Forum: Politik
Neonazi-Aufmarsch in Dresden: Schaulaufen der Geschichtsfälscher

Sie spielen Trauermusik und ziehen mit Fackeln durch die Stadt. Hunderte Neonazis missbrauchen den Jahrestag der Bombardierung Dresdens für einen bizarren Propagandamarsch. Es ist nur das Vorspiel zu einer noch größeren Demonstration in sechs Tagen.

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caecilia_metella 13.02.2011, 23:37
1. Ist das alles?

Hier gibt es ebenfalls einen interessanten Artikel zum Thema.

http://www.focus.de/politik/deutschl...id_479118.html

Zum Thema Geschichtsfälschung fällt mir noch viel mehr ein, aber das demnächst in diesem Kino.

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Alfrid 13.02.2011, 23:47
2. Grundrechte

Es macht eben gerade ein Grundrecht aus, dass es für ALLE gilt, auch für den jeweiligen politischen Gegner. Jeder soll friedlich demonstrieren dürfen. Blockaden angemeldeter Demonstrationen sind kein Mittel, das in einer Demokratie geduldet werden darf. Die LINKE hat ja genügend Erfahrungen damit, ihren politischen Gegnern die Grundrechte abzuerkennen - aus Zeiten, als sie noch 99% der Wählerstimmen bekam...

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ddddd_k 13.02.2011, 23:57
3. Ich dachte immer...

...Demokratie bedeutet auch Meinungsvielfalt. Wie würde man reagieren, wenn die NPD dazu aufriefe, einen Kundgebung der Linken zu "blockieren"? Extremisten begegenet man weder mit Pflastersteinen noch mit Gummiknüppeln, sondern mit Argumenten und einem klaren Verstand. Sonst sind wir wieder da, wo wir in den zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts schon mal waren.

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nica27 14.02.2011, 00:19
4. Nun ja

die aus Dresden kamen nicht umsonst aus dem Tal der Ahnungslosen und eigentlich wollen sie nicht zugeben, dass die Bombennacht Ergebnis des sog. Hitlerfaschismus war und nicht aus heiterm Himmel kam. Naja die ewig Gestrigen werden wohl nie aussterben. Ziviler Ungehorsam ist das Mittel!

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opportunistenverachter 14.02.2011, 01:07
5. Keine Bilder mehr von solchen Trottelzügen!

Bitte, bitte keine Bilder mehr von solchen Trottelzügen, oder mir wird schlecht! Diese bringen -absolt keinen- Zugewinn zum Text. Die Fakten kurz und verdichtet in einem Text aufzuführen, hat wohl seine Notwendigkeit. Doch diese Bilder dazu? Wozu?
Wenn solche Bilder noch verbreitet werden, so ergötzen sich diese Trottel doch nur dran. Mir haben diese absolut gar nichts gebracht. Für nichts anderes, als so gesehen zu werden, zogen sie dort entlang. Somit haben sie nur erreicht, was sie wünschten, weitreichend gesehen zu werden. Bitte laßt solche Volltrottel wenigstens optisch aussterben!!! Kritischer Text hat im Gegensatz dazu noch seinen Wert und ist ungeeignet für solche Deppen, sich an dieser demonstrierten Dummheit zu erfreuen!
Schei3e kann ich mir auch nach dem Gutenmorgenschi3 anschauen. Und die finde ich noch deutlich weniger übel!

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amarildo 14.02.2011, 06:56
6. meinung

Zitat von sysop
Sie spielen Trauermusik und ziehen mit Fackeln durch die Stadt. Hunderte Neonazis missbrauchen den Jahrestag der Bombardierung Dresdens für einen bizarren Propagandamarsch. Es ist nur das Vorspiel zu einer noch größeren Demonstration in sechs Tagen.
Als ehemaliger Deutscher habe ich Dresden vor 7 Monaten besucht.
Als ich noch in DE lebte ging das nicht weil es in der DDR war.
Ich kann nicht verstehen warum die NPD gedauert wird. Hat man nichts von den Jahren 1933 - 1945 gelernt.
Ohne den Krieg den die Nazis angezettelt haben waere Dresden nie zestoert worden. Die Neo-Nazis begreifen das ja nicht. Aber die Stadtregierung sollte es begreifen.

Es hatte uns gefreut das wir Dresden besuchten. Zum Glueck sind wir keinem dieser Halbaffen begegnet.

Ein Land das nichts von der Geschichte lernt wird es wiederholen.

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worldwatch 14.02.2011, 07:22
7. Ich versteh das nicht

Zitat von sysop
Sie spielen Trauermusik und ziehen mit Fackeln durch die Stadt. Hunderte Neonazis missbrauchen den Jahrestag der Bombardierung Dresdens für einen bizarren Propagandamarsch. Es ist nur das Vorspiel zu einer noch größeren Demonstration in sechs Tagen.
Wenn es, wie der SPON schreibt, ein "Missbrauch" einer "Gedenkfeier" sei, ist die darauf beruhende Genehmigung des "Marsches" durch die zust. Verwaltung doch auch missbraeuchlich? Oder wurde die Demonstrationsbeantragung missbraeuchlich erschlichen?
Gegen eine -wie auch immer- missbraeuchliche Demonstrations-Genehmigung kann doch jeder Rechtsmittel einlegen, etwa eine einstw. Verfuegung d.zust. Verwaltungsgericht dagegen beantragen.

Ich hoffe Dresden, wie auch jede andere Stadt und dessen Buerger in der Bundesrepublik verstehen, dass gegen jedweden Faschismus aufzubegehren sei.
Aber, bitte auch gegen jede anderweitig faschistoide, tyrannische Ideologie!

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seine_unermesslichkeit 14.02.2011, 07:58
8. ...

Die Deutschen gefallen sich darin, den rechten Spinnern Paroli zu bieten durch Gegendemos. Viel besser ist es, deren Aufmärsche einfach zu ignorieren. Wenn die Linken ihre bizarre und alljährliche Liebknecht/Luxemburg-Demo in Berlin veranstalten, den linken Massenmord verherrlichen, dann stört sich kein Berliner daran. Und das, obwohl die Mauer einst durch Berlin ging!

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h.e.n.r.y 14.02.2011, 08:01
9. Nazis haben auch Rechte!

Die vergangenen Wochen konnte man von den Stadtoberen sich immer wieder anhören, wie sie gewichtig feststellten, dass nun mal auch Nazis das Recht haben, zu demonstrieren.
Soweit gibts eigentlich auch keine Einwände.
Jetzt möchte bitte aber noch festhalten, dass diese Nazis unseren Staat ganz offen ablehnen, unsere Gesellschaft hassen und oftmals auch eher zu denjenigen gehören, die der Gesellschaft auf der Tasche liegen.

Dennoch haben auch sie das Recht, zu demonstrieren, keine Frage.
ABER: Wenn Nazis das Recht haben, zu demonstrieren, was ist dann mit dem ganz normalen Bürger? Demjenigen, der früh aufsteht, die Kinder versorgt und arbeiten geht?
Ja, dieser Bürger durfte gestern nicht zu sich nach Hause in die Dresdner Altstadt, weil die Polizei daraus für 9 Stunden (!) ein Sperrgebiert gemacht hat.

9 Stunden lang, in denen der Naziaufmarsch angemeldet war, wurde ein großer Stadtteil Dresdens (Hauptbahnhof - Strehlener Platz - Unigelände - Fritz Förster Platz) zur kompletten Sperrzone erklärt, in der niemand mehr reindurfte, weil dort die Nazis demonstrieren waren.

Man muss sich das mal vorstellen: Das Dresdner Verwaltungsgericht hat noch mal bestätigt, dass die Polizei die Demo mit allen Mitteln durchsetzen muss, weil es das Recht dder Nazis ist.

Jetzt frage ich: Haben die Dresdner Anwohner keine Rechte? Wie kann es sein, dass mehrere Tausend Anwohner entweder für 9 Stunden zu Hause eingesperrt sind oder von außerhalb des Sperrgebietes nicht mehr in ihre Wohnung gelassen werden.

Haben die denn weniger Rechte als die Nazis? Die Leute, die in diesem Stadtteil wohnen, sind größtenteil Leute, die dem Staat nicht auf der Tasche liegen, und dafür sorgen, dass das Land am Laufen gehalten wird. Wie kann es sein, dass die völlig entrechtet werden, damit Verfassungsfeinde einen ganzen Stadtteil für sich bekommen können?

Ich hab gestern eine Mutter mit einem vielleicht einjährigem Kind an einer Polizeiabsperrung gesehen. Da war es 17 Uhr. Die durfte von da an noch 3 Stunden (!) bei Minusgraden(!) in der Kälte warten und nicht nach Hause, weil Verfassungsfeinde von der Polizei abgesichert im ihre Wohnung marschierten.
Bei allem Respekt, aber da läuft doch ganz grundsätzlich etwas völlig falsch.

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