Forum: Politik
Neue EU-Waffenrichtlinie: Der Schießeisen-Irrsinn
DPA

Die EU bekommt ein strengeres Waffenrecht - doch Sportschützen dürfen auch weiterhin hochgefährliches Schießgerät kaufen. Ihre aggressive Lobby-Arbeit war offensichtlich erfolgreich.

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Creedo! 21.12.2016, 16:24
40.

Die aufgeführten Tötungsdelikte wurden zwar mit Schußwaffen verübt, aber es gibt keinen Beweis, dass die Täter in ihrer Tötungsabsicht die Delikte nicht verübt hätten, wenn sie keine Schußwaffen besessen hätten.
Der 43jährige aus Mönchengladbach hätte in seiner Wut/seinem Hass ebensogut eine Axt (etc.) für seine Tat verwenden können. Gleiches gilt für den Arzt in Marburg.
Klar, das ist reine Spekulation. Aber Morde hat es schon lange und reichlich vor der Existenz von Schusswaffen gegeben. Es scheint also nicht so, dass Tötungsdelikte erst durch Schusswaffen ermöglicht werden. Und würden Schusswaffen alleine durch ihre Verfügbarkeit Motivator für Mord und Totschlag, würde es viel mehr Tote geben. Allein wenn man bedenkt wie viele Polizisten Zugriff auf Schusswaffen haben. Bisher sind diese aber nicht durch eine besondere Mordlust oder hohe Zahl an Morden aufgefallen.

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hansglück 21.12.2016, 16:25
41.

Zitat von Leser161
Sorry, aber ich sehe das Problem nicht. Haben wir ein Problem mit um sich ballernden Sportschützen? Ich denke nein und finde zwei Vorfälle nicht exorbitant viel. Solange es kein Problem gibt, braucht es auch keine Lösung.
Ja, haben wir ! In beiden Fällen wäre das töten OHNE Sportschützen Zugang nicht möglich gewesen, egal ob illegal oder nicht, ein generelles Verbot hätte es massiv erschwert, nur der einfache Zugang hat es so ermöglicht. Genau das ist das Problem. Kein Zivilist braucht richtige Waffen .

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Kerze der Freiheit 21.12.2016, 16:25
42.

Ein Volk ist nur dann ein freies Volk, wenn es freien Zugang zu Waffen hat, um sich gegen Verbrecher und gegen staatliche Gewalt zu schützen. Daher existiert auch der 2. Verfassungszusatz in der US-Verfassung. Somit sollte das Volk das Recht haben, Pistolen und Gewehre zu besitzen. Nur Verbrechern sollte der Zugang zu Waffen verboten werden.

Wie absurd das Verbot des freien Waffenbesitzes ist, zeigt, wenn man mal darüber nachdenkt, man hätte den Steinzeitmenschen den Waffenbesitz verboten. Sie hätten nicht jagen können und sie hätten sich nicht gegen gefährliche Raubtiere wie Bären oder Säbelzahntiger verteidigen können. Gleichermaßen müssen wir uns gegen Vergewaltiger und das organisierte Verbrechen, die Raubtiere von heute also, verteidigen dürfen, denn die Politik ist nicht bereit dazu, dies durch genügend Polizei und angemessen harte Strafen zu tun.

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Olaf 21.12.2016, 16:25
43.

Das wird uns natürlich gegen Anschläge mit LKW's schützen.

Irgendwo muss man ja mit dem Gefühl der Hilflosigkeit und der Wut als Reaktion auf den Anschlag ja hin, nicht wahr?

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FreshP 21.12.2016, 16:27
44. Stimmungsmache

Sie schreiben im Artikel, dass die Waffen um die es hier geht nur zum Töten gebaut wurde. Das ist Schwachsinn! Es geht hier um die Waffen von Sportschützen, also Waffen die nicht zum töten gebaut, gekauft und jemals verwendet werden.
Auch die Aussage, von Legalwaffenbesitzern gehe eine Erhöhte Gefahr aus bleibt eine Behauptung ohne statistische Grundlage. Wenn das BKA Jahr für Jahr in der Jahresübersicht sagt, von dem Legalwaffenbesitz in Deutschland geht keine Gefahr für die öffentliche Sicherheit aus, dann ist es auch so. Da kann der Autor noch so viele Einzefälle ausgraben wie er will, es sind und bleiben Einzelfälle. Diese Einzelfälle sind sowieso untauglich für die Argumentation gegen den Waffenbesitz, da es sich bei den Vorfällen um Beziehungstaten handelt. Bei solchen zählt für den Täter nur, dass das Opfer sterben muss und das Tatmittel ist dementsprechend zweitrangig.

Des weiteren stellen sie die Behauptung auf, dass in keinem anderen Bereich das Einzelfall Argument gegen vernünftige Regeln eingesetzt würde. Da wären wir schon wieder bei der nächsten falschen Behauptung. Ich erinnere mich gerne daran, was nach der Silvesternacht in Köln und nach dem Mord in Freiburg gesagt wurde. "Man darf doch nicht verallgemeinern", "Das sind doch nur Einzelfälle", "Darunter dürfen ja nicht die anderen Flüchtlinge leiden", "Jetzt darf man ja nicht das Hetzt anfangen". Vollkommen richtige Aussagen. Nur wenn es dann Einzelfälle von Sportschützen gibt, ja dann darf man anscheinend wieder verallgemeinern, Kollektivstrafen fordern und vor allem Hetzen.

Unter dem Strich ist der Artikel nur Stimmungsmache gegen Legalwaffenbesitzer. Statistische Grundlagen für diese Thesen vermisse ich derweil im Artikel. Aber ich weiß schon, warum ich schon lange keinen Spiegel mehr lese.

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ohne_mich 21.12.2016, 16:31
45.

Zitat von friesenheino
doch ich kenne jemanden mit eigenem Schießstand im Keller (in dem ich selbst geschossen habe). Trotzdem könnten die Vereine einbruchsichere Behältnisse schaffen (mit staatlicher Unterstützung, Videoüberwachung etc.) Mein Bundeswehr G3 habe ich auch nicht zuhause.
Eine SEHR seltene Ausnahme, wenn dort mit scharfer Munition (und nicht mit einem Luftgewehr) geschossen wurde - und ohne staatliche Abnahme des Schießstandes illegal!

Einbruchsichere Behältnisse? Gibt es nicht. Zumindest nicht ohne IMMENSE Kosten.
Staatiliche Unterstützung + Videoüberwachung? Möchten Sie das bezahlen, als Steuerzahler? Oder denken Sie, Schützenvereine schwimmen im Geld? Die meisten sind arg am knappsen, auch ohne derartigen Unfug.
G3 zuhause? Also bitte, sind Sie nun an sachlicher Diskussion interessiert oder doch an Polemik?

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hansglück 21.12.2016, 16:31
46.

Zitat von knpp
ich kann diesen Kommentar überhaupt nicht nachvollziehen. Ich bin selbst Sportschütze und das nicht wenig erfolgreich. Meine Gewehre (übrigens keine mit Magazinen) habe ich nicht erworben um damit zu töten und Schaden anzurichten sondern einzig und allein um bessere sportliche Erfolge zu erzielen. Zudem sehe ich meine Gewehre niemals als Waffe, ......
ich stimme Ihnen zu. Ein Sportschütze benötigt aber daheim keine Waffen, dort darf er diese eh nicht einsetzen. Ein Wegschließen auf der Schießbahn würd dem Sport weiterhin gerecht werden. und hätte Fälle wie Winnenden verhindert, weil eben Kinder oder Menschen KEINEN einfachen Zugang dazu haben, nur weil der Besitzer fahrlässig mit seiner Verantwortung umgeht.

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DirtyDuck 21.12.2016, 16:32
47. Terror und Kriminalität bekämpfen...

Der Autor schreibt: "Man kann einem Staat durchaus zutrauen, Terror und Kriminalität zu bekämpfen und sich zugleich um sinnvolle Regelungen bei legalen Schusswaffen zu kümmern."
Stimmt. Die sinnvollen Regelungen zu legalen Schusswaffen sind bereits seit Jahren im deutschen Waffengesetz verankert. Wann kommen denn nun die Maßnahmen zur Bekämpfung von Terror und Kriminalität? Die EU-Politiker in Brüssel mit ihren Elfenbeintürmen, gepanzerten Limousinen und Leibwächtern wussten doch gar nicht, worüber sie bei der Neuregelung der Feuerwaffenrichtlinie diskutieren. Aber "Einschränkungen im Waffenrecht" macht sich bei einigen Teilen der Bevölkerung halt gut als Wahlslogan.
Was wurde dagegen getan, die unglaubliche Zahl an illegalen Waffen (darunter jede Menge Kriegswaffen) in Europa, insbesondere in Osteuropa, zu reduzieren? Nichts. Stattdessen muss die bestüberwachte und gesetzestreueste Minderheit in Deutschland - Sportschützen und Jäger - wieder einmal als Sündenbock herhalten.
Nachdem der Autor des Artikels ja offenbar zu faul war, ordentlich zum Thema Waffenrecht zu recherchieren:
Vor die Erlangung der sog. Waffenbesitzkarte zum Erwerb und Besitz einer Schusswaffe (zu unterscheiden vom Waffenschein, mit dem eine Schusswaffe geführt werden darf) hat der Gesetzgeber hohe Hürden gesetzt. Neben der Altersgrenze von 25 Jahren (für großkalibrige Kurzwaffen und halbautomatische Langwaffen), einer umfangreichen polizeilichen Überprüfung, Mitgliedschaft in einem anerkannten Schützenverband, einer umfangreichen Sachkundeausbildung und -prüfung sowie dem Nachweis eines mindestens 12-monatigen, regelmäßigen Trainings müssen sich die Waffenbesitzer an strengste Aufbewahrungsvorschriften halten, die jederzeit unangekündigt überprüft werden können. Keine andere Interessensgruppe in Deutschland muss eine solche Einschränkung des Grundrechts auf Unverletzlichkeit der Wohnung hinnehmen!
Ach ja: Wer sich illegal eine Waffe besorgt, muss natürlich weder Voraussetzungen mitbringen, noch einen Besuch zuhause fürchten. Und das illegale Beschaffen von Schusswaffen wurde durch die neue Richtlinie deutlich einfacher, denn Politik, Sicherheitsbehörden und die Bürger sind dadurch eingelullt und glauben, mit der Richtlinie seien jetzt alle Probleme von Schusswaffenkriminalität gelöst.

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Pless1 21.12.2016, 16:33
48.

Zitat von and_over
übt sich der Spiegel im Legalwaffenbesitzer-Bashing. Ist ja einfacher, als sich differenziert mit der Thematik auseinanderzusetzen. Dann wüsste der Autor nämlich, dass bei Beziehungstaten (Mönchengladbach) die Tatwaffe zweitrangig ist. Weiterhin .....
Danke für Ihren Beitrag, das erübrigt es mir eine ähnlich lange Klarstellung zu verfassen. Ergänzt sei noch, dass der Autor neben den von Ihnen genannten Fällen auch noch mit Norwegen argumentiert - obwohl das nicht einmal ein EU-Land ist. Das Waffenrecht Norwegens steht hier also überhaupt nicht zur Debatte.

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hymer.menezes 21.12.2016, 16:33
49. Nur de Mann ab Abzug ist gefährlich, nicht die Waffe selbst

Ob der Ehemann sich, sein kind und seine Frau mit einer Schusswaffe getötet hat, oder ob er das auch mit einem Messer oder anderem Gegestand, weiss man nicht und es ist deshalb völlig nebensächlich. Der Wille jemanden zu töten war dar und das ist das entscheidene.
Wer töten will, der tötet egal wie und womit.

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