Forum: Politik
Neuaufstellung der Öko-Partei: Grüne Ekstase
Michael Kappeler / DPA

Für die Grünen läuft es so gut wie lange nicht. Der Parteichef ist beliebt, die Umfragen sind grandios. Nun stellt die Partei ihr Grundsatzprogramm vor - weicht aber der Frage nach der politischen Ausrichtung aus.

Seite 2 von 25
der_mick 30.03.2019, 03:12
10. Wenn das mit dem Neo-Feminismus nicht wäre,

dann könnte man die Grünen ja fast wählen...wobei, dann könnte man ja auch gleich die Linke wählen.

Beitrag melden
Actionscript 30.03.2019, 03:14
11. Die Führung und die Zeiten sind gut für die Grünen.

Erstmal haben sie eine relativ junge - ich nenne es mal - professionell/erwachsene Führung, die auf dem Boden steht mit einem etwas konservativem Hauch doch weit weg von der CDU ohne rechten Geruch. Dann haben die Grünen auch Glück, dass sie zum richtigen Zeitpunkt eine Ökopartei sind. Ich erinnere an Greta und die Klimabewegung. Öko ist cool. Obwohl sie mit für HartzIV verantwortlich sind, als Schroeder Kanzler war, so wird dies jedoch nicht ihnen angelastet und jetzt wollen sie HartzIV sogar abschaffen. Sie haben definitiv einen klugen Zug gemacht, Sozialpolitik mit ins Programm zu nehmen. Denn damit entziehen sie der SPD, jedoch nicht der Partei die Linke, den Boden.

Die Partei ist attraktiv für Wähler verschiedenen Alters, obwohl sie immer noch mehr eine Mittel bis gehobene Mittelklasse Partei ist. Ich sehe jedoch nicht, dass die Partei mit der CDU koalieren kann. Dann wäre sie eine Enttäuschung und würde definitiv Wähler verjagen.

Beitrag melden
quark2@mailinator.com 30.03.2019, 03:37
12.

Für mich ist das Vertrieb nach der klassischen "Sex Sells" Masche. Einfach schöne junge Menschen, die nette Dinge sagen. Was mir fehlt, ist der Bezug zur harten politischen Realität im Wettkampf der Staaten um den Platz an der Sonne. Irgendwer muß den Laden auch gegen Angriffe verteidigen.

Beitrag melden
EiligeIntuition 30.03.2019, 04:12
13. "ob links oder konservativ, ...

... sagt Habeck, er sei entschieden nach vorn gewandt."

Erwischt, Herr Habeck.

Die nichtssagende, völlig ausgelutschte und von den Realos missbrauchte Steinzeit-Parole:
"Nicht rechts, nicht links, sondern vorn", ist weder neu, noch originell, sondern einfach nur abgekupfert.
Quelle: https://www.perlentaucher.de/buch/silke-mende/nicht-rechts-nicht-links-sondern-vorn.html

Seit den 80ern blubbert der Realo-Flügel diesen Nonsens, um kritische Stimmen mundtot zu machen, die WählerInnen hinters Licht zu führen, um am Ende ins politische Lotterbett mit allen und jedem zu steigen.

Obwohl Habeck zu jener Zeit noch mit dem Tretroller um den Küchentisch gerannt sein dürfte, wurde er wohl damals schon mit solchen Leerparolen sozialisiert, die der „Schriftsteller und Publizist“ ohne Urhebernennung oder Quellenangabe aktuell in die grüne Landschaft als seine politische Weltanschauung kakophoniert.

Mit solchen Sprüchen und den übrigen weichgespülten programmatischen Nichtigkeiten würde selbst die CSU bei ihrer Klientel kaum besonders anecken. Und genau das beabsichtigt zweifelsfrei auch die Realo-Parteispitze.

Was ehedem Fischer mit Schröder und später Kretschmann mit der CDU verunstaltete,
flankiert vom christlich-islamisch-konservativen Parteiflügel von Ozedemir, über Palmer, Al-Wazir bis Göring-Eckardt, hat mit grüner Politik nur noch alibimäßig am Rande zu tun.

Angefangen mit dem Kriegseintritt, Hartz-4 und neuerdings sogenannten „sicheren Herkunftsländern“ wurde ein grüner Grundsatz nach dem anderen dem schieren Machterhalt der Parteispitze geopfert.

Wie Cameron in Great Britain den Brexit hat der grüne Ministerpräsident Kretschmann in Baden-Württemberg mit voller Absicht oder aus politischer Blindheit den katastrophalen Skandal-Bahnhof Stuttgart 21 durch eine einfältige und verantwortungslose Volksabstimmung verursacht.

Die Grünen sind längst zur aalglatten, nichts-sagenden „Volkspartei“ verkommen, inmitten der Parteienlandschaft, direkt neben der FDP.

Beitrag melden
berggala 30.03.2019, 04:17
14. Schönwetterpartei

Ich mag die große Idee, die zur Gründung der Partei geführt hat. Ihre Anliegen sind heute wichtiger den je und sie haben viel bewegt, was Grundeinstellungen betrifft. Nur leider ist aus der hausbesetzenden, spontanen Bürgerschreckpartei eine selbstgefällige Hausbesitzerpartei geworden, deren Anhänger einer Generation Sorglos angehören - oft fahrradfahrende Millionäre, die durch ererbtes Vermögen die Zentren der Städte nach ihren Vorstellungen umgestalten. Grundsätzlich nicht verkehrt! Allerdings sind ideale Vorstellungen oft weit entfernt von der Realität, Kompromisse aber Teil der politischen Kultur. Diese Unfähigkeit auf die echten Probleme zu reagieren sehe ich als Achillesferse der Grünen. Die Partei der Bürgerkinder wird weder die Probleme der unteren Schichten lösen können, man schwebt zu sehr in moralischer Selbstgefälligkeit, noch offen auf Probleme reagieren, die durch unkontrollierte Zuwanderung entstehen. Das verbietet der moralische Kodex. Man redet gerne über die neuen Mitmenschen und der Idee vom bunten Deutschland, geht man aber mal zu einer Privatfeier, ist es dort erstaunlich unbunt, eher eine Echokammer. Das ist das Problem dieser Partei, die sogar die Industrie bekämpft, der wir unseren Wohlstand verdanken. Statt über neue Antriebskonzepte wird über Mobilitätskonzepte nachgedacht, die kommunenhaft bis sektengleich anmuten. Eine Generation, die vergessen hat, das Wohlstand erarbeitet werden und vor allem sorgsam verwaltet werden muss. Da sind die Grünen zu sehr in ihrer eigenen rosagrünen cloud gefangen. Schade, wir bräuchten die in einer pragmatischen Variante.

Beitrag melden
aequitas12 30.03.2019, 04:23
15. Mein erstes mal

Ich hätte mir noch vor 5 Jahren nicht vorstellen können, die Grünen zu wählen. Heute denke ich, dass sie die einzige Partei sind, die wenigstens erkannt hat, was die größten Herausforderungen des 21. Jhd sein werden und die versucht, Lösungen dafür zu finden. Vor allem von der FDP und der SPD bin ich hier entäuscht.

Beitrag melden
Paul-Merlin 30.03.2019, 04:30
16. Völlig unverständlicher Höhenflug

der Grünen. Diese Partei der Besserwisser, Öko-Fundamentalisten und realitätsfremden Träumern, stellt eine Gefahr für die freiheitlich demokratische Ordnung in Deutschland dar. Sind die Grünen einmal am Ruder, stellen gar den Kanzler, bedroht eine Flut von Reglementieren über das Alltagsleben der Bevölkerung hinwegzurauschen. Es drohen massive Arbeitsplatzverluste und soziale Unruhen. Die quasi religiöse Berauschung der Grünen macht sie unempfindlich gegenüber den Alltagssorgen breiter Bevölkerungskreise. Grünen-Parteichef Norbert Habeck und seine Getreuen glauben offenbar wirklich, dass das kleine Deutschland sich mit CO2-Abgaben gegen die, vorgeblich menschengemachte, tatsächlich jedoch naturgegebene und permanent stattfindende, weltweite Klimaveränderung stemmen kann. Geradezu absurd. Selbst wenn wir in Deutschland sämtliche Kraftwerke, sämtliche Autos und alle Heizungen sofort stilllegen würden, das Weltklima würde sich nicht einen Deut verändern. Wir würden uns nur aus der Geschichte verabschieden. Wie soll es auch auch anders sein, wenn allein das weltweite Bevölkerungswachstum in nur 4 Jahren höher ist als die aktuelle Gesamtbevölkerung Deutschlands. Was die Grünen erreichen würden wäre die wirtschaftliche Strangulation Deutschlands. Die bereits schwer zu kämpfenden zahlreichen Geringverdiener werden sich bedanken, wenn die Mieten Dank unsinniger neuer Dämmungsvorschriften und die Energiekosten für Heizung und Warmwasser aufgrund von zusätzlichen CO2-Abgaben, durch die Decke rasen. Die Benzin- und Dieselkosten sind bereits ohne weitere CO2-Abgaben mehr als hoch genug. Schwer zu verstehen, dass Schulkinder Freitags den Unterricht schwänzen, damit ihre Eltern - jedenfalls die mit kleinem Geldbeutel - künftig vom Staat noch mehr ausgepresst werden. Die grüne Ideologie frisst den Verstand. Hoffentlich wachen noch genug Bürger rechtzeitig auf und stemmen sich gegen diese Entwicklung.

Beitrag melden
nachtmacher 30.03.2019, 04:33
17. Die Grünen kommen an, weil

sie dem Wähler erfolgreich verkaufen, dass man nur ein paar Gesetze machen muss um die böse Industrie zu zwingen das Weltklima zu retten. Die Grünen wählen und weitermachen wie bisher scheint das attraktive Motto zu sein.
Wenn man bei "fridays for future" mal fragen würde, wer schon mal was im Internet bestellt hat würden 95% die Hand heben. Und die 5% sind die alten Säcke, für die das Internet "Neuland" ist. Dass die Logistikkette für 24h Amazon-Prime von Hong Kong bis nach Hause aber CO² verursacht dürfte den wenigsten so ganz klar sein. Wie bei meinen Neffen. Die waren ganz pikiert, dass meine Schwester das "Mama-Taxi" nicht anwerfen wollte damit sie zur Klima-Demo kommen.
Wenn die Grünen ehrlich wären, dann würden Sie den Klima-Wandel mit dem Life-style und den Selbstverständlichkeiten der modernen Zivilisation in Zusammenhang bringen. Und damit dass die Weltbevölkerung in den letzten 50 Jahren von 2 Milliarden auf 7 Milliarden angewachsen ist. Und die wollen auch so einen tollen Life-style haben. Der Wunsch der Teilhabe erklärt auch den Migrationsdruck.
Kann mir mal jemand erklären, wie der klimaneutrale Speiseplan eines Veganers in Nordeuropa aussehen würde? Ohne Avocado aus Mexiko und Gemüse aus Spanien? Kleiner Tipp: das Schimpfwort "Krautfresser" für Deutsche kommt nicht von ungefähr.
Aber klar, selbst der heimische Apfel muss makellos sein... sobald ein wenig Schorf drauf ist kauft den doch keiner mehr. Die frisch aussehenden Kartoffeln im Winter sind dann aus Ägypten eingeflogen...
Im Winter die gesamte Bude geheizt wo früher nur ein Zimmer geheizt wurde. Dafür kleben dann Meterweise Styropor an der Fassade. Parallel jammert alles über Mikroplastik in den Weltmeeren.
Die "ach-so-böse" Industrie liefert nur was gefragt ist und was gekauft wird. Will der Kunde ein SUV, dann wirds produziert. Will der geneigt kulturell interessierte, offene Mitmensch einen Städtetrip übers Wochenende nach Barcelona, dann wird den jemand anbieten. Sonne tanken auf Mallorca oder frische Erdbeeren im Winter.... jemand macht es möglich, so lange dafür Geld ausgegeben wird.
Dank Gesetzgebung wird das halt nur teurer. Klar, die sozial schwächeren bleiben dann halt auf der Strecke....

Beitrag melden
andrea.nader 30.03.2019, 04:48
18. Linkspopulisten

Es ist rechts wie links das gleiche. Populisten machen einfache Versprechungen, wenn diese populär erscheinen. Das ist ja alles ganz nett, der Spass hört aber auf, wenn diese sich anschicken Regierungsverantwortung zu übernehmen, dann bekommen wir italienische Verhältnisse.
Um sich die grüne Spielart dessen zu veranschaulichen, möge der geneigt Leser doch mal gern „ Deutschlandfunk Hofreiter Friday for Futur“ googlen. Das Interview legt den populistischen Ansatz dieser Partei offen! Lieber SPIEGEL, auch Ihr solltet etwas mehr kritisch hinterfragen, auch wenn Ihr auf dem linken Auge etwas sehbehindert zu seien erscheint.

Beitrag melden
smaaps 30.03.2019, 04:50
19. Links oder rechts ist doch ziemlich egal

Wenn es darum geht eine gute Idee zu haben, ist es doch egal ob sie aus einem konservativen oder linken Lager kommt. Man sollte doch nicht die zweitbeste Lösung wählen, weil sie einer vorher festgelegten Grundausrichtung eher entspricht. Die Grünen haben das scheinbar verstanden. Vielleicht der Spiegel ja auch irgendwann. Und hoffentlich auch dann die Wähler.

Beitrag melden
Seite 2 von 25
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!