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Nato-Russland-Rat: "Wir brauchen diesen Dialog"
AFP

Ukraine, Syrien, Skripal-Vergiftung - es gibt viel Streit zwischen Russland und der Nato. Nach langer Pause soll nun der gemeinsame Rat in Brüssel wieder tagen. Generalsekretär Stoltenberg sieht in dem Treff einen Wert an sich.

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maynard_k. 26.05.2018, 10:18
1. @jog: genau SO funktioniert es eben nicht!

Wenn sich beide Seiten wie sie hier auf den Standpunkt stellen, wir müssen zwar sprechen aber ihr seid die Schuldigen an der Situation weil ... (Argumente haben da beide Seiten genug) bräuchte man sich gar nicht erst treffen!

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HeisseLuft 26.05.2018, 10:41
2. .

Zitat von joG
...man die Gespräche weiterführen. Aber zu sagen gibt es halt nicht viel, solange Russland sich wie eine kriminelle Nation verhält. Von staatlich angewiesenem Doping über einem Eroberungskrieg in der Ukraine und auf der Krim bishin zur Unterstützung des krassen Diktators Assad und der Iraner, die terroristische Organisationen mit dem erklärten Ziel Israel zu zerstören ist Russland die treibende Kraft, während Putin aktiv versucht demokratische Länder zu destabilisieren. Ja, man muss mit Russland sprechen. Aber vor allem müssen wir alles tun um das Land zu zwingen sich nicht mehr wie ein krimineller Staat zu verhalten.
Reden kann man und sollte man. Und es gibt einiges zu bereden.

Nur sollte Gesprächsbereitschaft nicht verwechselt werden mit der seltsamen Methode wir machen vor den Gesprächen einseitig schon mal Zugeständnisse - um die Gesprächsbereitschaft zu fördern.

Entweder ist Verhandlungsbereitschaft da oder sie ist es nicht.

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freddygrant 26.05.2018, 10:42
3. NATO-Russland-Rat, da war ...

... doch mal schon Anfang dieses Jahrtausends schon
etwas, was durch die Russen mit der Rede Putins im
deutschen Bundestages pragmatisch und vertraulich
interpretiert hat. Was haben dann NATO und die EU auf
Initiative ihres Hegemons USA daraus gemacht? Das
chaotische Ergebnis dieser Politik ist heute in der Ukraine,
Krim und dem Donbas deutlich sichtbar - von den dabei
entstandenen Egoismen in Polen, Ungarn, Ukraine etc.
mal abgesehen. Diese Probleme und Konflikte wieder
zu beseitigen wird uns noch lange beschäftigen - aber
scheinbar haben alle Beteiligten daraus immer noch
nichts gelernt!

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steingärtner 26.05.2018, 10:46
4. Nicht vollständig

Sie haben das heran rücken von Russland bis an die NATO-Grenzen vergessen. Und Manöver halten die entgegen den sonstigen Gepflogenheiten auch einfach nur auf ihrem eigenen Territorium ab. Das war schon immer verdächtig und wirkt auch sehr aggressiv gegenüber den westlichen Ländern.

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rwinter77 26.05.2018, 10:48
5. Garant?

Die NATO sieht sich als Garant für Sicherheit und Stabilität in Europa, hat aber kein Konzept für die Integration Russlands. Dabei steht sie unter Dominanz der US-Amerikaner, die über Europa hinaus „ihre“ Weltordnung sichern wollen dafür unabhängige Staaten zerstören, wenn diese im Verdacht stehen, „sowjetische Clientel“ zu sein. Der halbherzige Versuch, Russland mit dem gemeinsamen Rat irgendwie einzubinden, muss scheitern, wenn keine für beide Seiten akzeptable Vision für die Rolle Russlands in Europa und der Welt gefunden wird!

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Atheist_Crusader 26.05.2018, 11:53
6.

Zitat von steingärtner
Sie haben das heran rücken von Russland bis an die NATO-Grenzen vergessen. Und Manöver halten die entgegen den sonstigen Gepflogenheiten auch einfach nur auf ihrem eigenen Territorium ab. Das war schon immer verdächtig und wirkt auch sehr aggressiv gegenüber den westlichen Ländern.
Vor allem wenn man bedenkt, dass die russischen Manöver sehr viel größer sind und auch gerne mal die Offensive proben, wohin gegen die NATO ausschließlich die Defensive und mit tendenziell geringerer Truppenstärke probt.

Aber wahrscheinlich zwingen wir die Russen irgendwie auch dazu. Laut den Putinverstehern, hat der Mann ja gar keine andere Wahl als aggressiv vorzugehen.

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horst01 26.05.2018, 12:04
7. Reden ist gut, drohendes Schweigen ist schlecht.

Allerdings: Die USA haben Russland als Feind eingestuft. Die Ausdehnung der westlichen Einflusssphäre via Georgien und die Ukraine ist gescheitert. US-Schlachtschiffe können Sewastopol nun leider nicht nutzen. Da hat Putin gewonnen. Diesen Sieg will man ungeschehen machen. Man redet und redet und redet, bis sich die Verhältnisse ändern lassen. Dabei steht Deutschland und Oestreich und Italien im Weg.

Es wird interessant zu sehen, wie man den Willen dieser 3 Länder brechen will.

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Großbär 26.05.2018, 12:11
8. Dialog mit Rußland

Wir tun gut daran, mit Rußland im Gespräch zu bleiben. Denn früher oder später wird Trump die Auflösung der NATO über Twitter verkünden. Und es wird in den USA niemanden geben, der das verhindern kann. Einen Wirtschaftskrieg führt Trump schon gegen uns. Ich habe wenig Hoffnung, daß unser Verhältnis zu den USA noch mal besser wird. Die interessieren sich nicht für uns. Freundschaft geht anders.

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Beat Adler 26.05.2018, 12:17
9. Die Rolle Russlands? Nein! Verhaltensaenderung des Kremls: Ja!

Zitat von rwinter77
Die NATO sieht sich als Garant für Sicherheit und Stabilität in Europa, hat aber kein Konzept für die Integration Russlands. Dabei steht sie unter Dominanz der US-Amerikaner, die über Europa hinaus „ihre“ Weltordnung sichern wollen dafür unabhängige Staaten zerstören, wenn diese im Verdacht stehen, „sowjetische Clientel“ zu sein. Der halbherzige Versuch, Russland mit dem gemeinsamen Rat irgendwie einzubinden, muss scheitern, wenn keine für beide Seiten akzeptable Vision für die Rolle Russlands in Europa und der Welt gefunden wird!
Rolle Russlands? Nein! Verhaltensaenderung des Kremls: Ja!

Macron gibt den Weg vor: Austausch auf allen Ebenen mit der russischen Bevoelkerung, Kuenstlern, Sportlern, russischen Firmen, etc. aber gleichzeitig eine feste, glasklare Haltung gegenueber dem herrschenden Oligarchenklub im Kreml.

Eine wichtige vertrauensbildende Massnahme ist nicht "nur", dass die NATO militaerische Manoever vorher ankuendigt, sondern auch auf der Kreml Seite ein Eingestaendnis des Abschusses der Boeing 777 der Malaysia Airlines MH17 mit 298 Opfern erfolgt, so wie es die USA beim Abschuss der Passagiermachine der Iranair taten und etwas ueber 600 Millionen US $ als Entschaedigung bezahlten. Ein Geradestehen des Kremls zu dieser Sache huelfe weiter, viel weiter!
mfG Beat

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