Forum: Politik
Neuer Innenminister: Für Seehofer gehört der Islam nicht zu Deutschland
Getty Images

Gerade erst hat Horst Seehofer sein Amt als Bundesinnenminister angetreten. In einem Interview spricht er nun über Muslime in Deutschland, über die Flüchtlingskrise und den Begriff Heimat.

Seite 12 von 16
gourmet?gourmand? 16.03.2018, 08:43
110. Der blauweisse Phrasendrescher!

Ein wenig Bauchschmerz hatte ich schon damals, als erklärt wurde, der Islam gehöre zu Deutschland. Jetzt habe ich sie allerdings auch. Es wäre wünschenswert, wenn unsere Politiker sachlich orientiert dächten und sprächen. Bei dieser Aussage hört man jedoch im Hintergrund die Bierkrüge aneinanderstoßen. Wieder mal ein populistisches Wahlkampfmaneuver. In diesem Kontext ist die Beurteilung der Aussage erschwert.
Klar ist, dass sich jede Religion, wie schon mehrfach im Forum erwähnt, unseren rechtsstaatlichen, humanistischen Prinzipien unterzuordnen hat.
Zur von Herrn Seehofer und im Forum angestoßenen Überlegung, geschichtlich zu begründen, was wirklich zu Deutschland gehöre, stehen mir die Haare zu Berge. Religiös betrachtet waren vor der Christianisierung Donar und Woran tonangebend. In nicht wenigen Regionen keltische Götter. Davor Naturreligionen, deren Riten wir nur erahnen können. Nichts davon wäre im Einklang mit unserer heutigen Lebensweise. Und da jede Religion, sofern sie konsequent gelebt wird, keine Götter (oder Gesetze) neben sich duldet, ist es nur logisch, auch das Christentum als nicht zum heutigen Deutschland gehörig zu betrachten. Es kann und darf, wie alle anderen Religionen, nicht mehr als eine Facette des Lebens in diesem Land sein. Die Prägung christlicher Werte und Traditionen in diesem Land kann durchaus mit der Vergangenheit begründet werden. Aber gerade Christlichkeit schliesst Intoleranz aus. Zudem nimmt sich der gute Christ der Bedürftigen an und leistet Hilfe, wie er sie seinem Nächsten leisten würde. Da beginnt die Integration.

Beitrag melden
Ingmar E. 16.03.2018, 08:43
111.

Würde gerne mal sehen wie die Bayern reagieren wenn ein Ossi-Innenminister sagen würde: "Das Christentum gehört nicht zu Deutschland, es ist auch nur eingewandert und die Christen eh bald keine Mehrheit mehr".

Beitrag melden
Ingmar E. 16.03.2018, 08:47
112.

Bleiben wir mal ehrlich, Bayern gehört auch nicht richtig zu Deutschland, sondern eher in die K&K-Monarchie, halber Balkanstaat ist das. :>

Beitrag melden
peaugust 16.03.2018, 08:47
113. Heimatminister

Seehofer will vor den Landtagswahlen signalisieren das die CSU das
Original der rechten Gesinnung ist und nicht die AFD!
Bleibt mal abzuwarten wie die anderen Dampfplauderer dieses Vereins nachlegen.

Beitrag melden
im_ernst_56 16.03.2018, 08:48
114. Dumm & Dumm

Die Aussage von Christian Wulff, der Islam gehört zu Deutschland, war dumm. Bekanntlich gibt es den Islam gar nicht. Es gibt Sunniten, Schiiten, Aleviten, es gibt den liberalen und konservativen Islam (letzterer ist leider die herrschende Richtung), es gibt die Salafisten und Islamisten. Sie alle sind Teil des Islam. Welchen Islam hat Herr Wulff (und ihm folgend Frau Merkel) gemeint? Und was bedeutet "gehört zu"? Bedeutet dies die bloße Existenz oder bedeutet dies, dass die nichtmuslimische Mehrheitsgesellschaft den Islam als Teil der eigenen Kultur verstehen und damit immer und überall Rücksicht auf die religiösen Befindlichkeiten nehmen muss? Bedeutet dies, dass wir das Familien- und Erbrecht im BGB schariakompatibel ausgestalten müssen? Brauchen wir einen für alle verbindlichen muslimischen Feiertag? All diese Fragen werden durch die Ausgangsthese nicht beantwortet. Insofern ist auch die Antwort von Herrn Seehofer gleichermaßen dumm, denn er setzt sich mit der Ausgangsthese nicht auseinander. Herr Seehofer ist kein Intellektueller. Das wussten wir aber schon vorher.

Beitrag melden
fördeanwohner 16.03.2018, 08:53
115. -

Zitat von swarf
Ich bin überrascht. Die Aussage finde ich gut. Und ich sehe sie nicht als ausländerfeindlich an. Leider erlebe ich Menschen islamischen Glaubens nur neben Menschen anderen oder ohne Glaubens lebend. Während es mir nicht auffällt, welchen Glaubens oder Unglaubens jemand ist - fällt mir jemand islamischen Glaubens meistens sofort auf: Verhalten, Sprache, Kopftuch, ...
Wenn man aber daran etwas ändern will, sollte man sich ja gerade nicht hinstellen und auch noch propagieren, dass der Islam, also die von Ihnen beschriebenen Menschen, nicht zu Deutschland gehören.
DAS ist total kontraproduktiv. Weshalb sollte sich denn jemand, der aufgrund seines Glaubens schon von vornherein als nicht dazugehörig bezeichnet wird, sich in Zukunft mehr Mühe geben?

Beitrag melden
frenchie3 16.03.2018, 08:56
116. An alle die Seehofer unterstellen

daß die christliche Religion zu D gehört aber nicht der Islam: vorausgesetzt SpOn hat nichts unterschlagen, WO steht das? Er spricht von christlicher PRÄGUNG und das ist seit geraumer Zeit -mal ganz vereinfacht gesagt - das Respektieren der zehn Gebote. Und falls ich nicht was verpasst habe steht da nicht drin daß man Andersgläubige umbringen oder mal so nebenbei seine Frau verdreschen darf. Steinigungen von Vergewaltigungsopfern sollen ja in D auch recht selten sein.

Beitrag melden
fördeanwohner 16.03.2018, 08:56
117. -

Zitat von alex77lubu
Für mich gehört der Islam auch nicht zu Deutschland. Solange es in Ordnung ist (Zitat) Christen zu belügen, weil die ungläubig sind und vor Allah nichts wert (Zitat Ende) ist für mich der gesamte Islam nicht integrierbar. Den og Satz habe ich übrigens von einer ansonsten gut integrierten Türkin vernommen. Und wir fragen uns immer, was wir falsch machen? Nichts. Wir lassen einfach nur falsche Freunde in unser Haus.
Da ich viel mit Muslimen zu tun habe, kann ich sagen, dass Sie hier Falschnachrichten verbreiten. Auch der vermeintliche Nachweis über die Richtigkeit Ihrer Behauptung ändert nichts daran.

Beitrag melden
goldstein.84 16.03.2018, 08:58
118. Diser möchte gern

der soll erst mal die Christlichen Werte verteidigen (wenn ER kann!) heute fängt Weihnachten bereits im September und Ostern im Januar schon an. WAS hat das mit wahrem Weihnachten/Ostern mehr zu tun?
Diese "Verwässerung" der chr. Feiertage haben bestimmt nicht die Muslime verursacht.

Beitrag melden
Igelnatz 16.03.2018, 08:58
119. angstgesteuerte Debatte

In meinen Augen ist es Angst. Angst der Nicht-Muslime vor dem Islam. Die Aussage von Herrn Seehofer spaltet zu sehr und ist nicht hilfreich. Allerdings müssen wir alle und auch die hier lebenden Muslime uns ehrlich machen. Es gibt leider gute Gründe, vor dem Islam oder besser gewissen Strömungen Angst zu haben. Angst um die Errungenschaften der Aufklärung. Die hier lebenden Muslime könnten aktiver dazu beitragen, diese Ängste abzubauen, dann stellt sich die Frage, ob der Islam zu Deutschland gehört nicht. Auf jeden Fall möchte ich Religionsfreiheit, Meinungsfreiheit, Menschenrechte in Deutschland verwirklicht haben. Archaischen Traditionen muss man entgegen treten, ohne Auszugrenten. Sicher nicht einfach.

Beitrag melden
Seite 12 von 16
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!