsausgaben etwa pro Jahr: USA 7350 Millionen, Deutschland 350 Millionen. Davon Militärausgaben: USA 700 Millionen, Deutschland 45 Millionen. Prozentual bedeutet das: USA 9,5%, Deutschland 12,8%.
Vielleicht sollte man bei der Nato diese Zahlen mal erwähnen.

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simcoe 04.04.2019, 19:48
24. Guter Bericht

nicht nur die Summe der Ausgaben sollte zählen sondern der echte Beitrag, aber der stimmt bei Deutschland auch nicht und dass nicht mal die Flugbereitschaft der Bundeswehr unsere Regierung nicht mal rechtzeitig zu wichtigen Gipfeln bringt zeigt das Dilemma und die Notwendigkeit für Invests in diese militärische Infrastruktur.

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horst01 04.04.2019, 19:49
25. Nato wichtig?

Die neuesten Umfragen zeigen, dass die Deutschen die NATO für wichtig halten. Allerdings -und das ergab sich aus dem Deutschlandtrend- wollen die Deutschen nicht mehr Geld rausrücken.

Die zusätzlichen 40 Mrd. EURO, die Trump haben will, wollen die Deutschen auf keinem Fall durch Kürzung im Sozialsystem erwirtschaften - wird aber so kommen.

Wir können gespannt sein, wie die CDUI/ CSU an dieses "heiße Eisen" herangeht.

Grundsätzlich sagen leider nur 13%, die Nato sei überflüssig, weil weder Russen noch Chinesen lange Landkriege gewinnen können. Die lassen so einem Quatsch von vornherein!

Das Thema "Vorne-Verteidigung gegen Russland" müsste in der Öffentlichkeit mehr diskutiert werden. Zumal jetzt, nachdem unser Außenminister in New Yorck ganz kleine Brötchen gebacken hat.

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ddcoe 04.04.2019, 19:49
26. Zu Zeiten des kalten Krieges

standen sich zwei Blöcke gegenüber - NATO und Warschauer Pakt. Den Warschauer Pakt gibt es nicht mehr - und selbst das heutige Russland ist nur noch ein Schatten der Sowjetunion. Verglichen mit der Wirtschaftskraft der Summe der NATO Länder ist das heutige Russland nur ein Zwerg. Und da sollen wir glauben - weil es Trump so gefällt - das Russland noch die gleiche Bedrohung darstellt, wie der Warschauer Pakt zu Zeiten des Kalten Krieges? Sorry, da fühle ich mich in meiner Intelligenz beleidigt.

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hopeless 04.04.2019, 19:51
27. Erreichung des 2% Zieles.......

........hauptsächlich durch eigenständige, atomare Bewaffnung unter deutscher Kontrolle, aber in enger Abstimmung mit Frankreich und ggf. auch GB. Resultat = eine zentral-europäische Atommacht.
Abzug aller atomaren Waffen und Soldaten, die die USA in D stationiert haben.

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andreas.spohr 04.04.2019, 19:52
28. Warum mit der Nato?

Unsere "transatlantischen Freunde" halten es wohl für angebracht, durch Hetzen, "Keile treiben" und Aufrüsten wieder mal einen richtigen Krieg anzuzetteln - aber natürlich weit weg vom eigenen Kontinent. Und Aufrüsten solle alle - natürlich vor allem durch Waffenkäufe bei den Amerikanern. Das wird ein Riesengeschäft für die, die nicht direkt im Schußfeld liegen. Da blüht die Rüstungsindustrie und hinterher, wenn alles wieder hergestellt werden muss, freuen sich auch die anderen Märkte..
Wer bedroht uns denn so sehr, daß wir uns weiter rüsten müssen? Wenn nicht ständig unter amerkanischer Führung agessive Ost- Expansion der Märkte und neue Drohkulissen gegen die Russen, Iraner etc. aufgebaut würden, drohe von da auch kaum eine Gefahr. Und wenn schon Aufrüsten: sollen wir den ganzen Kram dann bei den Amerikanern kaufen, damit deren Wirtschaft blüht? Dann besser doch ein eigener, europäischer Verteidigungspakt - der der eigenen Rüstungsindustrie nutzt...

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Epimetheu$ 04.04.2019, 19:53
29. Warum ist die Forderung berechtigt?

Die Frage warum "Deutschland mehr für die Sicherheit Europas tun muss" bleibt unbeantwortet. Es gibt zwar einige kurze Verweise auf unkonkrete Bedrohungslagen, aber warum auch nur einer dieser Punkte ein höheres Angriffsbudget verlangt, wird nicht erklärt.

Russland? Die Natoländer geben bereits 16 mal mehr für Rüstung aus als die Russen. Sind wir erst ab 30 mal mehr Rüstungsausgaben vor Russland sicher? Oder ab 50 mal?

China? Mir ist nicht bekannt das China an den Nordatlantik grenzt. Bevor die Chinesen mit Panzern vor der deutschen Grenze stehen muss schon einiges passieren. China in Zusammenhang mit der NATO zu nennen ist lächerlich.

Aufrüstung im Nahen Osten? Was ist damit gemeint? Die Waffen die wir nach Saudi-Arabien liefern, für den Völkermord im Jemen? Inwiefern müssen wir deswegen unser Rüstungsbudget erhöhen?

Krisenherde in Afrika? Was hat das mit dem Nordatlantik und der Sicherheit von Europa zu tun?

Kriegsschauplatz im Cyberspace? Wann ist es dort zu einem Krieg gekommen und durch wen droht uns Gefahr? Klar müssen wir was gegen Cyberbedrohungen unternehmen. Zum Beispiel ein europäisches Betriebssystem zu entwickeln, damit uns das Trumpletier nicht nach Lust und Laune quasi jeden Rechner in deutschen Behörden abschalten kann, mit einem einfachen Anruf in Redmond. Da gibt es einen Haufen wichtige Verbesserungen vorzunehmen. Was die NATO damit zu tun hat ist mir allerdings rätselhaft.

Also bei dem nächsten Kommentar würde ich mir wünschen, die wilden Behauptungen auch mit ein wenig Substanz anzureichern.

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