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Nato-Verteidigungsausgaben: Gabriel rebelliert gegen Tillerson
AFP

"Weiß gar nicht, wo wir die ganzen Flugzeugträger hinstellen sollen": Außenminister Gabriel hat seinem US-Kollegen Tillerson eine Abfuhr erteilt. Dieser fordert einen Zeitplan, wie Deutschland seine Militärausgaben erhöht.

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Redigel 31.03.2017, 18:27
50. Dr.

Ehrlich gesagt möchte ich ja auch keine 2%, aber ich möchte auch keine Global Hawk, A400M-Materialfehler, G 36-Projekte... Und wenn sollten sie realistisch finanziert sein, wo am Ende wenigstens das rauskommt, was man mal angestrebt hat. Und eventuell die Kohle auch in Raketentriebwerke stecken, die eine Nutzung für die ESA ebenfalls möglich machen. Es gibt eigentlich schon nützliche Projekte die man für Trump als "militärisch" verpacken könnte. Drohnen die Medi-Kits abwerfen, Löhne erhöhen etc. Aber 2% werden in der Tat etwas schwer xD

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thoerchen 31.03.2017, 18:28
51. 70 Mrd Euro Wehretat

Ich sehe blühende Landschaften und goldene Zeiten für unsere Industrie! Vollbeschäftigung von Flensburg bis Friedrichshafen. Aktien von Airbus, Rheinmetall, Mercedes und Thyssen Marine Systems durch die Decke schießen. Und erst die ganzen Zulieferer... Wehrpflicht für Männer und Frauen. Kasernen allerorten aus dem Boden schießen wie Unkraut. Und erst der Binnenmarkt: Wachstum ohne Ende. Hartz 4 wird abgeschafft - wer nix wird wird Soldat, schweißt Panzer, Flugzeugträger oder asphaltiert Startbahnen... Kim Jong-Un kann einpacken, wir leisten uns nicht nur 2% Wehretat gemessen am BIP, wir leisten uns auch 2% Militärangehörige gemessen an der Gesamtbevölkerung: 1,65 Millionen Soldaten!Ob The Donald und die NATO dann wohl zufriedener sind...
(Sarkasmus: OFF)

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eizboks 31.03.2017, 18:28
52. Bevor wir über 2 % reden...

...muss die Bundeswehr erst einmal in einen materiellen und personellen, kampffähigen Zustand versetzt werden. Punkt!

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konnyengland 31.03.2017, 18:28
53.

Da Gabriel meint, daß eine Erhöhung des Wehretats politisch nicht durchsetzbar sei, kann er, beim gegenwärtigen Zustand der Bundeswehr, gleich die Konsequenzen ziehen und die Bundeswehr abschaffen und aus der Nato austreten. Das hätte, neben nicht unerheblichen Einsparungen, den Vorteil, daß es in Deutschland - kein Widerstand, keine Kampfhandlungen - nur minimale Kollateralschäden gäbe.

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romanpg 31.03.2017, 18:30
54. Aus der Nummer..

kommt Gabriel nicht mehr raus. Deutschland ist nach den USA die zweitgrößte Volkswirtschaft in der NATO folglich sollte Deutschland auch einen entsprechenden Beitrag leisten. Und dazu braucht es mittelfristig keine Flotte von Flugzeugträgern. Alleine die Kosten um die fabrikneu verrotteten Eurofighter und den Rest der Luftwaffe wieder voll einsatzfähig zu machen sollten erstmal eine Weile ausreichen, um die Verteidungsausgaben in Richtung des 2% Ziels zu bewegen. Von der restlichen ausrüstung der BW mal ganz zu schweigen. Nur weil Landesverteidigung in Deutschland kein besonders populäres Thema ist, kann man dies nicht als Vorwand nehmen, um sich aus internationalen Verpflichtungen herauszuwinden, die man eingegangen ist. Man erwartet ja auch vom UK, dass sie die finanziellen Verpflintungen gegenüber der EU erfüllen.

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oli h 31.03.2017, 18:30
55. Unglaublich!

Wer hätte nach dem 2. Weltkrieg geglaubt, dass Deutschland mal gezwungen wird, seine Militärausgaben zu erhöhen?

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rufus11 31.03.2017, 18:30
56. Gabriel mein Held

eine der ersten wirklich guten Nachrichten heute!

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geschwafelablehner 31.03.2017, 18:31
57. Genau, Vertragstreue!

Zitat von pragmat
Die Deutschen sind immer die Ersten, die etwas von Vertragstreue erzählen und den entsprechenden Paragrafen heraus kramen. Dafür sind sie leider in der ganzen Welt bekannt, wo sie zum Beispiel Ingenieuren einleitend erklären, wie lang ein Millimeter ist. Nun hat die NATO schon 2014 verabredet, die Militärausgaben bis 2024 auf 2,0 % des jeweiligen BIP zu erhöhen. Das hat man Obama nicht nur versprochen, sondern auch vertraglich festgelegt. Jetzt soll alles das nicht mehr wahr sein. Eine solche Verhaltensweise hat sich Herr Gabriel wohl bei der EU abgeguckt, wo man es mit Regeln auch nicht so genau nimmt.
Da es weder ein Versprechen noch einen Vertrag gibt, die Militärausgaben bis 2024 auf 2% BIP zu erhöhen, sondern nur ein Versprechen, sich in diese Richtung zu bewegen, gibt es keinerlei Grund, weder diesen Wert zu erreichen, noch einen Plan aufzustellen, wann man dieses Ziel am Horizont wie erreichen will.
Wenn ich mich von Berlin aus zu Fuß aufmache Richtung Warschau, bewege ich mich auch in Richtung Moskau, ohne es jemals zu erreichen.
Sigmar Gabriel wird mir direkt symphatisch, wenn er genau dies einmal anspricht.

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MartinB. 31.03.2017, 18:31
58. Ist doch ganz einfach...

...wir steigern unseren Verteidigungsetat, wenn die USA anfangen im großen Stil Flüchtlinge aufzunehmen und in ihre Gesellschaft zu integrieren.

Ups...

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spiegelneuronen 31.03.2017, 18:32
59. Clash of ... anyway

Derartige Auslegungungen sind vorprogrammiert, wenn ein "Harzer Roller" und "Drei-Wetter-Trump" aufeinander treffen.

Weichgespültes Neusprech trifft auf Steinzeit-Granit.
Niedersächsisches Winterkorn-Alzheimer auf New Yorker Vofahren Immigranten Hardselling.

Ergebnis? - Das kann ja Eiter werden.

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