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Nato-Gipfel: Ein Sprengsatz namens Trump
REUTERS

Im Nato-Hauptquartier steigt die Anspannung - weil sich Donald Trump zum Gipfel-Besuch angekündigt hat. Droht ein Eklat wie 2017 oder zuletzt beim G7-Treffen? Ein Ziel könnte die deutsche Delegation werden.

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pepe83 11.07.2018, 09:31
100. Man sollte abseits von der Polemik über die Inhalte nachdenken

Wenn wir die Absicht erklärt haben, 2% für das Militär auszugeben, sollten wir das auch tun. Damit kann Frau von der Leyen viele Kindergärten in den Kasernen bauen oder ihre gewünschte europäische Armee unter französischer Führung finanzieren. Auf der anderen Seite würde es die Welt deutlich sicherer machen, wenn die USA ihr Budget auf 2% zurück fahren.

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oliver44227 11.07.2018, 09:32
101. moralischer Bankrott

Solange diese Person, die sich amerikanischer Präsident nennt, weiterhin Kleinkinder von ihren Eltern trennt und in Lagern inhaftiert, können seine Aussagen und Wünsche komplett ignoriert werden. Wer den moralischen Bankrott erklärt hat, ist es nicht mehr wert, irgendwie noch beachtet zu werden.
Wir sollten ständig daran erinnern, was Trump getan hat, damit sich auf Ewig eine Abscheu mit dieser Person verbindet. Das sollte sein Vermächtnis sein und damit sollte er in die Geschichtsbücher eingehen.

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bammy 11.07.2018, 09:33
102.

Zitat von schwäbischalemannisch
Wenn man Russland wieder mit ins Boot holt (Krim und Ost-Ukraine kann man ja erst mal ausklammern), dann wäre das 2%-Ziel ja obsolet. Mit Russland als Partner wären die 2% nicht mehr zentral. Außer natürlich Trump geht es bei der 2%-Geschichte rein ums Geschäft, nämlich das der US-Rüstungsfirmen. Wir Europäer sind zu langsam und lassen uns von den Amis vor sich her jagen. Zumindest innerhalb der EU sollten wir militärisch wie wirtschaftlich einen ebenbürtigen Gegenpol schaffen. Dabei geht es nicht ums kopieren, sondern vor allem ums besser machen. Schlüssige Konzepte die dazu dienen, die finanziellen Ressourcen besser und effektiver ein zu setzen. Und vor allem darum Strategien zu entwickeln die darauf abzielen die großen Probleme unserer Zeit zu lösen. Das geht vor allem mit nicht militärischen Mitteln. Das Militär ist schließlich kein Selbstzweck, auch wenn man das Gefühl hat Trump sieht das so.
Also die Ukraine wurde 2008 auf Betreiben der Europäer nicht in die NATO aufgenommen. Da wurden die Amis im NATO-Rat überstimmt.

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Beat Adler 11.07.2018, 09:33
103. Europaeische Armee mit vorhandenen Mitteln? Wie denn?

Zitat von marcaurel1957
Ersten waren die 2% eine Absichtserklärung, keine Verpflichtung. Zweitens sind wir und unsere Freiheit von niemandem bedroht. Drittens geben wir in Deutschland bzw. Europa mehr als genug für Rüstung aus. Viertens bedenötigen heutige Armeen Profis, keine Amtateure, deshalb ist Wehrpflicht überflüssig. Fünftens sollten wir Trump ignorieren, die Bedeutung der Nato zumindest verringern und eine europäische Armee schaffen, das geht mit den vorhandenen Mitteln
Europaeische Armee mit vorhandenen Mitteln? Wie denn? Wir Schweizer werden 2020 in einer Volksabstimmung 8 Milliarden Franken frei geben fuer eine neue Luftraumverteidigung. Die Schweiz hat laecherliche 40'000 Quadratkilometer Oberflaeche. Das flaechenmaessig auch kleine Deutschland ist 9 Mal groesser.

Die Falken im Iran setzen sich durch und schliessen die Strasse von Hormus. Der Erdoelpreis steigt auf ueber 300 $ das Fass. Die EU stuerzt in Rezession und Arbeitslosigkeit deswegen. Wer wird die Strasse von Hormus wieder oeffnen und sichern? Die EU Armee oder Diejenige der USA?
mfG Beat

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bammy 11.07.2018, 09:35
104.

Zitat von marcaurel1957
Ersten waren die 2% eine Absichtserklärung, keine Verpflichtung. Zweitens sind wir und unsere Freiheit von niemandem bedroht. Drittens geben wir in Deutschland bzw. Europa mehr als genug für Rüstung aus. Viertens bedenötigen heutige Armeen Profis, keine Amtateure, deshalb ist Wehrpflicht überflüssig. Fünftens sollten wir Trump ignorieren, die Bedeutung der Nato zumindest verringern und eine europäische Armee schaffen, das geht mit den vorhandenen Mitteln
Wir uns unsere Freiheit sind deshalb nicht bedroht, weil wir in der NATO mit der USA eingebunden sind. Da würde erst mal Niemand auf die Idee kommen Deutschland anzugreifen. Auch weil wir von NATO- und EU Partnern umringt sind.

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thobie2 11.07.2018, 09:38
105.

Zitat von Lontrax
Bei alledem Antitrumpismus ist ein wenig untergegangen, warum Deutschland eigentlich denkt im Recht zu sein, wenn es die vereinbarten Prozente jetzt doch nicht an die NATO zahlt. Gibt es denn berechtigte Gründe? Oder sind wir gegen Trump einfach immer im Recht, ganz grundsätzlich?
Ganz grundsätzlich: Erst informieren, dann denken, dann nochmal denken und dann etwas Sinnvolles posten:

Versuchen Sie einfach zu verstehen: Wir zahlen nichts an die NATO. Es gibt diesen Mechanismus, den Sie sich vorstellen nicht. Auch die USA zahlen nichts an die NATO. Auch kein anderer Staat. Der Mechanismus ist vielmehr so, dass jeder NATO-Staat seine Streitkräfte selbst ausrüstet und dazu die erforderlichen Mittel aufbringt. Und dafür sollen Mittel in einer Größenordnung bereitgestellt werden, die sich bis 2024 auf etwa 2% der BIP zubewegen.

Der Einwand von Trump, dass viele Staaten den USA Geld schulden ist nichts anderes als populistisches dummes Geschwätz eines alten Mannes, der nicht begreifen will, wie die Welt funktioniert und der zudem schon heute der schlechteste amerikanische Präsident aller Zeiten ist, weil er die USA nachhaltig isoliert.

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spiegelfechte 11.07.2018, 09:46
106. neue Allianzen

"Europa sollte neue Allianzen schmieden..."???

Wieder eine "europäische Lösung", die sicher funktionieren wird!

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Pfaffenwinkel 11.07.2018, 09:48
107. Die Frage sei erlaubt:

Wozu brauchen wir die Nato? Stattdessen sollten wir eine gemeinsame europäische Armee aufbauen und die Amis draußen lassen.

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spiegelfechte 11.07.2018, 09:50
108. #73

ich fürchte wir werden eines Tages noch darum betteln, dass USA (wieder) unser Verbündeter ist.

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AlBundee 11.07.2018, 09:51
109. Marshall dreht sich im Grab um

Ein geostrategisches Dogma der USA war immer, durch Eingriffe in der ganzen Welt, den USA wohlgesinnte Regierungen zu erreichen. Der Marshallplan war nicht als Wohltat für Europäer und Deutschland ("nur" 11% der Gesamtsumme) gedacht sondern als Blockade der Ausweitung des Einflusses des damals kommunistischen Russlands und wurde mit dem Molotov-Plan für Länder des Ostblocks mit ähnlichen Zielen beantwortet. Das hat mehrere Generationen bis heute gut funktioniert. Dass D mehr Autos exportiert ändert daran nichts, dafür importiert es halt mehr IT, Softwarelizenzen und Online-Handelsmodelle (Amazon, Spotify, iStore, Google-Play etc). Wenn es jetzt einem US-Präsidenten leichter fällt, mit Putin zu reden, als mit NATO und Europäern, ist das eigentlich das stärkste Indiz für russische Wahlmanipulation, weil es 100% amerikanischen Interessen und der bisherigen, geradezu in der DNA verankerten US-Strategie widerspricht und russischen Interessen ebenso stark entspricht. Es kann nicht im US-Interesse liegen, wenn sich G7-Staaten reihenweise nach Ersatzpartnern in Verteidigung und Wirtschaft umsehen.

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