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Nato-Verhältnis zu Russland: Mehr abschrecken, mehr reden
DPA

Vor ihrem Gipfel in Warschau plant die Nato Truppenverstärkungen im Osten, um Russland abzuschrecken. Gleichzeitig soll der Dialog mit Moskau wieder aufgenommen werden. Kann diese Strategie funktionieren?

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bammy 20.05.2016, 17:27
1.

Ich halte von Säbelgerassel und martialischer Rhetorik gar Nichts.
Hier muß eher versucht werden auf Schuldzuweisungen zu verzichten und mal wieder einen Schritt rückwärts zu gehen.

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skeptikerjörg 20.05.2016, 17:27
2. Macht Sinn

Die Tür für Gespräche offen halten, macht immer Sinn. Gegenüber Russland gleichzeitig eine klare Haltung einnehmen und keinen Zweifel daran lassen, dass ein "Übergriff" auf einen Bündnispartner Konsequenzen haben würde, ist ebenso richtig.
Nach der Krimaktion der "grünen Männchen" und der Hybridkriegsführung in der Ostukraine fürchten die osteuropäischen NATO Partner eben Russlands Ambitionen mindestens so stark, wie zu Zeiten der Breschnew-Doktrin.
Russland muss kapieren, dass seine Politik für seine Nachbarn nicht vertrauensbildend ist, dass seine militärischen Aktionen zu einer Re-Vitalisierung der NATO geführt hat und weiter führen wird.
Deshalb kann man trotzdem miteinander reden und dabei seine Standpunkte klar machen. Sollte man sogar.

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onsar.u 20.05.2016, 17:39
3.

Der Bericht ist verlogen bis dorthinaus. Auf der
Krim fand ein Referendum statt, dass sich für den Anschluss an Ruslland aussprach.Bei einer 87%-tigen
Wahlbeteiligung sprachen sich 97% dafür aus. Hier von einer Annexion zu sprechen ist schon mehr als dreist. Diese fand eher unter der Nato im Kosovo mit Gewalt statt. Die unverhohlene Aggression der USA
gegenüber Russland, soll über die Nato erfolgen.
Rüsten verbal und Militärsich gegen Russland auf,
ohne die Folgen zu bedenken, und glauben tatsächlich,
Russland liesse sich von deren Lügen benebeln.

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caronaborealis 20.05.2016, 17:42
4. Heuchler

Das Vorgehen der NATO wird nie und nimmer zielführend sein. Stellen sie sich vor ihr Nachbar verbaut mit einem Gartenhaus ihre Sicht auf die Berge und gleichzeitig sucht er das Gespräch mit ihnen. Würden sie ihm deshalb sein Vorgehen nachsehen? Ich nicht. Und so kann die NATO von Russland nicht erwarten, dass unter dieser Drohgebärde noch konstruktive Gespräche zustande kommen werden. Was für eine verlogene, heuchlerische Politik der NATO. Mir scheint, dass die heutigen Politiker von Politik keine Ahnung mehr haben.

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kugelsicher 20.05.2016, 17:48
5.

ich finde diese NATO Strategie durchaus richtig.
Und wenn Russland weiter die "beleidigte Leberwurst" spielen und sich einem Dialog verweigern will,
dann einfach passiv aber bestimmt ignorieren.

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SabineMeier 20.05.2016, 17:57
6. Abschreckung

ich weiß nicht, was dieser Journalist uns sagen will, aber eins ist klar es handelt sich um Erpressung" macht Russland nicht was wir sagen"!dann
Was sagte ein Ami-General """"wir werden in Europa gegen Russland kämpfen""""
das sagt ja schon alles!
Eigenes Weltherrschaftsbestreben auf den Rücken Anderer versuchen!
Unsere Regierung, entgegen der Meinung des eigenen Volkes, rennt solchen Schwachsinnigen hinterher.
Russland lässt sich nicht erpressen und die "Schauspieler USA" getrauen sich nicht selbst, sondern schicken Willfähige voraus - Europa!

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tomxxx 20.05.2016, 17:59
7. Typisch Steinmeier...

es wird Zeit seine Leistungen zu hinterfragen. Er scheitert immer, weil er zu kurz springt. Ja, es ist richtig, dass man Deeskalieren soll, ja es ist richtig im Gespräch zu bleiben! Aber dafür braucht man eine Agenda, die geeignet ist Probleme zu lösen. Und die gibt es nicht und die wird auch nicht gemacht. Statt Position zu beziehen und auszutauschen, überlegt sich Deutschland immer jahrelang, ob es eine Position zu einem Thema entwickeln will (und welche steht erst recht in den Sternen!). Und wenn man das jahrelang macht, dann kommt sich die andere Seite irgendwann veräppelt vor und alles eskaliert! die Regierung braucht eine gemeinsame Vision, wie ein Europa mit Russland aussehen kann. Solange da nichts da ist, sollte man Herrn Steinmeier eher Dienstreiseverbot geben... er macht es immer nur noch schlimmer!

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colja_kosel 20.05.2016, 18:07
8. @Skeptikerjörg

Leute wie Sie müssen den anderen mal erklären warum der Regime-Change als kriegerischer Akt gesehen wird?!?
Das Ashton-Telefonat hat doch deutlich gezeigt wer letztlich in der Ukraine zu bestimmen hat!

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Artgenosse 20.05.2016, 18:15
9. Defensive Abschreckung? Das muss er mal erklären...

Deutschland und andere Staaten werden mit neuen Atomwaffen bestückt, was in der Art und Weise einen Bruch des Atomwaffensperrvertrages darstellt, in den baltischen Staaten werden NATO-Truppen, darunter deutsche, rotierend dauerpräsent, was eine Umgehung der NATO-Russland-Akte ist, die NATO-Erweiterung geht aktuell mit Mazedonien in die nächste Runde, in Rumänien ist eine neue US-Raketenbasis in Betrieb genommen worden, der Raketenschild wird weitergebaut, ständig werden Manöver in Grenznähe zu Russland abgehalten. Die Ukraine wurde mit allen nachteiligen Folgen für den europäischen Steuerzahler und den ukrainischen Bürger in Richtung EU geputscht, was Brzezinski schon 1997 als Ziel nannte und Obama als einen "Deal zur Machtübergabe" bezeichnete. Und das alles nennt der Mann defensiv???

Und was meint der Autor dieses Artikels damit, Putin stelle sich arglos? Angesichts dieser Aktivitäten hat der Mann allen Grund, jedem Gesprächsangebot zu misstrauen. Das hätte jeder, der seinen Verstand halbwegs beieinander hat.

Immer wieder nur auf der Krim herumzureiten und irreale Ängste vor Putin und Russland zu schüren, wirkt angesichts dieser NATO-Aktivitäten allmählich albern.

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