Forum: Politik
"Neue Seidenstraße": Wie China mit 900 Milliarden Dollar die Welt erobert
REUTERS

In Peking feiert China mit der "neuen Seidenstraße" das größte Entwicklungsprogramm seit dem Marshall-Plan. Europa und Deutschland sind skeptisch - haben dem Ehrgeiz der Chinesen aber bislang nichts entgegenzusetzen.

Seite 8 von 17
conny1969 14.05.2017, 17:44
70. keine unterschiedlichen Werte

Zitat von blauerapfel
Europa sollte die Chance nutzen. Man stelle sich nur vor, der ganze Raum zwischen China und Europa, plus (Teile) Afrikas werden zu entwickelten Ländern. Was ensteht da für ein wirtschaftliches Potential (= Kunden), gigantisch! Z.B. Pakistan, bald 200 Millionen Einwohner, zum Teil sehr gut ausgebildete, unternehmerisch denkende Menschen, mit Abschlüssen in den USA und England. Was fehlt ist Infrastruktur. Was das Denken Chinas und Europas unterscheidet: China will eine pluralistische Zusammenarbeit. Staaten mit unterschiedliche Kulturen, unterschiedlichen Werten und unterschiedlichen politischen Systemen sollen gleichberechtigt zusammenarbeiten. Europa (und die USA) wollen immer ihre Ideologien, ihre Wertesysteme mit exportieren. Letztlich immer noch ein Denken aus der Kolonialzeit: Kanonenboote + Glassperlen + Bibeln. So funktioniert die Welt heute nicht mehr.
Wir sind nicht besser wie die Chinesen. In nicht mal 2 Wochen werden sich Erdogan, Tusk und Junker treffen um über den Ausbau der Zollunion zu reden. Die Geschäfte laufen weiter, während andere EU-Granden leere Worthülsen nach Ankara schicken.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
seppvonderalp 14.05.2017, 17:46
71. ???

Zitat von mariomeyer
Viellleicht sollte man sich einmal in Ruhe ansehen, wie die von Chinesen im Ausland durchgeführten Bauprojekte bislang ablaufen. Die Europäer scheinen das getan zu haben, weshalb sie diesem Projekt eher skeptisch gegenüberstehen. Ich persönlich finde das nachvollziehbar.
Nun - ich hatte die Gelegenheit China zwischen 1990 - heute zu bereisen. Was ich da gesehen habe (neue U-Bahnen, Autobahnen, Hochgeschwindigkeitszugverbindungen, neue Flughäfen in Rekordzeit und bester Qualität realisiert) hat mich überzeugt: Das einzige Land, das heute wirklich in der Lage ist solche Mammutprojekte zu realisieren - ist China. Dass diese gewaltigen Investitionen in die Infrastruktur dem einzelnen Chinesen nicht geschadet haben ist ebenfalls offensichtlich. Zumindest kann man der Chinesischen Politik nicht den Vorwurf machen die langfristigen Interessen des Landes zu vernachlässigt zu haben…
Erstaunlich ist, dass Deutschland, dessen Wirtschaft so stark auf Export ausgerichtet ist, hier nicht sofort die Chancen erkennt. Der moralisierende Zeigefinger wird China nicht stoppen sondern Europa schwächen.
Zudem: mit zunehmendem Wohlstand wird sich zwangsläufig auch die Menschenrechtssituation in China ändern. Die Chinesen brauchen weder Europäer noch Amerikaner um sich weiter zu emanzipieren.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Septic 14.05.2017, 17:48
72. Handel beflügelt - neue Verbindungen sind Chancen

Statt es zu bekämpfen sollten wir alles tun diese neue Handelsroute so gewinnbringend wie möglich zu nutzen. Jointventures and langfristige Handelsbeziehungen sind nicht nur lukrativ sondern auch Frieden stiftenden Maßnahmen. Wenn beide Seiten im Partnerland massiv investiert haben, will man das nicht kaputt bomben.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
gehirngebrauch 14.05.2017, 17:50
73. die

ungezügelte gier des kapitalismus macht es möglich, dass china auf megashopping in der ganzen welt unterwegs ist. zölle gab's nicht einfach so. im preiswettbewerb kann der kapitalismus nie bei den chinesen gewinnen, viel zu wenig ressourcen, sowohl wie materielle wie auch menschliche.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
hohnstein2016 14.05.2017, 17:55
74. In Europa wird meißt nur noch geredet und endlos diskutiert

China baut auch Forest City Malaysia, eine super moderne Zukunftsstadt direkt neben Singapore. Kann man sich bei google anschauen...Ich arbeite seit Jahren im Chinageschäft, auch oft in China. Mein Eindruck in all den Jahren ist, das das Grundproblem von Europa, speziell auch D ist, das nur noch geredet, geredet und endlos diskutiert wird, und am Ende nichts dabei rauskommt, und heute zählt am Ende nur das Ergebnis, während in der selben Zeit in China Businessprojekte umgesetzt werden. Man muss sich einmal das vorstellen was alleine in China in der Zeit wo in Deutschl. der Flughafen nicht fertig wird, dort für Gigantische Bauvorhaben umgesetzt wurden und auch werden. Die wenigsten in Europa wissen das....Europa ist jetzt schon teilweise veraltet...auch sind die meißten Politker in Europa zu alt für die heutige Zeit...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
mariomeyer 14.05.2017, 17:56
75. @seppvonderalp

Es ehrt Sie, dass Sie durch China gereist sind und somit ein Experte sind. Allerdings haben Sie meinen Kommentar falsch verstanden - mir ging es um das Wirken der Chinesen im Ausland. Dort scheint man nicht ganz so enthusiastisch wie Sie zu sein, was die Chinesen und Ihre Baulust angeht.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
keine Zensur nötig 14.05.2017, 17:58
76. Naja,

wie immer - alles Böse kommt aus dem Osten. Erst die Russen, jetzt die Chinesen.

Was den in sich selbstrotierenden EUlern noch garnicht aufgefallen ist - auch wir machen Geo-Politik. Die Politik der Neuen Deutschen Weltgeltung, welche durch unseren Oberpfaffen und eine gewisse UvdL in den letzten Jahren propagiert wurde ist ein Ausdruck dieses Paradigmenwechsels.

Die Amis spielen in Syrien Krieg - verdeckt -, um die Belieferung der EU mit Erdgas vom Golf zu gewährleisten. Nebenbei auftretende Tote nimmt der Westen gern in Kauf, so es nicht die eigenen Toten sind.

Zudem gab es da einen gewissen Putin, der schon vor Jahren eine eurasische Wirtschaftszone vorschlug - auf gleichberechtigter Basis - und mittlerweile in die Ecke gestellt wurde. Das allerdings hatte die Folge, dass er sich nach Osten wandte und sein Markt für uns verloren ist.

Dort machen sich jetzt die Chinesen breit, welche schon in Afrika ganz böse den Fuß in der Tür haben - sowohl wirtschaftlich als auch militärisch. Und wieder hat es keiner gemerkt. Die chinesische Seidenstraße der Meere hat man schlicht vergessen - auch den dazu gehörenden Flottenstützpunkt am Horn von Afrika.

Und jetzt greint man, weil der böse Chinese es uns vormacht, wie man viel Geld auch ohne Krieg sinnvoll anlegt, um seine Einflußspähren zu sichern.

Hinweis - vielleicht sollte die EU als ähnlich despotisches Gebilde wie China langsam mal begreifen, dass man nicht die halbe Welt gegen sich aufbringen sollte, um nicht als Wurmfortsatz Eurasiens zu enden.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
paula_f 14.05.2017, 17:58
77. China handelt nach dem Vorbild Europa

genau wie Europa handelt auch China als sich selbst bevorzugender Wirtschaftsraum - auf Kosten Dritter. Wer dass ändern will muss weltweit Mindestlöhnen und Mindestanforderungen an den Umweltschutz durchsetzen. Oder die benachteiligten in die Lage versetzten Intellektuell dieses Dilemma zu verstehen und sich zu organisieren.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Phönix aus der Asche 14.05.2017, 17:58
78. Lustige abstruse Rechnung

Stuttgarts S21-Tiefschrägbahnhöfle kostet wohl 10 Milliarden. Um 90 mal S21, also nur 900 Milliarden, könnten wir die Welt erobern. Bei diesem Schnäppchen müssten wir doch zugreifen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
josch@sapo.pt 14.05.2017, 18:03
79. skeptisch?

wenn die EU und damit besonders Deutschland entweder zu dumm, zu langsam oder vielleicht auch zu geizig ist, anderen ärmeren Ländern zu helfen und damit dort mit Hilfe von finanziellen Mitteln Einfluss zu bekommen, sollten sich diese Damen und Herren nicht wundern, wenn die schlauen und fleißigen Chinesen die Nase vorn haben. Meckern hilft nicht!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 8 von 17