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"Neue Seidenstraße": Wie China mit 900 Milliarden Dollar die Welt erobert
REUTERS

In Peking feiert China mit der "neuen Seidenstraße" das größte Entwicklungsprogramm seit dem Marshall-Plan. Europa und Deutschland sind skeptisch - haben dem Ehrgeiz der Chinesen aber bislang nichts entgegenzusetzen.

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jj.ll. 18.05.2017, 21:33
150. an freddygran

Zitat von freddygrant
Die moralischen Leichen der Chinesen sind hypothetischen Zukunftsmusik. Die Leichen des kapitalistischen Westens, seines Kolonialismus und seiner aktuellen, politischen Vertreter in den letzten hundert Jahren sind Fakt und historische dokumentierte Realität ...
Auch die moralischen Leichen der Italochinesen sind Fakt. Schaun Sie sich doch die Fabriken, Massagesalons, Spielhallenbetreiber u.a. chinesischer Mitbuerger in Italien an. Da stossen Sie auf Schwarzarbeit, Ausbeutung, Steuerhinterziehung, Markenfaelscherei u.v.a.m. Was sagt die italienische Gewerkschaft, die fuer die Alitaliaangestellten zum Streik aufruft und in einer Mitarbeiterbefragung die Verstaatlichung erzwingen will: Chinesen sind wohl keine Genossen, fuer die es sich lohnt auf die Strasse zu gehen.

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wauz 18.05.2017, 21:42
151. stupid german money

Deutschland, das einstige Industrieland... und die führenden Kapitalisten haben vergessen, dass der reichtum aus der Produktion kommt. Die einzige Volkswirtschaft, die alleine vom Plündern anderer Länder lebt, ist die der USA. Durch Finanzmarkttricks und militärische Macht haben die USA eine einzigartige Stellung. Und eine "Nummer Zwei" gibt es in dieser Rangordnung nicht.
Die chinesische Volkswirtschaft wurde lange als "verlängerte Werkbank" missbraucht. Und jetzt ist sie die mit dem größten Potenzial. Die deutsche Volkswirtschaft hat in den 90er Jahren ihre Basis - eine kompetente und produktive Arbeiterklasse - kaputt gemacht und dazu noch die demographische Basis endgültig zerstört. Und schlimmer noch: die deutsche Politik hat dem restlichen Europa die Fehler der deutschen Wirtschaftskapitäne aufgedrängt. Damit ist auch die EU ihrer Basis beraubt.
Rettung verspricht nur ein strategischer Schwenk: eine Ausrichtung auf China. Und eine baldmöglichste Trennung von den transatlantischen Zecken USA und Kanada.

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wauz 18.05.2017, 22:04
152. Geschwafel!

Zitat von jj.ll.
Auch die moralischen Leichen der Italochinesen sind Fakt. Schaun Sie sich doch die Fabriken, Massagesalons, Spielhallenbetreiber u.a. chinesischer Mitbuerger in Italien an. Da stossen Sie auf Schwarzarbeit, Ausbeutung, Steuerhinterziehung, Markenfaelscherei u.v.a.m. Was sagt die italienische Gewerkschaft, die fuer die Alitaliaangestellten zum Streik aufruft und in einer Mitarbeiterbefragung die Verstaatlichung erzwingen will: Chinesen sind wohl keine Genossen, fuer die es sich lohnt auf die Strasse zu gehen.
Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun! Auf der ganzen Welt gibt es überall Auswanderer. Das sind aber nicht die kapitalkräftigen Gewaltigen. Auch nicht die Eroberer der Finanzimperien!
Ihr Post ist einfach Ausdruck der allfälligen, ausländerfeindlichen Ressentiments.
Wenn chinesische Klein-Geschäftsleute Steuern hinterziehen, Markenfälschungen betreiben und ihre eigenen Landsleute ausbeuten, tun sie genau das, was die Einheimischen auch machen. das es das alles in diesem Umfang in Italien gibt, liegt an Italien selbst. Zum Teil zumindest. denn nach dem WK2 haben die US-Geheimdienste alles dafür getan, dass die Mafia alle Gesellschaftsbereiche unterwandert, damit Christdemokraten und Kommunisten nicht wieder ein Bündnis eingehen, wie zu der Zeit der deutschen Besetzung.

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blueshift774 19.05.2017, 09:23
153. Wir lassen uns lieber...

vom "Deep State" in eine NATO-Konfrontation gegen Russland treiben, anstatt teilzuhaben am "Eurasischen Projekt". Russland - ganz besonders unter der Führung Putin's - ist nicht Gegner, sondern Partner, der besonders Deutschland die Türen nach Eurasien öffnen würde. Wir haben nach einem Jahrhundert eine enge Freundschaft mit Frankreich. Wir können diese enge Freundschaft auch mit Russland und Staaten der russischen Föderation heute haben!
Dies ist das erste Projekt weiterer Projekte im eurasischen Wirtschaftraum. Außerdem ein interessanter Kontrast: China investiert 900 Mrd in den Ausbau von Infrastruktur, Technologie und Entwicklung! Die USA investieren dieselbe Summe in ihre militärische Aufrüstung!
Wir werden diesen Wirtschaftsboom brauchen, wenn die französische Wirtschaft mit deutschem Geld hochgepuscht werden muss, um die EU zu erhalten. Wann begreifen diese "politischen Holzköpfe" das endlich in Deutschland.

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touri 19.05.2017, 11:11
154.

Zitat von dieter 4711
China legt sich damit ein Konjunkturprogramm auf. Der Westen sollte abwarten und Tee drinken, bis man das Ergebnis sehen kann.
Nur das dann der Zug im wahrsten Sinne des Wortes abgefahren sein dürfte. Denn die Chinesischen Firmen werden sicherlich nicht nur die direkten Aufträge, die sich aus den Infrastrukturmaßnahmen ergeben abgreifen, sondern auch feste Handelsbeziehungen aufbauen, wo ein fremder kaum eine Chance haben dürfte reinzukommen. Mit anderen Worten, sie sichern sich Märkte.

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wauz 19.05.2017, 12:31
155. Die Kommunistische Partei Chinas rettet den Kapitalismus!

Schon früh in der Geschichte des Kapitalismus zeichnete sich ein Problem ab: Überkapitalisierung! In den Anfangszeiten bedeutete das Produktionsanlagen, die nicht gebraucht wurden, weil eine Art Überproduktion herrschte. Das äußerte sich in den berühmten "zyklischen Krisen". Industrielle wie Henry Ford fanden eine Art Lösung: sie öffneten durch erschwingliche Produkte (und steigende Löhne) den Arbeitern den Weg zum Konsum.
Dieser "Fordismus" funktionierte in Nordamerika und Westeuropa bis etwa 1970. Danach begann die "Profitklemme", die dann mit "Thatcherismus" und "Reaganomics" (als "postfordistische" Modelle) aufgelöst wurde. Auf Kosten eines Teils der Arbeiterklasse, der zunehmend wieder vom Konsum ausgeschlossen wurde. (Gipfelpunkt bei uns: Hartz-IV).
Da der Konsum, und damit der Absatz der Produkte, unter den derzeitigen Bedingungen nicht gesteigert werden kann, machen die großen Finanzimperien seit zwanzig Jahren ihren Profit durch Luftgeschäfte. Das ist destruktiv. Tatsächlich "faulender Kapitalismus", wie das Lenin in den 1920er Jahren nannte.
Wenn chinesisches Kapital jetzt die schlummernde Arbeitskraft in Asien und Afrika weckt, mit Infrastrukturmaßnahmen Produktion und Konsum steigert, wird das Kapital wieder produktiv, zumindest für eine Weile. Das ist sozusagen der "New Deal" des 21. Jahrhunderts. Es wird funktionieren. Und mit Glück werden die destruktiven Kräfte aus Nordamerika dabei untergehen. Das löst zwar die Probleme des Kapitalismus nicht, verschiebt aber eine Wirtschaftskatastrophe, die auch eine humanitäre Katastrophe wäre.

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enoughnow 19.05.2017, 17:22
156. was steckt sonst noch dahinter

Chinas Ambitionen sind größer. Wenn man sich so anschaut, wie sich China z.B. in Afrika aufführt, kommen Zweifel auf. Wo die Chinesen mal ein paar Strassen, Eisenbahnlinien, Kraftwerke bauen, bleiben i.d.R. tausende Chinesen zurück und übernehmen Läden, Restaurants, Tankstellen, Farmen, etc. Es geht also mit einer schleichenden Besiedlung der Gaststaaten und Abbau der Überbevölkerung in China einher. Afrikanische und asiatische Systeme sind oft machtlos und wenn es halt hilft, wird bestochen und korrupte Eliten mit Prachbauten, Einladungen nach China umgestimmt und die jeweilige Außenpolitik geknechtet (s. Südafrika und von China verlangte Visaverweigerung für den Dalai Lama). Es ist eine neue Form des Imperialismus losgelöst von OECD DAC Kriterien und letztendlich auf das eigene Interessse fokusiert.......

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jj.ll. 20.05.2017, 20:51
157. @wauz

Zitat von wauz
Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun! Auf der ganzen Welt gibt es überall Auswanderer. Das sind aber nicht die kapitalkräftigen Gewaltigen. Auch nicht die Eroberer der Finanzimperien! Ihr Post ist einfach Ausdruck der allfälligen, ausländerfeindlichen Ressentiments. Wenn chinesische Klein-Geschäftsleute Steuern hinterziehen, Markenfälschungen betreiben und ihre eigenen Landsleute ausbeuten, tun sie genau das, was die Einheimischen auch machen. das es das alles in diesem Umfang in Italien gibt, liegt an Italien selbst. Zum Teil zumindest. denn nach dem WK2 haben die US-Geheimdienste alles dafür getan, dass die Mafia alle Gesellschaftsbereiche unterwandert, damit Christdemokraten und Kommunisten nicht wieder ein Bündnis eingehen, wie zu der Zeit der deutschen Besetzung.
""""Ihr Post ist einfach Ausdruck der allfälligen, ausländerfeindlichen Ressentiments.""""
Wenn ich das Verhalten der Gewerkschaften kritisiere, gilt das oben geschriebene. Die Gewerkschaft tut nichts fuer Die Handelsangestellten, die Sonntags- und Feiertagsdienste machen muessen, weil die Ladenschlusszeiten freigegeben wurden. Nichts tut sie fuer die Erntearbeiter und die Fabrikssklaven. Fuer die Alitalia ruft sie aber den Streik aus.
Die Invasion (nicht Immigration) der Chinesen funktioniert wie in Afrika, es geht nur darum Maerkte zu erobern, finanziert von chinesischen Investoren.

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arminaz 23.05.2017, 11:55
158. Fortschritt und Aufbau statt Kolonialisierung

Man kann den über einige Jahre geplanten Vorstoß Chinas nur aufs allerhöchste Loben und begrüßen. Von dem wirtschaftlichen Aufbau wird die Menschheit global als Ganzes profitieren, denn ohne Infrastruktur und Technologie sind grüne Themen wie Energiewende und CO2-Vermeidung technisch nicht umsetzbar. So gesehen schafft China in den Entwicklungsländern Asiens die Grundlagen auf denen Europa technologisch später aufbauen kann. Und auch wenn Deutschland zögert und hadert, so kann es doch nichts gegen Chinas Vorstoß tun. Im Gegenteil, wer zuerst kommt, mahlt zuerst. Daher ist es auch nur fair, wenn vor allem China von diesem Investment profitiert!! Dem Tüchtigen gehört die Welt und wenn sich Deutschland zu schade ist, um an dieser Riesenchance teilzunehmen, dann sind wir selber Schuld. Wir sollten lieber aufhören, wie ein kleines Kind zu jammern und ein ordentliches Entwicklungsangebot für die besagten Korridorregionen erstellen. Wandel durch Handel lautet die Devise. Das alte Modell der Unterwerfung durch Kolonialisierung ist endgültig Geschichte.

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marialeidenberg 23.05.2017, 15:16
159. Der Bau einer schienengebundenen

Seidenstraße ist sicher nicht einfach, aber machbar. Die Schwierigkeiten setzen aber weit vorher ein und werden im Betrieb kolossale Ausmaße annehmen.

Es müsste mit den betroffenen Staaten eine ex-territoriale Trasse vereinbart werden (Hoheitsrechte, Terrorismusabwehr in wessen Verantwortung?). Wartung des rollenden Materials, Streckenaufsicht, alles in chinesischer Hand? Wohl kaum. Dann aber vereinheitlichte Qualitäts- und Schulungsstandards (chinesische Instrukteure? Schwer vorstellbar). Und so weiter und so fort.

Die Transsib wird seit ewigen Zeiten als Alternative zum Seetransport angeboten. Erfolg? Mäßig. Und das bei nur einem Betreiber / Nationalstaat.

Der Hafen von Gwadar / Pakistan, gedacht als Chinesischer Zugang zum Indischen Ozean, kann kaum als geglücktes Verkehrs-Infrastrukturprojekt herhalten und böte auch nur ein Beispiel im Promillebereich.

Ich wünsche jeden Erfolg, die Schwierigkeiten sind riesig.

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