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Nato-Partner: Polens Ministerpräsident kritisiert deutsche Verteidigungsausgaben
Czarek Sokolowski/AP

Nato-Staaten sollen zwei Prozent ihres Bruttoinlandsprodukts für die Verteidigung ausgeben. Deutschland ist davon weit entfernt, mahnt Polens Ministerpräsident Mateusz Morawiecki.

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andrehe 22.08.2019, 13:43
150. Welche Sicherheit meinen Sie eigentlich?

Zitat von neurobi
Auch wenn Trump und Morawiecki (z.B. Reparationen) viel Blödsinn erzählen, bei den Verteidigungsausgaben haben sie Recht. Wir müssen viel mehr ach finanzielle Verantwortung für die Sicherheit Europas übernehmen.
Nein, müssen wir nicht. Und kommen Sie mir nicht mit dem Russen. Die USA haben sich massiv in die Ukraine eingemischt und einen Putsch bewirkt. Also weht der Wind vom Westen, und der Atlantik liegt dazwischen. Costa Rica hat das Geld komplett in die Bildung gesteckt und fährt gut damit. Wir haben keine nennenswerten Bodenschätze und sind ohne unsere Expertise (lebende Menschen) wertlos. Wir sollten erstmal nach dem Verursacherprinzip Geld für Kriegsflüchtlinge fordern. Wenn die West-Alliierten weiterhin Kriege führen wollen, dann sollen sie auch für die Kriegsfolgen aufkommen. Wir übersenden die Kriegsflüchtlinge alternativ an die West-Alliierten zwecks Alimentierung. Zeigen wir den Amis die rote Karte! Schröder hatte sich damals aus dem Irak-Krieg rausgehalten. Wir sollten Aggressoren aktiv angehen, z. B. durch Sanktionen. Dann werden die Kriegskosten so hoch, dass sie es bleiben lassen. Das geht ganz unblutig, man muss nur Selbstvertrauen haben und sich von Machos nicht in die Ecke drängen lassen. Die Polen blamieren sich durch solche Aussagen. Echte Schwächlinge hat die PiS. Da kann sogar Herr Maas noch etwas von Ihnen lernen. Devoter geht's immer!

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neurobi 22.08.2019, 13:48
151.

Zitat von sunsailor2
Russland liegt wirtschaftlich wie gesellschaftlich am Boden, die einzige Gefahr, die von dort ausgeht, wäre ein Atomschlag.
Genau das eben nicht. Russland hat inzwischen wieder ein hochmodern ausgestattete Armee und setzt diese auch ein, wie wir in den letzten Jahren immer wieder sehen konnten.

Aber Putin ist nicht dumm, ganz im Gegenteil.
Ein Bundeswehr, im Verbund mit den Nachbarn, die einen konvetionellen Angriff Russlands, auch auf das Baltikum, abwehren kann, würde ihn von einem solchen Schritt abhalten.
Heute halten ihn nur die USA davon ab.

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sunsailor2 22.08.2019, 14:06
152.

Zitat von neurobi
Genau das eben nicht. Russland hat inzwischen wieder ein hochmodern ausgestattete Armee und setzt diese auch ein, wie wir in den letzten Jahren immer wieder sehen konnten. Aber Putin ist nicht dumm, ganz im Gegenteil. Ein Bundeswehr, im Verbund mit den Nachbarn, die einen konvetionellen Angriff Russlands, auch auf das Baltikum, abwehren kann, würde ihn von einem solchen Schritt abhalten. Heute halten ihn nur die USA davon ab.
"Hochmodern" ist da relativ, aber bleiben wir bei der Aussage, dass Putin nicht ganz dumm ist - ist er sicherlich nicht, ganz im Gegenteil: Was sollte er hier? Das ist doch der Punkt! Wenn Russland die Krim besetzt, hat dies nicht nur historische Hintergründe, sondern auch ganz konkrete Interessen, nämlich zumindest EINEN Hafen, der garantiert nicht zufriert. Völkerrechtlich sicherlich bedenklich, aber irgendwo nachvollziehbar. Aber was soll Putin denn hier? Es gibt hier nichts, was ihn interessieren könnte, wofür er noch durch mehrere andere Länder vorher durchpreschen müsste! Insofern ist das doch weltfremder Kockolores, da irgendeine Gefahr zu wittern, nicht im hier, nicht im Jetzt. Gefahr besteht im mittleren Osten, aber auch nicht direkt für uns, sondern im Falle eines von dort ausgehenden Flächenbrandes. Aber auch da nutzt uns eine Bundeswehr genau - gar nichts. Ich kann wirklich nicht verstehen, wie man sich seine Militärfaszination mit solcher Paranoia "schön" reden kann, tut mir leid. Und schon gar nicht auf meine (Steuer-)Kosten, Danke.

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Eronica 22.08.2019, 14:18
153. Bei uns gibt es

Nichts zu holen, deswegen brauchen wir keine Angst vor Russland zu haben und Russland ist auf Verteidigung ausgerichtet, weswegen Russland auf den überlebenswichtigen Hafen bei Krim nie verzichten wird. Eher müssen wir
" Angst" vor der USA-Politik haben, den durch deren Rohstoffhunger und Atomarsenal und Hunger nach Absatzmärkten für deren Waffenindustrie sind wir extrem gefährdet.

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cucaracha_enochada 22.08.2019, 14:25
154. @15neurobi: "Russland hat ...

inzwischen wieder ein hochmodern ausgestattete Armee und setzt diese auch ein" - so eine wie die Amis haben? Zu EINEM ZEHNTEL der Kosten?? Wir müssen etwas fundamental falsch machen! :-D Russland hat ein paar Vorzeige-Truppen, danach ... Und schauen sie Mal auf einen Globus: Das Riesige da ist nicht der Pazifik - es ist Russland. Und jetzt verteilen sie die Truppen ... Wir haben EINE (Konflikt-) Grenze - wie viele hat Russland? (Russland war früher schon beim 'Risiko'-Spielen nie zu halten.)

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draco2007 22.08.2019, 14:34
155.

Zitat von kuac
Niemand hindert aber Polen, noch mehr für das Militär auszugeben.
Hä? Ja und?

Wieso meint Polen, was nur 1/5 unserer Ausgaben hat, uns vorzuschreiben zu können wieviel wir ausgeben sollen?

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draco2007 22.08.2019, 14:35
156.

Zitat von neurobi
Trump ist ein Vollpfosten, okay. Aber hunderttausende Opfer von US-Bomben? Verwechsel sie da nicht was? Meinen sie die Russen in Syrien oder Tschetschenien? Unter Obama haben haben die USA eine entspannende Rolle übernommen und in 1,5 Jahren haben wir hoffentlich wieder eine vernünftige US-Regierung, die daran anknüpft wird.
Irak? Iran? Jemen? Alles schon vergessen?

Ich rede nicht von Trump, sondern von den USA seit Jahrzehnten...

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neurobi 22.08.2019, 14:41
157.

Zitat von burlei
... die Bundesregierung würde wie von Trump und unseren eigenen Militaristen gewünscht, die Rüstungsausgaben auf 2% des BIP (im Jahr 2018 = 3,344 Billionen Euro) anheben.... Dann betrüge der Wehretat die Kleinigkeit von 66,880 Milliarden Euro, also rd. 67 Milliarden, 23,68 Milliarden mehr als heute. Und das in einer Zeit, wo man schon wegen 5 Milliarden für die Grundrente aufheult wie gestochen. Was würde man von diesen 24 Milliarden Euro anschaffen? Ein paar neue Kampfflugzeuge F-15 aus den USA, 10 Stück für 1 Milliarde Euro, 100 Schützenpanzer Puma, das Stück für 7 Millionen, 100 Panzer Typ Leopard 2, genau so teuer.... Nach der feierlichen Übergabe haben wir dann 10 flugunfähige F-15, 100 fahrunfähige Puma, 100 untaugliche Leopard irgendwo rum stehen, die langsam vergammeln. Wozu sich noch weiter darum kümmern? Die Rüstungsindustrie hat uns schon etliche Kilo Hochglanzbroschüren ins Büro geschleppt, noch schönere, noch teurere Panzer, Schützenpanzer, Kampfflugzeuge... Der Bundesbürger will "verteidigt werden", der Narr! Der zahlt brav für den Schrott. Dabei geht es nur darum, die lieben Freunde der Rüstungsindustrie, ihre Investoren und ShareHolder und nicht zu vergessen die Freunde aus der Beraterindustrie glücklich zu machen. Aber das schnallt der Bürger nicht.
Deutschland gibt lediglich 14,1% seines Verteidigungsbudget für Ausrüstung aus, sind also nur 7-8 Milliarden im Jahr.
Da muss man cich nicht wundern, wenn das wenige was man anschafft nicht mal funktioniert, weil auch dabei auf Notwendigkeiten verzichtet wurde.
Wenn Deutschland 20 Milliarden dafür ausgeben würde, würden alle Leos und Pumas fahren, alle Eurofighter, A-400, Tiger und NH90 fliegen, alle U-Boot und Schiffe fahren.
Wäre schon mal ein Anfang.
Und eine F-15, auch in neuster Version, kostet keine Milliarde. Aber was sollen wir mit dem alten Vogel.
Das aktuelle Exportprodukt der USA, die F-35, ist allerdings den Preis nicht wert. Dann lieber selbst entwikeln und bis dahin ein paar Eurofighter mit verstärkten Triebwerk, neuer Avionik und Schubvektorsteuerung nachordern.

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cucaracha_enochada 22.08.2019, 14:45
158. @151neurobi: Beim US-Militär ..

sind es die 'Logistiker' die - zu Recht - sagen: Wir sind es, die Kriege gewinnen (nicht die Bomber, nicht die Bodentruppen, nicht ...). Da sollten auch wir bei unseren kurzen Wegen keine Probleme haben. Und jetzt schauen sie nochmal auf den Globus und das RIESIGE Russland ... :-D

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neurobi 22.08.2019, 14:54
159.

Zitat von cucaracha_enochada
inzwischen wieder ein hochmodern ausgestattete Armee und setzt diese auch ein" - so eine wie die Amis haben? Zu EINEM ZEHNTEL der Kosten?? Wir müssen etwas fundamental falsch machen! :-D Russland hat ein paar Vorzeige-Truppen, danach ... Und schauen sie Mal auf einen Globus: Das Riesige da ist nicht der Pazifik - es ist Russland. Und jetzt verteilen sie die Truppen ... Wir haben EINE (Konflikt-) Grenze - wie viele hat Russland? (Russland war früher schon beim 'Risiko'-Spielen nie zu halten.)
Die meisten russischen Waffen aus der Sovietzeit sind heute ersetzt durch modernes Gerät, in der Luft, zu Wasser und in der Luft.
Mig-21 und T-72 können sie fast nur noch im Museum zu bewundern.

Russland hat das größte Atomarsenal der Welt, was abschrekend genug ist für die großen Nachbarn ist, und für die kleineren ein der größten und modernsten konvetionellen Streitkräfte. Damit haben einige Nachbarn ja auch schon bekanntschaft gemacht.

Und was wir fundamental falsch machen? Wir, wie auch die Amerikaner, bezahlen unsere Soldaten einfach zu gut.

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