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Neuer Londoner Bürgermeister Khan: Ein Sieg gegen den Islamhass
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Sadiq Khan wird Londons neuer Bürgermeister. Der Sohn pakistanischer Einwanderer setzt sich gegen einen konservativen Multimillionär durch - und dessen persönliche Attacken.

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Corry Fehe 07.05.2016, 12:08
110. Das ganze Bild ist wichtig!

Zitat von mikechumberlain
Und seine Sittenpolizei hat der Bürgermeister auch schon: http://www.welt.de/vermischtes/weltgeschehen/article112996346/Muslime-in-London-auf-Scharia-Patrouille.html
Oh nein, das hat überhaupt nichts mit Herrn Khan zu tun. Haben Sie eventuell nur die Überschrift gelesen? Diese Jugendliche sind genau so bekloppt wie selbsternannte "Bürgwerpatrolien hierzulande und politisch ähnlich verwirrt wie die AfD.
Zitat aus dem Artikel: "Kassam nennt diese Muslimpatrouillen >Reste vom verrückten Rand

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FPF_Forum 07.05.2016, 12:09
111. Anteil Muslime in London

Mehrere Beiträge erwähnen einen Anteil von 50% oder mehr an der Bevölkerung Londons. Das ist mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit falsch. Der Zensus von 2011 nannte einen Anteil von 12,4%. Es ist anzunehmen, dass sich dies bei der restriktiven Zuwanderungspolitik der britischen Regierung nicht grundlegend geändert hat, und daher auch in 2016 der Anteil an Muslimen weit unter den genannten 50% liegt.

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Alfons Emsig 07.05.2016, 12:10
112. Danke merty

Wir in Deutschland sind leider noch nicht soweit. Obwohl ich mir für Berlin einen Regierenden Bürgermeister mit beispielsweise türkischen Wurzeln gut vorstellen könnte, einen geeigneten Kandidaten (Kandidatin?) vorausgesetzt. Die Wahl ist m.E. kein Signal gegen Islamhass, denn dazu müsste es erstmal einen geben, sondern gegen die gegenseitige Ausgrenzung bestimmter Gruppen, welche Frust und Hass sät. Wohin das bei uns führt: Leute mit und (!) ohne Migrationshintergrund, die nichts auf die Kette kriegen und dafür bequemerweise den jeweils anderen die Schuld daran zuschieben.

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kaltwasser 07.05.2016, 12:12
113. Diese Wahl ist

eine Folge der Veränderung der Bevölkerungszusammensetzung. Die Mehrheit der Londener sind nicht mehr europäischer Abstammung. Viele weiße Wähler aus den Stadtrandbezirken wanderten durch den Mietpreisdruck in die Vororte Londons ab. Man kann das ja sehen, wie man es will. Aber das ist der Beginn von Fremdherrschaft.

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Wolfes74 07.05.2016, 12:13
114. ...

Zitat von donnerkeil
In Lodon leben fast 50% Muslime.
Tja - tatsächlich sind es ca. 15%.

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Corry Fehe 07.05.2016, 12:14
115. 12,4 Prozent als gefühlte Mehrheit

Zitat von uwepietsch
Ein siegt für den Islam??? Von wem wurde er gewählt? In London sind mehr mittlerweile mehr Ausländer (Migranten) wahlberechtigt als Einheimische, ob das ein siegt ist mag ich bezweifeln.
Aha, 12,4 Prozent sind also mehr als die Einheimischen? Wobei die 12,4 Prozent lange nicht alle wahlberechtigt sind. Meine Güte, "gefühlte Politik" sollte einer ständigen Überprüfung unterzogen werden.

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Eder5 07.05.2016, 12:14
116. Kein Titel

Zitat von strayboy
Bei der letzten Volkszählung 2011 war der Anteil der Moslems in London 12,4%. Naja, vielleicht ist das in ihrem Mathematikverständnis "fast" 50%.....
Sind Sie sicher? So wie ich den Bericht verstehe geht es da um ganz England. Ich selber habe in London gelebt und ganz ehrlich rein gefühlsmäßig sind dort sehr sehr viele Muslime - was ich jetzt nicht schlimm finde, ist einfach der Lauf der Zeit auch im Zusammenhang mit der Britischen Geschichte als Weltmacht. Aber j´hier jetzt wieder alles super toffte zu finden eben weil ein Moslem Bürgermeister wird finde ich auch wieder total übertrieben.

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mona_k. 07.05.2016, 12:15
117. Sehe ich genauso!

Zitat von Corry Fehe
Mir nicht! Das wäre für mich etwas völlig normales. So normal wie mein türkischer Gemüsehändler, so normal wie mein persischer Freund, so normal wie türkische Frauen ohne Kopftuch, so normal wie muslimische Fußballspieler.
Für mich zählt der Mensch und nicht seine Religionszugehörigkeit. Ich war auf einer katholischen Schule...dort war nichts Christliches. Wir müssen den Menschen als Menschen sehen und ihn nicht auf seine Religionszugehörigkeit herab stufen.

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sapereaude! 07.05.2016, 12:15
118. Niemand will die Meinungsfreiheit einschränken

Zitat von vera gehlkiel
Was sie erwarten können oder nicht, ist ihre Sache. Das hat aber null mit der Meinungsfreiheit zu tun. Wir sind in der glücklichen Lage, im Netz eine so gut wie unendliche Auswahl an Meinungen mit unserer eigenen abgleichen zu können. Es gibt keine gesetzliche Verordnung, wie da was gekennzeichnet werden muss, zum Glück. Wenn sie die Journalisten, die sich hier einlassen, unprofessionell finden, wäre es wahrhaftig ökonomisch, ihre Beiträge gar nicht erst zu lesen. In Wahrheit geht es doch um etwas anderes, schätze ich, nämlich darum, sich nach Art von Tugendwächtern als Ersatzzensurinstanz zu gerieren.
Niemand wollte die Meinungsfreiheit des Verfassers einschränken. Wenn er einfach "Kommentar" oder "Kolumne" dazugeschrieben hätte, wäre Alles in bester Ordnung gewesen. Es geht hier um das rein Handwrkliche oder wenn Sie wollen das Berufsethos.

Ich habe auch keineswegs gesagt, die Journalisten hier seien unprofessionell. Ich habe lediglich diesen einen Artikel kritisiert. Außerdem scheint man ja bei der Readktion auch der Meinung zu sein, dass die Kritik von mir und derbelgarath nciht ganz unbegründet ist. Sonst hätte man unsere Kommentare woh kaum veröffentlicht.

Und von Tugendwächtern will ich überhaupt nichts wissen! Was legen Sie mir denn da in den Mund? Zum Beispiel schreibe ich wüste Kommentare zu Augsteins Kolumnen. Aber ich verteige ihn immer, wenn jemand die fehlende Sachlichkeit in seiner Kolumne bemängelt. Denn er schreibt ja eine Kolumne.

Und noch etwas zu den Erwartungen: Das ist eine Frage des gesellschaftlichen Konsenses. Von einem Busfahrer erwarten wir, dass er uns pünkltich und unfallfrei ans Ziel bringt. Von einem Maurer erwarten wir, dass eine Mauer errichten kann, die nicht nach zwei Tagen wieder umfällt. Von einem Metzger erwarten wir, dass er ein Schnitzel machen kann. Im Restaurant erwarten wir, dass uns jemand gut bedient. Ich hoffe, diese Beispiele verdeutlichen, was ich gemeint habe.

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postmaterialist2011 07.05.2016, 12:17
119. In welchen Kreisen

Zitat von Ottokar
Als ich in den in den 80ziger Jahren in London lebte sprach man, nichtachtend, von Wogs und heute ist ein Wog Bürgermeister. Mal sehen wie es bei uns in Deutschland weitergeht. Der Islam gehört ja schon nach Deutschland wie uns immer beigebracht wird.
haben Sie den verkehrt ? Ich habe in den 80iger Jahren auch in London studiert, aber den Begriff "Wog" nie gehört. Allerdings habe ich auch in Deutschland nie in Kreisen verkehrt die "Ni***r", "Kanaken" oder andere menschenverachtende Begriffe verwenden.

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