Forum: Politik
Neuer CDU-Generalssekretär Ziemiak: Das Friedensangebot
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Mit ihrem neuen Generalsekretär kommt die neue CDU-Vorsitzende Kramp-Karrenbauer dem Merz-Lager entgegen - doch das schwache Ergebnis für Paul Ziemiak zeigt, wie tief gespalten die Partei ist.

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gunpot 08.12.2018, 13:20
1. So, Sie meinen,

dass das Wahlergebnis für den neuen GS der CDO die tiefe Spaltung der Partei reflektiert. Sie können es einfach nicht sein lassen, alles ins Negative zu ziehen. Für mich ist das ein Ergebnis, das zeigt, dass die CDU eine demokratischere Partei geworden ist. Und es sollte keiner glauben, dass Merz nun AKK Knüppel zwischen die Beine wirft. Dafür ist er viel zu abgeklärt. Er weiß genau, dass er nur Chancen hat, Kanzler zu werden, wenn er mit an einem Strang zieht. Alles andere würde ihn als schlechten Verlierer entlarven. Und so dumm ist er nicht.

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Hukowski 08.12.2018, 13:29
2. "..zeigt, wie tief gespalten die Partei ist."

Ohne die Union in Schutz nehmen zu wollen; kann dieses Ergebnis nicht auch zeigen, dass der Bewerber einfach nicht so dolle ist?

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zeisig 08.12.2018, 13:30
3. Bravo !

Klasse! Gleich am ersten Tag nach der Wahl eine klare Kurskorrektur. Für mich jedenfalls ein Grund für verhaltenen Optismus. Man kann die CDU wieder wählen.

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helmipeters 08.12.2018, 13:34
4. alles relativ

62 % sind im Relation zu 100 % Martin Schulz vermeintlich wenig. Wenn man sieht was Schulz aus 100 % gemacht hat kann es für Ziemiak nur besser werden.

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63. 08.12.2018, 13:42
5. Warm gemacht.

Wenn jemand einem gefährlich scheint zu sein holt man sich ihn in seine Nähe.
Herr Ziemiak als Oppositionsmann ist damit entschärft. Das ist die Merkel-Methode!

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olmen 08.12.2018, 13:54
6. Was denn nun?

Hat eine Partei mehrere Kandidaten und folglich dann auch knappe Ergebnisse, spricht die "schreibende Zunft" gleich von "tief gespalten". Mehr lässt sich kaum übertreiben. Auch dass der JU-Vorsitzende nach der Wahl noch weiter an dem unterlegenen Kandidaten "klebt", zeugt auch nicht davon, dass demokratische Mehrheitsentscheidungen voll akzeptiert werden.
Also - es sollten allseits mehr demokratische Grundregeln gelten. Und "kaufen lassen"gehört dazu auch nicht.

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KingTut 08.12.2018, 14:00
7. Nachvollziehbar

Nach der gestrigen Wahl von AKK zur CDU-Vorsitzenden wurde hier im Forum mehrfach auf die Symbolik des knappen Wahlergebnisses hingewiesen. Das heißt, dass die Zahl der Delegierten, die sich einen Richtungswechsel erhofft haben, sehr hoch ist und das manifestiert sich auch heute bei dem dürftigen Ergebnis für Paul Ziemiak. Die Frustration des unterlegenen Lagers scheint tief zu sitzen, wie man immer wieder aus den diversen Fernsehinterviews vernimmt.
Ich hoffe inständig, dass Paul Ziemiak seine kritische Grundüberzeugung gegenüber der Politik von Angela Merkel nicht über Bord wirft, auch wenn es für einen Generalsekretär schwierig sein dürft, die amtierende Kanzlerin der eigenen Partei offen zu kritisieren. Gerade in der Flüchtlingspolitik, die den Absturz der Union einläutete, erwarten die Bürger progressive Lösungen. Das hätte ich Friedrich Merz zugetraut. Aber vergessen wir nicht: wer immer die CDU führt, die amtierende Bundeskanzlerin bleibt uns voraussichtlich bis 2021 erhalten. Da sie nach eigenen Angaben nicht erkennen kann, was sie hätte anders machen können, düfte alles beim alten bleiben.
Also weiterhin Stillstand.

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fuchsi 08.12.2018, 14:00
8. Erziehungserfolg für AKK

Im CDU Machtkampf ist auch ein Streit der alten mit den jungen Männern zu beobachten. Die alten haben mit ihrem Platzhirschgehabe nicht wahrgenommen, dass die jungen die vermeintliche Männersolidarität längst aufgegeben haben. Ziemiak und sein großer Bruder Spahn lassen sich, auch entgegen der eigenen Überzeugung, willig einbinden und können dann einfach abwarten. Die alten Kerle um Merz bleiben einfach in der Schmollecke, in die sie sich zurückgezogen haben, niemand braucht sie mehr. AKK ist eine erfahrene Mutter, einfach mal sehen, was die streitenden Kinder machen und rechtzeitig eine Belohnung - hier tolle Karriereaussichten - für die braven Kinder bereithalten. Dann geben auch die anderen klein bei. Das funktioniert bestens, wie man sieht.

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suplesse 08.12.2018, 14:06
9. Es ist immer gut

wenn man seine Kritiker in der Nähe hat. Und wenn man sie in ein gewisse Abhängigkeit zu sich selbst bringt. Mehr ist da nicht passiert. Das betrifft jetzt Herrn Ziemiak. Der Herr Merz ist viel zu souverän und inteligent, als dass er den beleidigten Verlierer spielt. Und von Verlieren kann ja auch überhaupt nicht die Rede seine. Er hat über 10 Jahre hinweg kein Amt in der CDU bekleidet und kommt auf Anhieb auf kanpp 50% der Stimmen aller Delegierten, bei der Wahl zum Parteivorsitzenden. Wer will da von Niederlage sprechen. Außerdem die Kanzlerschaft steht noch nicht zur Disposition. Warten wir ab, was bis dahin noch alles passiert.

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