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Neuer Innenminister: Für Seehofer gehört der Islam nicht zu Deutschland
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Gerade erst hat Horst Seehofer sein Amt als Bundesinnenminister angetreten. In einem Interview spricht er nun über Muslime in Deutschland, über die Flüchtlingskrise und den Begriff Heimat.

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cabeza_cuadrada 16.03.2018, 09:01
120. Nein

Zitat von bürgerl
Das würde bedeuten das die hier lebenden Muslime nicht zu Deutschland gehören
genau DAS hat Seehofer nicht gesagt. Das der Islam nicht zu Deutschland gehört bedeutet lediglich dass wir kein islamisches Land sind oder werden. Also keine falsche Toleranz gegenüber Intoleranz. Er sagte ja auch ergänzend dass Muslime mit uns und nicht neben oder gegen uns leben sollen. Was ist daran falsch zu verstehen?

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tadel 16.03.2018, 09:02
121.

Warum nur für Seehofer? Ich würde behaupten, dass er mit dieser Ansicht alles andere als allein ist.

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Ironspargel 16.03.2018, 09:02
122.

als Atheist der Religion sehr kiritisch gegenber sieht und vor allem der extremen Form des Islams, finde ich nichts an der Aussage verkehrt.

Klar..Seehofer ist kein Atheist und hofiert dafür den christlichen Glauben.
Und immer die Islamkiritiker in die rechte Ecke zu stellen ist auch sehr billig.

Ich will nicht das der Staat noch religiöser wird. Ist mir ohnehin schon zu religiös!

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kleinsteminderheit 16.03.2018, 09:03
123. Notwendige Diskussion

Horst Seehofer hat zu Thema Islam in Deutschland Position bezogen. Seine Meinung mag uns nicht gefallen. Trotzdem ist es wichtig, dass die nun anstehende Diskussion, zur Rolle des Islam in unserer Gesellschaft, endlich aufgenommen wird.
Tatsache ist, dass zu diesem Thema nie eine offene Diskussion geführt wurde und dass zumindest eine größer Teil unsrer Gesellschaft hierzu Gesprächsbedarf sieht.
Die bisherige Haltung aller Bundestagsparteien war letztendlich ein Dogma und jede kritische Anmerkung zum Islam in Deutschland setzte den Kritiker in eine politische Abseitsposition.
Ich denke, dass der Islam zu Deutschland gehört. Was ich allerdings bislang vermisse ist eine offene gesellschaftliche Diskussion zu den unterschiedlichen Ausprägungen dieser Glaubensrichtung und eine tatsächliche Integration der islamischen Glaubensgemeinschaften in unsere Zivilgesellschaft.
Bislang ging es bei der Integration um Basiskompetenzen wie Sprache, Schulbildung und Berufsausbildung. Was dabei zu kurz kam war die Wertediskussion, nämlich ob und in wie weit gelebte gesellschaftliche, kulturelle und religiöse Werte unserer muslimischen Mitbürger mit denen der Mehrheitsgesellschaft im Einklang stehen. Wir haben es bislang vermieden, die Integration des deutschen Islam in unsere Gesellschaft zu fördern und zu fordern .Stattdessen haben wir ein multikulturelles Nebeneinander gehypt. Dies führte zur Ausprägung von Parallelgesellschaften, welche sich auch nach Generationen ihrem Heimatland kulturell stärker verbunden fühlen als mit Deutschland.
Ich hoffe, dass die nun angestoßene Diskussion zur Rolle des Islam und zur Integration der Muslime in unsere Gesellschaft von einem Nebeneinander zu einem Miteinander der Kulturen auf der Basis der im Grundgesetz formulierten Werte führt. Die Diskussion hierzu ist zu wichtig, als dass wir sie den Populisten überlassen dürfen.

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spon-1284887642879 16.03.2018, 09:04
124. Wer oder was zu Deutschland gehört...

... steht in einer der besten Verfassungen der Welt - im Grundgesetz! Wer mit diesen Gesetzen und Werten einverstanden ist, kann zu Deutschland gehören.
Eine lesenswerte Argumentation von Monika Maron: http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-77435320.html

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gantenbein3 16.03.2018, 09:05
125. Der nämliche Satz

war ebenso überflüssig, wie es überflüssig ist, ihn zu kassieren. Es gilt das Grundgesetz, insbesondere Art. 3 Abs. 3 und Art. 4 GG. Damit ist alles gesagt.

Im Übrigen sind Seehofers Weisheiten auch sonst nicht mehr ernst zu nehmen. Er ist wie "Flasche leer" und sollte seinen Hut nehmen, bevor er sich selbst der Lächerlichkeit preisgibt. Die schlimmste Erfahrung, auch für PolitikerInnen, ist, dass man über sie lacht. Davon ist Seehofer nicht mehr sehr weit entfernt, diskret gesagt.

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mallangsam 16.03.2018, 09:07
126. Meine Entschuldigung

an alle, auf deren Schultern Horst Seehofer als dt. Innenminister bayerische CSU-Wahlkampfrhetorik abbläst. Leider ist das von der Union so gewollt, die darinliegende Polarisierung in Kauf genommen.
Eines sei sicher, ein bayerischer Regionalpolitiker, der Wert auf den Freistaatsstatus Bayerns legt, der den bayerischen Sonderstatus seit Jahren als CSU Regionalpolitiker vertritt, ist wohl kaum geeignet, einen gesamtdeutschen Standpunkt zu formulieren.
Die Frage stellt sich eigentlich gar nicht, da Religion Privatsache ist. Wenn man die Religiösität der Bürger in den Vordergrund stellt, müsste man wohl konstatieren, dass die Mehrheit der Deutschen nicht religiös ist und daher keine Religion wirklich zu Deutschland gehört. Stellt man die Historie in den Vordergrund dann kann man sagen die christlichen Religionen haben in der Vergangenheit in Dt. dominiert. Stellt man die historisch prägenden Weltanschaungen der Deutschen in den Vordergrund, dann müsste HS konstatieren dass zu Deutschland (trotz christlicher Prägung des Abendlandes) Antisemitismus und Nationalsoz. ... . Da wird es schwer, den Zusammenhang will der Horst Seehofer jetzt nicht herstellen.
Fest steht, die CSU selbst ist der beste Beleg für die Abwesenheit von Religion in der Politik. Und die Seehoferschen Statements schaden viel, bringen aber nichts ausser Stammtischzustimmung.

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Kundalimon 16.03.2018, 09:07
127. Warum

Da die Hälfte der in Deutschland lebenden Muslime einen deutschen Pass besitzen und somit deutsche Staatsbürger sind, stellt sich bei der Feststellung der Islam gehöre nicht zu Deutschland, wozu diese deutschen Mitbürger denn dann gehören sollen.

Was soll diese Form der Ausgrenzung? Natürlich wollen wir keine Parallelgesellschaften aber warum bilden wir sie dann durch Ausgrenzung? Natürlich wollen wir keinen Terrorismus - weder von rechts noch von links, weder von Muslimen, Christen, Buddhisten (ja die friedliebenden Buddhisten verüben gerade an Muslimen eine gehörige Portion Staatsterror) noch einer anderen Ethnie. Aber neben solchen Aspekten, die in jeder weltanschaulichen Gruppe existieren, steht der Islam, genauso wie andere Religionen auch, durchaus auch für Werte, die wir hier ebenfalls befürworten. Sei es Mitgefühl, Barmherzigkeit (den Sadaqa gibt es nicht grundlos), Innere Kraft durch Glauben usw. usf.

Besser fände ich den Satz, dass gewaltsame Ausprägungen von Religionen nicht zum heutigen Deutschland gehören und wir dafür keinen Platz haben als der Satz, der Islam gehöre nicht zu Deutschland. Solcherlei ist aber natürlich weniger griffig und weniger leicht zu instrumentalisieren um Menschen die weniger differenzieren und/oder vom rechten Rand abzufischen.

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genugistgenug 16.03.2018, 09:09
128. Hauptsache in der Presse

Hat Seehofer die ehem. Pressereferentin von Trump eingekauft oder gibt er einfach nur eine illegale Kopie des Trump show?

Der neue Minister für German Homeland Security zeigt gleich zu Beginn, dass er sich nur profilieren will, aber nicht durch Arbeit, sodnern wie jeder Politiker durch "Grobe Klappe, nix dahinter".

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rolantik 16.03.2018, 09:09
129. Undifferenzierte Beiträge zur Religion

Die drei abrahamistischen Religionen Christentum, Islam und Judentum haben ihren gleichen Ursprung und teilen das alte Testament. Es gibt also mehr Verbindendes als Trennendes. Im Laufe der Jahrhunderte haben sich diese frei Religionen unterschiedlich entwickelt, z.B. Im Christentum die Teilung in katholisch und evangelisch und sogar innerhalb dieser Spaltung noch Sekten, die als Religionen anerkannt sind (z.B. 7 Tage Adventisten u.v.a.). Genauso im Islam, der in verschiedenen Ländern sehr vom ursprünglichen Islam abweicht. Ebenfalls teilt sich das Judentum in zwei hauptgrupen auf, die orthodoxen und zeitgemässere Variante.
Leider wurden und werden alle Religionen missbraucht, indem sie instrumentalisiert wurden für die teilweise fragwürdigen Ziele von Regierungen oder Despoten.
Die Aufklärung hat leider keine analoge Entwicklung in allen Religionen mit sich gebracht, wodurch sich die heute bekannten Unterschiede erklären lassen. Die Religionsfreiheit ist ein hohes Gut in demokratischen Gesellschaften, wo jeder seine Religion und seinen Glauben leben darf, solange er sich an das Grundgesetz des betreffenden Landes hält.
Eigentlich bedarf es keiner Äusserung im Sinne von Herrn Wulff oder Herrn Seehofer, ob der Islam zu Deutschland gehört oder nicht. So lange in unserem Land niemand versucht unsere christlich geprägte Grundordnung zu unterlaufen, so lange sind solche Äusserungen wenig dienlich für das tolerante Zusammenleben.
Das grösste Problem allerdings sind die in Religionszusammenhängen "Unwissenden" und Fanatiker, die andere Menschen als Ungläubige hinstellen, um ihr Tun zu rechtfertigen. Es gibt keinen Beweis für die Existenz Gottes, aus diesem Grund sollte man niemanden verurteilen, egal was er glaubt oder nicht.
Nach den Grundregeln der drei abrahamistischen Religionen (Gebote) zu leben, würde viel Leid auf dieser Welt verhindern.

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