Forum: Politik
Neuer britischer Premier Johnson: Der blonde Bulldozer
Jessica Taylor/ UK Parliament/ AFP

Boris Johnson setzt auf Konfrontation: Ein Kabinett voller Brexit-Hardliner, Drohungen Richtung Brüssel, Attacken gegen die Opposition. Was hat Großbritanniens Premier vor?

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Kritik 25.07.2019, 21:11
1.

Ich hatte gestern Besuch von einem Kollegen aus England.
Er ist fest davon überzeugt, dass alleine die Drohung, das UK könnte die EU ohne Vertrag verlassen, die Verhandlungsposition des UK deutlich verbessern wird, weil die EU eine panische Angst vor einem No Deal Szenario hat und deswegen den Austrittsvertrag im Sinne des UK nachbessern wird.
Und diese Einschätzung ist nach seiner Aussage im UK weit verbreitet

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Benjowi 25.07.2019, 21:12
2.

Meine Güte, der Mann ist völlig abgehoben und hat sich wohl Trump und Erdogan gemeinsam als Vorbild genommen. Wie kann man derartig resistent gegen wirtschaftliche Vernunft agieren?

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gweihir 25.07.2019, 21:13
3. Chaos

Er selber ist reich genug, dass ihm nichts passieren kann. Was fuer unglaublichen Schaden er anderen zufuegt, interessiert ihn nicht. Ein boeser Mensch der verwerflich handelt. Und ein Indikator dafuer, dass die Aufklaerung endgueltig vorbei ist.

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claus7447 25.07.2019, 21:14
4. Ich sehe schon....

Brüssel wird die weiße Flagge hissen. BoJo darf alle waren von der unser ohne Kontrolle ausführen. Fish&Chips werden ab sofort (auch in Bayern) die leberkässemmel ersetzen. Ab 1.1.20 wird die EU den Linksverkehr einführen. London erhält pro Woche 350 Millionen Euro zur Unterstützung des krankenwesens.

Wir entschuldigen uns!

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whitewisent 25.07.2019, 21:17
5.

Kann es sein, dass man hier versucht, Boris systematisch als Bösen zu stigmatisieren? Warum? Offenbar will eine überwältigende Mehrheit seiner Partei genau diese Politik. Denn er hat ja nicht wirklich aus seiner Grundhaltung ein Geheimnis gemacht. Genauso dürfte ein Großteil der Brexitbefürworter genau das gewollt haben, einfach raus. Wenn man sich die Leute genauer anschaut, welche für einen Vertrag sind, gibt es viel zu große Überschneidungen mit denen, welche eigentlich keinen Brexit wollten. Und das führte in den letzten beiden Jahren zu der Krise, die man heute sieht.

Konfrontation alsov vor allem Denjenigen beiderseits des Kanals gegenüber, die immer noch ein Mauschelvertrag haben wollen, um bestimmte Klientelinteressen zu vertreten. Auch eine Neuwahl wird nicht wirklich etwas daran ändern, da auch die Opposition nicht wirklich pro-europäisch ist. Also lasst ihn die nötige Show abziehen, auf seine Bulldozerart eben. Wichtiger ist es nun für die EU, ihre Verwaltung und Behörden endlich vorzubereiten. Und sei es, genügend Stauräume für LKWs zu schaffen, und genügend Zöllner an die Nordgrenzen Frankreichs und Deutschland zu versetzen. Das dürfte für Wirtschaft wie Reisende eher das Nadelöhr werden, nicht die irische Grenze bei Ulster.

Das gefährliche an den Medien aktuell ist ja, dass man überall die Chefs kritisiert, egal ob Trump, Putin, Erdogan oder Orban. Dabei bauen die in ihren Ländern meist auf die größten Parteien auf, also selbst wenn diese Köpfe nicht wären, hätte man weiter eine Truppe von Blairs, Mays und Corbayns, welche auch nicht wirklich traditionell zurückhaltende Politik machen. Das geht nicht, und der harte Brexit wird letztendlich wegen dem Scheitern zum Kompromiss zwischen 320 Abgeordneten kommen, nicht weil der Premier diesen oder jenen Namen trägt.

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Kritik 25.07.2019, 21:20
6.

Zitat von claus7447
Brüssel wird die weiße Flagge hissen. BoJo darf alle waren von der unser ohne Kontrolle ausführen. Fish&Chips werden ab sofort (auch in Bayern) die leberkässemmel ersetzen. Ab 1.1.20 wird die EU den Linksverkehr einführen. London erhält pro Woche 350 Millionen Euro zur Unterstützung des krankenwesens. Wir entschuldigen uns!
... und wir werden natürlich den Euro durch das "Europäische Pfund" (EBP) ersetzen...

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orca20095 25.07.2019, 21:22
7. Vielleicht wäre es klüger, liebe Journalisten,

jetzt nicht so einen Hype um diesen Typen zu entfachen, am effizientesten ist eine gehörige Portion Ignoranz, dann fühlt er sich vernachlässigt. Aber das kriegen die Schreiber und Reporter ja nicht hin, einfach mal weniger Sensation und Palaver ohne Substanz.

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karlo1952 25.07.2019, 21:26
8. Dann wird ja hoffentlich alles gut,

und wir haben die Briten zum 31.10.2019 endgültig los. Wäre auch höchste Zeit.

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wollebvb 25.07.2019, 21:31
9. Um es kurz zu machen...

Es reicht mit der Einknickerei in Brüssel. Es reicht, sich ständig von den Insulanern auf der Nase rumtanzen zu lassen. Überlegt euch in Brüssel Varianten, die Konsequenzen von no deal für 27 Staaten abzumildern - und dann schmeisst sie endlich raus.

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