Forum: Politik
Neue Finanzhilfen für die Griechen: JA! JA! JA!
REUTERS

In Deutschland wird wieder Stimmung gegen Griechenland gemacht. Die "Bild"-Zeitung druckt ein riesiges NEIN gegen weitere Finanzhilfen. Wir brauchen aber ein lautes JA zum Euro, zu Europa - und zum Erbe Helmut Kohls.

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jus94 26.02.2015, 16:10
130. Ja! Ja! Ja!

Wollt ihr den totalen Euro..

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rdexter 26.02.2015, 16:10
131.

Zitat von marcaurel1957
Kein Problem....von mir aus vollem Herzen ein JA zu Europa, zur Europäischen Union und zum Euro...! Was dennn sonst...das ist die Zukunft, auch wenn Ewiggestrige, Erbesenzähler und Bedenkenträger am liebsten in den schönen, kuscheligen deutschen Krähwinkel der 1960 Jahre zurück wollen.....nur ist der genauso Geschichte, wie DM und Nationalstaaten. Auch wenn ich nicht der größte Fan von Helmut Kohl bin, in dieser Hinsicht haben wir ihm viel zu verdanken.
Ich bin offensichtlich nach ihrer Definition

- ein Ewiggestriger, weil ich wenn ein Fehler gemacht wurde, dafür bin, diesen einzugestehen und daraus auch die notwendigen Konsequenzen zu ziehen (und sei es zum Zustand vor dem Fehler zurückzukehren)
- ein Erbsenzähler, weil ich es hinterfrage, mit meinen Transferleistungen/Steuern/der "schwarzen Null" den Lebensstandard von anderen Ländern zu finanzieren
- ein Bedenkenträger, weil ich die Parolen der Euroromantiker nicht blind übernehme, sondern meinen eigenen Kopf einschalte?

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Luna-lucia 26.02.2015, 16:10
132. Wir brauchen ein lautes NEIN zum Euro, und zu Europa

dann gehören unsere Steuergelder, wieder uns! Und werden nicht von Menschen, die wir niemals in diesem Leben, sehen, oder kennenlernen werden, verwaltet. Und nach deren Gutdünken, verschleudert! Zudem, das ewige Bankenretten, denn mehr ist es diesmal auch nicht! hilft den armen Menschen auf Griechenlands Straßen, garantiert nicht weiter! Ohne Europa - jeder Staat hat, was er hat, und gut ist!

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bonngoldbaer 26.02.2015, 16:11
133. Teilweise

Ich kann nur teilweise zustimmen.
Alles, was Sie über Griechenland und seine derzeitige Regierung schreiben, ist richtig.
Aber dass Bimbeskanzler Kohl eine Vision gehabt haben soll oder gar ein Erbe, das es wert wäre verteidigt zu werden: Die Botschaft hör ich wohl, allein mir fehlt der Glaube.
Ich unterstelle einmal zu Ihren Gunsten, dass es Ihnen vor allem darum ging, seine beiden Nachfolger im Amt des CDU-Vorsitzenden ein wenig zu ärgern.

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schwaebischehausfrau 26.02.2015, 16:11
134. @Ulrike E.: Ich will das auch...

Zitat von Ulrike E.
wenn die BRD so dafür ist, dass man *alle Verträge* einhalten müsste, dann wäre es *längst* überfällig, dass die BRD die *Zwangskredite*, die im 2. Weltkrieg besetzten Ländern vom "Dritten Reich" aufgezwungen wurden, endlich zurückzahlen. Aber, in dem Punkt ist man als *Finanzminister* gerne vergesslich. Dieses Eingeständnis von Konrad Adenauer, dass er *1951* abgeben musste (schriftlich), war die Vorbedingung, dass die BRD *1953* in den Genuss eines massiven Schuldenschnitts kam. Aber, leider wie so oft: Es zählt nur dann, wenn die BRD profitiert. Alles andere wird so lange totgeschwiegen, bis sich kaum noch ein Staat traut, sein Recht einzufordern. Die BRD will eine *harte Linie* fahren. Gut, dann aber gegen *alle EU-Schuldensünder*. Was ist mit Frankreich? Ach, nee, da ist man nachsichtig, weil sie zu den EWG-Gründerstaaten gehören. Stabilitätspakt müssen nur die *kleinen* einhalten. Die großen dürfen weiterhin alle Regeln brechen. So funktioniert es nicht. Wer jedoch will, dass der Euro scheitert, der kann weiterhin so verfahren. Warum man die Griechen nicht *austreten* lässt? Ganz einfach, sind diese plötzlich *erfolgreich* könnten *andere EU-Euro-Staaten* nachziehen*. Und das wäre nicht im Sinne der BRD.
..ich will das auch, was Sie rauchen. Also Deutschland hat Angst davor, dass Griechenland plötzlich "erfolgreich" ist. Wie definieren Sie dann "erfolgreich"?? Erfolgreich darin, als langfristiges Geschäftsmodell für Griechenland zu etablieren, sich seinen Lebensstandard von seinen europäischen Nachbarn finanzieren zu lassen? Griechenland (und zwar alle politischen Parteien dort) hat es doch schon lange aufgegeben, sich ernsthaft Gedanken darüber zu machen, wie man sich selbst ernähren kann, ohne seinen Nachbarn auf der Tasche zu liegen. Deshalb schwadronieren sie überall rum, es wäre Zeit für sowas wie einen "Europäischen Länderfinanz-Ausgleich" , leider hat sowas mit "europäischer Solidarität" rein gar nichts zu tun . Und es wird dazu auch nicht kommen - weil spätestens nach dem nächsten "Rettungspaket" die Wähler in den "Geber-Ländern" diesem Spuk ein Ende bereiten werden...
Zum Thema "Zwangskredite": Wer hindert Griechenland eigentlich daran, Deutschland vor einem ordentlichen internationalen Gericht zu verklagen?

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Rotter 26.02.2015, 16:11
135. Dooooch liebe geBILDete!

Man hätte sich z.B. die Dokumentation von Harald Schumann am Dienstag auf ARTE über "Die Spur der Troika - Macht ohne Kontrolle" ansehen können! Dann würde man wissen, dass nicht "die Griechen" "unser Geld" bekommen sondern ausschließlich "Banken" (darunter auch "unsere"), die leichtfertig Kredite eingeräumt haben; dass die Masse der Griechen NIX davon hat, im Gegenteil, Krankenhäuser wurden geschlossen, die Krankenversorgung liegt darnieder, Renten wurden drastisch gekürzt, Geschäfte mussten massenhaft schließen etc.. Den sog. Bessergestellten (z.B. Steuerhinterziehern) schiebt man nun im Rahmen der Zwangsprivatisierung auf billigem Weg das Tafelsilber zu etc..Insofern ist es eine Unverschämtheit, von "den Griechen" zu reden, es sind wie immer die "üblichen Verdächtigen" (wie bei uns im übrigen).

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stefanie_1979 26.02.2015, 16:11
136. Richtige Analyse, fragwürdige Schlussfolgerungen

Herr Augstein hat völlig Recht, die Griechen nehmen Deutschland und andere europäische Staaten nach Strich und Faden aus. Zum gleichen, freilich nicht schwer zu erkennenden Ergebnis ist wohl auch die Analyse der Bildzeitung gelangt.

Ich denke allerdings, dass ich die europäische Idee anders verstanden habe als Herr Augstein, der in der griechischen Regierung ihre Gralshüter erkennen möchte. Eine europäische Idee, die notdürftig nur das Ziel verbrämt, Nachbarländer soweit als möglich auszunutzen, hat keine Zukunft. Wo sind denn die europäischen Visionen Griechenlands, die über die durchsichtige Durchsetzung illegitimer nationaler Interessen hinweggehen? Sollte Europa scheitern, werden sie natürlich wie immer ihre Hände in Unschuld waschen, die tatsächlichen Totengräber Europas in Griechenland und ihre Helfer in anderen Ländern.

Länder, die astronomische Haushaltsdefizite von 5-10% machen, scheinen nicht allzu sehr unter der „Knute“ der Austerität zu stehen. Herr Augstein sollte einmal darlegen, was die einzige Alternative zu diesen doch nicht sehr weitgehenden Sparbemühungen ist. Aus welchem moralischen Recht sollten Deutsche, Slowenen oder Esten reichen Italienern oder Iren astronomische Staatsdefizite finanzieren müssen? Und wie sollte ein Europa auf Dauer ökonomisch tragfähig sein, in dem es am attraktivsten wäre, sich auf nationaler Ebene jahrzehntelang eine fragwürdige Steuermoral zu leisten und auf alle Unannehmlichkeiten zu verzichten, weil sich solche Unannehmlichkeiten doch in Europa auf andere verteilen lassen?

Leider haben Deutschlands Politiker in falscher und bequemer Nachgiebigkeit wieder einmal beschlossen, als europäischer Selbstbedingungsladen zu fungieren. Die von Augstein eingeforderten alten Kohl’schen Reflexe, sich ausnutzen zu lassen, um nicht als nationalsozialistisch verleumdet zu werden, sie sind noch intakt. Hoffentlich nicht mehr lange. Europa kann davon nur profitieren.

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freigeist56 26.02.2015, 16:11
137. Seit wann..

Zitat von Sabi
NEIN sagt das Volk, wenn das was zählt ?! In dieser Schein-Demokratie aber ist das Volk nur Störenfried !
Seit wann..sind Nazis das Volk?

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nataliamunich 26.02.2015, 16:11
138. Die Linke tut dann mal so,

als ob sie über ihren eigenen Schatten springen und sich einem Konservativen anschließen. Das ist ja nur die halbe Wahrheit. Griechenland sollte nach Kohls Meinung nicht in den Euro. Den Griechen liegt auch nichts an der Union, denen geht es um die Möglichkeit einer Finanzierung des eigenen Lebensstandards durch fremde Hände Arbeit. Eine Gemeinschaft erfordert das aufrichtige Zusammenarbeiten aller Beteiligten. Die Griechen haben den Sieg über die Deutschen für sich beansprucht, nicht umgekehrt. Die Deutschen werden nur von den eigenen Politikern ausgebeutet.

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dalimann 26.02.2015, 16:11
139. Schade, schade, schade ...

Das kleine Griechenland kämpft um das Geld der restlichen Euro-Partner. Aber Griechenland kämpft nicht für Europa, es geht Griechenland nur um die eigenen Vorteile (was ich sogar irgendwie verstehen kann und daher doch etwas neidisch auf deren Politiker bin, die im Gegensatz zu den unseren das eigene Volk vertreten). Hilfe für arme Griechen besteht nicht darin Reeder weiterhin steuerfrei arbeiten zu lassen, nicht darin prozentual ein x-faches an Beamten im Vergleich zu Deutschland zu beschäftigen, Bürgern nicht gezahlte Steuern ohne sichtlichen Grund zu erlassen und auch nicht arrogant wie die Axt im Walde aufzutreten ...

Andere Euro-Länder werden versuchen dem griechischen Beispiel zu folgen. Sie werden sich nicht mehr an unterschriebene Verträge erinnern, sich nicht mehr an die Zusagen der vorhergehenden Regierungen halten und ebenso Erpressungsversuche starten. Das nennt man heute Demokratie? Und Herr Augstein, Sie provozieren ja bekanntermaßen immer recht gerne - zu mehr reicht Ihr Text leider nicht.

Im übrigen BürgerinS, die spanische Partei nennt sich Podemos, was soviel wie "Wir können" heißt. Podemos wird uns sehr bald zeigen, wie sie dem griechischen Beispiel folgen möchte und dann hat sich der Euro und ein einheitliches Europa ganz schnell von selbst erledigt.

Ein Europa, welches an einem Strang zieht, hätte so schön sein können, wirklich schade!

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