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Neuer Parteivorstand: Piraten sollen weniger twittern
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Die abgestürzte Piratenpartei hat einen neuen Vorstand gewählt. Der Vorsitzende Stefan Körner will die Partei aus dem "desolaten Zustand" führen - doch auf dem Parteitag ging es wieder ätzend zu.

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ornitologe 29.06.2014, 16:35
1. Tamagotchi

der BRD-Politszene. Wie jede Modeerscheinung irgendwann von der Realität überholt. Die virtuellen Rebellen sind schon lange an die Grenzen ihere Kommunikationsfähigkeit gestoßen und werden bar jeglichen Planes ihr Bündnis zur Disposition stellen müssen. Mangelhafte Zahlungsmoral in Sachen Mitgliedsbeiträge ist da wohl nur das geringste Übel, mit dem sich Herr Körner auseinandersetzen muss. Zu den schwindenden Finanzen kommt noch Plan- und Orientierungslosigkeit der Basis und der Verlust ehemals spendablen Gönner. Alles in Allem scheint die Götterdämmerung bei den Piraten nicht mehr aufzuhalten zu sein.

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Mertrager 29.06.2014, 17:02
2. Grundsätzlich

... sind die meisten Anwendungen von Twitter Schwachsinn. Es soll Leute geben, die ganz gut kommunizieren, auch mit elektronischen Medien, die Twitter noch nie benutzt haben.

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phrasenmaeher 29.06.2014, 17:57
3. Körner wird scheitern

Das übliche Kindergartengezänk auf dem Parteitag zeigt, dass die (verbliebenen) Mitglieder auch vom Totalabsturz der Partei in der vergangenen Zeit nichts gelernt haben. Eine Partei "aus einem desolaten Zustand führen" zu wollen, die sich unabänderlich im internen Klein-Klein verzettelt, ist zum Scheitern verurteilt. Liebe Piraten, herzlich Willkommen im Nichts.

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Donalder Duck 29.06.2014, 18:54
4. 3 Kommentare bisher (18:50Uhr), keiner bemerkte anscheinend ...

das da ein Richtungsstreit zur Klärung anstand. Die PIRATEN sind uneins ob sie für freie downloads sind und der Rest egal ist - oder ob es um eine Partei mit breitem gesellschaftlichen Engagement geht.

Darüber ist man sich nun erst recht herzlichst uneinig - eine Mementum mit besonderem Geschmäckle ist das der alte BuVo nicht entlastet wurde. Die tiefschwarze Nacht der langen Messer - sie dauert also weiter an. Zum Leichenzählen kam man noch nicht - es wird weiter gemetzelt.

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whocaresbutyou 29.06.2014, 19:28
5. Da wähne ich mich zugehörig...

Zitat von Mertrager
... sind die meisten Anwendungen von Twitter Schwachsinn. Es soll Leute geben, die ganz gut kommunizieren, auch mit elektronischen Medien, die Twitter noch nie benutzt haben.
Das kann ich unterschreiben...

Twitter ist das Reuters der Unnötigen.

Neulich hörte ich mal irgendwo sinngemäß (glaube es war Dieter Nuhr):

Twittern ist in etwa so, wie wenn Menschen, die keinen interessieren, auf der Straße mit Menschen, die sie nicht kennen über Leute tratschen die sie nichts angehen, weil die Dinge tun, von denen sie keine Ahnung haben.

Früher musste man zum Tratschen auf die Straße oder zum Bäcker, heute bekommt man den geistigen Auswurf des Selbstmarketings 24/7 auf`s Smartphone gespült.

# schaue Fernsehen
# Langeweile
# Pizza ist fertig
# verdammt, verbrannt !

Welch Zeitverschwendung...

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Peter Werner 29.06.2014, 19:38
6.

Bedauerlich war, dass keinerlei Aussprache über die Vorkommnisse der letzten Monate stattfand.
Die Wahlen wurden mehr oder weniger diszipliniert durchgeführt, das war es dann auch schon.
Immerhin macht der neue Vorstand einen recht bodenständigen Eindruck; linkrsradikale Ideologen hatten diesesmal keine Chance.
Die Piraten sollten sich wieder auf Ihre Kernthemen (Netzpolitik, Transparenz, Bürgerrechte) konzentieren. Eine solche Partei fehlt im derzeitigen Parteienspektrum und könnte durchaus Erfolge erzielen. Sie könnten die Rolle der FDP einnehmen.
Große Teile des restlichen Programms (BGE, Asylpolitik, Freigabe von Drogen etc) wirken zumindest auf mich jedoch eher abschreckend.

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Olaf 29.06.2014, 20:55
7.

Zitat von sysop
Die abgestürzte Piratenpartei hat einen neuen Vorstand gewählt. Der Vorsitzende Stefan Körner will die Partei aus dem "desolaten Zustand" führen - doch auf dem Parteitag ging es wieder ätzend zu.
Klingt ganz vernünftig, was Herr Körner da sagt. Das wird aber nur gelingen, wenn er es schafft die linken Spinner unter Kontrolle zu bringen.

Eine weitere, linke Partei braucht Deutschland nicht. Eine die sich mit Netzpolitik beschäftigt und den liberalen Gedanken bei den Bürgerrechten hoch hält, schon.

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epiktet2000 29.06.2014, 22:14
8. Kaperbrief abgelaufen

Der Linken die Stimmen wegnehmen, das war der Auftrag. Darum wurden sie hochgeschrieben. Linke Forderungen zu stellen, das war nicht vorgesehen. Darum verschwinden die Piraten in der Versenkung.

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hhseguin 30.06.2014, 09:05
9. optional

Das Licht am Ende des Tunnels muss kein entgegenkommender Zug sei. Auf dem Unterbau gemeinsamer Werte und Ziele aus dem Sumpf zu steigen, steht dieser Partei und diesem Vorstand gut zu Gesicht. Desgleichen das laute Bekenntnis zu Grundgesetz und AEMR innerhalb der großen globalen Menschenrechtsbewegung. Gäbe es nicht die aktuelle Hoffnung, an müsste sie erfinden. Womit wir wieder am Anfang wären.

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