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Neue EU-Waffenrichtlinie: Der Schießeisen-Irrsinn
DPA

Die EU bekommt ein strengeres Waffenrecht - doch Sportschützen dürfen auch weiterhin hochgefährliches Schießgerät kaufen. Ihre aggressive Lobby-Arbeit war offensichtlich erfolgreich.

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neanderspezi 21.12.2016, 19:29
180. Eine Schusswaffe ist und bleibt eine Waffe zur raschen Ausführung des Verlangens zu töten, wobei ein solches Verlangen durch Störungen verschiedenster Art geweckt werden kann

Man kann es wiederholen so oft man will, auch der rechtmäßige Besitz einer Schusswaffe schützt die Menschen in der Umgebung eines solchen Schusswaffenbesitzers vor psychischen Veränderungen und Ausfallerscheinungen eines derartigen Besitzers nicht. Man muss es einfach einmal in Erfahrung gebracht haben, wie ein vormals friedlicher Mensch mit Berechtigung für den Schusswaffenbesitz eines Tages seine Waffe nicht mehr zu sportlichen Übungen benützt hat, sondern zum Töten. Dann fängt man womöglich an darüber nachzudenken, ob ein solcher rechtmäßiger Besitz für die Herbeiführung eines derartigen, zuvor völlig unvorstellbaren Waffengebrauchs der richtige Weg war, um Täter und Opfer adäquat nach Recht und Gesetz vor Unheil zu schützen.

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bhard0 21.12.2016, 19:38
181. Ahnungslose Journalist

Als ich vor 4 Jahren mich entschloss Sportschütze zu werden habe ich fast zeitgleich mein langjähriges Spiegelabonnement gekündigt. Der Grund war die permanente Lobbbyarbeit der Waffengegner. Leider hat sich die Situation in den Medien und Ihres Leuchturmes, Der Spiegel, weiter verschärft. Fakten zählen nicht, sondern nur Kommentare, die an Unsachkenntnis nicht zu übertreffen sind, siehe Kommentar zur Magazinkapazität bei den Jägern. Genauswenig hat der Schreiber von der Überprüfung der Zuverlässigkeit oder des Erwerbstreckungsgebotes etwas gehört. Wenn doch, interessiert es ihn aus seiner Ideologie heraus nicht und wird es als unwirksam, natürlich statistisch nicht bewiesen, abtuen. Bei mir hat es übrigens 1,5 Jahre gedauert, bis ich meine erste Waffe erwerben konnte. Warum? Steht im Deutschen Waffengesetz. Das hat er bestimmt noch nie gelesen.

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exilpatriot 21.12.2016, 19:54
182. Ein Witz

Die Argumentation "keine legalen Waffen - keine Toten, ist schlicht ein Witz. Wir könnten mit der gleichen Argumentation weltweit alle Polizisten entwaffnen. Dann würde der russische Botschafter in der Türkei noch leben!

Der Staat demonstriert doch gerade vortrefflich, dass wir von ihm keinen Schutz erwarten können. Gleichzeitig verbietet er wirksame Gegenwehr. Was rechtfertigt denn das Gewaltmonopol des Staates?

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neanderspezi 21.12.2016, 20:02
183.

Zitat von bhard0
Als ich vor 4 Jahren mich entschloss Sportschütze zu werden habe ich fast zeitgleich mein langjähriges Spiegelabonnement gekündigt. Der Grund war die permanente Lobbbyarbeit der Waffengegner. Leider hat sich die Situation in den Medien und Ihres Leuchturmes, Der Spiegel, weiter verschärft. Fakten zählen nicht, sondern nur Kommentare, die an Unsachkenntnis nicht zu übertreffen sind, siehe Kommentar zur Magazinkapazität bei den Jägern. Genauswenig hat der Schreiber von der Überprüfung der Zuverlässigkeit oder des Erwerbstreckungsgebotes etwas gehört. Wenn doch, interessiert es ihn aus seiner Ideologie heraus nicht und wird es als unwirksam, natürlich statistisch nicht bewiesen, abtuen. Bei mir hat es übrigens 1,5 Jahre gedauert, bis ich meine erste Waffe erwerben konnte. Warum? Steht im Deutschen Waffengesetz. Das hat er bestimmt noch nie gelesen.
Es gibt keine Lobbyarbeit der Waffengegner, weder permanent noch sporadisch, also bleiben Sie gefälligst auf dem Boden der Tatsachen, für den Verzicht auf gewinnträchtige Objekte wird sich kaum ein Lobbyist in Bewegung setzen. Umgekehrt gibt es aber eine permanent ausgeübte Lobbyarbeit der Waffenproduzenten und dem Waffenhandel und hier geht es vermutlich vorwiegend um die Knete, die mit Schusswaffen und Munition verdient werden kann, wobei natürlich gilt, viel Umsatz bringt viel Gewinn, mehr Umsatz bringt noch mehr Gewinn.

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MKAchter 21.12.2016, 20:02
184. Gelegenheiten

Zitat von neanderspezi
Man kann es wiederholen so oft man will, auch der rechtmäßige Besitz einer Schusswaffe schützt die Menschen in der Umgebung eines solchen Schusswaffenbesitzers vor psychischen Veränderungen und Ausfallerscheinungen eines derartigen Besitzers nicht.
Ach ja? Im normalen Haushalt sind ordinäre, in Messerblock oder Schublade bereitliegende scharfe Küchenmesser unmittelbar greifbar. Bei "Ausrastern" ist kein Mensch in der Umgebung vor Missbrauch damit geschützt...

Auch ein solcher u.U. tödlicher Missbrauch von Gebrauchsmessern geschieht trotz Gelegenheit noch relativ selten.

Noch viel seltener geschieht aber ein Missbrauch von legal besessenen Schusswaffen in Deutschland. Diese werden lt. BKA-Zahlen (2014) als Tatmittel gerade mal in 1,1% der Waffendelikte verwendet.

Ergo gäbe es mehr Anlass, den Besitz von Kochmessern einzuschränken, als den von Jagdwerkzeugen oder Schießsportgeräten. Ich weiß nicht, woher dieser - fast "religiöse" - Eifer gegen den legalen Schusswaffenbesitz kommt.

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mini-max12 21.12.2016, 20:07
185. Wissen Sie was? Ich fahre täglich beruflich ...

Zitat von neanderspezi
Man kann es wiederholen so oft man will, auch der rechtmäßige Besitz einer Schusswaffe schützt die Menschen in der Umgebung eines solchen Schusswaffenbesitzers vor psychischen Veränderungen und Ausfallerscheinungen eines derartigen Besitzers nicht. Man muss es einfach einmal in Erfahrung gebracht haben, wie ein vormals friedlicher Mensch mit Berechtigung für den Schusswaffenbesitz eines Tages seine Waffe nicht mehr zu sportlichen Übungen benützt hat, sondern zum Töten. Dann fängt man womöglich an darüber nachzudenken, ob ein solcher rechtmäßiger Besitz für die Herbeiführung eines derartigen, zuvor völlig unvorstellbaren Waffengebrauchs der richtige Weg war, um Täter und Opfer adäquat nach Recht und Gesetz vor Unheil zu schützen.
auf der Autobahn. Davon viele Abschnitte ohne Geschwindigkeitsbegrenzung. Selbst wenn ich zwischen 160 und 200 km/h fahre, habe ich immer noch Fahrer hinter mir, die mir an der Stoßstange hängen und drängeln. Nur ein kleines bisschen verkehrsbedingt bremsen würde da eine Katasprophe verursachen, und das ohne irgendwelche Knarren. Ich fürchte daher den deutschen Autofahrer mehr, als den deutschen Sportschützen. Statistisch gesehen haben Autofahrer mehr "psychische Ausfallerscheinungen" im Straßenverkehr, als irgendein Schütze auf dem Schießstand. Die Sache mit den Sportschützen wird viel zu hochgekocht.

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Promethium 21.12.2016, 20:08
186.

Zitat von feindsender642
Sie werden uns jetzt sicher noch erklären, für was Sportschützen und Jäger halbautomatische Waffen im Großkaliber benötigen.
Mit legalen Halbautomatischen Gewehren ist in Deutschland kein einziges Verbrechen verübt worden!
Jedenfalls nicht seit 2004 denn seit dem werden diese Gewehre gesondert erfasst.

In den USA galt ein ähnliches Gesetz von 1994 bis 2004 welches nichts brachte und deswegen auch nicht verlängert wurde. (siehe Assault Waepons Ban)

Und möchten Sie in einer Gesellschaft leben in der nur erlaubt ist was gebraucht wird? Ausserehelicher Sex? Alkohol? Computerspiele? Internet? Fernsehen? Autos? Motorräder? Sylvesterfeuerwerk?
Jedes Wochenende sterben junge Menschen bei Fahrten zur Disco! Also Discos verbieten?
Wo soll das hinführen?

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neanderspezi 21.12.2016, 20:27
187.

Zitat von mini-max12
auf der Autobahn. Davon viele Abschnitte ohne Geschwindigkeitsbegrenzung. Selbst wenn ich zwischen 160 und 200 km/h fahre, habe ich immer noch Fahrer hinter mir, die mir an der Stoßstange hängen und drängeln. Nur ein kleines bisschen verkehrsbedingt bremsen würde da eine Katasprophe verursachen, und das ohne irgendwelche Knarren. Ich fürchte daher den deutschen Autofahrer mehr, als den deutschen Sportschützen. Statistisch gesehen haben Autofahrer mehr "psychische Ausfallerscheinungen" im Straßenverkehr, als irgendein Schütze auf dem Schießstand. Die Sache mit den Sportschützen wird viel zu hochgekocht.
Auf der bezeichneten Strecke können Sie den Drängler ja vorüberlassen oder wenn dies ihnen öfter passiert einen Mitfahrer wenn möglich dabeihaben, der den Drängler fotografiert und Sie tun ein gutes Werk wenn Sie ihn anzeigen. Auf dem Schießstand dürften Sie vor einem Sportschützen in Sicherheit sein, da ist er ja in seinem Element, aber wenn Sie sich mit ihm privat anlegen wollen, sollten Sie womöglich auf der Hut sein, besonders wenn er Anzeichen auffälliger Aggressivität zeigen sollte.

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tueftler 21.12.2016, 20:41
188. ...

Zitat von ackergold
Die Freiheit der Bürger wird vom Staat und seinen Organen vertreten und geschützt, nicht vom Bürger selbst. Man sollte nicht zwei Dinge vermischen, denn selbst wenn Sie jeden Bürger mit Waffen ausrüsten wollen würden, er dürfte sie trotzdem nicht benutzen. Wir leben nicht in einem Staat, in dem man jeden Kriminellen einfach lynchen darf. Also: Verbrechensbekämpfung ist Sache der Polizei und von sonst niemandem.
Sie bringen da ein paar Dinge durcheinander. Das Recht sich selbst zu schützen, auch Notwehr genannt, und das Gewaltmonopol des Staates.
Ich erkläre es Ihnen mal so:
Sie haben keine Waffe und können sich nicht verteidigen. Die Vertreter des Gewaltmonopols stellten gerne bunte Hütchen um ihre Leiche herum auf und legen eine Akte an. Vielleicht fangen sie auch den Täter, Sie haben nur nichts mehr davon.
Sie haben eine Waffe und können sich verteidigen. Entweder der Täter verbleibt am Tatort oder sie geben der Polizei gute Hinweise zu seiner Ergreifung. Die bunten Hütchen werden dann nicht um Sie herum aufgestellt. Heißt aber nicht, dass sie einen flüchtenden Täter von hinten niederschießen. Das ist und bleibt Sache des Gewaltmonopols...

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neanderspezi 21.12.2016, 20:42
189.

Zitat von MKAchter
Noch viel seltener geschieht aber ein Missbrauch von legal besessenen Schusswaffen in Deutschland. Diese werden lt. BKA-Zahlen (2014) als Tatmittel gerade mal in 1,1% der Waffendelikte verwendet.
Finden Sie es nicht beruhigend, dass in Deutschland bislang der Gebrauch von Schusswaffen nur in geringem Umfang als Tötungsinstrument eingesetzt wird und sind Sie nicht der Ansicht, dass es dabei bleiben sollte? Würde ihnen eine Anwendung von Schusswaffen im kriminellen und bürgerlichen Umgang in der Größenordnung wie in den USA keine Sorgen bereiten? Vermutlich gibt es eben doch eine Beziehung zwischen den im Umlauf befindlichen Waffen und der Anzahl von Tötungsdelikten, wobei durchaus noch weitere Kriterien eine Rolle spielen dürften.

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