Forum: Politik
Nebeneinkünfte von Abgeordneten: EU-Parlamentarier kassieren kräftig extra
DPA

Abgeordnete im Europaparlament müssen ihre Nebenjobs offenlegen - doch sie entscheiden selbst, wie viel sie preisgeben. Immerhin gibt es nun einen groben Überblick: Sehen Sie hier, wie viel manche Politiker aus Deutschland extra verdienen.

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anderton 13.10.2014, 12:20
1. ...

Man kennt das ja aus dem Bundestag. Alle behaupten, sie seien komplett ausgelastet in ihrem Job als Parlamentarier (mehr als x Stunden Täglich), haben trotzdem aber alle Zeit der Welt für ihre Vorträge sowie Nebentätigkeiten und das Parlament selbst hat noch nie so viel Geld für Externe Berater ausgegeben.

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taggert 13.10.2014, 12:24
2. EU-Parlamentarier

Für die Meisten Menschen ist Politik doch zum reinsten Selbstbedienungsladen verkommen. Sprich: Es wissen fast alle, es interessiert nur kaum mehr einen.

Ständig dieses herumgeeiere und herausgerede, wenn ich das schon lese:
"Einige haben einfach Schwierigkeiten, das Formular korrekt auszufüllen" ... Ja sicherlich haben Sie das. Wenn ich meine Bestechungsgelder, sorry, ungerechtfertigte "Beratertätigkeiten" transparent aufschreiben müsste, hätte ich auch so meine "Schwierigkeiten" damit...

Steuerhinterzieher regelmäßig genau das gleiche Problem, "Schwierigkeiten das Formular korrekt auszufüllen" ... Punkt ist: Man könnte wenn man nur wollte, will aber dort keiner. Wo kommen wir denn hin wenn man wirklich Transparent einsehen könnte, wer unsere so genannten Volksverteter wirklich bezahlt...

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Badener1848 13.10.2014, 12:34
3. Wundert das irgendjemand?

Ein Hoch auf die repräsentative Demokratie, in der die "Volksvertreter" selbst ihr Gehalt und ihre Nebeneinkünfte bestimmen dürfen. Dann doch lieber eine direkte Demokratie ohne hauptberufliche Parlamentarier...dann liegt die Entscheidung nicht hauptsächlich beim einzelnen Abgeordneten, der durch die Lobbyisten geködert wird, sondern bei denen, die der Souverän sind - und so viele Menschen kann man nicht mit ein paar netten Nebenjobs oder Reisen beeinflussen. Schon merkwürdig, dass es oft die Gegner von mehr direkter Demokratie sind, die mit lukrativen Nebenjobs und Intransparenz auffallen...

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daxbauer 13.10.2014, 12:45
4. Gesamtbilanz

Wieviel Geld hat Schlecker während seiner Geschäftstätigkeit aus öffentlichen Kassen an Förderung erhalten?

Wieviel Schulden hat er bei der Insolvenz hinterlassen?

Wieviel hat er während seiner Tätigkeit an Gehältern und Mieten gezahlt?

Insgesamt mehr oder weniger?

War Schlecker je profitabel, oder konnte die Firma nur auf Grund von öffentlicher Förderung bzw. Aufnahme von Krediten überhaupt existieren?

.

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naklar? 13.10.2014, 12:50
5. Wir leben ja im hier und jetzt. Die Politer mögen Ihr ...

... angehäuftes (teilweise ergaunertes) Vermögen noch genießen können; Ihre Erben sicher nicht mehr. Denn zum Glück entwickelt sich die Menschheit weiter. In hundert Jahren werden wir auf jedenfall eine bessere und gerechtere Welt haben. Wie dann aber die Lebensbedingungen auf dem Planeten sind, kann ich leider nicht vorhersagen, denn so einfach wird der Systemwechsel sicherlich nicht von statten gehen.

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Tante_Frieda 13.10.2014, 12:53
6. Schon

Schon interessant.Irgendwie beschleicht inzwischen selbst prinzipielle EU-Befürworter ein mulmiges Gefühl.In Berlin ist das Dickicht der Nebenerwerbsparlamentarier schon fast undurchdringbar.In Brüssel hingegen ist das alles offenbar noch weit weniger durchschaubar.Dort bieten sich exzellente Chancen für die Lobbyisten unter den Parlamentariern.Und sie greifen,wie zu sehen,beherzt zu.Man fragt sich,wie lange das alles noch gutgehen soll.
Da ja auch prominente AfDler unter den einschlägigen Parlamentariern sind,bin ich gespannt,ob jetzt auch die sonst immer gern zur Schau gestellte hochgradige Empörung in den Leserspalten kommt :-)

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grenoble 13.10.2014, 13:01
7. Das Problem Ihres Vorschlags...

Zitat von Badener1848
Ein Hoch auf die repräsentative Demokratie, in der die "Volksvertreter" selbst ihr Gehalt und ihre Nebeneinkünfte bestimmen dürfen. Dann doch lieber eine direkte Demokratie ohne hauptberufliche Parlamentarier...dann liegt die Entscheidung nicht hauptsächlich beim einzelnen Abgeordneten, der durch die Lobbyisten geködert wird, sondern bei denen, die der Souverän sind - und so viele Menschen kann man nicht mit ein paar netten Nebenjobs oder Reisen beeinflussen. Schon merkwürdig, dass es oft die Gegner von mehr direkter Demokratie sind, die mit lukrativen Nebenjobs und Intransparenz auffallen...
...der Bürger ist über jahrzehnte indoktriniert, das der Parlamentarier extremst belastet wird und Politik ein Beruf wäre, von politisch Interessierten und Sachkundigen Bürgern nicht nebenher leistbar. Also macht sich der bürger in Mehrheit keine Gedanken überlässt die Sachkunde die Meinungsbildung den "Profies" und die Demokratie geht den Bach runter da der Bürger nicht mehr entscheidet sondern nach Sympathie die größten Nieten und Versager wählt deren einzige Leistung darin besteht zu ihrem Vorteil zu arbeiten.

Erst wenn der Bürger begreift Demokratie ist die Pflicht zur Sachkunde, ist die Pflicht zur umfassenden Information als Entscheidungsgrundlage, erst dann ist eine direkte Demokratie möglich

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grenoble 13.10.2014, 13:01
8. Das Problem Ihres Vorschlags...

...der Bürger ist über jahrzehnte indoktriniert, das der Parlamentarier extremst belastet wird und Politik ein Beruf wäre, von politisch Interessierten und Sachkundigen Bürgern nicht nebenher leistbar. Also macht sich der bürger in Mehrheit keine Gedanken überlässt die Sachkunde die Meinungsbildung den "Profies" und die Demokratie geht den Bach runter da der Bürger nicht mehr entscheidet sondern nach Sympathie die größten Nieten und Versager wählt deren einzige Leistung darin besteht zu ihrem Vorteil zu arbeiten.

Erst wenn der Bürger begreift Demokratie ist die Pflicht zur Sachkunde, ist die Pflicht zur umfassenden Information als Entscheidungsgrundlage, erst dann ist eine direkte Demokratie möglich

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vidiamus68 13.10.2014, 13:02
9. Wasser predigen, Wein saufen

Es hat seine Begründung warum EU-Kritiker und Alternativen Konjunktur haben. Diese "Ober-Priester" der Demokratie erinnern in ihrem Verhalten an verwerflichen, mittelalterlichen, hedonistischen Lebenswandel der Kirche oder an die Dekadenz des Spät Römischen Reiches (Westerwelle, ein Insider), kurz vor dem Untergang.
Damals wie heute werden Kriege angezettelt, wenn die Pleite drohte - die Früchte in Nachbars Garten sind ja sooo verlockend. Da könnte man Putin verstehen, wenn er den "Westlichen" Dreistigkeiten von angeblicher Demokratisierung mit Destabilisierung ganzer Regionen (Nah Ost), den Stinkefinger zeigt. Die Flüchtlingsströme sind eine direkte Folge der Jahrzehnte verfehlten Politik des Westens und der EU! Wähler, seid aufgerufen diese Diäten und Pensionärs-Jäger mit den nächsten Wahlen demokratisch zu beseitigen - Alternativen gibt es genug und schlechter können sie es auch nicht machen als die selbsternannte "Elite" von Platzhirschen, die das Volk für zu dumm hält um mehr Mitsprache zu "gewähren" - diese "Elite" kommt genau aus diesem "dummen" Volk!!!

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