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Neonazi-Fest in Ostritz: Bundespolizist trug fragwürdige Symbole auf Uniform
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Die Polizei hat beim Rechtsrock-Treffen in Ostritz 32 Straftaten registriert. Derweil kursiert im Internet das Foto eines Bundespolizisten - an seiner Uniform sind Aufnäher, die auch in der rechten Szene genutzt werden.

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Faceoff 23.06.2019, 19:20
40. Nicht sonderlich schlau

1. Wie schlau es von dem Bundespolizisten war, bei einer Veranstaltung von Neonazis in dieser Weise szenetypisch aufzutreten, dürfte wohl außer Frage stehen ... . Und wie schlau es von seinem Vorgesetzten war, das so zuzulassen, wohl ebenso.

2. Wie einige andere Foristen hier erinnere auch ich mich an meinen Wehrdienst. Da wurde wegen jeden Zentimeters Haarlänge ein Aufstand gemacht. Selbst das Tragen von privaten Unterhemden wurde uns untersagt (keine Erfindung, kein Witz). Und heute dürfen Bundespolizisten in der abgebildeten Form auftreten und private Anhänger auf der Uniform tragen? Wenn dem tatsächlich so wäre, fände ich das mit zweierlei Maß gemessen.

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Kastner 64 23.06.2019, 19:20
41. Misstrauen gegen Polizei jetzt auch in DE angesagt?

Wenn ein Beamter wie ein rechter Schlaeger aussieht und seine Vorgesetzten ihm nur milde laechelnd auf die Finger klopfen, dann ist es wohl nichts mehr mit Freund und Helfer! Die Polizei beraubt sich so ihrer Legitimitaet und damit ihrer Faehigkeit, ihrer Arbeit nachzugehen.

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noctem84 23.06.2019, 19:20
42. Flagge zeigen

Ist genau das was hier getan wird. Ob die Symbole nun eindeutig rechtsradikal sind oder nicht spielt für mich hier nur eine untergeordnete Rolle. Wichtiger ist, dass sich hier ein Bundespolizist mit dem Rechten Publikum solidarisiert, Flagge zeigt. "Seht, ich bin einer von euch". Soetwas sollte aus gutem Grund nicht passieren. Stellt man sich doch nur den offenen Hass vor würde ein Polizist mit einem Antifa Aufnäher rumlaufen, da gäb es direkt wieder massig Morddrohungen. Das Äquivalent dazu beim militär wäre daher auch eher wenn ein Soldat der Symbolik des Feindes an seiner Uniform trägt und nicht einen Totenkopf oder Ähnliches.

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freid 23.06.2019, 19:22
43. Die Aufnäher wurden entfernt, damit ist das Problem gelöst.

Denn schließlich wurde mit dem Entfernen der Aufnäher auch das rechte Gedankengut aus dem Kopf des Polizisten entfernt.
Gehts noch, Polizei Sachsen?

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Crom 23.06.2019, 19:22
44.

Noch einmal zum Mitmeiseln für alle Berufsempörten und Sachsenhasser: Bundespolizei und nicht sächsische Polizei.

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imri.rapaport 23.06.2019, 19:24
45. Polizisten sind

Vertreter der Staatsmacht und sollten den Staat gebührlich vertreten. Dazu gehört eine Uniform, eine ordentlich Frisur - so auch muss der überschaubar sein - keinen Schmuck an Händen, Gesicht und Kopf. Privat bitte, aber im Dienst keineswegs. Solches Auftreten passt zu Milizen, oder Freischärler, aber nicht zu einer ordentlichen Polizeitruppe.

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hansgeorgkueck 23.06.2019, 19:34
46. Unglaublich.....

... wie dieser Mensch sich als Teil der rechtsstaatlichen Exekutive in Uniform und im Dienst präsentiert. Da ist doch Politik im Spiel - merkt das denn keiner? Hat er keine Vorgesetzten? Oder laufen die auch so rum? Mein Gott - quo vadis Rechtsstaat!!!

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aurichter 23.06.2019, 19:37
47. Passt doch

vorzüglich zur derzeit notwendigen Diskussion über unsere Ordnungshüter und Mitarbeiter der Justiz. "Hey, ich bin einer von Euch!" damit ja keine Mißverständnisse aufkommen. Wie gut, dass man nicht wirklich weiss, wie hoch der Anteil dieser Sympathisanten aktuell ist. Ich denke, da würde manchem Bundesbürger Angst und Bange werden.

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schwarzeliste 23.06.2019, 19:38
48. Klassische Bildung

Ein solches Ausmaß an klassischer Bildung hätte ich diesen Leuten gar nicht zugetraut. Wobei, wenn ich folgendes lese: *Der Bezug zu den Spartanern ist bei Rechten beliebt. So nutzt die "Identitäre Bewegung" das griechische Lambda als Symbol. Auch die Spartaner sollen den Buchstaben im Kampf gegen die Perser auf ihren Schilden getragen haben*, dann denke ich, dass es zwischen den Besuchern des Rechtsrockkonzerts (eher nicht gerade intellektuell) und der Identitären Bewegung (eher intellektuell und rein äußerlich eher mainstreamig) nur eine äußerst geringe Schnittmenge geben dürfte. Und diese Leute: *In den USA nutzen verschiedene Gruppierungen, die ihr Recht auf Waffenbesitz verteidigen, den Ausspruch "Molon Labe" als Motto* - die sind sicherlich nicht sympathisch und in der Regel vermutlich durch und durch konservativ, sie pauschal als rechts im Sinne von Nazis oder Rechtsradikal zu klassifizieren, ist aber sicherlich nicht gerechtfertigt. Ich habe das Gefühl, dass hier verschiedene Dinge in einen Topf geworfen werden, die nicht unbedingt zusammen gehören.

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Ali Blabla 23.06.2019, 19:39
49. Entnazifizierung war ein Flop

Die Nazis waren doch nach WKII nie weg! Egal in welchen Bereichen, Richter, Lehrer und im gesamten Beamtentum war das rechte Gedankengut immer noch präsent. Es reichte auch immer noch bis in die Familien. Erst die 68er brachten eine Wende. Und jetzt mit den „asozialen Medien“ hat jeder Minderbemittelte die Möglichkeit seinen Gedankenmüll zu verbreiten.

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