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Neuer CDU-Generalssekretär Ziemiak: Das Friedensangebot
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Mit ihrem neuen Generalsekretär kommt die neue CDU-Vorsitzende Kramp-Karrenbauer dem Merz-Lager entgegen - doch das schwache Ergebnis für Paul Ziemiak zeigt, wie tief gespalten die Partei ist.

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cup01 08.12.2018, 14:08
10. 52 und 62 Prozent

Das sind keine Wahlergebnisse, die nach Aufbruch aussehen. Sie zeigen eher die Spaltung der Partei. Was daraus folgt macht die SPD vor. Für mich ist das kein gutes Signal für 2019.

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Grünstein 08.12.2018, 14:12
11.

Der neue GS ist für seinen Schritt nicht zu beneiden. Hätte er abgelehnt, wäre die Spaltung der Partei noch deutlicher sichtbar und er selbst das Gesicht dazu. Viel Anhänger von Merz und Spahn fühlen sich nun verständlicherweise verraten. Natürlich hat er Wahlkampf für Spahn gemacht, wenn auch unter vorgehaltener Hand. Nun geht er volles Risiko und setzt alles auf die Karte AKK. Wenn sie scheitert, ist er erst mal verbrannt. AKK hat ihn aus parteitaktischen Gründen nominiert, nicht wegen einer möglichen Qualifikation. Ist auch nicht gerade ein Ritterschlag. Er hat sich halt richtig schön verzockt und darf sich auch nun auch noch an exponierter Position dafür schämen. Viel Spaß!

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so-long 08.12.2018, 14:16
12. Schon wieder

dieses unsägliche Spaltungsgequatsche. Wirklich das Unwort des Jahres. Wenn es eine 90%-Ja-Quote gegeben hätte, würden man/SPON von russischen/sowjetischen/chinesischen Parteitagsverhältnissen reden.
50/50 in der CDU, in den USA, in D (ca.)30/20/15/15%-Ergebnisse. Das ist Ausdruck von..?

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Freidenker10 08.12.2018, 14:26
13.

Bisher spielt sich ja alles CDU intern ab, die nächsten Wahlen werden zeigen ob die "Angebote" auch vom Wähler angenommen werden. Ich habe da so meine Zweifel, denn der Wunsch nach Konservatismus war schon sehr tief bei den CDU lern! Sollten die nächsten Wahlen vergeigt werden, kann es auch schnell wieder vorbei sein mit AKK und ihren Merkelianern!

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poitierstours 08.12.2018, 14:33
14. Blasser Karrierist und Kuckucksei

Ob die Wahl von Ziemiak ein Fehlstart der neuen CDU-Vorsitzenden war, wird sich zeigen. Nicht vieles spricht dafür, sie für einen gelungen Neuanfang der Christdemokraten zu halten. Um die innerparteilichen Gräben zu schließen wahrscheinlich eine untauglich von AKK initiierte Personalie. Das Wahlergebnis spricht Bände. Mal sehen, wie das mit der Loyalität gegenüber A. Kramp-Karrenbauer wird. Waren dass noch Zeiten, als die CDU Generalsekretäre wie Kurt Biedenkopf und Heiner Geißler vorzulegen hatte, die prägnant das Profil der Partei der Öffentlichkeit vermittelten.

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Freidenker10 08.12.2018, 14:35
15.

Bei dieser Personalentscheidung spürt man schon den Merkel Pragmatismus. EInfach die Gegner einbinden und schon ist man sie los, bzw. hat sie mundtot gemacht. Ob Ziemiak die Dolchstoßlegende allerdings wieder los wird bezweifle ich, denn es riecht schon mächtig nach Verrat! Ich jedenefalls glaube nicht das die CDU mit diesem Gespann neue Wähler anlocken wird...

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burlei 08.12.2018, 14:50
16. Dass der rechte Flügel der CDU ...

... diese selbsternannten "Konservativen" nun stocksauer sind, ist ja klar. Sie leben wie alle ihrer Provenienz in einer eigenen Welt, in der alles gut und richtig ist, so lange es auf etwas in ferner Vergangenheit wurzelt. Wenn nun ihre Sicht der Dinge nicht von allen akzeptiert wird, wenn wie Herr Ziemiak jemand anderes als einer aus ihren elitären Kreis etwas wird, kann es nur Verrat sein. Und schon sehen sie eine Spaltung, an der sie aber in der Hauptsache wirken. Warum kann man nicht Herrn Z. akzeptieren und zu einer gemeinsamen Arbeit kommen? Weil man konservativ ist und "völlig demokratisch" nur die eigene Meinung gelten lässt. Gespalten wird nicht von der liberalen Seite aus, gespalten wird von den Konservativen, von den Rechten.

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pterodactylus 08.12.2018, 14:59
17. Friedensangebot?

Was soll das, dass Sie das so bezeichnen? Es wird keine Kurskorrektur innerhalb der CDU geben. Punkt. Das ist nun entschieden. Das ist auch nicht vom untergeordneten, unbequemen Personal abhängig, das man sich durch Posten gefügig macht. Und ebensowenig schön zu reden, so sehr Sie das auch so versuchen: die Realität ist bereits eine andere. Das Wahlergebnis zeigt, dass die Delegierten das auch ganz genau verstanden haben. Als politisches Blatt zeigen Sie übrigens ungewöhnlich wenig Know-How über Politik und den Strategien des Establishments. Parallelen zu dem, was in den USA passiert ist, sind da übrigens nicht ganz zufällig. Wir haben (noch) nicht deren Situation vor deren Wahl, aber die Mutlosigkeit auf Veränderung zu setzen hat auch dort zu den schlimmstmöglichen Brüchen geführt. Wie auch in Österreich, Polen, Italien, oder in egal welchem Markt. Korrekturen kommen IMMER, es gibt kein ewiges weiter so, weil die Welt und die Voraussetzungen sich immer verändern. Und wenn man die Anpassung an diese Veränderung nicht selbst einleitet, dann kommt sie von außen mit brachialer Kraft (der Brexit und seine Folgen ist eine mögliche Ausprägung). Und genau das werden wir wohl in den nächsten Jahren beobachten können, alles andere würde mich wirklich überraschen.

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beggar 08.12.2018, 15:04
18. Vergleiche

Stellen wir uns einmal kurz vor, welche Kommentare hier im Forum aufgelaufen wären bei Wahlergebnissen a la Schulz ( zur Erinnerung : Kurzzeitiger 100% Hoffnungsträger als Parteivorsitzender und Kanzlerkandidat) . Auch die Nominierung des SPD-Generalsekretärs Lars Klingbeil ist ein gutes Vergleichsmuster. Vor diesem Hintergund wird doch vielen negativen Bewertungen der Ergebnisse des CDU-Parteitages die Spitze genommen. Es scheint für die Union möglich, sich selbst aus "dem Graben" herauszuarbeiten. Dies gelingt anderen offensichtlich nicht.

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merkel123 08.12.2018, 15:04
19. Dolchstoss?

Unsinn, haette Merz gewonnen, waere vielleicht eine Frau aus Ostdtl. Gen-Sekr. geworden, aber die Karriereaussichten eines angebl. Konservativen Ziemiak waeren wohl deutlich besser gewesen...

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