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Neue Hürde für No-Deal-Brexit: May erleidet Niederlage im Parlament
ANDY RAIN/EPA-EFE/REX

Wenige Tage vor der entscheidenden Abstimmung haben die britischen Abgeordneten neue Hindernisse für den Fall eines No-Deal-Brexit durchgesetzt. Das Ergebnis spiegelt die schwache Position von Premier May wider.

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lauscheid 08.01.2019, 22:32
1. Warum nur zwei Varianten?

Es ist enttäuschend, dass es für die Parlamentarier nur zwei Varianten gibt. May's Vorschlag, oder No Deal. Würde es mehr Optionen geben, nach denen das Parlament abstimmen kann, wären Mehrheiten wohl sicherer. Man könnte zur Wahl stellen, keinen Brexit zu machen, und vielleicht noch ein Norwegenmodell. In jeder Abstimmung fällt eine Variante weg.

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witti 08.01.2019, 22:57
2. Der Parlamentsbeschluss zeigt vor allem eines:

Trotz allem hin- und her gibt es im britischen Parlament noch eine Mehrheit der Vernunft, also ausreichend Abgeordnete, die ein Chaos namens "No-Deal-Brexit" verhindern wollen. Meine Prognose deshalb: Die Briten werden dem Brexit-Deal von May zustimmen - vielleicht noch nicht beim ersten Mal am 15.01., aber doch noch rechtzeitig vor dem 29.03.2019.

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Schartin Mulz 09.01.2019, 23:12
3. Es ist nicht May's Vorschlag,

Zitat von lauscheid
Es ist enttäuschend, dass es für die Parlamentarier nur zwei Varianten gibt. May's Vorschlag, oder No Deal. Würde es mehr Optionen geben, nach denen das Parlament abstimmen kann, wären Mehrheiten wohl sicherer. Man könnte zur Wahl stellen, keinen Brexit zu machen, und vielleicht noch ein Norwegenmodell. In jeder Abstimmung fällt eine Variante weg.
es ist das Ergebnis monatelanger Verhandlungen der britischen Regierung mit der EU.
Und "kein Brexit" wäre ein Wortbruch. Den Wählern ist versprochen worden, dass das Ergebnis der Volksabstimmung bindend sein wird.

M.E. hat Frau May einen guten Job gemacht und ein Abkommen ausgehandelt, mit dem beide Seiten leben können.

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Johannes60 09.01.2019, 23:31
4. Idee für mehr Zeit

Warum ist eigentlich noch niemand auf die Idee gekommen, dass GB auch schlicht den Austrittsantrag zurückziehen kann und ihn dann am nächsten Tag erneut stellt. Dann wäre die Uhr wieder auf Null gestellt und man kann in Ruhe weiter verhandeln

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jujo 09.01.2019, 23:33
5. ....

Ich denke auch, das bei einer Mehrheit der Parlamentarier die Einsicht siegt, das ein Brexit mit Abkommen zwar schlecht ist. Ohne Abkommen aber katastrophal.

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Celegorm 09.01.2019, 00:21
6.

Zitat von lauscheid
Es ist enttäuschend, dass es für die Parlamentarier nur zwei Varianten gibt. May's Vorschlag, oder No Deal. Würde es mehr Optionen geben, nach denen das Parlament abstimmen kann, wären Mehrheiten wohl sicherer. Man könnte zur Wahl stellen, keinen Brexit zu machen, und vielleicht noch ein Norwegenmodell. In jeder Abstimmung fällt eine Variante weg.
Es kann nur ein ausgehandeltes Abkommen zur Abstimmung vorgelegt werden und dann wird dieses angenommen/abgelehnt. Eine bunte Wünsch-dir-was-Abstimmung ist darum schon rein rechtlich und logistisch nicht möglich.

Hinzu kommt einmal mehr, dass GB nun zwei Jahre Zeit hatte, sich darüber klar zu werden, wie der Brexit vollzogen werden soll/kann. Und Mays Deal ist halt, was dabei heraus kam. Wenn das Parlament oder sonst wer andere, mehrheitsfähige Vorschläge gehabt hätte, hätte man diese halt in den letzten zwei Jahren vorbringen und durchsetzen müssen. Letztlich ist der jetzige Vorschlag aber das einzig konkrete, was überhaupt irgendjemand produziert hat, und realistisch gesehen ist es wohl auch das bestmögliche Abkommen, das GB kriegen konnte. Ein weiteres Herumeiern mit irgendwelchen alternativen Modellen, die keine Mehrheit haben, oder einem Rückzug, für den es längst zu spät ist, bringt zum jetzigen Zeitpunkt niemandem mehr etwas.

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T.Fink 09.01.2019, 00:25
7. Hat man einfach, falsch angefangen.....

Erst eine Abstimmung, ja (Deal) oder nein (Gleich ohne Deal raus aus der EU zu fixem Termin)...hat die Deal seite die Mehrheit...Dann eine Delegation zum Verhandeln und was da rauskommt gilt und fertig... und nicht....Verhandeln und dann über das Verhandelte wieder abstimmen lassen....völlig klar, sowas kann nur in die Hose gehen.....aber da werden wohl nur Bürokraten schlau draus

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Atheist_Crusader 09.01.2019, 00:41
8.

Zitat von lauscheid
Es ist enttäuschend, dass es für die Parlamentarier nur zwei Varianten gibt. May's Vorschlag, oder No Deal. Würde es mehr Optionen geben, nach denen das Parlament abstimmen kann, wären Mehrheiten wohl sicherer. Man könnte zur Wahl stellen, keinen Brexit zu machen, und vielleicht noch ein Norwegenmodell. In jeder Abstimmung fällt eine Variante weg.
Das Norwegen-Modell funktioniert für Norwegen. Wenn die briten etwas ähnliches fpr sich wollten, dann müsste das neu ausgehandelt werden. Dazu ist keine Zeit mehr.

Es gibt also nur drei Optionen:
Brexit mit Mays Deal
Brexit ohne Mays Deal (aka Hard Brexit)
kein Brexit

Der Exit vom Brexit ist aber nur theoretisch eine Option. Praktisch hat man zu viel Arbeit und Rhetorik dort hinein investiert um jetzt noch einen Rückzieher zu machen. Wenn Jahrzehnte der Desinformations- und Denunzierungskampagnen gegen Brüssel darin münden dass man sich zum Gehen aufraffte und dann doch blieb, dann können unzählige Politiker (nicht nur bei den Tories) einpacken und nach Hause gehen. Dann haben sie ihre politische Karriere gründlich ermordet.

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jacobwhitephoto 09.01.2019, 00:50
9. UK wieder in der EU?

Ich war ein großer Gegner des Austritts, allerdings spielte ich keine Rolle da ich kein Brite bin. Aber an alle die denken dass das gut wäre wenn GB den Brexit zurücknimmt nur soviel:
- Wir hätten einen Partner “dazugewonnen” der tief gespalten ist und in dem eine große Minderheit gegwn die EU ist
- Diese “Minderheit” besitzt eine enorme Macht und sie wird so eine Entscheidung nicht einfach so hinnehmen.
- Diese Minderheit wird nicht nur GB lahmlegen sondern wird alles daran tun die EU als ganzes abzuschaffen, oder zumindest diese auch zu sabotieren
- desweiteren hatte GB wohl wieder ihren Briten Rabatt und GB wird weiterhin den Pound besitzten und durch Ihren sonderstatus an und aus London heraus Globales Kapital binden welches nicht in die leeren Steuerkassen der EU mitglieder geht so dern an die Investoren

Es wäre in der Tat besser wenn GB fur zumindest wine Weile ausscheidet ... dann kann GB ihr eigenes Haus in Ordnung bringen und die EU hatte zumindest die Möglichkeit sich Sozial und Finanziel und Ihre Geldpolitik zu refomieren ...

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