Forum: Politik
Neue Strategie gegen Flüchtlinge: EU will "echten Abschreckungseffekt produzieren"
AFP/ MOAS

Mehrere EU-Staaten verfolgen eine neue Politik gegen Bootsflüchtlinge. Nach SPIEGEL-Informationen wollen Berlin, Rom, Paris und Madrid verhindern, dass Asylsuchende europäischen Boden erreichen. Ägypten und Tunesien sollen dabei helfen.

Seite 15 von 26
realdemokrat420 21.03.2015, 10:28
140. krank!?

Also jetzt mal wirklich ihr kommentiert hier als wären diese Flüchtlinge Abschaum für euch und diese würden euch ausbeuten..in Wirklichkeit sind wir doch diejenigen die diese Menschen ausbeuten. Unser Reichtum und Wohlstand ist deren Untergang. Ich bin dafür alle Flüchtlinge aufzunehmen und einfach keine kriege mehr in diese Länder zu provozieren und keine Waffen mehr exportieren so gibt es in diesen Länder weniger Elend und die Menschen haben dann weniger Gründe zu flüchten......KEIN MENSCH IST ILLEGAL!!!

Beitrag melden
khid 21.03.2015, 10:29
141. zu kurz gedacht....

Zitat von Kimmerier
Mehrfach konnte ich hier im Forum lesen, dass wir doch selbst mit Schuld an den Flüchtlingsströmen hätten, weil wir an der Destabilisierung der Ausgangsländer mitgewirkt hätten. Nun aber sich wir dabei, unser eigenes Land zu destabilisieren, indem einige von uns - zu denen offensichtlich auch Sie gehören - für ungebremste Zuwanderung plädieren. Warum nicht einmal die eigenen Probleme selbst lösen? Warum den Facharbeitermangel nicht selbst durch Ausbildung derjenigen beheben, welche schon da sind? Warum nicht den Bevölkerungsrückgang dadurch beheben, dass man den Leute hier Bedingungen bietet, welche wieder zu mehr Kindern Anregung gibt? Es fällt mir schwer, ihre Einstellung nicht zynisch zu nennen. Warum wollen Sie anderen Ländern die Fachleute, die Ausgebildeten abwerben, um unsere Probleme zu lösen? Hier sollten Sie einmal über den Tellerrand Ihres offensichtlich auf Deutschland beschränkten geistigen Horizonts hinausschauen, welche Verwerfungen in den Herkunftsländern der Flüchtlinge durch deren Weggang dort entstehen.
1. Ich bin nicht für "zügellose" Einwanderung.

2. Wer Asyl sucht, sollte das können. Und zwar, rein menschlich betrachtet, einfacher, als sich in maroden Schaluppen auf dem Mittelmeer in Lebensgefahr begeben zu müssen.

3. Ich stimme Ihnen zu, dass in erster Linie unsere eigenen Probleme mit Ausbildung/Weiterbildung, Geburtenraten mit "eigenen Ressourcen" gelöst werden müssen und sich auch lösen ließen, wenn...

4. Ich widerspreche Ihrer Ansicht vehement, dass die Destabilisierung der Ausgangsländer "hausgemacht" sind - und weder Europa noch die USA daran einen Anteil hätten.
Ein Blick in die Kolonialgeschichte (auch Deutschlands) reicht aus, um diese existierenden Zusammenhänge zu begreifen.
Zudem: Die Kolonien mögen ja abgeschafft sein - die Ausbeutung von Menschen und Bodenschätzen durch westliche Staaten ist es nicht.

Zynisch? Ja, "der Westen" und Europa gibt sich zynisch, wenn die Mehrheitsmeinung bleibt, dass "Afrika nicht unser Problem" sei - und erst Recht nicht "unsere Verantwortung".
Dafür reicht ein Blick in die Menschenrechtscharta der UN.

Beitrag melden
orangutanklaus77 21.03.2015, 10:30
142. Sankara

Das passiert, wenn ein afrikanisches Land "endlich für sich selbst Verantwortung übernehmen" will. Mit Unterstützung des französischen Geheimdienstes wurde er ermordet, da er die Ressourcen seines Landes seinem Volk zu Gute kommen lassen wollte. Mochte Frankreich nicht sooo sehr. Die Kolonialzeit ist eben NICHT vorbei !
http://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Sankara

Beitrag melden
Sonia 21.03.2015, 10:30
143. Den Schleppermillionären die Basis

zu entziehen Menschen in den Tod zu schicken, erachte ich für dringend notwendig. Es müsste auch juristisch korrekt möglich sein, direkt in den Ländern, an deren Küsten, Einrichtungen zu schaffen, die ein Asylbegehren prüfen. Damit wäre aber nur ein Fluchtweg geschlossen, dieses Millionengeschäft werden sich die Banden nicht entgehen lassen u. nach weiteren Wegen suchen. Wenn dem aber kein Einhalt geboten werden kann, dürfte die größte Destabilisierung auf Europa der letzten 70 Jahre zukommen. Die Ursachen haben wir durch unsere Waffenexporte mit installiert; eine komplette Panzerfabrik nach Algerien, einer der letzten Deals, welch ein Wahnsinn in dieser Al Quida u. jetzt auch IS-Region.

Beitrag melden
Kimmerier 21.03.2015, 10:32
144. Flüchtlings-Ghettos

Zitat von Mitti
Was auch immer gemacht wird, damit weniger Flüchtlinge Europa erreichen, sollte nicht darüber hinwegtäuschen, dass unser Umgang mit den Flüchtlingen, die bereits hier sind, sich ändern muss. Weg hier mit den Flüchtlingsghettos in irgendwelchen Industriegebieten, stattdessen rein in normale Wohngebiete, auch wenn das mehr kostet. Wie sollen sich Menschen integrieren, die Deutsche nur beim Einkaufen sehen? Geht nicht.
Zentrale Unterbringung ist nur für Asylbewerber vorgesehen - anerkannte Asylanten haben das Recht, ihren Aufenthaltsort selbst zu bestimmen.
Ich habe kein Interesse daran, Abertausende von Flüchtlingen schon kostspielig "zu integrieren", denen nach unseren Gesetzen überhaupt kein Bleiberecht zusteht.
Also bitte auf schnellere Asylverfahren dringen und berechtigte Personen schneller aus den Sammelunterkünften herausholen, die anderen aber bitte auch schneller wieder abschieben!

Beitrag melden
Beat Adler 21.03.2015, 10:39
145. Warum ist ein Syrer von heute anders wie ein Ungar von damals?

Zitat von Kimmerier
Die Zuwanderung von Tschechen, Slowaken oder Ungarn - alles Länder, welche allein schon durch ihre Geschichte als Teil der K und K-Monarchie fest mit Mitteleuropa und dessen Kultur verbunden sind - mit der Zuwanderung von Menschen aus dem Vorderen und Mittleren Osten mit gänzlich unterschiedlicher Kultur zum Aufnahmeland zu vergleichen, hinkt schon im Ansatz. Zudem sind die Abwanderungsströme aus den genannten Ländern während und nach den von der Sowjetunion niedergeschlagenen Demokratiebewegungen in keiner Weise mit denen zu vergleichen, welche jetzt durch die Religions- und Stammeskämpfe in Nordafrika und Vorderasien entstehen. Bitte unterlassen Sie historische Vergleiche, wenn Sie keine Ahnung von Geschichte haben!
Was ist der Unterschied zwischen einem Syrer von heute zu einem Ungarn von damals? Es gibt keinen.
mfG Beat

Beitrag melden
braufauch 21.03.2015, 10:39
146. Unglaublich

Natürlich können auch die teils krisengeschüttelten europäischen Staaten nicht bis zum Kollaps Leute aufnehmen, das ist klar. Aber mal hier dreihundert, mal da dreihundert, und dann immer an soziale Institutionen, die sowieso schon am meisten tun und am wenigsten Geld haben, während reiche Institutionen, die WIRKLICH Kapazitäten hätten, nicht einen einzigen Flüchtling beheimaten müssen, das ist nicht, was ich unter "bis zum Kollaps Leute aufnehmen" verstehe. Der Umgang der europäischen Staaten mit diesen Menschen, die ja wirklich nur aus größter Not hierherkommen und für deren Not wir historisch gesehen kolonialismusbedingt zu einem Großteil verantwortlich sind, ist unmenschlich und absolut grausam. Wenn man sie nicht gleich im Mittelmeer ertrinken lässt, dann schickt man die Flüchtlinge nun an ÄGYPTEN und TUNESIEN??? Hach, das sind ja wirklich Staaten, die um einiges besser dastehen als die EU, die haben bestimmt unbegrenzte Mittel, um Flüchtlinge aufzunehmen, damit lösen wir das Problem bestimmt.
Die Flüchtlingspolitik der EU beschämt mich als Europäer und fühlendes Wesen zutiefst.

Beitrag melden
kalim.karemi 21.03.2015, 10:42
147. Echte Abschreckung

Wäre die medienwirksame Versenkung eines Flüchtlingskahns, mit Inhalt.

Beitrag melden
völkerball 21.03.2015, 10:44
148. es muß eine...

Politik her, die in ALLEN Bereichen versuchen muß den Flüchtlingsstrom zu kontrollieren. Die Länder, wie im Artikel gefordert, einzubinden die als Ausgangsort dieser hochgefährlichen Mittelmeerüberquerungen dienen ist nur ein Teilaspekt. Man muß auch und vor allem an der Ausgrenzung und Brandmarkung der Schlepperbanden in den Ländern arbeiten aus denen die meisten Flüchtlinge kommen. Man muß z.B die islamischen Geistlichen, deren Wort dort Gewicht hat einbinden, Sie dazu bringen Fatwas gegen die Schlepper zu erlassen, um Sie gesellschaftlich zu brandmarken. Man muß den Flüchtlingsstrom über UN Meldepunkte leiten und dort die Leute aussieben die wirklich Flüchtlinge sind. Man muß in den betroffenen Regionen kommunizieren, das es solche UN Meldepunkte gibt zu denen jeder kommen kann. etc.

Das Gesamtpaket ist wichtig. Und es ist wichtig eine humane Sicht auf die Dinge einzunehmen. Nicht einfach wie immer nur die Kostenseite zu betrachten. Dabei kommt nichts glaubwürdiges heraus.

Beitrag melden
hawana 21.03.2015, 10:44
149. krank?

© ldemokrat420
Ich glaube der Wohlstand in diesem Land ist der arbeitenden Bevölkerung geschuldet,und nicht der Ausbeutung anderer Länder.
Dieser Kommentar ist ein Schlag ins Gesicht für jeden,der am Bruttosozialprodukt mitwirkt.
Vielen Dank.

Beitrag melden
Seite 15 von 26
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!