Forum: Politik
Neue EU-Waffenrichtlinie: Der Schießeisen-Irrsinn
DPA

Die EU bekommt ein strengeres Waffenrecht - doch Sportschützen dürfen auch weiterhin hochgefährliches Schießgerät kaufen. Ihre aggressive Lobby-Arbeit war offensichtlich erfolgreich.

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ohne_mich 21.12.2016, 15:52
10.

Zitat von pauschaltourist
Kritik am angeblich zu freiheitlichen Waffenrecht wird in der Regel immer von sonstigen Kritikern der Sicherheitskameras in öffentlichen Orten sowie der Vorratsdatenspeicherung geäußert. Angeblich würde dies die persönliche Freiheit bedrohen...
Nicht unbedingt. Ich persönlich kritisiere sowohl die ausschweifende Vorratsdatenspeicherung als auch die kontinuierliche Gängelung der Legalwaffenbesitzer in Deutschland - obwohl ich selbst keine Waffe besitze.

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Olaf Köhler 21.12.2016, 15:52
11. Waffen für alle!

Es wird nicht mehr lange dauern, dann gibt es "Kurzwaffen" an der Kasse jeden Supermarktes: Da kann dann jeder noch schnell ein, zwei Pistolen, Revoler in den Einkaufswagen packen - Munition inklusive. Das Kassenpersonal ist geschult, und kan der hilflosen Oma: "Ich brauche eine für 6 Personen" weiterhelfen.
"Langwaffen" kann man sich im Baumarkt kaufen (bei Eisenwaren, drittes Regal, rechts).
An den Preisen müssten die Waffenhersteller aber noch was machen - aber beim Verkauf größerer Stückzahlen wird doch auch die 100-Euro-Knarre möglich sein, oder? Der "Volks-Revoler", oder so?
Wenn dann endlich jeder Deutsche ausreichend bewaffnet ist, kann es richtig zur Sache gehen: Streit um den Parkplatz? Peng! Vorfahrt genommen? Ratatatata! Und - jedes Opfer von Schusswaffengebrauch sichert nicht nur Arbeitsplätze - es schafft sogar neue! Rettungsdienste, Notaufnahmen, Polizei, Bestattungsunternehmen bekommen mehr zu tun. Bei letalem Ausgang wird sogar ein Arbeitsplatz frei!
Dann können wir den verklemmten Amis mal zeigen, wie man in Deutschland Waffen verkauft! Ohne "Eignisprüfung", Führerschein vorlegen und so'n Quatsch!
Nach ein paar Jahren könnte man auch etwas schweres Gerät anbieten: Granatwerfer, Haubitzen und so. Das hätte sicherlich Auswirkungen auf die Bebauung einiger Kommunen -uind - wir hätten endlich auch mal wieder etwas Kriegsfeeling!

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knpp 21.12.2016, 15:52
12. Alle in einen Topf..

ich kann diesen Kommentar überhaupt nicht nachvollziehen. Ich bin selbst Sportschütze und das nicht wenig erfolgreich. Meine Gewehre (übrigens keine mit Magazinen) habe ich nicht erworben um damit zu töten und Schaden anzurichten sondern einzig und allein um bessere sportliche Erfolge zu erzielen. Zudem sehe ich meine Gewehre niemals als Waffe, sondern als Sportgerät mit dem man sehr sorgfältig umgehen muss. Das lernt man übrigens schon von Anfang an. Zudem habe ich in einer Waffenbehörde gearbeitet, ich kenne also beide Seiten. Man kann nicht pauschal gegen alle Sportschützen wettern, das ist völliger Unsinn. Man sollte frühzeitig, - auch nur bei Verdachtsmomenten oder Andeutungen aus dem Freundes-, Familien-, Bekanntenkreis - psychologische Untersuchungen und Gutachten über den jeweiligen Besitzer der WBK anordnen. Hier besteht von Behördenseite Handlungsbedarf. Solche Taten deuten sich meistens schon früher an und es gibt leider genug psychisch labile Menschen die eine Waffe besitzen dürfen. Diese muss man vor sich selbst schützen und vor allem andere vor ihnen.

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DougStamper 21.12.2016, 15:54
13. @pauschaltourist

Bitte erleuchten Sie uns, wofür ein sportschütze eine halbautomatische Pistole mit 21 Schuss Magazinkapazität benötigt? Oder ein halbautomatisches Gewehr? Mein Hobby ist extrem schnell Auto zu fahren, regt mich schon lange auf das da auf der Autobahn Begrenzungen sind. *facepalm*

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l4687 21.12.2016, 15:55
14.

Das BKA unterscheidet bei der Erfassung von Waffendelikten nicht zwischen legalen und illegalen Waffen. Man beachte: https://www.bka.de/DE/AktuelleInformationen/StatistikenLagebilder/Lagebilder/Waffenkriminalitaet/waffenkriminalitaet_node.html

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ohne_mich 21.12.2016, 15:56
15.

Zitat von friesenheino
warum können Sportschützen ihre Waffen nicht im Verein hinterlegen und Munition nur in nachgewiesener Verbrauchsmenge vor Ort bekommen. Ein Schießen zuhause würde der Gesetzgeber ausschließen können.
Dieses "Argument" kommt immer und immer wieder und wird doch nicht sinnvoller...

Einfache Antwort: Weil Schützenvereine somit zu hochpotenten Waffenarsenalen werden, in die sich ein Einbruch durch "interessierte Kreise" so sehr lohnt, daß "man" kaum noch auf den Schwarzmarkt ausweichen müsste.
PS: Kein Mensch schießt mit scharfen Waffen zuhause.

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zeichenkette 21.12.2016, 15:59
16. Das ist letztlich nur Regulierung

Es gibt viel mehr illegale als legale Waffen in Deutschland. Rechnerisch gesehen ist rund jeder zehnte erwachsene Deutsche bewaffnet. Bei den Sportschützen sind die Waffen immerhin einzeln registriert, damit zuzuordnen und das weiß auch jeder. Die Taten mit legalen Waffen sind eigentlich fast immer erweiterte Selbstmorde, die in Ermangelung einer Waffe halt anders durchgeführt worden wären. Naja, vielleicht nicht alle. Aber das mit den Sportschützen ist eigentlich im internationalen Vergleich gesehen keine ganz dumme Regelung, weil das eine legale, aber regulierte Möglichkeit des Waffenbesitzes ergibt. Ansonsten gäbe es halt mehr illegale Waffen.

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HerzogVonLauenburg 21.12.2016, 15:59
17. Ergänzung

Sehr geehrte Damen und Herren,
ich möchte einen Punkt ergänzen: Für Jäger sind nur halbautomatische Gewehre mit einer Magazinkapazität von 3 Schuss erlaubt, Vollautomaten sind komplett verboten.

Ob halbautomatische Waffen auf der Jagd sinnvoll sind, oder nicht - darüber gibt es Glaubenskriege. Faktisch gilt für viele Landstriche ein "Halbautomatenverbot", sprich Schützen werden zu Jagden nicht eingeladen, wenn sie einen Halbautomaten verwenden. Auf der anderen Seite ist die Magazinkapazität für normale Jagdwaffen (Repetierbüchsen), im Gegensatz zu den Halbautomaten, nicht begrenzt. Ich kennen Schützen, die mit einer Repetierbüchsen fast genau so schnelle Schussfolgen wie mit einem Halbautomaten erzielen - aber mit 10er-Magazin (legal). Vom Gefährdungspotential ergibt das kaum einen Unterschied.

Was ein Jäger mit einer 21-schüssige Faustfeuerwaffe anfangen sollte, erschließt sich mir auch nicht. Für die Einsatzzwecke "Fangschuss" und "Selbstverteidigung gegen angreifendes Schwarzwild" reicht ein 5-6-schüssiger Revolver im Kaliber .357 völlig aus. Die meisten Jäger haben übrigens gar keine Faustfeuerwaffe.

Am Ende reicht ein "einfacher" Revolver oder eine Repetierbüchse auch aus, um andere Menschen zu töten, das geht sogar mit einer Kleinkaliberwaffe.

Ich hätte kein Problem damit, wenn noch genauer hingesehen wird, wer legal eine Waffe besitzt (persönliche Eignung) und wie diese aufbewahrt wird. Unangemeldete Kontrollen gibt es viel zu selten, der Entzug der waffenrechtlichen Erlaubnis ist durch Gerichte sehr erschwert.

Eines ist aber eine unbestreitbare Tatsache : Das eigentliche Problem sind und bleiben die illegalen Waffe. Durch sie kommen die meisten Menschen ums Leben und über deren Besitzer wissen die Behörden naturgemäß nichts.

Gruss der HerzogVonLauenburg

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WiderstandsgewächsII 21.12.2016, 16:00
18. nicht so gut, wenn einem Fachkenntnisse fehlen

denn gerade Sportschützen benötigen mindestens 5 Kugeln im Lauf, mit denen man gerade als geübter Schütze und Sportschütze eben auch fünfmal trifft. Zudem ist Ihnen offensichtlich jedes Kenntnis fremd, wie oft, wie lange und mit wieviel Munition sportschützen trainieren. Der einzige Einzelader bei Sportschützen ist übrigens die Freie Pistole, wobei dort auf 50 m eine Zehn bedeutet, dass man innerhalb eines Durchmessers von 50 mm bleibt. Zusätzlich können Sie davon ausgehen, dass jeder geübte und in Leistungsklassen vorstoßende Sportschütze beim ersten Schuss immer in der Zehn bleibt. Selbstverständlich ist dies eine hochgefährlich Waffe aber eben nur wenn man oder Sie als Autor unterstellt, dass Sportschützen böse Absichten hegen!

Im Übrigen hat jeder Arzt wesentlich mehr Kenntnis, wie andere Menschen ohne dass es aufällt aus dem Leben befördert werden kann, wollen Sie jetzt all die Medikamente, die Ärzten frei zugänglich sind ebenfalls verbieten?

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LondoMollari 21.12.2016, 16:02
19. Schlimm sind selbstverständlich nicht echte Waffen ...

... in den Händen von Leuten die deren realen Einsatz regelmäßig trainieren.
Bestätigen ja auch konservative Politiker immer wieder gerne.
Schlimm hingegen sind PC-Games wo man mit der Maus Pixelwesen wegklickt.
DAS übt ein fürs richtige Töten echter Menschen im realen Leben.

Bestätigen ja auch konservative Politiker immer wieder gerne.
Konnte man ja erst unlängst wieder im SPON lesen.
Muss also stimmen ....

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