Forum: Politik
Neue Studie: Warum die Deutschen so anfällig für Populisten sind
REUTERS

Droht in Deutschland ein Aufstieg der großen Vereinfacher? Laut einer Studie teilen fast 30 Prozent der Wahlberechtigten populistische Einstellungen. "Feinde der Demokratie" seien sie deshalb aber noch nicht.

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skylarkin 25.07.2017, 07:44
60.

'Von einer Zuspitzung der Flüchtlingskrise im Wahlkampf würde daher nur die AfD profitieren, sagt Vehrkamp. Für alle anderen Parteien sei es erfolgsversprechender, sich von den Rechtspopulisten abzugrenzen' Die Gegenposition zum Erfolgsgeheimnis der AfD bei einer Zuspitzung der Flüchtlingskrise, nämlich die Forderung nach einer restriktiven Flüchtlingspolitik, soll erfolgversprechend sein? Was ist das denn für eine Logik? Da scheint mir allein der politische Wunsch Vater des Gedankens.

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NoName! 25.07.2017, 07:44
61. Und die nächste "populistische" Sau wird durchs Dorf getrieben

Ich bin mir fast sicher, dass nirgends auf der Welt dieser negativ besetzte Ausdruch Populismus so eine Bühne erhält wie in Deutschland! Was ist eigentlich mit Linkspopulismus!? Warum wird darüber so gut wie gar nicht geschrieben? Warum fast IMMER einseitig negativ, wenn es um die AfD geht!? Soll man aus dem Artikel schließen, dass knapp 50% der Amerikaner, die Trump gewählt haben, "Feinde der Demokratie" sind!? Die deutsche "Qualitätspresse" ist teilweise nir noch peinlich!

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klausbrause 25.07.2017, 07:44
62.

M.E. sollte man einmal prüfen, ob und inwieweit die cducsu mittelstandspopulistisch ist. Sieht sie doch in eben diesem Mittelstand, ohne ihn genau zu kennen, zu beschreiben oder zu definieren, einen seligmachenden Faktor dieser unserer Gesellschaft.

Die quasireligiöse Anbetung von Mittelstand und Besitz (so lange er richtig schön groß ist) erfüllt , so denke ich, die aufgestellten Kriterien der demokratiefeindlichkeit und ist insoweit höchst populistisch.

Oder so.

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gastkommentar 25.07.2017, 07:45
63. Eine Vereinfacherin sitzt bereits im Kanzleramt

Offene Grenzen: Probleme gelöst
AKW abschalten: kein Gau mehr
Staatsschuldenexplosion: nur Zahlen
Diktatoren gegenüber: Immer artig die Hand ausstrecken und schön Geld verteilen
Bösewichter: die anderen (Trump, Putin)
Code für die Wähler: Wir schaffen das!

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Yorch 25.07.2017, 07:46
64. Bitte mal eine Definition von Populismus!

Liest man sich einmal den Wikipediaeintrag über Populismus durch, so fällt auf, dass dieser Begriff ein breites Spektrum von Bedeutungen aufweist. Eigentlich fällt geradezu auf, dass sich dieser Begriff nicht dazu eignet, um irgendetwas seriös wissenschaftlich zu beschreiben.

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reichsvernunft 25.07.2017, 07:46
65. Oh, Populisten. Warum?

Das ist ja interessant. Klar wird hier relativiert "der Deutsche Populist ist kein Anti-Demokrat" - aber der Begriff des Populismus wird nicht klar definiert, er wird - wie so oft - als bedrohlich waberndes "die da" in den Raum gestellt, mit deutlich negativem Unterton. "Die großen Vereinfacher" etc.. Dass unsere Politik realitätsfern und Bürgerfeindlich agiert ist nicht neu; da braucht es gar keine Flüchtlinge, da reicht schon der fortschreitende Abbau sozialer Infrastruktur, die furchtbare Bildungsreform, die Ausweitung des Niedriglohnsektors,... - und wenn man sich dann über Lobbyisten, deren "Beiträge" nicht zuletzt vom Spiegel selbst regelmäßig dokumentiert werden, und Milliarden für Banken wundert ist man "elitenfeindlich" und "populistisch". Volkssouveränität ist eine Grundlage jeder Demokratie, es wird zu gern vergessen, dass unsere politische und administrative Führung >Diener< des Staates sind, nicht Eigentümer und Verwalter, es wird kaum noch als Problem wahrgenommen, dass Politiker allgemein als korrupt und/oder inkompetent gelten, und in Folge stirbt auch jedes ernsthafte Interesse. Ich bin etwas überrascht die gleiche Schubladen-verunglimpung hier zu lesen, noch überraschter bin ich von der Wahl des Titels zu diesem Artikel - da steht nichts drinnen darüber, >warum< die Deutschen anfällig sind für Populisten, nichts über Politikverdrossenheit, den Ruf als Cholera und Pest Wahl-duo etablierter Parteien unter jungen Menschen, das Gefühl vieler Bürger gar keine wirkliche Stimme zu haben - und auch nichts über die Gründe für dieses Gefühl, bzw. diese ungerichtete Frustration, die Bürger in die Arme "spannender" Parteien treibt, die Handlung und Veränderung versprechen - egal was, hauptsache überhaupt was. So ist ein Trump passiert, so ist ein Brexit passiert, so kam es zu den ungewöhnlichen Wahlen in Frankreich. Das der kleine Mann frustriert ist von hire und fire, Globalisierungsgemauschel, Mietkostenexplosion, etc. ist berechtigt. Das die etablierte Politik schläft und als Gegenentwurf zu den zu Recht mit Misstrauen beobachteten "Populisten" nur "ist doch alles in Ordnung, wir machen das schon, schlaf weiter, Deutsches (/Französisches/Britisches/Europäisches/Amerikanisches) Volk," anbietet ist der Grund. Und das ist eigentlich ganz einfach. Politik ist komplex und ein langwieriges Geschäft, aber auch da könnte man wirklich was für das vertretene Volk tun, statt die Wirren des Geschäfts als Nebelschleier zu nutzen um allerlei Bürgerfeindlichen Dreck umzusetzen. Die Populisten sind nur ein Symptom, die Rechnung für ein halbes Jahrhundert schlechter Politik. Und wer nicht glaubt, dass "die da oben" ja ganz schlau sind, und da ganz schwierige Entscheidungen treffen um nur das Beste für uns Wähler herauszuholen; sich selbst nicht das Recht abspricht deren Handlungen und Ergebnisse zu be- und verurteilen, der stellt sich das zu einfach vor, ist ein Bisschen dumm und anmaßend... ein Mensch einfacher Antworten, ein Populist eben. Na danke.

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rieberger 25.07.2017, 07:46
66. Unsicherheit

"Warum die Deutschen so anfällig für Populisten sind".
Der Titel suggeriert, das das ein deutsches Phänomen sei. Das ist natürlich bei weitem nicht so. Schauen wir über die Grenzen: in die noch liberalen Niederlande, nach Frankreich, nach UK, nach Polen oder nach Ungarn. Ich versteigere mich sogar zu der These, dass die AfD keine wirklich große Rolle bei der nächsten Bundestagswahl spielen wird.
Populisten bedienen die Unsicherheit der Menschen, denen die komplexen Probleme einer globalisierten Welt Angst und Schrecken verursacht. Das liegt auch daran, dass diese Probleme totgeschwiegen oder schöngeredet werden. Was bei vielen in einen Widerspruch zum realen Leben und den eigenen Erfahrungen steht. Wer sich angelogen fühlt, der verweigert sich. Das bedeutet, sie Populisten sind die Zöglinge der etablierten Parteien.

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mundi 25.07.2017, 07:46
67. Warum rechtspopulistidch?

Sehr viele Menschen haben Probleme mit der unkontrollierten Zuwanderung.
Sie deshalb in irgendeine Richtung zu schieben, halte ich für unwissenschaftlich.
Denn diese Probleme sind einfach eine Schnittmenge, die in allen Parteien vorhanden sind.
Das werden uns die Analysten nach den Wahlen zeigen, wenn über Wanderungen der Wähler zwischen den Parteien berichtet wird.

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unzensierbar 25.07.2017, 07:48
68. Unsinnige Studie

Wer daraus schließt, dass man erkennt, dass es den großen Parteien nur um die Stimmen geht oder dass ansich die breite Masse sich über die gewünschte Gesellschaftsform einig ist, populistisch ist, hat sie doch nicht mehr alle. Was für ein Trugschluss ist denn das?

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karend 25.07.2017, 07:48
69. .

Zitat von Zappa_forever
...der einen entweder den Kopf schütteln oder gähnen lässt. "So anfällig"? Hat der Autor schon einmal in europäische Nachbarländer geschaut, wo rechte Parteien schon seit Jahren im Parlament vertreten sind? ...und im übrigen: Vielleicht sollte er einmal wirklich quer denken und es nicht nur vorgeben. Die Flüchtlingskrise wird diese Gesellschaft auf Jahre bis Jahrzehnte beschäftigen und notfalls (sehr wahrscheinlich) an den Rand bringen. Merkel hat die Grundlage für ein historisch noch nie da gewesenes soziokulturelles Pulverfass geschaffen. Man muss kein AfD-Fan sein, um das zu erkennen: https://www.swr.de/swr2/programm/sendungen/wissen/ethik-migration/-/id=660374/did=19663350/nid=660374/1v51mu3/index.html Was viel eher eine Frage wert wäre, warum die Deutschen offenbar doch so klischeehaft obrigkeitshörig sind und sich ein im Endeffekt neoliberales Massenexperiment mit offenem bis negativem Ausgang als großartige Chance verkaufen lassen.
"Was viel eher eine Frage wert wäre, warum die Deutschen offenbar doch so klischeehaft obrigkeitshörig sind und sich ein im Endeffekt neoliberales Massenexperiment mit offenem bis negativem Ausgang als großartige Chance verkaufen lassen."

Eine Möglichkeit: Weil Kritiker sofort in die rechte Ecke gestellt und mundtot werden.

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