Forum: Politik
Neue Mannschaft in Brüssel: Juncker macht Briten zum EU-Finanzkommissar
mauritius images

Überraschende Besetzung in der neuen EU-Kommission: Der Brite Jonathan Hill verantwortet künftig den wichtigen Bereich Finanzen. Außerdem übergibt Kommissionschef Jean-Claude Juncker dem Deutschen Günther Oettinger das Ressort Digitale Wirtschaft.

Seite 10 von 11
93160 10.09.2014, 19:25
90.

Zitat von j1958
dass 'die Bundesregierung sich gleich mehrfach nicht durchsetzen konnte'. Die EU wird zu einem Kabinett der Chaoten und Clowns. Auf der anderen Seite wird die EU aber immer mächtiger. Unsere Bundesregierung versteht keine Interessenpolitik, keine Geopolitik, das Internet und seine Folgen sowieso nicht. Ich habe den Eindruck, wir haben ein Regierungskabinett das sicher in den 50ern verankert ist und nicht bemerkt hat, dass die Welt heute eine andere ist. Man darf nur sicher sein, dass es und wieder viel Geld kosten wird. Eine der wichtigsten Forderungen des amerikanischen Unabhängigkeitskrieges war der Spruch 'No taxation without representation'. Vielleicht wird es Zeit auch in Brüssel dieses einzufordern statt sich mit der Leitung der Poststelle abspeisen zu lassen.
Wie sollte sich den BUndesregierung "durchsetzen"?
Die Kommisare werden doch von allen Laendern bestimmt.Waere der Oettinger beim Handel gelandet, dann gute Nacht Europa. Obwohl diese Nacht genau so schwarz aussehen wird durch die Schweden.
Uns haben schon Eure Sparlampen gereicht. Was wollt Ihr denn noch verbocken?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
luny 10.09.2014, 19:49
91. Proporz

Zitat von pro_europa
Bei der Besetzung der Aufgabenfelder der Kommission geht es nicht darum, wie groß das Land, der wäre ja auch schlimm, wenn nur große od. bevölkerungsreiche Länder Spitzenposten in der Kommission bekommen. Sondern es geht hier um die Eignung der Kommissare, in D. wird auch nicht entschieden aus welchem Bundesland der Minister kommt und wie groß dieses sein muss.
Hallo Pro_europa,

jedes EU-Land darf einen Kommissar stellen. Für
Deutschland ist das der ehemalige Ministerpräsident
Baden-Württembergs.

Welches Ressort er erhält, entscheidet der Kommissions-
präsident.

Und ja, in Deutschland wird nach Proporz entschieden,
wer als Minister berufen wird.

Kristina Schröder wurde z. B. Familienministerin, weil
es jemand von der CDU aus Hessen und möglichst eine
Frau sein sollte.

Bei der Entsendung eines Kommissars aus Deutschland
scheint eher das Motto zu gelten:

"Der Bub braucht halt 'nen Job!"

Was das mit Eignung zu tun haben soll, erschließt sich
mir nicht oder wie erklären Sie sich das "Job-Hopping"?

LUNY

Beitrag melden Antworten / Zitieren
walter_e._kurtz 10.09.2014, 20:49
92. *hink*

Zitat von moe.dahool
... Übrigens ist die Ernennung der Kommissare sehr wohl demokratisch, wir wählen bei den BTW schließlich auch keine Minister. Aber man konnte die Uhr danach stellen, mit dem Artikel über die Ernennungen kommen all die Couch-Politiker hervor und machen auf entrüstet, obwohl viele wahrscheinlich die meisten Namen heute zum ersten Mal gelesen haben. Ihr dürft gerne weiter AfD wählen.
Wenn wir bei Ihrem Bspl. bleiben, dann wäre es so, als würden die Landesregierungen die Minister inkl. Kanzler abstellen und der Bundestag hätte freundlich abzunicken.
Die Kommision ist und bleibt der Bypass, über den die Nationalregierungen ihren Einfluß geltend machen - in einem absolut unangemessenen Ausmaß. Da kann man sich die Wahlen zum EU-Parlament gleich schenken, denn sie stellen lediglich das demokratische Deckmäntelchen dar. Ein ziemlich löchriges Exemplar, soviel sei angemerkt.
Hätte das EU-Parlament das Vorschlagsrecht für Kommissare und deren Präsident, sähe die Angelegenheit bedeutend anders aus, aber so...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
luny 10.09.2014, 21:30
93. Gewichtung

Zitat von walter_e._kurtz
Hätte das EU-Parlament das Vorschlagsrecht für Kommissare und deren Präsident, sähe die Angelegenheit bedeutend anders aus, aber so...
Hallo Walter_e._kurtz,

jedes EU-Land stellt EINEN Vertreter als Kommissar.

Das ist jetzt völlig unabhängig davon, wie viele Ein-
wohner das jeweilige Land hat.

Und dann entscheidet der Kommissionspräsident,
welcher nominierte Kommissar welches Ressort
erhält.

Und ja, es gibt wichtige Ressorts und es gibt weniger
wichtige.

"Digitale Wirtschaft" ging an Deutschland.

Na, BRAVO!

Nachdem es sich bei diesem Ressort um "Neuland"
handelt, kann der designierte Vertreter Deutschlands
kaum etwas falsch machen :-)

LUNY

Beitrag melden Antworten / Zitieren
bergfex55 10.09.2014, 21:48
94. Da hat der Juncker

die Mutti ganz schön in den Sack gehauen.
Der gösste Nettozahler der EU endet am Katzentisch.
Wie lange gehen diese Demütigungen weiter.
Ohne Mutti wäre der Juncker eine Lidschlag der Historie.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
megainfo 10.09.2014, 22:14
95. eine Katastrophe

Mit solchen Personalien schaufelt sich die EU ihr eigenes Grab. Eine Chance die hier wegen der Engstirnigkeit einiger Bürger und Politiker vergeben wird.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
DerWeisseWal 11.09.2014, 11:28
96. Dum dagegen

Zitat von walter_e._kurtz
Ein Gegenvorschlag würde Sinn machen, so er denn Sinn machte. Da die Kommissare aber lediglich von den nationalen Regierungen vorgeschlagen werden, hat der geneigte Wähler und Bürger aber keinen Einfluß auf diese Ernennung. Also erübrigt sich eine konstruktive Debatte zu den einzelnen Kommissaren.
Solange die nationalen Regierungen jeweils demokratisch gewählt wurden, hat der Wähler und Bürger Einfluß auf die Auswahl der EU-Kommissare.

Und ich glaube, es gibt unter den EU-Staaten keinen, in dem die Regierung nicht durch Wahlen zustandekommt.
Das kann also keine Ausrede sein, immer nur jeden einzelnen abzulehnen ohne sich auch nur ein paar Sekunden über einen Gegenvorschlag Gedanken zu machen.
Es war schon immer weniger Aufwand und Grips nötig, um etwas kaputtzumachen als um etwas aufzubauen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
DerWeisseWal 11.09.2014, 11:29
97. Beliebter, aber ...

Zitat von stegiro68
Mit der heutigen Postenverteilung wird erneut der geringe Einfluss der Bundesregierung auf die europäische Politik deutlich.
... totaler Irrtum !
Die EU-Politik wird von keinem anderen Land so stark geprägt wie von Deutschland. Die Nationalität der Figuren, die diese Politik am Ende umsetzen, ist dabei völlig wurst.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
DerWeisseWal 11.09.2014, 11:33
98. Nite

Zitat von reinhard_d
Ist so eine Art Mainstream im Augenblick. Rette sich wer Amt hat in die Pfründe der guten Versorgungen. Der Rest wird schon irgendwie werden!
Mainstream ist es, solche Vorurteile zu äussern.
Wer bei der Ernennung der Kommissare nur neidisch darauf ist, dass diese einen Job bekommen, der hat möglicherweise andere Sorgen als das Verstehen von politischen Inhalten.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
clochard185 16.09.2014, 22:34
99. Das riecht so richtig ...

nach Vetterles-Wirtschaft. Dieser neue Finanzkomissar wird das sauer verdiente Geld der Deutschen direkt nach England leiten. Die englischen Finanzinstitute sind ja inzwischen darauf spezialisiert mit fremden Geld die heimische Hedgefonds-Maschinerie anzuwerfen.
Frage: womit verdient England eigentlich seinen Unterhalt? Bestimmt nicht mit seriösen mittelständischen Unternehmen. Ich haben in den letzten 20 Jahren kein Produkt gekauft, auf dem Made in England stand. So gesehen sind wir einem gewaltigen Neidfaktor ausgeliefert. Man kann es drehen und Wenden, aber moralisch gesehen kann man nur mit guten Ideen reales Geld verdienen. Hedgefond-Tricksereien gehören garantiert nicht dazu. Ich würde sie eher dem Glückspiel zuordnen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 10 von 11