Forum: Politik
Neuer britischer Premier Johnson: Der blonde Bulldozer
Jessica Taylor/ UK Parliament/ AFP

Boris Johnson setzt auf Konfrontation: Ein Kabinett voller Brexit-Hardliner, Drohungen Richtung Brüssel, Attacken gegen die Opposition. Was hat Großbritanniens Premier vor?

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boanerges 25.07.2019, 23:41
70. Sorry, Thema nicht verstanden

Zitat von Adikom
Der Backstop ist aus meiner Sicht eine unzulässig harte Forderung - insofern die Integrität von UK in Frage gestellt wird. Es ist eine subtil versteckte Verweigerungshaltung der EU, welche leider auch nur wenige EU-Bürger wirklich verstehen. Clever?
Es geht um das EU Mitglied Irland. Wenn ein EU Land eine Grenze mit einem Nicht-EU Land hat, muss es eine Grenze geben. Ganz einfach. Der Backstop stellt also nicht die Integrität in Frage, sondern die Integrität der EU: Clever genug?

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Schneiderstein 25.07.2019, 23:57
71. Ich bete täglich darum, es auch so schlicht sehen zu können

Zitat von papelbon
Fakt ist, die EU braucht das Geld aus England. Ich wünsche Boris alles gute.
Kontinentale Wirtschaft und besonders deutsche in Europa braucht einen großen Binnenmarkt um global zu bestehen.
Was wir vor allem exportieren sind nicht die Produkte, die Sie in Ihrem Haushalt finden, sondern technische Problemlösungen zu deren Herstellung inklusive Entwicklung und Umsetzung bis hin zum Fertigprodukt. Ohne EU geben wir die Fähigkeiten dieser Know-How-Produktion an andere ab, die das Geschäft dann global beherrschen.
Die EU braucht das Geld aus England eindeutig viel weniger als Sie, wenn Sie Ihren Lebensunterhalt noch hierzulande erarbeiten müssen, aber Ihren Kontinent aus nationaler Kurzsichtigkeit verraten.
Wenn Ihr Freund Boris das mit einer regelmäßigen Überweisung an Sie regelt, geht das vielleicht ebenso für Sie auf, wie wenn Sie für die britische Oberklasse handgeknüpfte Schnürsenkel im Luxussegment herstellen.
Aber: Das ist eben alles andere als DAS Volk. Weder das deutsche noch das englische...

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quark2@mailinator.com 26.07.2019, 00:04
72.

Ich finde es zwar aussichtslos und im Zweifelsfall für die Menschen in UK auch bedrohlich, aber ich bin froh, endlich mal wieder einen Politiker zu sehen, der etwas richtig machen will, statt nach Kompromissen zu suchen. Der "Deal" mit der EU hätte UK nicht das gebracht, was "Leave" wollte und nicht das bewahrt, was "Remain" wollte. Ganz rein oder ganz raus, aber nicht irgendein Kuddelmuddel ... das kann ich nachvollziehen.

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GRH 26.07.2019, 00:17
73. From Great Britain to Little England

Zitat von claus7447
Brüssel wird die weiße Flagge hissen. BoJo darf alle waren von der unser ohne Kontrolle ausführen. Fish&Chips werden ab sofort (auch in Bayern) die leberkässemmel ersetzen. Ab 1.1.20 wird die EU den Linksverkehr einführen. London erhält pro Woche 350 Millionen Euro zur Unterstützung des krankenwesens. Wir entschuldigen uns!
...und wir werden Bier ohne Schaum trinken (natürlich in 0,568 l Gläsern), zum Frühstück Würstchen essen und von jedem Wal, den ich so zufällig finde, werde ich den Kopf dem König und die Schwanzflosse der Königin überlassen. Spass beiseite: Wenn ich mir die (im Sinne Europas erfreuliche) wirtschaftliche Entwicklung im Osten so ansehe, kann ich mir gut vorstellen, dass wir uns im Bereich weniger lukrativer Dienstleistungen in 5-10 Jahren eher auf englischen Sprachgebrauch einstellen können. Tragisch.

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demiurg666 26.07.2019, 02:07
74. @carlo-net

Dann stellen Sie doch endlich eine stramm Rechte Regierung auf? Wie? Das geht nicht, weil Mehrheiten fehlen? Ach, vielleicht ist ihre Meinung gar nicht so weit verbreitet wie Sie es sich vorstellen? Warum wollen Sie dann der Mehrheit erzählen, was sie zu tun hat? Wenn ihnen Deutschland bitte diktatorisch genug ist haben sie drei Möglichkeiten: Wahlen gewinnen, Putsch oder ein Ihnen geeigneteres Land aufsuchen. Ach nee, sie können auch verbitterte Kommentare in Foren schreiben die nur lächerlich anmuten...

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ArnKling 26.07.2019, 02:57
75. Hoffentlich bekommt Johnson was er will

Ich bin immer mehr der Meinung, GB sollte seinen No-Brexit Deal bekommen, denn letztendlich wird er damit auflaufen. Wenn England dann Schottland und Nordirland mit gegen die Wand gefahren hat kann die EU locker Schottland in seinen Unabhängigkeitsbemühungen unterstützen und Nordirland kann wieder in Irland eingegliedert werden. Davon wird sich England nicht mehr erholen.

Leider wäre das dann auch verdient, die Demokratie funktioniert da nicht mehr

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edds 26.07.2019, 04:03
76. Die erste Bedingung für Neuverhandlungen

Als erste Bedingung für Neuverhandlungen sollte man von Boris Johnson fordern, dass er öffentlich alle Falschaussagen, die er in den vergangenen Jahren über die EU und angebliche EU-Regeln vom Stapel gelassen hat, richtigstellt. Das sollte auf jedem Fall im Fernsehen zur besten Sendezeit ausgestrahlt werden. Die EU darf auch gerne eine Liste zur Verfügung stellen

Dabei kann er nur verlieren. Macht er es nicht, werden sich die Briten fragen, wieso er die Verhandlungen deswegen scheitern läßt. Macht er es, wird es für ihn wahrscheinlich recht peinlich.

Danach kann man ja noch über ein paar kleine Details verhandeln, aber soweit wird es wahrscheinlich nicht kommen.

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cougar60 26.07.2019, 04:28
77. Weshalb bis zum 31.Oktober warten ?

Wo Boris mit dem Start in das goldene Zeitalter Großbritanniens umgehend beginnen kann. Dieses erbarmungswürdige Affentheater könnte längst ein Ende haben. Wenn die Briten im Unterhaus sich darauf hätten einigen können, was sie denn wollen. Meine Güte was werde ich mich freuen. Wenn dieses wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass Spiel dieser Rosinenpicker endlich ein Ende hat.

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maxbee 26.07.2019, 05:34
78.

Zitat von Kritik
Ich hatte gestern Besuch von einem Kollegen aus England. Er ist fest davon überzeugt, dass alleine die Drohung, das UK könnte die EU ohne Vertrag verlassen, die Verhandlungsposition des UK deutlich verbessern wird, weil die EU eine panische Angst vor einem No Deal Szenario hat und deswegen den Austrittsvertrag im Sinne des UK nachbessern wird. Und diese Einschätzung ist nach seiner Aussage im UK weit verbreitet
Natürlich hat die EU Angst, und zwar berechtigte, vor einem No-Deal-Brexit. Schliesslich ist das UK für diese der zweitwichtigste Exportmarkt. Das wird allerdings die EU trotzdem nicht bewegen den Briten ein vernünftiges Abkommen anzubieten. Fuck economy ist deren Motto, wenn es darum geht das UK für den Brexit abzustrafen. Bezahlen dürfen hierfür die Zigtausende, welche dann in Deutschland ihren Arbeitsplatz verlieren. Aber wie die Kommentare hier deutlich machen, kümmert das die von den Mainstream-Medien auf Anti-UK-Kurs getrimmten Foristen nicht die Bohne. Zumindest solange nicht, wie sie nicht selbst betroffen sind.

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leontion 26.07.2019, 05:49
79. Boris Johnson, Herkules und Eurydike

In einem Artikel sprach sich Johnson vorsichtig für den Verbleib in der EU aus. Darin findet sich der bemerkenswerte Satz des Oxford-Absolventen:
"He was going to probe the belly of the beast and bring back British sovereignty, like Hercules [sic!] bringing Eurydice back from the underworld."
Schade, dass Jacques Offenbach das nicht lesen konnte. Sein Orpheus in der Unterwelt hätte eine ganz neue Interpretation erfahren können.
Der ganze Artikel: https://www.standard.co.uk/news/politics/boris-johnsons-article-backing-britains-future-in-the-eu-a3370296.html

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