Forum: Politik
Neue EU-Waffenrichtlinie: Der Schießeisen-Irrsinn
DPA

Die EU bekommt ein strengeres Waffenrecht - doch Sportschützen dürfen auch weiterhin hochgefährliches Schießgerät kaufen. Ihre aggressive Lobby-Arbeit war offensichtlich erfolgreich.

Seite 18 von 28
team_frusciante 21.12.2016, 18:52
170.

Zitat von nurmeinemeinung
Sie haben nur Kriegsdienstverweigerer im Bekanntenkreis? Da war niemand bei der Bundeswehr? Echt jetzt? Ich war auch nicht beim Bund. Bin aber Sowohl Sportschütze als auch Jäger und Waffensammler. Hat aber auch nichts miteinander zu tun. Weil ich eben nicht auf Menschen schieße.
Naja gut, ich habe einen Onkel, der bei der Bundeswehr war, und einer bei mir aufv der Arbeit auch. Also von einem weiß ich es zumindest. Einer meiner Großväter hat im zweiten Weltkrieg gekämpft, aber der lebt nicht mehr. Ansonsten liegt es natürlich auch an meinem Alter, dass von den Leuten, die in etwa so alt sind wie ich, keiner mehr beim Bund war.

Nichtsdestotrotz: Selbst wenn jeder dritte Mann in Deutschland beim Bund war oder als Soldat nach wie vor ist, das ist trotzdem nur ein Sechstel, nicht die Hälfte der Menschen in Deutschland. Wie viele Jäger und Sportschützen gibt es in Deutschland?

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LondoMollari 21.12.2016, 18:54
171.

Zitat von zeichenkette
Weil damit die Vereine tolle Ziele für Waffendiebstähle wären. So reich, dass die sich unknackbare Tresore und Bewachung leisten könnten, sind die nämlich gar nicht.
Vorschlag zur Güte:

Warum dann die Waffen + Munition nicht auf einer Polizeiwache lagern?

Dürfte eventuelle Versicherungskosten wegen verringertem Risiko von Diebstahl ja senken, Vereine müsse nicht Unmengen Geld in Diebstahlgehärtete Räume investieren, die Sportgeräte wären rund um die Uhr von kompetenten Personal bewacht und eine Waffenkammer oder einen sonstigen Raum in der Art sollte ja eigentlich jede Polizeiwache eh haben - wenn die nicht zu Feierabend die Dienstwaffen im Schreibtisch lagern ....

Zudem könnte die Polizei bei jeder Ausgabe die jeweiligen Nutzer in augenschein nehmen und es würde auch der Missbrauch von privat gelagerten Waffen durch unbefugte Dritte wie im Falle Winnenden verhindert.

Wäre sowas besser?

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Delos99 21.12.2016, 18:55
172.

Und an alle, die "nicht verstehen" warum es Sportschützen gibt oder warum man Waffen zu Hause haben muß (!):
Richtig! Ihr versteht es nicht! Es wäre aber auch sinnlos, Euch das erklären zu wollen. Müssen wir auch nicht. Es ist einfach so und geht Euch nix an. So, wie es uns nix engeht, wenn Ihr Euch ständig Biokörner reinpfeift, anstatt Euch gesund zu ernähren. In einer Demokratie darf man das halt.

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veritas31 21.12.2016, 18:56
173. Nochmal direkt an Sie, Herr Becker

Eine ganz simple Anmerkung - auch für alle Waffengegner
Wenn ein Muslim ein Anschlag verübt, bei dem es duzende Tote bzw. Verletze gibt, schreibt die gesamte journalistische Zunft, einschließlich Sie selbst (ich maße mir an, über Sie zu urteilen), dass man aufgrund eines Einzelfalls keine ganze Gruppe von Menschen brandmarken darf. Damit haben Sie und Ihre Kollegen auch mehr als Recht!
Würden Sie etwa dafür plädieren, alle Muslime pauschal und ohne konkreten Anlass jederzeit, auch in der eigenen Wohnung / dem Haus unter Aussetzung der Grundrechte zu kontrollieren wie sie ihre Religion ausüben?
Plädieren Sie dafür, islamische Gebete, Rituale und Traditionen nur unter staatlicher Aufsicht nach strengen Auflagen durchzuführen?
Im Namen des Islam sind nachweislich zehntausende Menschen getötet worden. Unsägliches Leid wurde verursacht...plädieren Sie für ein Verbot dieser mittelalterlichen und archaischen Religion, dieses "Hobbies"?
Nennen Sie den Koran, das heilige Buch der Muslime, in dem so unendlich viel von Gewalt geschrieben steht, brandgefährlich?
Nein, Sie und Ihre Kollegen differenzieren, Sie wägen ab, Sie versuchen sich als Stimme der Vernunft.
Das ist alles ehrenwert und auch richtig aber Ihr Gejaule gegen den legalen Waffenbesitz macht diese Geisteshaltung zu einer opportunen und heuchlerischen Veranstaltung im Gewand der political correctness...Pfui!

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mikechumberlain 21.12.2016, 19:05
174.

Zitat von PaulMeister
Dem Problem dass ein Schützenverein voller Waffen ein attraktives Ziel für die organisierte Kriminalität könnte man, mit etwas Krativität auch einfach begegnen ohne die Schützenvereine zu Festungen auszubauen: Legt den Sportschützen einfach die Verpflichtung auf, die Waffe vor der Einlagerung im Schützenverein zu zerlegen und den Lauf und zwar nur den Lauf und die Munition mit nach Hause zu nehmen. Jeder Sportschütze sollte seine Waffen im Schlaf zerlegen und zusammensetzen können, wäre also auch gleich noch eine gute Übung. Die Waffen ohne Lauf dürften damit genauso attraktiv sein wie Schreckschußwaffen und zu Hause könntem, nur mit dem Lauf und der Munition, auch nicht mehr viel Unfug angestellt werden. Man muss es nur wollen...
Man muss nur wollen!
Man könnte auch in jedes Auto einen Alkoholtester einbauen. Ab 0,3 Promille springt das Auto nicht mehr an.
Damit könnte man jedes Jahr sogar hunderten Menschen das Leben retten.
Man könnte auch Zigaretten GANZ verbieten und die Höchstgeschwindigkeit von Fahrzeugen auf 80 Km/h beschränken, innerorts auf 15 Km/h da würden noch Tausende leben.
Man muss halt nur wollen.

Nee, lieber hackt die Presse auf Menschen rum die ein Sportgerät verwenden mit dem man "auch" töten kann.
Als nächstes ist dann der Bogen- und Armbrustschütze und der Hundehalter dran und ganz zum Schluss der Golfspieler.
Denn statistisch gesehen kommt jedes Jahr ein Mensch durch einen Golfball ums leben.

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nurmeinemeinung 21.12.2016, 19:05
175.

Zitat von feindsender642
Sie werden uns jetzt sicher noch erklären, für was Sportschützen und Jäger halbautomatische Waffen im Großkaliber benötigen. Die Waffen der Attentäter von Erfurt und Winnenden wurden auf legalem Weg erworben und nur dies ust entscheidend.
Sollen Jäger mit Luftgewehren schießen? Und was heißt brauchen? Brauchen wir Handys (kann man Bomben mit fernzünden) Messer mit Spitzen (Tatwaffe Nr.1) ? Mit Kleinkaliber können Sie genauso gut Menschen töten. War nicht umsonst das Kaliber der Wahl bei Geheimdiensten. Klein, präzise und vor allem gut zu dämpfen.

Die Waffen wurden nicht legal erworben. In Erfurt wurden die Dokumente gefälscht und das Amt hat leider nicht reagiert und in Winnenden wurde die Waffe entwendet da diese leider nicht vernünftig aufbewahrt wurde.

Die LKW in Berlin und in Paris wurden auch legal erworben. Wollen wir jetzt ein LKW Verbot?

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knpp 21.12.2016, 19:18
176.

Sportschützen schießen nicht nur in ihrem Heimatverein und auf dem dazugehörigen Schiesstand. Es gibt Wettkämpfe und je nachdem in welchen Klassen man schießt, ist man in ganz Deutschland unterwegs. Eine Lagerung auf einer Polizeidienststelle wäre vollkommen umständlich für alle Beteiligten. Lagerungen in Vereinen sind natürlich sinnvoller wenn man nicht so wie viele mehrere Vereine hat und keinen Schiesstand in unmittelbarer Nähe. Bei meinem Verein werden auch Waffen gelagert und zwar in Tresoren, mit Sicherheitstüren und einer Alarmanlage die anspringt sobald die Eingangstür geöffnet wird. So ist, soweit ich weiß, zumindest in unserer Umgebung jeder Verein ausgerüstet. Ändert nichts daran, dass es gerade für sportschützen die auf höherem Niveau schießen meist nicht möglich ist, ihre Waffen in einem Vereinshaus zu lagern.

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seiwol 21.12.2016, 19:21
177.

Zitat von Parvis
Wissen sie, wie ihre Hand aussieht, nachdem sie eine Waffe abgefeuert haben, die ausschließlich in einem für Privathaushalte erschwinglichen 3-D Drucker 'gebaut' wurden?
Für einen kriminellen leidlich begabten Heimwerker ist die Herstellung einer Maschinenpistole einer sogenannten Luty Gun kein Problem.
Hier die Erfahrungen der australischen Polizei mit diesen Waffen:
https://www.youtube.com/watch?v=Dv33pCUkLRM

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mikechumberlain 21.12.2016, 19:21
178.

Zitat von LondoMollari
Vorschlag zur Güte: Warum dann die Waffen + Munition nicht auf einer Polizeiwache lagern? Dürfte eventuelle Versicherungskosten wegen verringertem Risiko von Diebstahl ja senken, Vereine müsse nicht Unmengen Geld in Diebstahlgehärtete Räume investieren, die Sportgeräte wären rund um die Uhr von kompetenten Personal bewacht und eine Waffenkammer oder einen sonstigen Raum in der Art sollte ja eigentlich jede Polizeiwache eh haben - wenn die nicht zu Feierabend die Dienstwaffen im Schreibtisch lagern .... Zudem könnte die Polizei bei jeder Ausgabe die jeweiligen Nutzer in augenschein nehmen und es würde auch der Missbrauch von privat gelagerten Waffen durch unbefugte Dritte wie im Falle Winnenden verhindert. Wäre sowas besser?
Jo, da wird sich die Polizei aber freuen wenn bei uns jeden Mittwoch, Freitag und Sonntag im Schnitt 100 Schützen ihre Waffen holen und 3h später zurückgeben.
Wir haben ein Polizeiwache mit einer ständigen Besetzung von 6 Polizisten, zuständig für 12 Orte (mit 10 Schützenvereinen).

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Nemezir 21.12.2016, 19:24
179. Interessant

Ich habe hier ein Paar Aussagen gelesen, die man einfach so nicht stehen lassen kann:

Sinngemäß:
1. Da wird nach ein Paar Bier mal eben ein Magazin verballert.
2. Da kommen Leute mit Vollautomaten und Nachtsichtzielsystemen etc

Ich habe keine Ahnung wo die Verfasser das gesehen haben mögen aber die Realität sind ganz anders aus.

Schießstände welche für die Verwendung von Großkaliber-Waffen zugelassen sind müssen enorme Auflagen erfüllen und diese sind mit sehr hohen Investitionen verbunden. Die Einhaltung der Auflagen wird durch die Ämter regelmäßig geprüft. Viele Schießstände haben erst vor kurzem modernisieren müssen. Ein Paar teure Beispiele: Kugelfang, Abluftanlage, je nach Disziplin Boden, Scheibenanlage, Schallschutz etc. Kein Standbetreiber, kein Verein, keine Standaufsicht und auch kein anderer Schütze wird zulassen, dass Alkohol, illegale Waffen , verbotene Zieleinrichtungen (Laser etc) oder Anderes eingesetzt wird, was den Schießbetrieb und die Personen am Stand gefährden könnte. Sollte ein Unfall passieren, wird der Stand geschlossen, die Standaufsicht wird ihres Lebens ob der Haftung nicht mehr froh.

Daher ist das Bild am Stand ein anderes: Absolute Disziplin in der Waffenhandhabung. Sicherheit ist oberstes Gebot. Oder glaubt hier jemand ernsthaft, dass die Schützen auf den Nachbarständen Lust hätten sich dem Risiko einer unsachgemäßen Handhabung auszusetzen. Ja wir reden hier von Waffen und entsprechend wird das gehandhabt. Auch mit der entsprechende Strenge.

3. Waffen/Munition Zentral-Lagern

Nicht jeder Verein bzw Schießstand hat Zulassungen für alle Disziplinen. So ist der geneigte Sportschütze am Wochende in der früh auf dem einen Stand um dann 200km zum nächsten Stand zu fahren, um dort eine andere Disziplin zu schießen. Jedoch mit den selben Sportwaffen. Ist ja nicht so, dass wir an jeder Ecke Schießstände haben.

Weiter ist die Waffe das Sportgerät. Das muss man natürlich pflegen, putzen und vorbereiten. Genauso mit der Munition. Die muss ich entsprechend vorhalten um diese zum Training/Wettkampf auch zur Verfügung zu haben. Munition ist nicht gleich Munition.

4. Aufbewahrung

Bei jedem Kauf möchte das Amt eine Rechung, Foto oder anderen Nachweis, dass eine entsprechender Tresor vorhanden ist, um die Waffen entsprechend aufbewahren zu können. Das Amt hat jederzeit die Möglichkeit die Aufbewahrung zu prüfen.

5. Waffenerwerb

Wenn man was auf dem Kerbholz hat, kann man die WBK vergessen. Niemand ist so gut überprüft wie ein Waffenbesitzer.

6. Legale Waffen zu illegale Waffen

Man möge sich die Dokumentation ansehen, wie ein Auto voller Waffen und Granaten unkontrolliert von Bosnien bis nach Brüssel fährt. Die illegalen Waffen sind kaum ehemalige Sportwaffen sondern kommen über andere Wege.

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