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Neue FDP-Generalsekretärin Teuteberg: Das Experiment der "Männerpartei"
HAYOUNG JEON/EPA-EFE/REX

Linda Teuteberg wurde auf dem FDP-Parteitag zur neuen Generalsekretärin gewählt. In ihrer ersten programmatischen Rede wird deutlich, dass sie ihre Rolle neben Parteichef Lindner noch finden muss.

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mirage122 27.04.2019, 18:10
1. Standing ovations

Das mit dem Beifall war bei ihrer Antrittsrede mehr oder weniger ein Teil des Programms. Das hatten wir bei der kleinen Anneliese aus dem Saarland auch. Ich hoffe nur, dass Frau Teuteberg nicht auch das Schicksal von AKK teilen wird.

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haarer.15 27.04.2019, 18:12
2. Alibi-Frau

Nicht mehr, nicht weniger. Deswegen wird die FDP für Frauen ja auch nicht wählbarer. Aber das liegt hauptsächlich am Image eines schnöseligen selbstgerechten Vorsitzenden Christian Lindners. Er ist das größte Problem, dass die FDP nicht punkten kann. Politische Schwergewichte gibt es bei den Liberalen nicht. Nur sich selbst überschätzende Leichtmatrosen. Die Liberalen sollen mal froh sein, wenn sie bei der nächsten Wahl überhaupt die 5 % Hürde stemmen.

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lesheinen 27.04.2019, 18:18
3.

Die Beschreibung der neuen Generalsekretärin ist durchaus nüchtern, aber auch sympathisch. Dankenswerterweise hat sie nicht billige Effekthascherei mittels exotischen, vom Blatt gelesenen und offensichtlich äußerst geringen Sprachkenntnissen betrieben. Auch launige Sprüche hat sie sich erspart. Ein angenehmer Kontrast zu Lindner.

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Marut 27.04.2019, 18:18
4. Karrierefrauen in der FDP

Ihre Rolle zu finden heißt auch, ob sie es schafft in der FDP auf der internen Führungsleiter emporzuklettern.
Es wird natürlich auch davon abhängen, wie sie sich in den anstehenden Wahlkämpfen schlägt, aber auch sehr, ob sie die nötige Durchsetzungskraft gegen die anderen "Karrierefrauen" in der Partei entwickeln kann. Wie viele andere Frauen, die beim Aufstieg Erfolg haben, werden die eine zusätzliche Konkurrenz neben sich ungerne dulden wollen. Wie so oft sind es hier weniger die Männer, die einem Erfolg im Wege stehen, sondern die anderen Frauen, die sich um ihren Erfolgsplatz bedroht fühlen.
So dürften auch die Frauen selbst in der FDP ein Grund dafür sein, dass es sowenige Frauen in der Partei gibt - was auch übrigends die strategisch denkenden Männer viel mehr kritisieren.
Die FDP ist von ihrer Programmatik her keine Partei für Arbeiter- oder auch Mittelschichtfrauen, sondern eben eher für Karrierefrauen. Und zu viele haben haben da nebeneinander auf der Leiter keinen Platz, da wird die Konkurrenz einfach zu groß.

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neutralfanw 27.04.2019, 18:21
5. Rettung der FDP ?

Jetzt muss Frau Teuteberg die Kohlen für Lindner aus dem Feuer holen. Lindner weiß, dass er sein Bundestagswahl-Ergebnis nicht mehr erreichen wird. Die Ex-Wähler hat er verloren. Jetzt muss ein neues Wähler-Klientel her. Das geht über die weiblichen Wähler. Wie so nett in dieser Kolumne beschrieben ist Herr Lindner sehr selbstbewusst. Jetzt hat er einen starken Gegenpol. Seine Arroganz wird hoffentlich auf ein normales Selbstbewusstsein zurückgesetzt. Nur geschultes Reden hilft nicht weiter.

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hardeenetwork 27.04.2019, 18:22
6. Viel Tamatam ...

Für eine sechs Prozent Partei. Und die FDP ist alles andere als Grün, oder ökologisch. Alleine das ist schon ein Problem und Lindner lässt sich ganz sicher nicht die Butter von Brot nehmen. Sieht im Moment eher wie ein laues Lüftchen aus.

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panca 27.04.2019, 18:24
7.

Die Frau ist eine echte Begabung. Ich mag' die FDP überhaupt nicht, aber ich habe sie bei einem historischen Podiumsgespräch auf Phoenix zur Weimarer Republik gesehen, und da war sie wirklich beeindruckend. Differenziert und klar. Wenn sie sich im politischen Tagesgeschäft als schussfest erweist, hat sie eine große Karriere vor sich...

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jonath2010 27.04.2019, 18:24
8. Einfach irreführend

Auch Teuteberg stimmt die alte Politik-Leier an: "Die FDP stehe zum Grundrecht auf Asyl, zugleich gehöre es aber zu einem rechtsstaatlichen Asylsystem, dass gehen muss, wer kein Recht auf Aufenthalt hat". Wie oft habe ich das schon gehört und gelesen? Gefühlt tausendmal. Seit die Kanzlerin die "Rückführungen" von abgelehnten Asylbewerbern als eine "nationale Kraftanstrengung" eingeordnet hat, befleißigt sich nahezu jeder Bundes- und Landespolitiker, die Wichtigkeit der Abschiebungen zu betonen. Aber angesichts der Tatsache, dass von den nicht Bleibeberechtigten tatsächlich nur ein verschwindend geringer Bruchteil das Land verlässt, finde ich solche Botschaften einfach nur irreführend.

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Zeitwesen 27.04.2019, 18:26
9.

"...dass sie ihre Rolle neben Parteichef Lindner noch finden muss."
Die Rolle der weinerlichen Diva hat Herr Lindner schon eingenommen, da bleiben dann noch viele Möglichkeiten.

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