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Nato-Partner Türkei: Erdogan besteht auf Kauf von Russlands S-400-System
REUTERS/ RIA Novosti

Der türkische Präsident Erdogan hält am umstrittenen Kauf von russischen S-400-Abwehrraketen fest - und trotzt damit Sanktionsdrohungen aus Washington. Seine Begründung: Das Angebot der USA sei nicht so gut.

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wolla2 04.06.2019, 10:52
1. Es ist unfassbar ...

„Die USA drohen der Türkei mit Sanktionen, sollte Ankara das russische Raketenabwehrsystem S-400 kaufen.“

Die USA erpressen ganz offen andere Staaten und niemand stoppt sie.
Es wird Zeit, dass sie (auch) deny Handelskrieg gegen China verlieren und der Dollar endlich als Leitwärung fällt.

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Emil Peisker 04.06.2019, 10:52
2. Digitaler Analphabet Erdogan...

Wer sich mit Militärtechnik beschäftigt, kennt die Freund-Feind Erkennungscodes.
Die Russen werden Ihre Abwehrtechnik so präpariert haben, dass diese Raketen keine russischen Bomber oder Jäger zerstören werden.
Erdogan weiß nicht was er seinen Militärs damit antut.
F35 Tarnkappenflieger mit S-400 Abwehrraketen mixen? Da hätte auch Obama Sanktionen angedroht.

Erdogan wird extreme Probleme bekommen.

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reinerotto 04.06.2019, 10:54
3. Rueckgrat

Bedauerlich, dass ausgerechnet Erdogan vormachen muss, dass man auch eigene Interessen ueber diejenigen der USA stellen kann.
Und "America first" nicht ueberall gilt.

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erzengel1987 04.06.2019, 11:02
4. Fakt ist die Russen sind gute Handelspartner

Die Russen stellen für Europa und die Türkei eben keine nennenswerte Bedrohung dar. Also der Handel ist in meinen Augen OK. Ist doch ein absolut Wirtschaftliches denken, was den USA doch gefallen müsste. Die Russen sind scheinbar billiger.

Vielleicht sollte man seine Verbündeten nicht bedrohen und erpressen. Dann klappt es auch wieder besser mit der Zusammenarbeit. Denn irgendwann stehen die USA allein da.

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freddygrant 04.06.2019, 11:03
5. Ja, wie kann der Erdogan nur?

Weiss der denn nicht, dass die US-Amerikaner die Anführer der
"freien Welt" sind. Da kann doch nicht jeder kommen und machen
was er will und mit Waffen ausrüsten, die man nicht kontrollieren
kann.

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sachsenbirne 04.06.2019, 11:06
6. Imperialistische Idiologie

Was interessiert die Türkei amerikanische Gesetze? Jedes Land darf sein Militär ausrüsten wie es will, solange die UN es nicht verbietet.
Unglaublich, wie sich das amerikanische Imperium aufspielt und jedem Land seinen Willen aufzwingen will. Zumal sich die USA an keinerlei Vorgaben und Verbote hält. Allem voran die UNO-Charta. Das ist wieder ein Beweis dafür, wie wichtig es ist, unabhängiger von dieser Weltpolizei zu werden.

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Eisenvater 04.06.2019, 11:10
7. Hmmmmmm....

Die Anwerbung türkischer Gastarbeiter durch die Adenauer-Regierung erfolgte auf Druck der USA um die Türkei in der NATO zu halten.
Jetzt kaufen die Türken Zeuch von den Russen, die USA will die NATO killen, wir dürfen uns hier mit AKP-Anhängern im wahrsten Sinne des Wortes "rumschlagen" oder uns als weiß-privilegierte Rassisten bezeichnen lassen.
Von mir aus dürft ihr mich jetzt mit der Nazikeule erschlagen, ist mir egal, auch wenn ich nicht rechts der CDU wähle.
Aber von der Türkei und den USA angeschissen fühl ich mich schon.

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bert1966 04.06.2019, 11:13
8.

Eindrücklicher kann man die Perversionen des Waffen- und Kriegsgeschäftes wohl kaum abbilden.

Die USA wollen mit dem Verkauf ihrer Waffen Geld verdienen. Wie ließe sich das schöner garantieren, als durch "Militärbündnisse", die sich im Ernstfall als das entpuppen, was sie tatsächlich sind: simple Marketingmaschinen mit kleiner Erpressungsergänzung? Wahrscheinlich nur noch dadurch, dass man zusätzlich möglichst viele kleine Kriegs- und Waffenverkaufsschauplätze unterhält, Waffenverkäufe funktionieren doch nur dann, wenn verkaufte Waffen auch "verbraucht" werden.

Russland will mit dem Verkauf seiner Waffen Geld verdienen. Wie ließe sich das (neben der Gründung eigener militärischer Allianzen) schöner garantieren, als durch den Verkauf preiswerterer Waffen an "Bündnispartner" anderer Militärallianzen? (Und natürlich den Betrieb möglichst vieler kleiner Kriegsschauplätze ... wir wissen das).

Kriegsopfer und Waffenkäufer (oder deren politische Vertreter) haben früher vermutlich einmal gedacht, man könne sich mit Waffengewalt gegen Waffengewalt verteidigen, perfider Trugschluss. Das Geld für die Waffen ist genauso verloren wie das eigene Leben und man kann das Betrugsgeschäft wohl auch nicht mehr einklagen.

Die Türkei meint, sich gegen (russische? amerikanische?) Waffen mit Waffen verteidigen zu müssen und kauft deshalb in Russland die Verteidigungsmittel gegen Angriffe aus allen Richtungen. Hoffentlich lassen die sich nicht im Fall des Falles durch ein kleines Hintertürchen abschalten? Und hoffentlich gilt das für US-amerikanische Waffen auch?

Die Welt meint, mit Waffen Frieden schaffen zu können und sieht gar nicht, dass die Vernichtung der Menschheit auch aus ganzer anderer Richtung droht.

Und Deutschland ... Waffenkäufer? Waffenverkäufer?

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neill1983 04.06.2019, 11:16
9. das wirklich lustige ist

das die Türkei seit Jahren gegen Syrien, Iran und Irak (Naher Osten im allgemeinen) ein Abwehrraketen System haben wollten und dies auch mehrmals den Wunsch geäußert haben. Hat nur keinen interessiert bis dann irgendwann halt Erdogan kam und er sich die Sache mal genauer angenommen hat.

Wieso haben die EU und USA nicht damals auch ein Raketenabwehrsystem zu dem Preis der Russen geliefert? Wieso war es überteuert oder eher noch, wieso wurde es abgestritten, dass die Türkei überhaupt ein Abwehrsystem braucht?

Nun wendet sich die Türkei den Russen zu und auf einmal ist die Türkei (Erdogan) schuld. Ich hoffe die ziehen das durch, wenden sich von der NATO ab (was hat es bisher gebracht?) und übernehmen die Führung einer Afrika-Russland-China Kooperation...

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