Forum: Politik
Neue Iran-Politik der USA: Saudis fürchten Amerikas Liebesentzug
DPA

Die USA und Iran sprechen wieder miteinander - ein Affront für Saudi-Arabien. Nun reist auch noch US-Außenminister Kerry persönlich zu den Atomgesprächen nach Genf. Die Sorge der Scheichs um ihre Vormachtstellung im Nahen Osten wächst.

Seite 1 von 5
BettyB. 08.11.2013, 11:53
1. Schade nur, dass die so viel Öl haben...

Die Herrschaftsform ist schon seltsam und ohne Öl würden selbst die US-Amerikaner die Saudis vielleicht nicht mer unterstützen. Verbliebe noch Merkel als Kriegswaffenlieferantin, doch auf die ist wohl Verlass..

Beitrag melden Antworten / Zitieren
xxbigj 08.11.2013, 11:57
2. optional

Saudi-Arabien hat von uns deutschen für Milliarden Kriegsgerät gekauft und kauft mit unterstüzung der Bunderegierung Merkel 30 U-Boote. Und die fühlen sich bedroht? Lächerlich!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
testi 08.11.2013, 12:07
3. Unglaublich

da sprechen politische/militärische gegner wieder miteinander und die Saudis empfinden das als Affront.
Es ist doch gut wenn man miteinander spricht.
Man stelle sich einmal vor, die Amis würden die Saudis auffordern Frauen Auto fahren zu lassen... Das wäre ein wahrer Affront. :)

Beitrag melden Antworten / Zitieren
ScaryJow 08.11.2013, 12:11
4. .

Im Vergleich zu den salafistischen Saudis sind die Mullahs im Iran ja geradezu harmlos. Und von der Bevölkerung will ich gar nicht erst sprechen. Da liegen Welt zwischen. Ich glaube es gibt kein Land, dass kulturell weiter vom Westen entfernt ist als Saudiarabien. Diese Umorientierung, sollte sie denn kommen, wäre nur zu begrüßen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Larry 08.11.2013, 12:15
5. Eines Tages...

wird die Rolle Saudi Arabiens in der Nahost US-Politik seit September 2001 richtig wahrgenommen.
15 der 19 World-Trade-Center Stürmer kamen aus Saudi Arabien, doch alle Saudis , die sich nach 9.11 noch auf US-Territorium befanden, wurden trotz Flugsperre nach Ryiad geflogen und im offiziellen CIA-Bericht alle Passagen über der Saud-Familie geschwärzt. Dann wurde Saddam Hussein aus dem Amt gejagt und in Achmadinejad ein neuen Feind gefunden. Nicht nur die AIPAC hat in Washington viel zu sagen, die Öl-Saudis sind noch mächtiger.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
capote 08.11.2013, 12:16
6. Uncle Sam

Zitat von
Eine echte Liebe zwischen Washington und Riad gab es nie, von Anfang an war es von beiden Seiten eine Zweckehe, die in den dreißiger Jahren geschlossen wurde, als die Ölförderung im Königreich begann. Saudi-Arabien wurde zu einem "wichtigen Freund" der USA erkoren, und Amerika stand der absoluten Monarchie im Wüstenland über Jahrzehnte hindurch mit Worten und Waffen treu bei.
Wir haben doch gerade von den US-Amerikanern gelernt, Freundschaft zwischen Staaten gibt es nicht, nur Interessen! Warum sollte es den Saudis mit den Amerikanern anders (besser) gehen als allen anderen?

Wir müssen alle langsam (besser schneller) erwachsen werden und in den US-Amerikanern nicht den stinkreichen, guten Uncle Sam sehen, sondern hart am Staatsbankrott vorbeischrammende, knallharte Geschäftsleute, die keine Ethik haben, keine Moral und keine Geschichtsbewusstsein, sondern nur und ausschlisslich Ihre kurzfristigen finanziellen Interessen sehen.....

Beitrag melden Antworten / Zitieren
idealist100 08.11.2013, 12:18
7. Wie schon

Zitat von sysop
Die USA und Iran sprechen wieder miteinander - ein Affront für Saudi-Arabien. Nun reist auch noch US-Außenminister Kerry persönlich zu den Atomgesprächen nach Genf. Die Sorge der Scheichs um ihre Vormachtstellung im Nahen Osten wächst.
Wie schon geschrieben vor 2 Wochen, jetzt haben die Amis Gas und Öl durch Fracking und brauchen die Saudis nicht mehr. Also liebe saudis, Pech gehabt wie Sadam geht es euch demnächst, denn ihr gehört dann zur Achse des Bösen. Ging ja schneller wie gedacht.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Becks0815 08.11.2013, 12:27
8. Freitag is!

Warum die Aufregung? Die Saudis müssen lediglich etwas die Diskussion anheizen ob man Öl nun zwangsweise in US-Dollar handeln muss und schon wird Washington kuschen.

Bleibt den USA auch nichts anderes übrig denn sobald der USD keine weltweite Sonderstellung hat (hauptsächlich dank Öl) können die US-Schulden nicht mehr in die Länder abgewälzt und per Druckerpresse verwässert werden, welche den Dollar für ihren Handel vorrätig halten müssen.
Und dann haben die USA ein Problem.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
raumbefeuchter 08.11.2013, 12:27
9. Der Iran ist zu wichtig

Der Iran ist zu wichtig um mit ihn nicht reden zu wollen. Da gibt es viele Faktoren die dafür sprechen und es ist nicht nur Öl. Beide Länder kämpfen um die Vorrherschaft im Nahen Osten. Durch eine geschichliche Fügung an der die Amis ihren Teil haben, ist der heutige Iran keine Demokratie sondern ein Mullahregime. Dennoch, Saudi Arabien hatte nie das Potenziall für mehr als ein Religionsregmie zu sein. Während Iran von heute auf morgen eine Demokratie haben könnte, weil die Menschen dort bereit für sowas sind, wird die Transformation in Saudi Arabien eher 100 Jahre dauern.
Verglichen mit Saudi Arabien sind die iranischen Menschen gebildet und können sich weitgehend mühelos in unsere westlichen Gesellschaften integrieren.
Interessanterweise kommen die meisten Terroristen aus Saudiarabien und anderen arabischen Ländern. Mir sind keine iranischen Terroristen in Europa bekannt.
Daher sind die Schritte von Kerry/Obama richtig. Ein stabiler Naher Osten ist auch für Europa vom vitalen Interesse.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 5