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Neue EU-Waffenrichtlinie: Der Schießeisen-Irrsinn
DPA

Die EU bekommt ein strengeres Waffenrecht - doch Sportschützen dürfen auch weiterhin hochgefährliches Schießgerät kaufen. Ihre aggressive Lobby-Arbeit war offensichtlich erfolgreich.

Seite 12 von 28
Pless1 21.12.2016, 17:21
110.

Zitat von marty_gi
Erst legale Waffen machen illegale Waffen moeglich - denn nur die legalen koennen ja irgendwie entwendet werden und dann nicht mehr der legalen Zwecke dienen. Ist eigentlich ganz einfach. Je weniger legale, desto weniger illegale.
Das ist nun wirklich Unfug. Die illegalen Waffen kommen doch aus dem Ausland. Ob Sie es glauben oder nicht: in Russland, den USA oder der Ukraine interessiert sich niemand für unser scharfes Waffenrecht. Die illegalen Waffen auf dem Schwarzmarkt sind nicht hier irgendwo geklaut sondern in der Regel in Ländern wir den genannten erworben worden - zu "Exportzwecken", sozusagen.

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unumvir 21.12.2016, 17:21
111.

Zitat von Mr Bounz
(...) ganz einfach alle Waffen verbieten und dem Schwarzmarkt fehlt der Nachschub.
Eine erschüttern naive Sicht auf die Dinge.

Selbst, wenn man dieses Waffenverbot auf Militär, Polizei und Jagdbetrieb ausdehnen würde, was in der Sache unsinnig ist und nie passieren wird

Selbst, wenn alle Staaten der Welt sich dem anschliessen würden, was sie nicht tun werden;

Selbst, wenn alle Altbestände aller privaten und militärischen Waffen aller Länder eingesammelt würden, was sie nicht werden

Selbst, wenn alle 3D drucker ab Werk dahingehend manipuliert werden, keine Waffen herstellen zu können, was technisch nicht machbar ist

Selbst dann werden jene, die eine Waffe zu illegalem Tun haben wollen, sich mühelos eine solche herstellen oder besorgen können.
So schwer ist das nämlich nicht.


Und jene stehen dann bewaffnet einer völlig unbewaffneten Gesellschaft gegenüber.


Ist das eine gute Idee?

Wirklich?

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agt69 21.12.2016, 17:21
112. Komische Begründung

Zitat von heinzi55555
Schusswaffen in privater Hand gehören generell verboten. Es darf auch für Sportschützen keine Ausnahme geben. Die fadenscheinigen Begründungen der Waffenlobby gegen ein Waffenverbot sind nur lächerlich. Auch wenn nur ein Menschenleben durch ein Verbot gerettet wird, ist das Ganze voll gerechtfertigt.
"Auch wenn nur ein Menschenleben durch ein Verbot gerettet wird, ist das Ganze voll gerechtfertigt."
Wenn man dieser Begründung folgt, dann müsste man so einiges Verbieten. Den Straßenverkehr zum Beispiel, 3475 Tote im letzten Jahr. Komplettes Verbot oder zumindest eine Geschwindigkeitsbeschränkung auf 30 km/h überall. Was ist schon eine Zeitersparnis wert im Vergleich zu Menschenleben?
Als nächstes auf der Verbotsliste: Alkohol. 15.000 Tote jedes Jahr. Nikotin: über 100.000 Tote jedes Jahr. Was bedeutet schon persönliche Freiheit und Eigenverantwortung, wenn man mit einem Verbot Menschenleben retten kann.
Ernährung: Wie kann man es den Leuten nur erlauben, das zu essen, was sie wollen? Wo doch laut Deutscher Gesellschaft für Ernährung falsche Ernährung für 2/3 aller Todesfälle verantwortlich ist. Wie viele Menschenleben würden Verbote hier retten.
Drogen, über 1000 Tote im Jahr! Ach ja, ich vergaß, die sind ja schon verboten. Nützt nur nichts, die Leute nehmen sie trotzdem.
Und legale Schusswaffen? Um die 20 Tote im Jahr, die meisten davon Beziehungstaten, die beim Fehlen einer Schusswaffe eben durch andere Gegenstände erfolgt wären. Und das bei über 5 Millionen legalen Waffen in Deutschland. Zum Vergleich: Die Zahl der Lottomillionäre liegt bei ca. 100 pro Jahr. Es ist also 5 mal wahrscheinlicher, durch Lottospielen zum Millionär zu werden, als Opfer einer legalen Schusswaffe zu werden. Die Probleme in diesem Land liegen wahrlich woanders.

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steueragent 21.12.2016, 17:22
113. Sie leben auf jeden Fall in einer Blase.

Zitat von team_frusciante
"...ein solides Training, über das ein Großteil der Bevölkerung bereits verfügt", wie, was, wirklich? Ihr Ernst? Ich kenne niemanden, der überhaupt je eine Schußwaffe in der Hand hatte außer vielleicht ein Luftgewehr. Lebt einer von uns in einer nicht-repräsentativen Blase?
Das kann ich mir nun gar nicht vorstellen was Sie da erzählen. Jeder kennt doch einen Jäger, einen Sportschützen oder sonstigen Waffenträger. Ich habe auch schon mit allen erdenklichen Schusswaffen gefeuert, von der Pistole bis zum MG. Ich glaube, Sie leben auf einer Insel, zumindest bildlich gesprochen.

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freekmason 21.12.2016, 17:26
114.

Zitat von Kerze der Freiheit
Ein Volk ist nur dann ein freies Volk, wenn es freien Zugang zu Waffen hat, um sich gegen Verbrecher und gegen staatliche Gewalt zu schützen. Daher existiert auch der 2. Verfassungszusatz in der US-Verfassung. Somit sollte das Volk das Recht haben, Pistolen und Gewehre zu besitzen. Nur Verbrechern sollte der Zugang zu Waffen verboten werden. Wie absurd das Verbot des freien Waffenbesitzes ist, zeigt, wenn man mal darüber nachdenkt, man hätte den Steinzeitmenschen den Waffenbesitz verboten. Sie hätten nicht jagen können und sie hätten sich nicht gegen gefährliche Raubtiere wie Bären oder Säbelzahntiger verteidigen können. Gleichermaßen müssen wir uns gegen Vergewaltiger und das organisierte Verbrechen, die Raubtiere von heute also, verteidigen dürfen, denn die Politik ist nicht bereit dazu, dies durch genügend Polizei und angemessen harte Strafen zu tun.
ja, auf in die steinzeit. die argumentation ist natürlich üerhaupt nicht absurd. ach hätte gina lisa doch ein gewehr gehabt, um sich vor vergewaltigern zu verteidigen.
und natürlich sollte nur verbrechern der besitz verboten werden, denn die zeichnen sich ja gerade dadurch aus, sich an verbote zu halten.
alles super durchdacht! sogar die säbelzahntiger im supermarkt haben Sie berücksichtigt. danke.

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quark2@mailinator.com 21.12.2016, 17:26
115.

Ich bin mir nicht sicher, ob mir totale Wehrlosigkeit sehr behagt. Mit Wattebäuschchen werden wir sicher nicht in der Lage sein, unser Land zu verteidigen. Und mit ein paar Tausend freiwilligen Soldaten auch nicht. Wehrdienst war mal. Zivildienst war mal. Winter war mal. Und vom Kopf her ist eh alles auf Pazifismus eingestellt. Ich würde auch gern in einer komplett friedlichen Welt leben. Aber die Realität rund um Europa rum zeigt klar, daß das eine reine Illusion ist. Wenn Länder wie Polen den Nationalgedanken fördern und ihre Jugend kämpferisch erziehen, dann will ich sicher nicht in einem komplett entwaffneten Land daneben sitzen, wo fast jeder 15kg zuviel wiegt, Jugendliche nie ne Waffe anfassen und generell alles auf rosa steht. Sorry, aber die reale Welt ist leider von ewigem Krampf geprägt. Auch hier finde ich das Modell der Schweiz wieder sehr nachahmenswert.

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Die Happy 21.12.2016, 17:26
116.

Zitat von ohne_mich
Dieses "Argument" kommt immer und immer wieder und wird doch nicht sinnvoller... Einfache Antwort: Weil Schützenvereine somit zu hochpotenten Waffenarsenalen werden, in die sich ein Einbruch durch "interessierte Kreise" so sehr lohnt, daß "man" kaum noch auf den Schwarzmarkt ausweichen müsste. PS: Kein Mensch schießt mit scharfen Waffen zuhause.
Auf ihr, auch schon zigmal gehörtes Argument, gibt es dann aber tatsächlich mal eine sinnvolle Antwort:

Was spricht dagegen, dass die WBK Besitzer ihr heiß geliebten Schätzchen wie gehabt mit nach Hause nehmen dürfen,
aber die Munition darf nicht mehr mit nach Hause, sondern wird sicher gelagert im Schützentresor etc. pp. Da gäbe es viele Möglichkeiten.

Glauben sie, jemand bricht in so ein sicher nicht ungeschütztes Objekt samt Tresor ein, um ein paar Patronen zu klauen?

Wer die entsprechende Waffe hat, hat auch Munition oder kommt an welche, und wer keine hat, kann damit nichts anfangen.

Und ich weiß, man kann sich Munition auch selber basteln, aber bei so einem Verbot, und bei der doch so pflichtbewussten Klientel, (oder nicht?!), wären sicher kaum noch beides zu Hause.
Da kann das Eifersuchtsdrama o.ä. oder der labile Sohn der die Kombination kennt ruhig kommen, wenn keine Munition im Haus ist.

Der Mensch ist vor 40 Jahren zum Mond geflogen, und soll eine zentrale Lagerung und Ausgabe von Munition nicht hinbekommen?

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Promethium 21.12.2016, 17:26
117.

In Deutschland gab es in den letzten Jahren jeweils ca. 3000 Tötungsdelikte.
Also ca. 250 pro Monat!
Kurz geschätzt, reden wir also bei den 5 Tötungsdelikten mit legalen Schusswaffen über ca. 2% der Fälle.
Offensichtlich haben die Täter in ca. 98% der Fälle keine legale Schusswaffe gebraucht.

Wieso sollten die ca. 2% also auf eine legale Schusswaffe angewiesen sein? Denn nur dann ließen sich diese 2% der Tötungsdelikte mit legalen Schusswaffen durch ein noch strengeres Waffengesetz verhindern.

Quelle für die Zahlen war der Wikipedia-Artikel:
Tötungsdelikt (Deutschland)

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111ich111 21.12.2016, 17:31
118. Schlimmer gehts immer

Die Diskussionskultur der Waffenbefürworter gruselt einem immer wieder. Bei deren reflexhaften Verweis auf andere gefährliche(re) Lebensbedrohungen wie Autos, Motorräder, Medikamente etc. dürfte ich nach deren Logik auch meine Frau schlagen, da mein Nachbar Frau, Kind und Hund schlägt - also bin ich ja gar nicht so schlimm ... Und diese grenzdebile Logik wird dann noch aufrecht erhalten, wenn man mal die Opfer "legaler" Waffen aufführt, die dann mit "illegaler" Benutzung dieser legalen Waffen entschuldigt werden soll. Und das Knaller-Argument, dass es bei erheblicher Einschränkung legaler Waffen noch mehr illegale Waffen gäbe, kommt noch oben drauf. Das würde doch im Umkehrschlus bedeuten, das dann eine Menge "Waffenliebhaber" ihre Passion über das Gesetz stellen würden, ne? Denn die Zunahme kann kann ja nur über die Anzahl der Personen erfolgen, die unbedingt eine Waffe besitzen wollen - wenn nicht legal, dann illegal. Spräche nicht gerade für deren Mentalität ...
tl,dr: Waffen sind immer eine potentielle Gefährdung. Das Gefährdungspotential muss deswegen minimiert werden. Dass es auf dieser Welt auch andere Gefährdungen gibt, ist hierbei irrelevant.

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Die Happy 21.12.2016, 17:32
119.

Zitat von heinzi55555
Schusswaffen in privater Hand gehören generell verboten. Es darf auch für Sportschützen keine Ausnahme geben. Die fadenscheinigen Begründungen der Waffenlobby gegen ein Waffenverbot sind nur lächerlich. Auch wenn nur ein Menschenleben durch ein Verbot gerettet wird, ist das Ganze voll gerechtfertigt.
Sehe ich ähnlich wie sie, allerdings sollte man schon noch unterscheiden.
Gegen Sportschießen mit den unterschiedlichen, nicht tödlichen Waffen kann keiner was haben.
Schießsport vom feinsten.
Aber viele haben halt einfach ein "Bedürfnis" nach Großkaliber.
Alles wegen Sport versteht sich.

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