Forum: Politik
Nato-Jubiläum: Streit überschattet Feierlichkeiten
JIM LO SCALZO/EPA-EFE/REX

Zum 70-jährigen Jubiläum der Nato wirkt die Stimmung beim Treffen in Washington nicht gerade feierlich. Zwischen der Türkei und den USA eskaliert ein Streit. US-Vize Pence kritisiert auch Deutschland.

Seite 1 von 5
kuhuna 04.04.2019, 09:45
1. Bevormundung

...ist unter Freunden genauso unangebracht, wir Bespitzelung.
Wann agiert unsere Regierung endlich mal selbstbewusst. Bisher lese ich einzig Erklärungsversuche, die wie Rechtfertigungen klingen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
K. Larname 04.04.2019, 09:53
2.

Wie Gottkaiser Donald schon sagte: Die Nato ist obsolet. Schafft sie ab und alle Staatshaushalte haben mehr Geld, um das Leben der Menschen in den Ländern zu verbessern.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
upalatus 04.04.2019, 10:00
3.

Na dann streiten die halt! Gerade jetzt und zu jedem Ostern (etc) findet gleiches in nahezu jeder sich mal wieder treffenden,'feierlichen' family statt, und kein Mensch überbewertet das.

Anders wärs ja auch langweilig.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
serge71 04.04.2019, 10:03
4.

Ähm...könnte jemanden den amerikanischen vize-Präsident vielleicht mal aufklären, dass das deutsche Modell Flüchtlinge aufzunehmen, zu behausen, zu verpflegen und zu bilden, möglicherweise nachhaltiger investiertes Geld für die Sicherheit ist, als Länder (mit amerikanischen Waffen) zu zerbomben, und nach einem Regimewechsel (von amerikanischen Firmen) wieder aufzubauen? Mann könnte dabei bestimmt doch glaubwürdig argumentieren dass man da so seine Erfahrungen gemacht hat...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
darthmax 04.04.2019, 10:07
5. Vertrauen

wenn unsere Regierung aus SPD und CDU nun der Vereinbarung 2 % von Bruttosozialprodukt in Wehrtechnik zu investieren zugestimmt hat, dann war es eine schlechte Entscheidung und sicherlich haben wir damit das Vertrauen gebrochen.
Hinzu kommt, dass selbst vom Rest die Ausrüstung ja nicht funktionsfähig ist, angefangen vom Regierungsflieger bis hin zu den Schutzwesten.
Wir schaffen es nicht Transportflugzeuge zu bauen, die den Anforderungen genügen, wir können nicht einmal Drohnen herstellen und müssen diese leasen. Wir wundern uns, dass wir keine Aufträge für UBoote erhalten ( die wir nicht mit Steuergeldern sponsern ) wenn die eigenen nicht einsatzbereit sind.
Der wehrtechnische Nutzen eines Segelschiffes darf bezweifelt werden und nicht einmal das bekommen wir gebacken.
Nein, Kritik an unserem militärischen Einsatz ist überaus berechtigt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
schorri 04.04.2019, 10:09
6. Raus aus der Nato!?

Es ist an der Zeit, eine Frage zu diskutieren, die bisher (zurecht) ein Tabu war:
Ist Deutschland in der Nato noch richtig aufgehoben?
Oder sollen wir nicht besser die Nato verlassen?
Jahr für Jahr geben wir Milliarden (aktuell etwa 45 Milliarden plus mindestens 5 Milliarden, eher 10 verstechte Kosten) für ein sog. "Verteidigungsbündnis" aus, das angeführt und angestachelt von den USA, weltweit Kriege führt, die nicht selten Angriffskriege sind.
Erinnert sei nur an den Irakkrieg mit einer halben Million zivilen Opfern (ohne die Versehrten und lebenslang Traumatisierten). Ein Krieg, herbeigelogen durch die damalige US-Adinistration und begleitet von Menschenrechtsverletzungen, Entführungen, Folter und Mord.
Fortgesetzt durch einen Nobelpreisträger-Präsidenten, de bis heute als moralische Instanz gilt und so gefeiert wird. Der das Folterlager Guantanamo praktisch unangetastet weiter betreiben ließ.
Das alees her nur so ausführlich geschildert, weil es kein Einzelfall, sondern Exempel (und zigfach wiederholt) für das ist, was die Führungsmacht der Nato als "Friedensmissionen" ansieht.
Dafür geben wir faktisch jährlich mehr als 50 Milliarden, und müssen uns von den Kriegern in jüngerer Zeit auch noch permanent anpöbeln lassen, das sei zu wenig.
Nein, wir sollten die Nato nicht verlassen.
Aber unsere Politiker sollten deutlich und laut (auch jetzt auf der Jubiläumsfeier) sagen: Das, was ihr da ständig tut, hat mit Friedensmissionen und Verteidigunsbündnis Nullkommanull zu tun. Und dafür geben wir nicht mehr, sondern weniger. Die Rüstungsparanioa der Nato-Führung und der amerikanschen Administration muss ein Ende haben.
Die kalten (und andere) Krieger müssen wieder auf den Weg Friedensverhandlungen zurückgebracht werden.
Weniger Kriege, mehr Friedensanstrengungen.
Und die überlauten Stimmen der Rüstungsbefürworter müssen verstummen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
nixproblem 04.04.2019, 10:16
7. Verteidigungsfähig?

Ohne NATO ist Deutschland nicht verteidigungsfähig. Das kann man wollen, diese Haltung wäre aber naiv und verantwortungslos. Deutschland wurde wegen seiner zu geringen Verteidigungsausgaben nicht nur beim NATO-Treffen vorgeworfen, diese zu gefährden. Wenn man anderen, auch internationalen Medien glauben darf, verblieb es nicht nur bei "mahnenden" Worten durch Pence, wie SPON hier euphemistisch schreibt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
n.wemhoener 04.04.2019, 10:17
8.

Zitat von K. Larname
Wie Gottkaiser Donald schon sagte: Die Nato ist obsolet. Schafft sie ab und alle Staatshaushalte haben mehr Geld, um das Leben der Menschen in den Ländern zu verbessern.
So ist es !

Oskar Lafontaine hat heute auf den Artikel 1 des Nato-Vertrages vom 4. April 1949 hingewiesen:

"Die Parteien verpflichten sich, in Übereinstimmung mit der Satzung der Vereinten Nationen, jeden internationalen Streitfall, an dem sie beteiligt sind, auf friedlichen Wege so zu regeln, dass der internationale Friede, die Sicherheit und die Gerechtigkeit nicht gefährdet werden, und sich in ihren internationalen Beziehungen jede Gewaltandrohung zu enthalten, die mit den Zielen der Vereinten Nationen nicht vereinbar sind."

Es wäre an der Zeit, endlich nach diesem Artikel des Nato-Vertrages zu handeln !

Beitrag melden Antworten / Zitieren
pnegi 04.04.2019, 10:17
9. Selber schuld...

Ich erinnere mich genau, als die NATO zwecks "Verteidigung" des Türkischen Lufttaums Patriot-Batterien der Niederländer und der Deutschen in der Türkei stationierte. Die Türken durften dann spgar in gebührenden Abstand diese Systeme "bewachen". Anschaun - JA, Anfassen - NEIN! Man hat in der NATO diese Türken nur permanent gedehmütigt. In Folge dann wollte Erdogan zuerst Flugabwehrsysteme aus China kaufen. Es erfolgte ein Aufschrei, dann Gelächter. Das Geschäft wurde verhindert. Was gut war, denn selbst die Chinesen kaufen heute ihre Flugabwehr von den Russen. Ist halt das Beste, was auf dem Markt ist. Wieso also soll Erdogan jetzt plötzlich, nachdem er die S400 bereits geordert hat, auf den alten Patriot-Schrott umsteigen, der ihm vor ein paar Jahren noch verweigert wurde?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 5