Forum: Politik
Neuer Bundespräsident: Kampf um Kandidat X
dapd

Hinter den Kulissen des politischen Berlin wird bereits heftig um die Nachfolge-Frage für das Amt des Bundespräsidenten gerungen. Der Kreis möglicher Kandidaten lichtet sich: Die Opposition lehnt eine Berufung aus dem Bundeskabinett ab - und liebäugelt mit der Gauck-Lösung.

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husker 18.02.2012, 09:12
1.

Wie kann man immernoch für Gauck sein nachdem was jener über den Finanzmarkt und die Proteste äußerte?
Der Mann ist ungeeignet für den Posten.

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wibo2 18.02.2012, 09:13
2. Nicht schon wieder Gauck...

Zitat von sysop
Kreis möglicher Kandidaten lichtet sich: Die Opposition lehnt eine Berufung aus dem Bundeskabinett ab - und liebäugelt mit der Gauck-Lösung.
Der Staat benötigt in der heutigen Zeit zu seiner Verteidigung einen
starken, kompetenten Politiker, der Wahlämter innegehabt hat.

Insofern stimme ich der Opposition zu, dass Minister, die z.B. über
Listenwahl oder sichere Wahlkreise in den Bundestag gekommen sind,
auch mir weniger geeignet erscheinen.

Noch hat die Regierung wenige Tage eine knappe Mehrheit in
der bundesversammlung. Das sollte sie nutzen einen kompetenten,
robusten Politiker als Nachfolger des Wulff, der eigene Wähler als Rückhalt hat, zu ernennen.

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homersimpson75 18.02.2012, 09:13
3.

Merkel sollte über ihren Schatten springen und Gauck nominieren.

2010 war seine Nominierung durch SPD und Grüne ja nur ein wahltaktisches Manöver, mit dem man versuchte, die relative bürgerliche Mehrheit in der Bundesversammlung zu sprengen.
Faktisch dürfte Gauck dem bürgerlichen Lager aber näher stehen als dem linken. Insofern würde seine Wahl für Rot-Grün schnell vom Triumph zum Eigentor.

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egalite101 18.02.2012, 09:16
4. Warum nicht ein Diplomat?

Der deutsche diplomatische Dienst ist bekannt für sein anspruchsvolles Auswahlprogramm. Im Gegensatz zu anderern Ländern, die ehemealige Investementbanker oder Großindustrielle zum Botschafter machen (USA), werden die deutschen Diplomaten nach Ihren fachlichen Qualifikationen ausgewählt. Im diplomatischen Dienst der Bundesrepublik Deutschland gibt es nicht nur die klügsten und erfahrensten Köpfe, sondern auch die seriösesten. Um Uns neuen Ärger zu ersparen, sollten Wir einen Profi, wie z.B. den deutschen Botschafter in Frankreich, Schäfers oder den deutschen Botschafter in Kanada, Dr. Witschel für das Amt zumindest in Erwägung ziehen.

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Progressor 18.02.2012, 09:17
5. Reihendurchlichtung

Ein aktuelles Regierungsmitglied will die SPD und die Grünen nicht, damit fallen von der Leyen, Schäuble und de Maizière schonmal raus.

Gauck geht nicht mehr, der Kanzlerin und dem Wahlverein ist nicht zuzumuten plötzlich für jemand zu stimmen, den sie vor Kurzem abgelehnt hat. Sicherlich muss der Bundeskanzler keine tagesaktuelle Politik machen, Gauck erscheint mir aber zu träumerisch. Seine politischen Vorstellungen sind inkonsistent, von Makroökonomie hat er keine Ahnung.

Klaus Töpfer ist machbar. Die Frage ist, wie fit er im hohen Alter noch ist.

Norbert Lammert wird dringend als Bundestagspräsident benötigt und ist zu konservativ um von Rot/Grün akzeptiert zu werden zu können.

Voßkuhle der Präsident des Bundesverfassungsgerichts erscheint mir ein zu arger "Juristenkopf" zu sein.

Ex-Bischöfin Käßmann hat ein Alkoholproblem.

Joschka Fischer ist der Union nicht zuzumuten.

Gerhard Schröder nicht der SPD.

Helmut Kohl ist zu krank.

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Ulrich Vissering 18.02.2012, 09:18
6. Ohne Kampf, Chance für eine neue Tradition der größtmöglichen Zustimmung.

Zitat von sysop
Hinter den Kulissen des politischen Berlin wird bereits heftig um die Nachfolge-Frage für das Amt des Bundespräsidenten gerungen. Der Kreis möglicher Kandidaten lichtet sich: Die Opposition lehnt eine Berufung aus dem Bundeskabinett ab - und liebäugelt mit der Gauck-Lösung.
Wenn man irgendetwas aus den Abläufen der letzten Jahre mit Köhlers und Wulffs Abtritten gelernt haben sollte, dann gibt es nun hoffentlich eben keinen Kampf, sondern eine weitgehend einvernehmlich Lösung mit einer herausragenden Persönlichkeit, die ausreichenden Abstand zum parteipolitischen Geplänkel aufweist. So miserabel die letzten Jahre auch für die Bedeutung des Amtes waren, die jetzige Misere kann langfristig einen Vorteil bringen, wenn das Amt des Bundespräsidenten (sucht bitte eine Präsidentin) künftig mehr einvernehmlich als im Kräftemessen zwischen Regierung und Opposition besetzt wird.

Die Besetzung im Rahmen von Kampfkanditaturen entspricht in keiner Weise dem eigentlich geringen Entscheidungspotential des Amtes. Sie ist vielmehr missbräuchlicher Ausdruck eines Machtgerangels zwischen Regierung und Opposition. Ein Bundespräsident hat aber in diesem Gerangel nichts verloren. Man sollte sich der repräsentativen Rolle und der Bedeutung der öffentlichen Rede für die Position bewusster machen und Jemanden holen dessen Meinung, Urteilsfähigkeit und Charakter weitgehend geschätzt wird und der gerade auch die öffentliche Rede hervorragend beherrscht.

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robert.haube 18.02.2012, 09:19
7. Steinmeiers Eigentor

Zitat von husker
Wie kann man immernoch für Gauck sein nachdem was jener über den Finanzmarkt und die Proteste äußerte? Der Mann ist ungeeignet für den Posten.
Wenn Grüne und SPD diesen Reaktionär wieder aus dem Hut zaubern, schießen sie sich ein dickes Eigentor.

Gauck ist politisch rechts von Wulff.
Offensichtlich sieht sich dort Steinmeier aber mittlerweile auch.

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dabbeljou 18.02.2012, 09:20
8. Mein Kandidaten-Vorschlag:

Eine Frau mit Sachverstand:

Jutta Limbach.

Als ehemalige Präsidentin des Bundesverfassungsgerichts wird es mit ihr sicher keinen Eiertanz um Gesetzesauslegungen und anderes unwürdiges Gehampel geben - wenn sie denn will.

Für Deutschland wäre es ein Glücksfall!

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buutzemann 18.02.2012, 09:21
9. Die Linke außen vor.

Zitat von sysop
Hinter den Kulissen des politischen Berlin wird bereits heftig um die Nachfolge-Frage für das Amt des Bundespräsidenten gerungen. Der Kreis möglicher Kandidaten lichtet sich: Die Opposition lehnt eine Berufung aus dem Bundeskabinett ab - und liebäugelt mit der Gauck-Lösung.
Und Kauder schon wieder am Stänkern. Die Regierung hat immer noch NICHTS begriffen.

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