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Neuer Bundespräsident: Vorsicht, hier kommt der Kandidat
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Vom Außenminister zum Kandidaten für die Präsidentschaft: Frank-Walter Steinmeier erlebte die entscheidenden 24 Stunden zwischen Brüssel und Berlin. So lief sein Tag.

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joes.world 14.11.2016, 19:40
1. Das Amt könnte ihm auf den Leib geschrieben sein.

Steinmeier ist ein netter, älterer Herr. Als Präsident hat er die Entscheidungsbefugnis Veranstaltungen zu eröffnen und freundliche oder traurige Worte zu sprechen. Und freundliche oder traurige Worte, oder solche der Bestürzung, hat Steinmeier in seiner Zeit als Außenminister mehr als ausreichend von sich gegeben. Nun kann er in ein Amt wechseln, in dem man davon nicht genug geben kann. Und im Ausland ist er bekannt und geschätzt. Und im Inland der beliebteste Politiker. Das macht sich nicht schlecht, als Bundespräsident.

Man hat als Bundespräsident keine politische Agenda umzusetzen, sondern in Deutschland für Stimmung und Zusammenhalt zu sorgen. Ohne irgendjemanden auszugrenzen. Es ist ein Amt der Worte. Und Steinmeier ein Mann der Worte und kein Mann der Tat. Also wie geschaffen für diesen Posten.
Wird er verstehen, dass seine Worte nun nicht mehr parteilich, sondern überparteilich sein müssen? Ich glaube und hoffe es.

Als Außenminister waren seine politischen Erfolge nicht ausreichend, dafür war er nicht taff genug. In einer Spitzenposition in erster Linie freundlich zu sein, ohne die nötigen politischen Ergebnisse zu liefern, ist heute zu wenig. Aber politisch etwas umsetzen - das muss er nun nicht mehr.

Der Posten des Bundespräsidenten ist also wie geschaffen für Steinmeier. Und er ist wie geschaffen für diesen Posten.

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trick66 14.11.2016, 19:43
2. Naja

Wieder ein Zacken aus Merkels Krone. Spricht aber leider für eine Fortsetzung der GroKo. Hoffentlich hat der nächste Außenminister etwas härtere Cojones.

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Ukko257 14.11.2016, 19:45
3. Keine Kampfabstimmung, keine Demokratie, keine Auswahl --> Alternativlos

Wieder mal SPCDU Einheitsbrei... und man darf nicht wählen, weil die Bundesversammlung wieder einmal ohne Volksstimme durchregiert.

Die Abstimung auf der Krim war fairer und demokratisch.

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Marvel Master 14.11.2016, 19:49
4. Wie wäre es mit einem Kandidaten aus dem Volk

Zur Auswahl hätte ich
- Hans Werner Sinn
- Lucke
- Sarazzin
- die Frau von Kasse 4 (REWE)

Alle haben mehr Ahnung von der Realität als ein Steinmeier

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Moewi 14.11.2016, 19:51
5.

Soso, er wäre also bereit, unbequeme Fragen zu stellen.

Ich hätte da auch eine unbequeme Frage an den Herrn Steinmeier, betreffs Murat Kurnaz und dessen "Verweildauer" in Guantanamo.

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ulrich g 14.11.2016, 19:53
6. Mich graust es vor diesem Mann

Er ist voller Vorurteile, hat sich selbst nicht im Griff und nennt den demokratisch gewählten Repräsentanten des wichtigsten Bündnispartners Hassprediger und wirbt um Verständnis für Erdogan den größten Despoten nach Kim Jong-un. Wahrhaft kein guter Repräsentant für Deutschland.

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sb411 14.11.2016, 19:54
7. ein kluger Schachzug der CDU

So kann man die SPD perfekt "kaputtlieben". Man einigt sich für ein politisch fast bedeutungsloses Amt auf den einzigen Kandidaten, der bei der nächsten Bundestagswahl für die SPD die Chance hätte, eine Kanzlerschaft zu holen. Das zeigt, wie geschickt es Frau Merkel versteht, auch aus anderen Parteien ihre politischen Gegner "zu beseitigen". Zugleich zeigt dies, was das Problem der SPD ist. Außer Steinmeier hat sie für die nächste Bundestagswahl keinen geeigneten Spitzenkandidaten. Ich zähle hier mal alle sonstigen SPD-Mitglieder der Bundesregierung auf, die 2017 als Spitzenkandidat in Frage kämen, wenn Steinmeier Bundespräsident wird: Heiko Maas, Sigmar Gabriel, Andrea Nahles, Manuela Schwesig und Barbara Hendricks.

Was muss man dazu noch sagen? Ist die Führung dieser Partei wirklich so weit weg von der Realität, dass sie meint, mit einem dieser Kandidaten (Schwesig vielleicht ausgenommen) 2017 eine Chance zu haben? Da würde ich als CDU-Führung doch den Champagner öffnen, wenn die SPD-Führung mir mitteilt, dass sie den einzigen Kandidaten, der 2017 ernsthaft eine Chance hätte, Merkel zu schlagen, zum "Winkeaugust" macht.

Umgekehrt muss man sich fragen, ob die SPD tatsächlich noch wählbar ist, wenn sie sich freiwillig ohne erkennbaren Grund ihres einzigen geeigneten Kandidaten für die nächste Kanzlerschaft beraubt.

Tja, so sieht es aus. Das Amt des Bundespräsidenten gewonnen, aber eine realistische Chance auf die Kanzlerschaft verloren. Leid muss einem die SPD bei soviel Dummheit der Parteiführung nicht tun.

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willibrand 14.11.2016, 19:54
8. Merkel endelt

Ich hoffe, ich flehe, ich bete
Herr Steinmeier hat Rückgrad und verkündet bei der Intronisierung
' ich nehme die Wahl nicht an '

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brüggebrecht 14.11.2016, 19:55
9.

Ich gönne es Steinmeier und halte ihn wirklich für einen guten Kandidaten - aber er ist ja schon kein Kandidat mehr, sondern designierter Bundepräsident. Das Geschachere um das höchste Amt in Deutschland ist erbärmlich, undemokratisch und zuweilen peinlich. Es wäre besser, der BP würde direkt vom Volk gewählt werden. Das Posten-Proporzgeschiebe und Gerangel der Parteien nervt.

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