Forum: Politik
Nebeneinkünfte: Das sind die Topverdiener im Bundestag
Tobias Koch

Jeder vierte Abgeordnete hat Nebeneinkünfte. Wie viel genau die Parlamentarier kassieren, wird trotz der Regeln des Bundestags nicht bekannt - wohl aber, wer die Spitzenverdiener sind.

Seite 3 von 23
realplayer 03.08.2015, 11:15
20. Wenn Lobbyisten für Nebenjobs der Abgeordneten sorgen

können wir unser demokratisches System einstellen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
openminded 03.08.2015, 11:15
21.

Das Problem ist doch nicht die Höhe der Einkünfte sondern der zeitliche Aufwand und die Herkunft.

Regelungsvorschlag:
Nebeneinkünfte werden auf die Diäten angerechnet. Nebeneinkünfte, die über den Diäten liegen, reduzieren auch die Pensionen, ggfls. bis auf Null. Gilt ja auch bei vielen anderen staatlichen Alimentationen.

Enthaltungspflicht bei allen Abstimmungen, die ein Thema betreffen, das in Verbindung mit einer Nebentätigkeit steht.

Angabe des zeitlichen Aufwands. Bei auch nur einer einzigen Nebentätigkeit (von mir aus rein karitative ausgenommen) anteilige Streichung von Diäten für jede verpasste Abstimmung oder Debatte, bei der der Abgeordnete nicht nachweisen kann, dass er sich zur betroffenen Zeit mit Belangen befasst hat, die sein Mandat betreffen.

Offenlegung aller Einkünfte, nicht nur aus Nebentätigkeit. Ein großes Aktienpaket hat das gleiche Potenzial für Interessenskonflikte wie ein eigener Betrieb. Zudem Angabe aller Unternehmensbeteiligungen Verwandter ersten Grades, Veröffentlichung nur aggregiert pro MdB und anonymisiert. Ähnliches gilt quasi für jeden Berufseinsteiger bei Investmentbanken, bei politischen Entscheidern ist das eigentlich noch viel wichtiger.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
crimesceneunit 03.08.2015, 11:17
22. damit macht natürlich die...

Erhöhung der Legislaturperiode auf 5 Jahre noch mehr Sinn. Dann hat man 5 Jahre Zeit für die Nebentätigkeit im Bundestag und kann sich ansonsten um seine richtige Arbeit kümmern. Tolle ReGIERung...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
proratio 03.08.2015, 11:18
23. Na und?

Also ist erstmal festzustellen, dass 475 Abgeordnete keinerlei Nebeneinkünfte haben - wo doch die "Volksmeinung" was ganz anderes vermutet. Was für eine alberne Debatte. Soll jemand seine Landwirtschaft aufgeben auf die Gefahr hin, nach vier Jahren nicht mehr wiedergewählt zu werden? Oder seine Anwaltszulassung zurückgeben? Warum soll ein Abgeordneter keine Bücher schreiben oder publizistisch tätig sein? Das ist doch alles absurd und dient nur dazu, dem Lobbyisten Gregor Hackmack Nutzer zuzuführen, die nur allzu gern den öffentlichen Stammtisch besetzen. Jederzeit auf Abgeordnetenwatch zu beobachten.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Friedhelm Müller 03.08.2015, 11:21
24. Gelesen?

Zitat von thomas.b
Interessant. Dabei ist Abgeordneter eigentlich ein Full-Time-Job mit deutlich mehr als 40 Wochenarbeitsstunden. Eigentlich.
Haben Sie den Artikel gelesen? Dort steht genau das erläutert - zumindest, was den "Spitzenverdiener" angeht.

Der ist nämlich wohl tatsächlich so beschäftigt, dass die gute Million, die er einnimmt, zum großen Teil für ihn vertretende Personen wieder draufgeht...

Was für eine schlechte Art, solche Einkünfte (also den reinen Umsatz) mit Erträgen aus einstündigen Vorträgen vergleichen zu wollen.

MfG
FM

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Airkraft 03.08.2015, 11:21
25. Die Nebentätigkeit ...

Zitat von jamon
wenn es möglich ist, als MDB noch nebenbei geld zu verdienen, so scheint der job des MDBs nicht ausfüllend zu sein. wer hätte das gedacht, dass unsere volksvetreter noch ressourcen haben. dachte immer, MdB zu sein wäre ein vollzeitjob.
Die Nebentätigkeit scheint hier eher das Bundestagsmandat zu sein :-(

Beitrag melden Antworten / Zitieren
ackergold 03.08.2015, 11:21
26.

Zitat von thomas.b
Interessant. Dabei ist Abgeordneter eigentlich ein Full-Time-Job mit deutlich mehr als 40 Wochenarbeitsstunden. Eigentlich.
Die meisten dieser Superverdiener nehmen die großteils steuerfreien Diäten einfach so mit, sind aber in Berlin nie anzutreffen, es sei denn die Fraktionsdisziplin fordert es bei einer Abstimmung. Eine Schweinerei ist auch, dass diese Leute ihre kostenlose Bahncard100-First auch für privatgeschäfte nutzen.

Hier muss endlich mal aufgeräumt werden.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
kurt.altmeyer 03.08.2015, 11:22
27. Selbstbedienung

Alljährlich wird über diese Selbstbediener berichtet, es hat allerdings auch noch nie irgendwelche Einschnitte oder Veränderungen in den Mandatsbezügen gegeben.
Mein Vorschlag wäre, dass endlich einmal die unsoziale Beitragsbemessungsgrenze fallen müsste, also Beiträge von allen Arbeitseinkommen zur Berechnung von Rente, Kranken- u. Arbeitslosenversicherung herangezogen würden. Ich kann mir vorstellen, dass dann z.B. die Beiträge zur Rentenversicherung von heute 18,7 % auf ca. 5 - 6 % sinken würde. Dies wäre auch ein super Konjunkturprogramm.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
hummelhirte 03.08.2015, 11:22
28.

Bundestagesmitglied sollte ein Ehrenamt sein und mit Ausnahme der Minister, Präsident und Kanzlerin, unbezahlt sein.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
ClausWunderlich 03.08.2015, 11:23
29.

Könnte man die Nebeneinkünfte nicht entsprechend hoch besteuern so das der Anreiz wegfällt?

Wie sieht das überhaupt mit der Besteuerung aus also bei Abgeordneten? Was zahlen die effektiv und %tual an Steuern?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 3 von 23