Forum: Politik
Neue Strategie gegen Flüchtlinge: EU will "echten Abschreckungseffekt produzieren"
AFP/ MOAS

Mehrere EU-Staaten verfolgen eine neue Politik gegen Bootsflüchtlinge. Nach SPIEGEL-Informationen wollen Berlin, Rom, Paris und Madrid verhindern, dass Asylsuchende europäischen Boden erreichen. Ägypten und Tunesien sollen dabei helfen.

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crollo 21.03.2015, 09:58
120. zum thema

So ist das halt wenn man mittels seiner Wirtschaftspolitik andere Länder ruiniert, dann bleiben am Ende eben auch ein paar kosten für einen selbst, wenn die betroffenen Menschen dann als Flüchtlinge ankommen (falls sie es überleben). Immerhin hat diese Wirtschaftsweise die Existenz der Menschen "gekostet". Das vergisst man leicht bei der ganzen kostendebatte, die wir armen Menschlein tragen müssen.
Also bestrafen wir sie noch doppelt und dreifach dafür, daß unser Wohlstand aus deren Ausbeutung resultiert. Bravo an alle, die nur die "kosten" sehen. Sie haben das Herz am rechten Fleck!
Mich wundert es, daß die EU da nicht mitmischt. Ist doch super einträglich. Erst Land ruinieren, dann ein teuren Fluchtparkours verkaufen und am ende zurücksenden. Am besten sterben sie dabei, dann wirds billiger.

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AxelSchudak 21.03.2015, 09:58
121.

Zitat von Schnubbie
Was wir Europäer Afrika bereits alles angetan haben,
Sprechen Sie bitte nur für sich - ich persönlich habe keinem Afrikaner etwas angetan. Bitte lassen Sie nicht andere für Ihr schlechtes Gewissen zahlen...

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Beat Adler 21.03.2015, 09:59
122. Gesteuerte Einwanderung

Die USA und Kanada steuern ihre Einwanderung von Menschen aus afrikanischen Problemlaendern, wie z.B. Somalia, durch die Aufnahme von Familien, moeglichst beide Eltern und alle Kinder dieser Eltern. Die Somalier, die bereits in den USA und Kanada leben, kuemmern sich um die Integration ihrer Landsleute.

Aehnliches gibt es leider in Europa nicht.

Die Schweiz hat ein solches Verfahren fuer Ungarn 1956 und Tschechoslovaken 1968 durchgefuehrt. Heute sollte ganz Europa Aehnliches fuer syrische Familien tun. Die ungarische und tschechoslovakische Einwanderung hat der Schweiz gut getan. Bestimmt werden syrische Familien, komplette Familien, den europaeischen Laendern auch gut tun.
mfG Beat

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Beat Adler 21.03.2015, 10:01
123. Es gibt keine Ueberbevoelkerung, auch in der Zukunft nicht.

Zitat von AxelSchudak
Lösungen? Weniger Geburten oder mehr Tode. Andere Alternativen gibt es nicht. Wenn man Hamster, die sich in idealer Situation mit bis zu 40% je Monat vermehren können, ungebremst in Ruhe läßt, erreicht eine Population nach ca. 16 Jahren die MASSE der Erde. Offensichtlich passiert das nicht. Man kann also nur darüber spekulieren, WIE man Geburtenkontrolle einführt - in Ländern mit hohem Lebensstandard funktioniert das automatisch, teilweise zu gut - oder wie man auf die Totesfälle reagiert und dafür plant. Dass das subjektiv in Zeitlupe passiert heisst nicht, dass es nicht passieren wird. Bevölkerungswachstum wird irgendwann zu unsäglichem Leid führen - je später, desto schlimmer.
Es gibt keine Ueberbevoelkerung, auch in der Zukunft nicht.

Diagramm des erwarteten Bevoelkerungswachstums

siehe hier:

http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/bild-1018633-276185.html

Die blaue Kurve ist die mit groesstem Abstand Wahrscheinlichste.

Das Jammern ueber den Rueckgang des Wachstums der Bevoelkerung ab 2035 wird nicht ausbleiben! Wie koennen wir nur unser Wirtschaftswachstum halten!
mfG Beat

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nick999 21.03.2015, 10:03
124.

Das ist der richtige Weg und die beste Möglichkeit, den Schleppern weniger Kunden in die Hände zu treiben.

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stand.40 21.03.2015, 10:05
125. Werden

Flüchtlinge aufgenommen ist es nicht richtig , will man keine mehr aufnehmen ist es auch nicht richtig. Flüchtlinge egal wo her , brauchen Arbeit Wohnung u.a.Das Boot Deutschland ist doch voll. Diese Beschimpfungen im Chat sind ein bischen daneben. Es gibt Gründe zum Schimpfen.Wenn eine Diskussion uber Kindergeld Erhöhung von 4 Euro in der Regierung diskutiert werden.Was sind die Kinder wert ? Wer kann die Frage beantworten ?

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epigone 21.03.2015, 10:05
126. Willkommen in der Wirklichkeit

Dass Europa und speziell Deutschland weder das Elend dieser Welt noch die allgegenwärtige Verfolgung durch Aufnahme aller Betroffenen lösen kann, liegt auf der Hand und wurde mehr als oft genug betont (trotz des sich an solche Feststellungen rasch anschließenden Aufschreis der "Gutmenschen").

Dass Vieles an Problemen gerade auch in den Herkunftsländern durch die Bevölkerungen selbst befördert wird und auch die Flüchtenden z.T. Mitwirkende an den gegenseitigen Verfolgungen waren, gehört auch zur Wahrheit (Hutu gegen Tutsi et vice versa, Suniten gegen Schiiten et vice versa , Serben gegen Kroaten et vice versa etc. etc.).

Was aber in der Diskussion entschieden zu kurz beleuchtet wird ist, dass die Flüchtlinge mehrheitlich mitnichten ein zivilgesellschaftlicher Gewinn für unsere Gemeinschaft sind - sehr viele bringen Stammes- und Clandenken mit sich, archaische Geschlechter- und Rechtsbegriffe, strikt intolerante religiöse Haltungen und liegen mit unserer offenen Bürgergesellschaft letzlich völlig überquer.

Oder simpel ausgedrückt: Weil ich Flüchtling bin, bin ich noch keineswegs besonders menschlich zu anderen, besonders human oder besonders tolerant. Wer jetzt einwendet, dass müsste unsere Gesellschaft eben auch noch mal schnell quasi als nordeuropäische Nachzivilisation leisten, dem ist das Misslingen solcher Versuche selbst beim eigenen Prekariat und Hartz IV-Klientel in vierter Generation entgegen zu halten. Darum sind Lösungen für Flüchtlingsströme in ihrem eigenen kulturellen Umfeld eben völlig richtig, so wenig schön sie wirken mögen.

Aber - das darf man auch anmerken: Was meine Elterngeneration als Flüchtlinge nach den Kriege erlitten hat, topt bei weitem die Härten, die ein Kosovare hinnehmen muss, wenn er heimgeschickt wird.

Willkommen in der Wirklichkeit.

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hawana 21.03.2015, 10:06
127. Gutmenschen

Wieso glauben alle Gutmenschen,das wir für alle Probleme der Welt zuständig sind? Viele Probleme in Afrika sind hausgemacht. Allein der Bevölkerungswachstum wird dem Kontinent zum Verhängnis. Sind wir dafür verantwortlich?
Das ist so,als ob man behauptet, andere wären für unsere Vergangenheit verantwortlich.

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AxelSchudak 21.03.2015, 10:08
128.

Zitat von Beat Adler
Warum so viele Fluechtlinge aus Eritrea stammen, ist mit der unglaublich tyrannischen Diktatur dort zu erklaeren. Dagegen liesse sich auch von der EU etwas tun.
Erfahrungsgemäß führt aber das Vorgehen gegen eine Diktatur (Hussein, Gaddafi, Assad) nicht gerade zu einer Stabilisierung der Situation.

Aber egal ob pro, neutral oder contra ... geht es schief, ist es ein Masterplan der USA, der Banken oder des Westens.

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Kimmerier 21.03.2015, 10:08
129. Eigenes Land stabilisieren

Zitat von khid
Genau: Ausländer raus! Wollten Sie das nicht eigentlich schreiben? Zuwanderer raus! Das ist doch die Lösung unserer drängendsten Probleme, nicht wahr? Sie sollten nicht immer nur die GROSSBUCHSTABEN lesen, die Leuten wie Ihnen vermeintlich einfache Lösungen für komplexe Probleme liefern. Sie sollten lieber mal über den Tellerrand Deutschlands und Europas hinausschauen lernen. Ohne Zuwanderung droht Deutschland (und Europa) nämlich das gleiche Schicksal wie Japan. Da steht die demografische Pyramide nämlich schon auf dem Kopf - und der Staat gibt dort schon heute mehr Geld für Renten und Krankenpflege aus, als er bezahlen kann. Mit Zuwanderung hat Japan dagegen überhaupt kein Problem. Auch keins mit Multikulti. Gibt es dort nicht. Auch Arbeitslosigkeit ist dort kaum ein Problem - oder Schulbildung. Dafür aber Alterskriminalität... Na ja, um Ihrer Argumentation treu zu bleiben, hieße Ihr Vorschlag vermutlich: Euthanasie von Menschen über 67... Sie Zyniker. Sie Rechter.
Mehrfach konnte ich hier im Forum lesen, dass wir doch selbst mit Schuld an den Flüchtlingsströmen hätten, weil wir an der Destabilisierung der Ausgangsländer mitgewirkt hätten. Nun aber sich wir dabei, unser eigenes Land zu destabilisieren, indem einige von uns - zu denen offensichtlich auch Sie gehören - für ungebremste Zuwanderung plädieren.
Warum nicht einmal die eigenen Probleme selbst lösen? Warum den Facharbeitermangel nicht selbst durch Ausbildung derjenigen beheben, welche schon da sind? Warum nicht den Bevölkerungsrückgang dadurch beheben, dass man den Leute hier Bedingungen bietet, welche wieder zu mehr Kindern Anregung gibt?
Es fällt mir schwer, ihre Einstellung nicht zynisch zu nennen. Warum wollen Sie anderen Ländern die Fachleute, die Ausgebildeten abwerben, um unsere Probleme zu lösen? Hier sollten Sie einmal über den Tellerrand Ihres offensichtlich auf Deutschland beschränkten geistigen Horizonts hinausschauen, welche Verwerfungen in den Herkunftsländern der Flüchtlinge durch deren Weggang dort entstehen.

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