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Nato-Treffen zu Russland und Syrien: Strategielos in die Krise
AP

Die Nato findet keine Antwort auf Russlands Großmachtgehabe. Zu erratisch verhält sich der Kreml in Syrien, zu uneins ist der Westen. Nun soll die Stärke der Eingreiftruppe verdoppelt werden. Ein Symbol, mehr nicht.

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immerdaneben 08.10.2015, 19:53
20. oje russland agiert

was aber fällt der nato zu dem bisherigen agieren der usa ein? es ist doch nicht russland welches das bisherige chaos verschuldet hat.wäre die usa und deren verbündete saudi arabien effektiv vorgegangen wäre russland nie zu zuge gekommen.somit ist diese beurteilung völlig widersinnig!

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citroenfahrer 08.10.2015, 19:54
21.

Da wird einem ja richtig warm um's Herz. In aufopferungsvoller Weise mahnt und warnt uns die NATO und allen voran Herr Stoltenberg vor den bösen Russen und kämpft damit für die Erhaltung des Weltfriedens, der allerdings durch den unermüdlichen Einsatz seines - ähäm - Vorgesetzten so ziemlich ramponiert ist. Aber speziell Stoltenberg ist ein tapferer Krieger, der fleißig Nebelkerzen wirft und lauthals klagend auf die russische Invasionsarmee hinweist, die sich gerade in diesem Moment daran macht, mit 2000 Mann Syrien zu überrennen und halsabschneidend die gemäßigte Opposition zu meucheln. Wobei...was war dann die RAF in den siebzigern in Deutschland ? Gemäßigte Opposition natürlich, wenn man gleiche Maßstäbe anlegt...Na sowas aber auch. Stoltenberg muss traurig aus der Ferne zuschauen, weil die bösen Russen sogar so dreist waren, Luftabwehr in Syrien zu installieren, um ihre Flugzeuge zu schützen. Und jetzt schießen die sogar völlig ungewöhnlich mit Marschflugkörpern, ohne die Ami's oder die NATO um Erlaubnis zu fragen. Aus 1500 km. Von ihrem eigenen Territorium aus. Da bleibt den Herren von der NATO doch glatt die Spucke weg.Die NATO weiß nicht, was Putin vorhat ? Dann sollten die Herren nicht nur Spiegel lesen, sondern auch mal CNN schauen. Da wurde das Interview mit Putin Live gesendet. Oder auch seine Rede vor der UNO. Er tut genau das, was er angekündigt hat. Mit aller Konsequenz und ohne Kompromisse.

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subcomandante_m 08.10.2015, 19:56
22. Also bitte, wer die Strategie nicht erkennt ...

... dem kann man nicht mehr helfen. Auch wenn es schwer zu verstehen ist, die russiche Luftabwehr verhindert ein zweites Lybien, die Angriffe auf die Provinzen Idlib und Hamah zwingen due USA in eine unfreiwille Aufgabenteilung, der IS bleibt Geschäft der USA, Der Luftwaffenstützpunkt in Lakatia bleibt und kontrolliert ide Südflanke der NATO inkl. östlichem Mittelmeer und blockiert Ambitionen einer Pipeline von Katar gen Westen ... Aus Religionssachen hält man sich mit dem säkularen Assad heraus. Die Kurden kriegen einen Staat, Assad wird am Leben erhalten und im Irak regen sich auch mit den Badr Milizen erste Stimmen pro Putin.
Nun zu den USA: Ich dachte mir stockt der Atem als ich heute in Foreign Affairs laß, man möchte die Sunniten in Syrien unterstützen. Was ist das denn? Eine Religionsgruppe gegen die andere auszuspielen ist eine Strategie? Das ist erbärmlich! Truppem am die Südflanke entsenden? Wie lange denkt man braucht Putin um sich nach dem Lachen zu erholen und kaltlächelnd eine Flugverbotszone in Syrien in Einklang mit dem Völkerrecht zu postulieren? Viel Spaß dann ... S-300 Abwehrsysteme sind doch schon vor Ort und die Syrer haben schon eine türkische F4 vom Himmel geholt. Carter und Stoltenberg wirken maximal überfordert.

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Reza Rosenbaum 08.10.2015, 19:56
23. Der russische Baer freut sich ueber den zaudernden Westen

Man kann es ja nennen, wie man will, und ueber den Begriff "Grossmachtgehabe" streiten. Klar ist, dass Russland, wie jede andere Grossmacht auch, seine eigenen geopolitischen Interessen verfolgt. Das Zoegern des "Westens" bei den neueren Demonstrationen russischen Machtanspruchs raecht sich nun. Erst wurde eine russische Fahne unter dem Polarmeer aufgepflanzt, dann nur sehr leicht versteckt massiv russisches Militaer auf die Krim geschickt, und dann permanent der europaeische Luftraum verletzt. Eine gemeinsame Strategie, diese aufkeimenden Aggressionen Russlands zu beantworten hat der Westen nicht gefunden. Da kann man sich als Machthaber doch nur ermutigt fuehlen.


Und dass Russland seit langem ein Interesse im mittleren Osten hat, ist ja nun seit dem ersten Afghanistan Krieg kein Geheimnis. Haette der Westen sich frueher zuammengerauft, und eine geeinte Strategie dort vertreten, haerter auf die Unterstuetzung der pro-russischen Kraefte auf der Krim reagiert, und die russichen Provokationen an den europaeischen Grenzen schaerfer beantwortet, Russland wuerde vermutlich nicht so selbstbewusst auftreten.


Aber Putin weiss, dass "der Westen" zur Zeit nicht handlungsfaehig ist. Militaerische Ambitionen zeigen einzig und allein die US Amerikaner, die aber gerade Wahlkampf haben, und daher keine weitere grosse Baustelle aufmachen wollen. Die Englaender wuerden vielleicht mit 10% unterstuetzen, aber alleine ziehen die auch nicht los. Und selbst wenn Uncle Sam dann 2016 den Saebel zieht, weiss Putin dass er sich immer auf die Querschlaeger aus Deutschland und Frankreich verlassen kann, die dem Nato-Buendnis schon jeden Zahn ziehen werden, den es zeigen koennte. Hat ja in den letzten 20 Jahren auch immer so funktioniert.


Am Ende ist es ja auch egal, wer in Syrien fuer Frieden sorgt, bzw. welcher Diktator da am Ende seine Feinde foltern und ermorden laesst. Hauptsache, es kommen keine Fleuchtlinge mehr nach Deutschland/Frankreich, oder irgendeinen anderen zynischen "Buendnis-Staat."
Die US-Amerikaner haben das mittlerweile immerhin verstanden und sehen sich derzeit nach neuen Freunden im pazifischen Raum um, weil sie genau wissen, dass das tranatlantische Buendnis am Stock geht.

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rüsselhündchen 08.10.2015, 19:56
24. Russland, IS, Opposition

Russland kündigte an, dort den "Islamischen Staat" (IS) zu bekämpfen, bombardiert nun aber offenbar vor allem die syrische Opposition.
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Eine falsche Schilderung wird auch durch häufiges wiederholen nicht wahr. Putin hat vor der UN oder im US TV Interview keineswegs nur den IS als exklusives Ziel angekündigt.

Auch al Nusra und weitere islamistische Terroristengruppen - die der Autor hier als Opposition verniedlicht - wurden klar als Ziel benannt.

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lutzhunger 08.10.2015, 19:57
25. Lösung zuhören

Vielleicht sollte man Putin zu hören und nicht ständig mit Lautsprecherwagen durch die Gegend zu fahren.
Was hatte Putin gesagt: wir werden mit der syrischen Armee, der Hispola und den Kurden vor Ort gegen die IS kämpfen. Das geht aber nur, wenn man diese Truppen aus der derzeitigen Umklammerung löst, Verstehen die NATO-Herren wirklich so wenig von Militärtechnik?
Die Sache mit den Flugzeugen, dürften die Türken verstanden haben: Ihr zitiert unseren Botschafter ein, jetzt bleibt auch Ihr draußen.
Und auch die Flugkörper vom Kaspischen Meer waren eindeutig ein Signal an andere und ein Funktionstest, die hatten mit Syrien wenig zu tun.
Und das verstehen die NATO-Generäle nicht, ein Armutszeugnis.
Was die NATO nicht versteht und wovor Putin schon lange gewarnt hatten, die hochmoderne Ausrüstung. Man glaubte wohl da stünde noch die SA.
Zum Schluss noch ein kleiner Tip: Die Chinesen haben gerade bei der UN-Vollversammlung Ihr UN-Kontingent aufgestockt, also nicht überrascht sein, wenn China den Staffelstab unter dem Deckmantel UNO-Truppen von Russland übernimmt.

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gutenmorgen123 08.10.2015, 19:57
26. du sollst keine andere Großmacht haben, neben mir

schon blöd, wenn es noch weitere großmächte gibt

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antares56 08.10.2015, 19:58
27. Großmachtgehabe

So etwas kenne ich nur von den USA oder ihres militärischen Arms - die NATO!

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hondje 08.10.2015, 19:59
28. nato treffen zu rissland syrien

Ich habe eine einfache Lösung Putin warnen und sagen bei jede Verletzung des Türkische Luftraum werde man sofort abschießen aber dann auch machen weil das ist rechtens sonst geht er immer weiter und sonst alle grenzen Swischen Russland und EU zu machen.

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RudiRastlos2 08.10.2015, 19:59
29.

Russland betreibt Großmachtgehabe?! Klingt nicht nach objektivem Journalismus... Wer bewertet denn, ab wann etwas Großmachtgehabe ist, und wann nicht? Der Spiegel?

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