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Neuer Kampfjet: Deutschland will Geld für Rüstungsprojekt mit Frankreich freigeben
Christopher Furlong/Getty Images

Die Entwicklung eines deutsch-französischen Kampfflugzeugs soll mit einer ersten Millionentranche aus Deutschland starten. Viele Punkte sind aber noch strittig - allen voran eine Regelung mit Paris für spätere Exporte.

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marcaurel1957 05.06.2019, 09:36
10.

Zitat von dancar
wäre es nicht sinnvoller, in den USA jährlich für 10 Mrd. EUR Flugzeuge (die bereits unter Beweis gestellt haben, dass sie fliegen können) oder sonstige moderne Waffensysteme zu kaufen, um damit auch unseren Außenhandelsüberschuss zu reduzieren und Trump den Wind aus den Segeln zu nehmen? Auf die wenigen Arbeitsplätze in D aufgrund des neuen Kampfjets können wir verzichten.
Nö, können wir nicht...es handelt sich hierbei um Hightech Arbeitsplätze und Wissen, dass wir nicht in andere Länder transferieren dürfen

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ralfix 05.06.2019, 09:43
11.

Na da wird sich Trump aber freuen - endlich geben die Europäer mehr Geld für Verteidigung aus und werden unabhängiger von den USA.

Warum sind bloß die Engländer nicht dabei? - ach ja der Brexit. Die kaufen dann halt die Flugzeuge von Trump und verkaufen dafür ihr Gesundheitssystem NHS.

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3vv4v3 05.06.2019, 09:45
12. lieber in Europa

militärinvestitionen tätigen und ein europäisches Militär stärken als weiterhin auf Amerikas NATO sich verlassen zu müssen.
Putin ist der Hauptagressor der sitzt munmal nebenan

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Neapolitaner 05.06.2019, 09:46
13. Eine Konjunkturmaßnahme für Frankreich

Von diesem Geld werden keine nennenswerte Aufträge an deutsche Firmen resultieren. Sowohl Entwicklung, Forschungsergebnisse als auch Produktion werden im Wesentlichen in Frankreich erfolgen. Wenn Deutschland auf diese Weise die Entwicklung eines neuen Flugzeuges bezahlt, hängen sich andere Länder natürlich gerne dran. Insgesamt ist das als rein politische Entscheidung (mit dem dt. Steuerzahler im Hintergrund) zu werten. Die von mir vorgetragene Kritik ist nicht neu, sie ist dem Verteidigungsministerium bekannt und es hat dazu im Vorfeld auch schon Diskussionen gegeben. Doch es sollte von vornherein in eine gewisse Richtung entschieden werden, wg. politischer "Vorgaben".

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RocketDogs 05.06.2019, 09:53
14. Das sind längst Tatsachen und hat nichts mit dem Brexit zu tun.

Zitat von ralfix
Na da wird sich Trump aber freuen - endlich geben die Europäer mehr Geld für Verteidigung aus und werden unabhängiger von den USA. Warum sind bloß die Engländer nicht dabei? - ach ja der Brexit. Die kaufen dann halt die Flugzeuge von Trump und verkaufen dafür ihr Gesundheitssystem NHS.
Die Briten beschaffen 138 F-35B Lightning II von den USA. Der erste Roll-out der F-35B fand schon 2011 in UK statt, also lange bevor dem Brexit.

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currywurst_hans 05.06.2019, 09:54
15. Meine Prognose

Das Projekt wird mindestens zehn mal so teuer wie geplant, die Auslieferung verzögert sich um ca 15 Jahre und die Flugzeuge fliegen wenn überhaupt nur unter optimalen Bedingungen (kein Regen).
Und natürlich wird keiner dafür in irgendeiner Form Verantwortung übernehmen.

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excell 05.06.2019, 09:55
16. eurpäische Armee

Am einfachsten wäre es, wenn man auf nationale Eitelkeiten weniger Rücksicht nehmen würde und die Verteidigung tatsächlich in Richtung einer europäischen Armee vorantreibt. So wenig ich ansonsten mit Herrn Kühnert übereinstimme, so richtig finde ich diesen Vorschlag. 1. Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit eines weiteren Krieges in Europa, wenn die nationalen Armeen nur noch rudimentäre Fähgikeiten haben und die eigentliche militärische Macht bei der EU liegt? 2. Wir müssen hochentwickelte Waffensysteme nicht mehr an Länder wie Saudi Arabien verkaufen, wenn man mit einer EU-Armee einen sehr großen Abnehmer hat, der die Investitionen schon alleine rechtfertigt. Interessieren sich dann andere demokratische Staaten für die Waffen, kann man einen Verkauf prüfen, man hat aber keinen Druck mehr. Derzeit haben wir mit Rafale, Eurofighter und Gripen 3 europäische Kampfflugzeuge (vielleicht habe ich ja auch noch welche vergessen...), das ist doch nicht effizient! Natürlich wollen die Firmen ihre Entwicklungskosten über den Export decken.

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MatthiasPetersbach 05.06.2019, 10:10
17.

Zitat von 3vv4v3
militärinvestitionen tätigen und ein europäisches Militär stärken als weiterhin auf Amerikas NATO sich verlassen zu müssen. Putin ist der Hauptagressor der sitzt munmal nebenan
Einen Krieg gegen Putin werden wir nicht gewinnen - und will niemand HIER führen. Also müssen wir - auch rein geografisch - mit diesem Menschen (und seinen Nachfolgern) auskommen müssen.

Die Aggressoren wechseln sich eh ab - in den letzten Jahren scheint Feind Nr. 1 der EU schlicht Amerika zu sein.

Die Frage ist doch einfach, was für ne Armee WIR wollen. Bzw. gegen wen die taugen und dementsprechend wie sie ausgerüstet werden soll. Und NICHT, was die Waffenindustrie als bestes Geschäft im Verkauf an dubiose Staaten ansieht.

Europäische Waffen haben ausserhalb Europa nichts zu suchen.

Gegen andere Feinde als die "Großen" braucht es funktionierende Gewehre, funktionierendes Equipement am Mann, Truppentransporter o.ä. und ein paar Panzerchen und Flugzeuge. Die Letzteren könnten durchaus in der Preisklasse liegen, für die man heute -bescheuerterweise- einen einzigen Lenkflugkörper für ne Fregatte bezahlt.

Gegen alles - außer dem "Großen Krieg" - reicht preislich gesehen Equipement aus den 80ern. Mehr als genug.

Die Bundeswehr fährt -übertragen gesagt- mit nem Formel1-Auto zum Brötchenholen. Was dafür nicht geeignet ist, um den Faktor 100 zuviel kostet - und offensichtlich immer kaputt ist.

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Fuscipes 05.06.2019, 10:11
18.

Zitat von RocketDogs
Nicht nur dass jeder Armee ihre eigen Vorstellungen über die Fähigkeit hat, nein das zukünftige Flugzeug muss auch noch von den USA freigegeben werden. Hintergrund ist die vereinbarte Nukleare Teilhabe innerhalb der NATO. Der Tornado ist zur Zeit der einzige Jet, der dazu in der Lage ist, die Kernwaffen (vermutlich Freifallbomben) die in Deutschland in Büchel lagern, zu tragen. Wenn der neue Jet von den USA dafür zertifiziert werden soll, sind der Wirtschaftsspionage Tür und Tor geöffnet.
Demnach sollen die Parlamentarier insgesamt 32,5 Millionen Euro für das insgesamt milliardenschwere Projekt bewilligen, aus welcher Tasche? ( nicht die Millionen, aber die auch)
Ohne klare Rüstungskontrollvorgaben, der nächste D-day kommt bestimmt.

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Koda 05.06.2019, 10:17
19. Sie vergessen da ein paar Kleinigkeiten

Zitat von dancar
wäre es nicht sinnvoller, in den USA jährlich für 10 Mrd. EUR Flugzeuge (die bereits unter Beweis gestellt haben, dass sie fliegen können) oder sonstige moderne Waffensysteme zu kaufen, um damit auch unseren Außenhandelsüberschuss zu reduzieren und Trump den Wind aus den Segeln zu nehmen? Auf die wenigen Arbeitsplätze in D aufgrund des neuen Kampfjets können wir verzichten.
a) so wenige Arbeitsplätze werden es nicht sein, auf die wir verzichten
b) neue Entwicklungen bzgl. Elektronik, Kommunikation werden auch entwickelt UND zwar dann in Deutschland, Frankreich etc.
c) die Amerikaner entwickeln, was Amerika nützt; die Einsatzkonzepte amerikanischer Kampfflugzeuge sind anders als die der Europäer
d) die F35 hat keinen so guten Ruf, gilt als Pannnenflieger etc.
e) steigert ein Erwerb bei den Amerikanern - wieso sind die überhaupt so hochgerüstet? - nu die Abhängigkeit von den Amerikanern; aber noch ein paar "Trumps" als US-Präsis und die NATO ist nicht nur "obsolet" sondern wirklich Geschichte

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