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"Neue Seidenstraße": Wie China mit 900 Milliarden Dollar die Welt erobert
REUTERS

In Peking feiert China mit der "neuen Seidenstraße" das größte Entwicklungsprogramm seit dem Marshall-Plan. Europa und Deutschland sind skeptisch - haben dem Ehrgeiz der Chinesen aber bislang nichts entgegenzusetzen.

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Badischer Revoluzzer 14.05.2017, 14:02
1. China hat seine Regeln.

Diese Regeln zieht es eiskalt durch, ohne Rücksicht auf irgendwelche westlichen Spielregeln. Im Westen knickt man vor dem Billig- und Massenmarkt ein. Der westliche Kaptialismus bzw der westliche Markt ist nicht in der Lage dem Preiskampf Chinas etwas entgegenzusetzen. Der Preis zählt. Das macht uns kaputt und zur chinesischen Beute.

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steve72 14.05.2017, 14:09
2.

Die Chinesen betreiben haben Visionen und ein Ziel vor Augen ,der Staat macht betreibt Wirtschaftspolitik
und das erfolgreich!
Nur das wird kein Politiker laut sagen wollen .

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wynkendewild 14.05.2017, 14:20
3. Ist doch gut so

Ich empfinde es mehr als befremdlich das fremde Länder nur dann das Wohlwollen "der" Deutschen zu genießen scheinen, wenn diese in ein bestimmtes Raster passen.

Jedes Land welches sich global behaupten und mitreden kann wird als Bedrohung empfunden. Solche Großprojekte bringen weitaus mehr als die Aufstockung von Entwicklungshilfe oder regionale Projekte, bei denen die Wirkung sowieso nur zu verpuffen droht.

MfG:
wynkendewild

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kumi-ori 14.05.2017, 14:25
4.

Es muss nicht schlecht sein, wenn China vielleicht am Ende so etwas wie eine ostasiatische EU hochzieht, denn das könnte das Ende der kriegerischen Auseinadersetzungen bedeuten. Wenn jeder Talibanfürst eine halbe Milliarde Taschengeld erhält oder vielleicht mal sein Mittagessen nicht so gut verträgt, dann hat niemand mehr einen Grund, die Länder mit Kriegen und Frömmigkeit zu überziehen. In Nordafrika könnte die EU selbst ein Aufbauprogramm auf die Beine stellen (Desertec kann nur der Anfang sein). Statt in die Zukunft dieser Länder zu investieren und Wohlstand und Freiheitsrechte dort zu fördern, beschränken wir uns darauf, Flüchtlinge aus dem Meer zu fischen.

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blauerapfel 14.05.2017, 14:39
5. Die Chance nutzen

Europa sollte die Chance nutzen.
Man stelle sich nur vor, der ganze Raum zwischen China und Europa, plus (Teile) Afrikas werden zu entwickelten Ländern. Was ensteht da für ein wirtschaftliches Potential (= Kunden), gigantisch!
Z.B. Pakistan, bald 200 Millionen Einwohner, zum Teil sehr gut ausgebildete, unternehmerisch denkende Menschen, mit Abschlüssen in den USA und England. Was fehlt ist Infrastruktur.
Was das Denken Chinas und Europas unterscheidet: China will eine pluralistische Zusammenarbeit. Staaten mit unterschiedliche Kulturen, unterschiedlichen Werten und unterschiedlichen politischen Systemen sollen gleichberechtigt zusammenarbeiten.
Europa (und die USA) wollen immer ihre Ideologien, ihre Wertesysteme mit exportieren. Letztlich immer noch ein Denken aus der Kolonialzeit: Kanonenboote + Glassperlen + Bibeln.
So funktioniert die Welt heute nicht mehr.

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runningstar 14.05.2017, 14:42
6. @3

Die Frage ist aber wie.

Wenn Deutschland zum Beispiel im Lande so bauen könnte, wie China es im eigenen Land macht, gibt es keine Bürgerbeteiligung mehr. Bei Stuttgart21 z.B. würde jetzt keiner Eidechsen aufsammeln oder so und die ganzen Diskussionen vor ab, die jeweils etliche Jahre dauern, gäbe es auch nicht. So bekommt man natürlich schnell und bequem jedes Großprojekt fertig. Wozu bei der Stromtrasse durch Deutschland mit den Bürgern sprechen? Einfach durchziehen. Wer nachher die Strommasten vor dem Haus hat, hat halt Pech gehabt und wenn jemand umziehen muss wegen der Trasse, dann hat halt dieser Bürger noch mehr Pech gehabt. Entschädigung? Ja, aber nur ein bisschen.

Ist es das, was Ihnen so vorschwebt?

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HaraldSchicke 14.05.2017, 14:48
7. Die Sache ist doch ganz einfach

China bezahlt und wer bezahlt macht die Regeln. Wenn die Europäer mitbestimmen wollen, werden sie auch Geld und Visionen einbringen müssen. Geld sollte vorhanden sein, aber an kühnen Visionen wie denen Chinas mangelt es.

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Ein_denkender_Querulant 14.05.2017, 14:51
8. China hat massive Probleme

Wie alle Schwellenländer hat China massive Probleme. Die kapitalistische Karawane zieht weiter, es gibt neue Billiglohnländer und China ist mit seiner Unsicherheit für Investoren weit vom Best Cost Country entfernt. Das Volk rumort, die Umwelt ist versaut, das Problem der Einkindpolitik holt das Land ohne Rentenversicherungen gerade massiv ein. Dazu gibt es extreme Börsenblasen im Land, die Sprache verhindert zielgerichtete Entwicklungen, wenn Projekte laufen sollen, muss in Englisch gearbeitet werden.

Dazu begehrt die Führung militärisch auf und sucht Konfrontationen. All das kostet extrem viel Geld. Insbesondere, wenn China als anerkannte Wartwirtschaft, bald seine Währung frei geben muss, dann drohen schnell massive Aufschläge mit Konsequenzen für die Wettbewerbsfähigkeit. Die Idee des 900 Milliarden Investitionsprogramm ist ein letztes Aufbäumen. Es kann funktionieren, drücken wir den Chinesen die Daumen, damit es nicht so ausgeht wie in Südamerika oder Russland.

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RudiLeuchtenbrink 14.05.2017, 14:53
9. Handel ist die bessere Initiative,

so ein gewaltiges Projekt bindet millionen von Arbeitsplätzen. Ich könnte mir gut vorstellen das da Siemens mit an den Eisenbahn Strecken mit verdienen kann. Unsere Wirtschaftsexpansion stößt schon lange an ihre Grenzen, die "Seidenstrasse" kann für lange Zeit ein Motor sein.

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