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Neuer Richterkandidat am Supreme Court: Droht den USA ein Abtreibungsverbot?
DPA

Die US-Demokraten fürchten, dass Donald Trumps Kandidat für den Supreme Court das Abtreibungsrecht kippen könnte. Nun hat er sich bei seiner Anhörung im Senat zu der Frage geäußert.

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moondustmusic 08.09.2018, 11:53
1. Handmaid's Tale

Mit Kavanaugh würde sich Amerika langsam aber sicher in einen kleptokratischen Gottesstaat verwandeln, ein kleptokratischer Gottesstaat, schlimmer als sich Margaret Atwood jemals hätte ausdenken können.

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knok 08.09.2018, 11:56
2. Überschrift

Abtreibung zu verbieten bedeutet Unterdrückung der Frauen. Keine Frau und kein vernünftiger Mann kann so etwas unterstützen. Wieder einmal zeigt sich, welches Gift das Christentum noch immer in sich trägt.

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Atheist_Crusader 08.09.2018, 11:56
3.

Es geht ja nicht bloß um ein Abtreibungsverbot. Viele Red States haben Abtreibungen schon derart reguliert (sonst sind die Reps ja eher Fans von Deregulierung, aber nicht wenn es um den weiblichen Körper geht), dass es praktisch unmöglich ist, eine entsprechende Klinik zu unterhalten. Vorgeblich dient das natürlich nur dem Schutz der Patienten, aber wenn man mal die Bedingungen anschaut die für Geburten gelten, dann stellt sich das als Lüge heraus.
Ebenso kämpft man gegen Organisationen die die Frauen unvoreingenommen und vollständig über ihre Optionen aufklären, Planned Parenthood zum Beispiel. Auch schreibt man Ärzten Dinge vor die unnötigen Stress verursachen und schon an psychologische Kriegsführung grenzen, etwa dass sie bestimmte medizinische Fakten nicht nennen dürfen, bestimmte Nicht-Fakten nennen müssen oder vor der Entscheidung der Schwangeren ein Röntgenbild des Fötous vorlegen müssen.
Ja selbst gegen die Sexualaufklärung an sich kämpft man. Viele konservative Staaten bieten überhaupt keinen echten (abstinence-only) oder massiv faktenreduzierten oder verklärten Aufklärungsunterricht in der Schule an. Den Jugendlichen werden wichtige Informationen vorenthalten oder direkt Lügen aufgetischt wie ihre Körper funktionieren oder wie sie sich vor Geschlechtskrankheiten oder ungewollten Schwangerschaften schützen können. Was dann natürlich die Zahl der ungewollten Schwangerschaften und damit den Bedarf nach Abtreibungen erhöht.

Es ist also vollauf verständlich, dass die Frauen ob dieser Perspektive auf die Straße gehen. Ich wünsche ihnen viel Glück bei dem Versuch ihr Recht auf Selbstbestimmung zu wahren, aber ich habe nicht viel Hoffnung in dieser Sache. Sie kämpfen gegen Leute, denen Demokratie nichts mehr bedeutet und die glauben dass Jesus persönlich ihnen befiehlt anderen Menschen ihr Leben zu diktieren.

Und nebenbei: auch kein Grund hier in Deutschland selbstzufrieden zu werden. Wir sind auch noch ein gutes Stück davon entfernt, mit dem Thema richtig umzugehen, wie man unlängst bei dieser hirnrissigen Debatte um "Abtreibungswerbung" gesehen hat.

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manfred.gebauer 08.09.2018, 12:01
4. Roe vs. Wade ist nur ein Teil des Problems

Brett Kavanaugh als Günstling Trumps steht mit möglichen Verquickungen, sowie vermuteten Meineids im Visier der Anhörung. Habe ich das überlesen? Kavanaugh wird nach seiner Äußerung, er halte juristische Klagen/Vorladungen gegen den "sitting president" für fragwürdig, als gefährlichster Schützling UND Protégé Trumps erachtet sobald die Muellersche Kommission Schritte einzuleiten gedenkt.
die zentrale Frage, die sich die amerikanische Öffentlichkeit stellt ist: Darf ein von Ermittlungen indirekt und direkt betroffener Präsident einen Richter für das höchste Gericht der USA (auf Lebenszeit) bestimmen und somit seiner eigenen fragwürdig bis juristisch zu prüfenden Agenda alle fehlende Macht verleihen!? ...

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Beat Adler 08.09.2018, 12:20
5. Falschinformationen durch den Kandidaten an die Oeffentlichkeit

Gleich Falschinformationen durch den Kandidaten an die Oeffentlichkeit am ersten Tag der Anhoerung:

Kavanaugh sagte auf die Frage seiner Parteilichkeit, dass er immer gemaess Recht urteilen wuerde. Das ist eine Luege, Falschinformation, bewusste Irrefuehrung der Oeffentlichkeit und des Kongresses, denn das Oberste Gericht gestaltet Recht, entscheidet, was Recht ist und fuer immer, bis eine gegenteiliges Urteil gefaellt wird, gueltig sein wird!

Das Oberste Gericht wird im Fall Trump entscheiden muessen, ob sich ein Praesident vorbeugend selbst begnadigen kann oder nicht! Ob der Grundsatz in der Verfassung, dass vor dem Gesetz alle Menschen gleich sind hoeher einzustufen ist oder der Praesident nicht doch etwas "gleicher" ist wie die Gewoehnlichen, die Normalsterblichen;-)

Trump kann sich mit seinem neuen Obersten Gericht gelassen zuruecklehnen, der "orange jumpsuit" ist in weiter Ferne;-)
mfG Beat

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aleks_mackarov 08.09.2018, 12:32
6. so ein blödsinn

es gibt doch nichts schöneres als jedes jahr ca. 3000 Babys zu töten, aber Kinder für paar Wochen in ein käfig zu stecken weil die Eltern was illigales machen das geht gar nicht

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cipo 08.09.2018, 12:55
7.

Zitat von aleks_mackarov
so ein blödsinn...es gibt doch nichts schöneres als jedes jahr ca. 3000 Babys zu töten, aber Kinder für paar Wochen in ein käfig zu stecken weil die Eltern was illigales machen das geht gar nicht
Ja, das ist tatsächlich ausgemachter Blödsinn, was Sie da schreiben.

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madameping 08.09.2018, 13:05
8. Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun

Zitat von aleks_mackarov
es gibt doch nichts schöneres als jedes jahr ca. 3000 Babys zu töten, aber Kinder für paar Wochen in ein käfig zu stecken weil die Eltern was illigales machen das geht gar nicht
Das sind zwei völlig unterschiedliche Handlungen, die rein gar nichts miteinander zu tun haben und Babies werden auch nicht umgebracht.

Sie sollten der Versuchung widerstehen, unnötige Polemik zu betreiben, um wer weiß was auszudrücken...

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robb30 08.09.2018, 13:25
9. Natürlich Mord verbieten!

Ich habe noch nie verstanden, weshalb ein menschliches Wesen erst dann das Recht auf Leben hat, wenn es den Körper der Frau (welche übrigens mitverantwortlich ist für die Zeugung!) verlassen hat oder es zumindest mal wie ein Baby aussieht. Das sind für mich alles faule Ausreden um sich um die Verantwortung zu stehlen. Weigert sich ein Vater, sich seiner Verantwortung zu stellen, dann gilt das (zu recht!) als schäbig und die Justiz kümmert sich darum. Aber will eine Mutter sich aus der Verantwortung stehlen, dann ist das ihr Recht, über ihren eigenen Körper bestimmen zu können. Was für eine lächerliche, heuchlerische und widerliche Doppelmoral. Und nein: Ich diskutiere mit Mördern oder Menschen, die Mord gutheißen nicht. Ihr seid schlichtweg zu sehr moralisch und ethisch verdorben. Und ich diskutiere auch nicht über absolute Härte- und Ausnahmefälle wie eine widerwärtige Vergewaltigung bzw. extreme medizinische Fälle. Hier mögen andere Regeln gelten. Widerlich, dass man in der heutigen Zeit noch für das Recht zu Leben kämpfen muss.

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