Forum: Politik
Neue Volkspartei: Wagenknecht-Offensive stößt bei Linken auf heftige Kritik
REUTERS

Sie ist die Fraktionschefin der Linken - und wünscht sich eine neue Partei: Sahra Wagenknecht fordert eine linke Sammlungsbewegung. Bei den eigenen Leuten sorgt das für Ärger.

Seite 2 von 6
wiesheu 13.01.2018, 18:11
10. Totalausfall der spd

dadurch bräuchte unser Land dringenst eine dem "Ego Kapitalismus"entgegen tretende Kraft. Seit dem bitteren Ende von Helmut Schmidt wurde uns eine Gehirnwäsche schleichend verpasst. Normales denken durch die blödel Medien ausgeschaltet. Wie gut ist es uns gegangen und heute? Lohndumping bis zur Sklaverei, Altersarmut mit Flaschen sammeln für Großteile der Bevölkerung, erpressbar durch den Staat , das alles sind die errungenschaften der CDU/CSU unter fleißiger Mitwirkung der spd.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
matijas 13.01.2018, 18:12
11. sozialdemokratisch

Zitat von Haudegen
Klar muss Leistung sich lohnen - aber wenn z.B. in solch' einem reichen Land wie Deutschland so viele Menschen zur Tafel gehen müssen und das von der Politik totgeschwiegen wird, dann ist das nichts Anderes als politisches Versagen.
Demnach wäre Frau Wagenknecht bestens in der Sozialdemokratie aufgehoben, denn an der kapitalistischen Lohnhierarchie mit ihren vielen Verlierern hat sie nichts auszusetzen, nur sollten die ganz unten ein wenig mehr Kompensation kriegen - wenn es denn der Aufschwung erlaubt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Uwe Kulick 13.01.2018, 18:12
12. Noch nicht einmal die Piratenpartei konnte die Linke integrieren

Ein paar sichere Zehntelprozentpunkte mehr hätte die Linke bei der Bundestagswahl erzielt, wäre ihr rechtzeitig zuvor die Übernahme der Piratenpartei gelungen. Was die größeren Parteien CDU und SPD sich jetzt auf die Fahnen schreiben, "Das Digitale", dass hätte die Linke damit in trockenen Tüchern und überdies eine Crew-Verstärkung für Wahlkämpfe und mehr kompetente Kandidatenaufstellungen. Aber da die Linke noch nichtmal geschweige rechtzeitig auf diese konstruktive Idee gekommen ist, müssen Wagenknecht und Lafontaine zwangsläufig Schiffbruch erleiden. Die Linke ist zur Zeit erweiterungsunwillig.

Wenn die SPD schon so konservativ ist, dass sie eine GroKo nach der anderen anstrebt, dann wird auch der teils ja berechtigte konservative Dünkel der "Schmach der Zwangsvereinigung" von SPD und SED in Ostdeutschland noch immer präsent sein in den meisten Soziköppen. Insofern ist jedenfalls derzeit noch eine linke Sammlungspartei ein Fehlgriff in die politische Mottenkiste ohnegleichen. Und wenn Lafontaine dann halt beleidigt "den Lucke der Linken" machen wird und auf eigene Faust eine eigene "Sammlungssaarlinke" gründet, wird ihm nichtmal Wagenknecht als Spitzenkandidatin zu mehr Erfolg verhelfen als die entsprechende AfD-Abspaltungen LKR (Luckes Kreis-Räte) und Die Blaue Partei (Petrys völkische Karnevalsusurpatorenpartei) haben. Leider steht Wagenknecht wohl doch, wie linke Insider meinen, unter Lafontaines Fuchtel. noch bis zur Wahl hielt ich sie für einen unabhängigen konstruktiven Geist in dieser Partei.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
betonklotz 13.01.2018, 18:12
13. Die Realsatire nimmt kein Ende!

Dann kann man also Frau Wagenknecht heutzutage als Anführerin des Realo-Flügels der Linken ansehen? Was sind dann erstmal die Fundis der Linken? Tatsächlich ist die Antwort einfach: Sie sind unwählbar. Übrigens habe ich nirgendwo die ausdrückliche Forderung nach einer neuen Partei gesehen, weder bei Frau Wagenknecht noch bei Herrn Lafontaine. Man kann m.M.n. ihre Äusserungen in diese Richtung interpretieren, muss es aber nicht.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Tolotos 13.01.2018, 18:13
14. Ganz unrecht hat sie ja nicht!

Die SPD ist ja eigentlich keine richtige linke Partei mehr. Unter Kanzler Schröder hat sie sich ja eher in eine rote FDP verwandelt, und auch jetzt vertritt sie (zumindest in der Zwangsehe mit der Union) auch mehr die Interessen z. B. der VW-Arbeiter des oberen Arbeitsmarkts, als die weit schlechter gestellten von B. Amazon-Beschäftigten oder denen des Transportgewerbes.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
skeptikerjörg 13.01.2018, 18:15
15. So was kommt von so was

Wenn das eigene Ego über allem steht, geht manchmal alles den Bach runter. Das war so, nachdem Lafontaine die SPD gespalten hat und seine neue WASG nicht lebensfähig war und das könnte so sein, wenn Wagenknecht mit ihrem Spalterkurs weiter macht. Außerdem kann sie doch nicht wirklich daran glauben, dass sie bei SPD-Wähler oder -Mitgliedern ankommt. Sie, die keine Gelegenheit auslässt, die SPD zum Klassenfeind Nummer 1 zu erklären. Und Lafontaine, der Totengräber der SPD auch noch. Die Verzweiflung muss groß sein, nachdem selbst im Osten die Protestwähler zu Hauf zur AfD überlaufen. Sonst kann man auf solch eine für die LINKE und die Linken völlig destruktive Idee nicht kommen. Ego Befriedigung halt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
zweiter 13.01.2018, 18:16
16. Wie bitte, das soll "clever" sein?

Zitat von Causa Sui
Frau Wagenknecht ist eine ehrgeizige Frau. Die Idee, mehr zur Mitte zu ziehen, um dann die eigenen Ideen dann umzusetzten.. wieso ist da eigentlich noch nie jemand drauf gekommen? Ich könnte mir gut vorstellen, dass mit einem kleinen Schuss Nationalismus im Sozialismus der eine oder andere Prozentpunkt noch drin sein könnte. Ich drücke die Daumen!
... mit ein wenig Nationalismus kann Wagenknecht zwar auf die reaktionäre Masse aus den SPD Ortsvereinen setzen, aber die linken Grünen, auf die sie angeblich ebenfalls abzielt, wird sie so nicht erreichen. Und für die Wähler aus der Mitte rechts blinken, um dann doch links abzubiegen ist doch genau der verlogene Kurs, den die SPD Führung seit über einem Jahrzehnt fährt, also nix mit ".. wieso ist da noch keiner drauf gekommen"!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
quark2@mailinator.com 13.01.2018, 18:18
17.

Tja, mitunter kann man gleichzeitig Recht und Unrecht haben. Es scheint mir hier wie mit Gorbatschov zu sein. Einerseits hat er das Unrecht beseitigt, andererseits hat er damit auch das ganze Imperium beseitigt. Wenn die Linke (nicht die Partei) ihre Organisationsstrukturen neu aufbaut, bekommt man was ?

- die Grünen würden in bürgerliche Ökos und ökologische Linke zerfallen, wobei die ökologischen Linken sich in die beiden linken Parteien integrieren würden

- die SPD bliebe sozialdemokratisch und würde ihren fast nicht vorhandenen sozialistischen Flügel verlieren

- die Linke würde sich in Sozialdemokraten und Sozialisten trennen

Am Ende hätte man eine sozialdemokratische Partei (Ziel "menschlicher Kapitalismus") und eine sozialistische Partei, die ihr Ziel nicht offen nennen dürfte.

Das würde ein unglaubliches Geschrei geben, aber leider käme am Ende dennoch nicht das raus, was manche sich erträumen mögen, nämlich eine einzige starke linke Partei, die gerade so weit links ist, wie es innerhalb des Grundgesetzes noch geht. Insofern destabilisiert Wagenknecht die bestehenden Parteien, ohne das ich eine realistische Chance sehe, daß etwas Besseres entsteht. Das würde erst passieren, wenn die Bedingungen in DE für breite(re) Massen prekär würden. Das kann man sich nicht wünschen wollen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
cornel 13.01.2018, 18:21
18. S. Wagenknecht

möchte eine neue Partei. Wir steuern auf ital. Verhältnisse zu. Viele Splitter wollen jedes Jahr eine Neuwahl. Oder weiter ohne Regierung. Als Kanzler hält sich Dofbrindt bereit. Armes Deutschland. Sparvorschlag: man überweise den Abgeordneten 50 % ihrer Bezüge für 4 Jahre und schicke sie sofort nach Hause. Dann haben die Zeit mal über alles nachzudenken. Mit der Einsparung können Schulen und Strassen saniert werden.
Was reg ich mich auf!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
TobiasWolf 13.01.2018, 18:26
19.

Merken Frau Wagenknecht und Herr Lafontaine eigentlich wie sehr ihr Populismus ausschließlich den Rechten in die Hände spielt? Linke Politik sollte grundanders aussehen!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 2 von 6