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Nebeneinkünfte: Top-Verdiener im Bundestag wehren sich gegen Kritik
DPA

Die Liste der Nebeneinkünfte schaffe Neid statt Transparenz, klagen die Spitzenverdiener unter den Bundestagsabgeordneten. Sie sehen sich zu Unrecht an den Pranger gestellt: Ihre Einnahmen seien längst nicht so hoch wie angegeben.

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anna_mustermann 29.07.2014, 23:38
60.

Bei den Einkünften der Abgeordneten, wie sie in der Liste stehen, habe ich nicht nur ein Problem mit der Höhe der Beträge, sondern auch damit, dass nicht zu erkennen ist, wie diese erzielt wurden. Wenn jemand selbst vor seiner politischen Tätigkeit selbst Arbeitgeber war und jetzt die Arbeitnehmer nicht für die vier Jahre im Bundestag kündigen will, stattdessen den Betrieb weiterlaufen lässt und dieser etwas abwirft - okay, solange der Abgeordnete für den Zeitraum einen anderen Betriebsleiter einsetzt und sich in Vollzeit seinem Parlamentsjob widmet, ist das für mich okay. Oder wenn ein Jurist als Pflichtverteidiger bestimmt wird, 1. ist das ein gutes Werk und 2. halten sich da die Einnahmen in Grenzen. Da ließe ich mit mir sogar ggf. über eine Beurlaubung unter Aussetzen der Diätwn reden. Das Problem für mich und ich denke den Rest der Bevölkerung stellen jene Abgeordnete da, die in x Aufsichtsräten sitzen, wo sie für eine Unterschrift pro Woche ein paar Hunderttausend im Jahr erhalten - und obendrein bei Regulierungen der Wirtschaft ständig im Interessenskonflikt stehen zwischen den Aktionären des Betriebes und den Bürgern, denen die Regulierung zugute kommt. Oder bei Anwälten, die sich die Perlen an Fällen raussuchen, bei denen sich ihr Salär am Streitwert orientiert - und die dann wochenlang nicht mehr im BT zu sehen sind. Faszinierend sind auch die Jungpolitiker, die frisch von der Uni kommen oder noch nie in ihrem erlernten Beruf in der freien Wirtschaft gearbeitet haben aber dann über Gesetze entscheiden sollen, die auf alle "Normalbürger" Einfluss nehmen. Ich habe oft das Gefühl, unsere Abgeordneten haben keinerlei Bezug zu Geld - die zahlen keine Miete, die immer teurer wird, weils vom Staat übernommen wird. Die haben keine Fahrtkosten, weil sie ihre Reisekosten

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anna_mustermann 29.07.2014, 23:45
61.

erstattet bekommen. Wie soll so kemand verstehen können, dass für die meisten Menschen weit mehr Kosten entstehen als für sie. Gerade die frisch studierten kommen aus Elternhäusern wo Geld nie ein Problem war. Und diese Debatte wird nicht wegen Neides geführt, sondern weil sich die Bürger ungerecht behandelt und über den Tisch gezogen fühlen. Man sollte bei der Diskussion aber auch sog. "Parteispenden" gewisser Großkonzerne und -unternehmer unter die Lupe nehmen, die gerne bei ihnen genehmen Beschlüssen des EU-Parlaments oder des BT ordentlich was springen lassen - siehe die Quandt-Spende nach Ablehnung der CO2 Richtlinie...

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Isildur 29.07.2014, 23:54
62. Bedeutung der Zahlen!?

Das ist extrem schleierhaft. Für Unternehmer ist doch klar definiert, was der Umsatz einer Firma und was der Nettogewinn ist, der dem Inhaber der Firma als Einnahmen zukommt. Das kann man schon sauber trennen, schliesslich gibt es so etwas wie eine BWA.

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hansguertler1 30.07.2014, 00:05
63.

Da werden wieder mal Nebelkerzen geworfen. Wenn jemand neben seinem Bundestagsmandat noch so viel Zeit hat einen Umsatz von über 500.000 € zu machen, dann stimmt doch an dem ganzen System etwas nicht.

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anti76 30.07.2014, 00:12
64. entweder oder !

entweder politisches amt voll und ganz ausüben oder nur privatwirtschaftlich aktiv sein !
ich muss meinen chef auch fragen ob ich einer nebentätigkeit nachgehen darf !

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stanislaw 30.07.2014, 01:32
65.

Zitat von sysop
Die Liste der Nebeneinkünfte schaffe Neid statt Transparenz, klagen die Spitzenverdiener unter den Bundestagsabgeordneten. Sie sehen sich zu Unrecht an den Pranger gestellt: Ihre Einnahmen seien längst nicht so hoch wie angegeben.
Ich bin dafuer, die Bezuege der Abgeordneten zu erhoehen und gleichzeitig ein voelliges Verbot von Nebenverdiensten zu verhaengen.
Politiker zu sein ist ein Vollzeitjob und es kann nicht sein, dass sie diesem Job nicht Vollzeit nachkommen.

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novasun 30.07.2014, 05:48
66. Ich finde es wiederlich

das Politiker gleich wieder das Totschlagargument "Neid" bringen müssen. Das haben sher lange Liberale und Co ja auch benutzt als intelligente Menschen zu recht Gehälter in der Finanzbranche anprangerten. Wohin die nicht geführte Diskussion schluss endlich führte sollte ja noch jeder Wissen. Also liebe Politiker wenn Ihr nicht wollt, dass wirklich irgendwann mal der Mob neidisch den Bundestag niederbrennt... lasst das mit diesem fahdenscheinigen Argument Neid. Der spielt hier garantiert keine Rolle. Es ist nur richtig, das euer Arbeitgeber (Volk) euch mal richtig auf die Finger schaut. Und jetzt rum heulen weil Ihr euch diese Regeln selbst auferlegt habt? Da seht Ihrs - hättet Ihr vorher mal richtig drüber nachgedacht und gleich eine gute/gescheite Lösung erarbeitet... Aber nein...

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j.cotton 30.07.2014, 06:31
67. Ja seltsam

Zitat von wdiwdi
die Abgeordneten ihre Pflichten ernst nehmen und den Großteil ihrer Arbeitszeit wirklich dem Parlament widmen. Wenn dabei noch eine gut eingestellte Firma oder Landwirtschaft auf Autopilot etwas abwirft, ist das OK und spricht eher für die Kompetenz des Abgeordneten. Bei Gauweiler scheint es aber so zu sein, dass er maximal 30% seiner Zeit im Bundestag verbringt. Das ist für mich als Arbeitgeber der Parlamentarier (Steuerzahler) nicht mehr akzeptabel.
Jeder "normale" Arbeitgeber würde einen hochbezahlten Arbeitnehmen bei so vielen Fehltagen im Jahr mit einem Fußtritt an die frische Luft befördern. Und das zu Recht.
Sanktionen sind doch momentan total in. Warum nicht auch bei solch dauerabwesenden und "Nebenhauptverdienst-Abgeordneten"?

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catler 30.07.2014, 06:35
68. Bin ich noch nicht ganz wach,

oder spricht Stegemann ganz offen darüber, dass unsere Politiker Bestechungsgelder annehmen?

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r.muck 30.07.2014, 07:09
69. Unterscheiden

Mann sollte vor allem unterscheiden woher die Einkommen sind, wie sie erzielt werden.

Leute wie Stegmann oder Kühn, Landwirt der eine und Inhaber einer physiotherapeutischen Praxis der andere, sind im Bundestag bitter nötig. Und sie sollten gerade ihren Sachverstand in Ausschüssen und Debatten einbringen.

Kritisch sind solche Abgeordnete zu sehen wie Steinkühler oder auch Prothesen-Missfelder und Andere die ihre "Nebeneinkommen" ausschließlich aus ihrer Tätigkeit als Berufspolitiker generieren.

Und man glaube doch nicht im Ernst, dass Gauweiler, man halte von ihm was man will, ohne seine absolute Unabhängigkeit von seinen Alimenten als Bundestagsabgeordneter, so vehement gegen die Finanz- und Geldpolitik seiner Koalition zu Felde gezogen wäre oder immer wieder mal König Horst vor Schienbein treten würde?

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