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Nebeneinkünfte: Das sind die Top-Verdiener im Bundestag
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Eine Rede vor Wirtschaftsvertretern oder ein Posten im Aufsichtsrat: Nebenjobs sind bei Bundestagsabgeordneten beliebt. Besonders umtriebig sind Politiker von FDP und Union. Was verdient Ihr Parlamentarier?

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sysadm53 16.08.2019, 08:27
30. Auffallend,

dass die kleinste Partei bei den Nebeneinkünften ganz vorn liegt. Klientelpolitik zahlt sich offenbar aus.
Darüber hinaus liegen die beiden Parteien mit dem höchsten Spendenaufkommen auch auf den beiden ersten Plätzen. Diese Pfründe gilt es zu bewahren, am besten durch wohlwollende Politik. Politik für den Souverän? Ein Gerücht! Das erklärt auch, warum es absolut unmöglich zu sein scheint, lösungs- und zukunftsorientiert zu handeln. Dies gilt besonders für die CDU!

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würstl 16.08.2019, 08:27
31. Nebeneinkünfte!

Abgesehen von den Nebeneinkünften, bekommen ( verdienen trifft es nicht) die Bundestagsabgeordneten noch:

9.542 Euro verdient ein Bundestagsabgeordneter pro Monat. Das ist aber noch nicht alles: Wohnung und Smartphone werden auch bezahlt, genauso die Fahrt mit der Bahn – Erste Klasse, versteht sich.

Und aufpassen, dieser hat NICHT die gleichen Abzüge wie Otto Normal. Ich selbst und auch fast alle meiner Bekannten und Freunde verdienen nicht rund 115.000 € im Jahr und müssen tatsächlich auch die privaten Bahnfahrten und das Handy bezahlen. Wenn mein AG mir noch einen Nebenjob erlaubt, wo ich 90.000 verdiene, dann machen ich den ersten Job nicht richtig. UND DAS KANN MAN NICHT WEGDISSKUTIEREN!

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mynonys22 16.08.2019, 08:31
32. @6

es geht nicht um Neid, es geht darum das eine Nebentätigkeit ausgeübt werden kann und für die Politische Arbeit Berater herangezogen werden noch und nöcher.
Das kann nach meiner Auffassung nicht richtig sein. Als Politiker verdient man gutes Geld, jemand der 3 Jobs mit 400? Basis hat kann davon nur träumen.

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rwachsmu 16.08.2019, 08:32
33. vielleicht bekommen die zuwenig

Man kann die Nebeneinkünfte nicht vergleichen. Gewiss ist es auch in einigen Fällen richtig und gewollt, dass es Tätigkeiten und Einkünfte neben dem Mandat gibt. Sie bestimmen den Sachverstand und die Abgeordneten sollen aus den verschiedenen Bereichen der Gesellschaft und damit auch der Arbeitswelt kommen.

Vorträge, Beratertätigkeiten, Aufsichtsratspöstchen und andere Spielarten gehören nicht dazu. Sie begründen den Verdacht der Korruption und Befangenheit und sollten schlicht verboten werden. Genauso wie die Dankeschönpöstchen nach dem Mandat.

Aber man muss den Bürgern auch die andere Seite der Medaillie zeigen. Die lautet, angemessen hohe Diäten während des Mandats und vor Allem, eine wirklich hohe und bedeutende Versorgung nach dem Mandat und im Alter. Wer meint, eine monatliche freie Zuwendung von irgendwas zwischen fünf- und zehntausend Euro und ein nicht weit reichendes Übergangsgeld wären genug und wenn man rausgewählt wird kann man gucken wo man bleibt, würde echte und freie Abgeordnete garantieren, der ist nicht bei Sinnen. Neid ist hier fehl am Platz. Mit dieser Haltung bekommt man genau die korrumpierbaren Abgeordneten, die wir haben.

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würstl 16.08.2019, 08:32
34. kein Neid Toll!

Neidisch nein, mehr als verärgert ja! Man kann keine 90 Vorträge "nebenbei" halten, denn diese erfordern Zeit in der Vorbereting und Ausführung. Dies gilt ebenso als Geschäftsführer oder Inhaber einer Firma (Steuerkanzlei) . Egal wie man es dreht und wendet- wenn man den einen Job ( MdB) komplett ausfüllt, kann man nicht einen zweiten Job richtig machen - oder eben umgekehrt. Und der Vergleich mit dem Arzt und dem Handwerker hinkt- denn diese sind zumindest ausbildungstechnisch dazu in der Lage, auch wenn es vielleicht nicht immer ein 100% Treffer ist. Ein Politiker ? Bitte!

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Frank Klipp 16.08.2019, 08:36
35. Differenzieren

Nebeneinkünfte sind nicht automatisch ein Indiz für Korruption. Sonst dürften Menschen, die über Einkünfte aus der Zeit vor ihrem Bundestagsmandat verfügen, nicht mehr ins Parlament. Was Unsinn wäre. Einkünfte aus Strategieberatung darf man dagegen hinterfragen. Und ganz unabhängig davon: ich dachte eigentlich, das wäre ein Vollzeitjob...

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noob64 16.08.2019, 08:38
36. Hier geht es nicht um Neid

Zitat von Zuspitze
Im Gegensatz zu vielen anderen Lesern verspüre ich keinen Neid, kann aber konstatieren, dass im Bundestag offenbar doch Fachleute sitzen. Nicht im Sinne von beispielsweise "der Verteidigungsminister war vorher General", wie es viele denken und fordern. Bei den Selbstständigen beschränkt sich der eigene Einsatz oftmals eh auf den Einsatz von Arbeitskräften und man schwebt mehr über den Dingen. Diese Tätigkeiten sind "nebenbei" möglich. Im Übrigen sind Fachleute und Fachkräfte in Deutschland eh rar. Welcher Handwerker ist heute noch in der Lage eine Leiste waagerecht anzubringen, welcher Arzt eine fehlerfreie Diagnose zu stellen... Die Politik ist das Spiegelbild unserer Gesellschaft. In jeder Hinsicht. Auch in Bezug auf das Salär.
Es geht hier schlicht um die Unabhängigkeit unserer gewählten Volksvertreter. Ob das nun Fachkräfte sind oder nicht, das ist ein anderes Thema.

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kajoter 16.08.2019, 08:38
37.

Dass diese Praxis transparenter ablaufen müsste, dürfte klar sein. Aber man sollte bei der Gesamtfrage nicht übersehen, dass es Politikern durchaus ermöglicht werden sollte, berufliche Möglichkeiten für die Zeit nach der Politik zu besitzen. Und die könnte theoretisch mit jeder neuen Wahl zu Ende sein. Falls es Bedingung werden sollte, dass sie keiner einzigen Nebentätigkeit nachgehen dürften, würde es noch schwerer werden, geeignete Menschen für die Politik zu gewinnen. Und das ist schon jetzt offensichtlich alles andere als leicht.

Weiterer verwandter Punkt: Der Bundestag ist viel zu groß. Aber selbst Schäuble ist mit seinem Versuch, ihn zu verkleinern, erfolglos geblieben. Natürlich sägt man nicht gerne den Ast ab, auf dem man und Parteikollegen sitzen. Aber eine derartige Maßnahme würde von der Gesellschaft sicherlich sehr positiv registriert werden.

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solys 16.08.2019, 08:40
38. Ok - solange tatsächlich Arbeit dahintersteckt

Solange die Nebeneinkünfte tatsächlich durch Arbeit erwirtschaftet werden - so what? Man kann von einem Unternehmer auch nicht verlangen, alles aufzugeben, weil er nun Abgeordneter ist. Auch die Summen, über die wir hier reden, sind Peanuts. Die krasse Kohle geht doch woanders über den Tisch, aber für den Normalo von nebenan reichen 300.000 ja schon, um das alte Neid-Spiel wieder aufleben zu lassen. Unnötig.
Allerdings schließe ich mich bedingungslos der Transparenzforderung an. Wir haben ein Recht darauf zu erfahren, wo nebulöse Zahlungen herkommen - wenn das Geld tatsächlich erwirtschaftet wurde, sollte es kein Problem sein, die Herkunft offen zu legen. Verschleierung weckt sofort Verdacht.

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joomee 16.08.2019, 08:41
39. Grüner Skandal

Was mich am meisten beunruhigt ist, dass die Grünen so wenig Nebentätigkeit haben.

Jetzt könnte man ja behaupten, die sind eben moralisch besser - aber ich befürchte die grünen Mitglieder des Bundestags können halt im Schnitt nichts ;-)

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